Gender-Kacke in Schule und Alltag

  • Weiß jemand wie man *in spricht?


    Sunniva Dein verlinkter Artikel hat mir sehr gefallen. Ich werde mich da durch einige weitere Links klicken.


    Und bei Fasching habe ich mal geschaut: Kein Junge, der als etwas weiblich konnotiertes ging, aber Vampirin, Altägypterin, Feuerwehrfrau, Katze, Clownin ... also ein weites Feld. Die Jungs waren Superhelden, Supermario, Vampir, Außerirdischer. Hat mir sehr gefallen, diese Mischung.

  • Die machen es mit einer kleinen Pause. Und es klingt so selbstverständlich und es ist völlig klar, wie es gemeint ist. Es ist gar nicht störend im Sprachfluss. Ich finde es großartig.

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse)

  • Weiß jemand wie man *in spricht?

    Ich hab es auch schon mit einer kleinen Pause gehört; wenn ich spreche, nutze ich aber eher die ausführlichere, also männlich+weiblich, Form oder ich versuche, auf neutrale Formulierungen auszuweichen. Ich persönlich finde das mit der Pause irgendwie noch sperrig...

    Sunniva Dein verlinkter Artikel hat mir sehr gefallen. Ich werde mich da durch einige weitere Links klicken.

    Ja, das ging mir auch so, ich hab ihn mir auch gespeichert und werde da noch einiges weiterlesen.

    And you only live forever in the lights you make
    When we were young we used to say
    That you only hear the music when your heart begins to break
    Now we are the kids from yesterday

  • Sunniva zum zuhören fand ich es mit der Pause total angenehm und nicht im mindestens sperrig. Viel angenehmer als immer beides zu sagen.

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse)

  • Andrea Nahles wurde in Kommentaren beschimpft, weil sie ihre Tochter "alleine" bei der Großmutter lässt um Politikerin zu sein. Achja und den partner hat sie auch weggejagt...


    Das war Genderkacke vom feinsten.

  • Sunniva zum zuhören fand ich es mit der Pause total angenehm und nicht im mindestens sperrig. Viel angenehmer als immer beides zu sagen.

    Vielleicht ist das eine Sache der Gewöhnung? Ich habe das letztens das erste Mal so gehört und fand es erst mal komisch... Mir fällt es aber immer positiv auf, wenn jemand sich bemüht, sensibel (und das bezieht sich nicht nur auf Gender) zu formulieren#ja

    And you only live forever in the lights you make
    When we were young we used to say
    That you only hear the music when your heart begins to break
    Now we are the kids from yesterday

  • Sunniva zum zuhören fand ich es mit der Pause total angenehm und nicht im mindestens sperrig. Viel angenehmer als immer beides zu sagen.

    Vielleicht ist das eine Sache der Gewöhnung? Ich habe das letztens das erste Mal so gehört und fand es erst mal komisch... Mir fällt es aber immer positiv auf, wenn jemand sich bemüht, sensibel (und das bezieht sich nicht nur auf Gender) zu formulieren#ja

    Mag sein. Ich habe die Woche 9 Stunden Podcasts gehört, weil es einfach so interessant war.

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse)

  • Gestern Nachmittag im Radio berichtet der Moderator von einem Gerichtsprozess in dem eine Frau ihre Bank verklagt hat, weil sie als "Kontoinhaberin" angesprochen werden will und die Bank aber darauf besteht, die Kundin als "Kunde" und "Kontoinhaber" anzusprechen und zu schreiben.


    Der Radiomoderator hat sich über diesen Wunsch lustig gemacht und dann noch einen Einspieler eingeblendet, wo jemand sich in einer Rede zu diesem Thema lustig gemacht hatte ("Die Bürger wollen mehr Geld in ihrem Geldbeutel oder ihrer Geldbeutelin haben" und solche Sätze).


    Ich kann nicht verstehen, warum manche Männer etwas dagegen haben, dass Frauen in der Öffentlichkeit vorkommen und auch so bezeichnet werden.

  • ich glaube, viele sind da auch gar nicht reflektiert und finden das wirklich einfach albern.

    die haben sich null mit dem thema beschäftigt + sind nicht betroffen.

  • und wenn sie die Sache nicht lächerlich machen würden, müssten sie sich eben auch ernsthaft mit dem Thema beschäftigen...

    Und das wäre ja sehr aufwendig und unbequem.

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • oft kommt man ja nichtmal auf die idee, dass man da ja mal was überdenken könnte.


    ich weiß zwar nicht, wie man 25+ werden kann, ohne sich auch regelmäßig mal selbst zu hinterfragen

    und vieles skeptisch zu betrachten und offen für neues zu sein; aber es scheint ja leider viele leute zu geben,

    die tatsache nichtmal auf die verrückte idee kommen die dinge, welche "man schon immer so gemacht hat" auch mal anzuschauen

  • Ich bin da echt zwIegespalten. Bei der Benutzung von weiblichen Varianten.....


    Beim Schach zum Beispiel: ich will lieber Gegner und Spieler genannt werden...

    So wie man sagt, der Gegner Zieht den Springer oder weiß steht im Zugzwang

    Für mich spielt das Geschlecht beim Schach einfach keine Rolle! Bin ich aber die Gegnerin, dann kommen chauvisprüche, wie, jetzt muss weiß gegen zwei Damen kämpfen...


    So geht's mir echt bei vielen Bezeichnungen.... Erst die Weibliche Version rückt das Geschlecht in den Vordergrund..... Ist umgekehrt aber bei Erzieher erzieherin genauso..... Wird die seltenere männliche Version benutzt, rückt das Geschlecht in den Vordergrund.


    Und ich würde mir eben wünschen, dass die unnötige Betonung des Geschlechts überwunden wird...


    AndererSeits sehe ich selbstverständlich das Kernproblem, dass, wenn immer stets und ständig die männliche Version benutzt wird, der Blick für beide Geschlechter nicht sensibilisIert wird.


    Ich finde es nicht einfach

    Irgendwann wird Alles gut, weiß der Teufel
    wann, aber es wird Alles gut!"
    Leslie ist ne tiefblaue Quotenberlinerin
    bei Instagram

  • vielleicht kann sich das ja auch später wieder zurückentwickeln, also ein naderes level einnehmen.

    aber ich finde, erstmal muss überall ankommen,

    dass es nicht nur männer gibt :D

  • Hallo, mir geht es wie Leslie. Die männliche Bezeichnung, wie Kontoinhaber klingt für mich sachbezogen und damit seriös. Da steht die Sache im Vordergrund und nicht das Geschlecht.

    Ich finde diese Diskussion zum Thema - in aber auch furchtbar. Das ist für mich echt Sache von vorvorgestern, damit hat sich meine Mutter in den 80ern rumgeschlagen. Also vor mehr als 30 Jahren. Sehe da nicht die Relevanz für heute.

  • Du siehst echt nach all den Studien, die den Zusammenhang zwischen Sprache und Vorstellungswelt belegen, nicht die Relevanz? Das finde ich ganz schön krass, sorry.

    Leslie, ich glaube das ist zu großen Teilen Gewohnheit. Ich lese viele Texte, die großen Wert auf korrektes gendern legen, und mir fällt es inzwischen überhaupt nicht mehr auf.

    ~~ Luxa


    Ihr sagt: "Der Umgang mit Kindern ermüdet uns." - Ihr habt recht. - Ihr sagt: "Denn wir müssen zu ihrer Begriffswelt hinuntersteigen. Hinuntersteigen, uns herabneigen, beugen, kleiner machen." - Ihr irrt euch. Nicht das ermüdet uns. Sondern – daß wir zu ihren Gefühlen emporklimmen müssen. - Janusz Korczak



  • oft kommt man ja nichtmal auf die idee, dass man da ja mal was überdenken könnte.


    ich weiß zwar nicht, wie man 25+ werden kann, ohne sich auch regelmäßig mal selbst zu hinterfragen

    und vieles skeptisch zu betrachten und offen für neues zu sein; aber es scheint ja leider viele leute zu geben,

    die tatsache nichtmal auf die verrückte idee kommen die dinge, welche "man schon immer so gemacht hat" auch mal anzuschauen

    In der Sache bin ich auch zwiegespalten - ob die Klage da was bringt oder kontraproduktiv für das Anliegen ist, naja. Wir werden sehen.


    Aber zur Frage der Reflektiertheit: Wenn ich heute alte Aufzeichnungen, Tagebuch, Klausuren und so aus meinen Studentinnentagen lese, könnte ich mir die Haare raufen, wie wenig reflektiert ich in vielen Dingen war (wobei ich mich doch, Selbstbild-Geschichts-klitternd, gerne als "immer schon sehr reflektiert" verstehen möchte). Andererseits ist es der Kassandrafluch, wenn man die Dinge stets mehr duchschaut als das Umfeld. Ich sehne mich inzwischen manchmal zurück in die ahnungslosen Zeiten, in denen ich - durchaus nicht unerfolgreich - deutlich entspannter durchs Leben gestolpert bin. Denn meistens geht das Rumgestolpere ja doch irgendwie gut und oft klappen die raffiniert durchgeplanten Konzepte nicht so ganz und müssen am Ende ausimprovisiert werden. Viel Arbeit und Nervenschmalz für nix.

  • Habe ich das richtig im Kopf und Du bist ein User, Kajak? Dann verstehe ich durchaus, dass es für Dich nicht besonders viel Relevanz hat, Userin genannt zu werden. ;)


    Es wäre schön, wenn das eine alte Diskussion wäre - ist es aber nicht... weiter vorne hat jemand diesen wundervollen Film über englischsprachige Kinder verlinkt, die "firefighter" etc zeichnen und dann kennenlernen. Ganz selbstverständlich gehen sie von Männern aus - und es gibt mehr als genügend Versuche, dass es im Deutschen genauso ist: bei Ärzten haben die Menschen Männer im Kopf.

    Nun mag eine Bank eine Menge Kunden haben, ICH bin aber ihre Kundin und wünsche auch so angesprochen zu werden. Ich wäre aber auch Schachspielerin und bin gerne Gegnerin (und blöde Sprüche deswegen machen mich nicht gerade zur gemütlichsten Gegnerin wahrscheinlich).


    Ich bleibe dabei - und als unterdessen doch schon etwas reifere Emanze darf ich sagen: auch aus Erfahrung - Sprache bildet Bewusstsein und ist deshalb ein wichtiger Bestandteil, wenn es um Gleichstellung geht. Meine Tochter soll sich nicht "mitgemeint" fühlen, sie soll offen benannt sein. Als Ärztin, Feuerwehrfrau oder Einhornpflegerin.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Naja, das ist schon was Anderes, wenn man Feuerwehr mann sagt.

    Und Ärzte... Also bei uns sind bestimmt 50% der Ärzte weiblich. Ich finde das ist überhaupt kein Männerberuf mehr. Und es gibt hier auch sehr viele männliche Pfleger, der Begriff hat die Krankenschwester meiner Meinung auch komplett ersetzt. Das ist halt auch so ein Sachbegriff. Pfleger.