Windelfrei Gruppe oder der Topffit Motivations- und Ausstauchthread

  • Hmmm, aber er will dann halt nicht, auch nach klarer Ansage. Vom Töpfchen steht er einfach wieder auf und auf dem Klo streckt er sich durch. Ich kann ihn ja nicht zwingen.


    Ich glaube auch nicht, dass es ein Alter gibt, wo sie noch zu klein sind. Nur hat er die letzten 1,5 Jahre eben auch immer wieder Windeln angehabt und kennt das so, dass es OK ist loszupinkeln. Und diesen Schritt müssten wir irgendwie noch machen, dass er versteht, dass das Pipi bestenfalls immer im Klo landen sollte.

  • Die "verweigernphase" hatte bei uns vorallem drei gründe: zum einen konnte er die Hose noch nicht selber runter ziehen, haben wir gelöst durch nackt sein bzw nur schlüpfer. Zum anderen konnte/kann er "Kontrolle" nicht ausstehen. Wenn ich gesehen hab, dass er muss, sagte ich sowas wie "geh mal Pipi machen, dort steht das potty. Ich bin kurz im Bad/in der Küche/whatever" und bin rausgegangen. Wir hatten aber auch in jedem Raum ein potty (stets im Auge ;)).

    Und drittens war potty laaaangweilig. Hier braucht es Kreativität, im Stehen auf der Wanne, in einen Blumentopf auf dem balkon, ein altes Marmeladenglas (eignet sich perfekt für unterwegs)... Was dem kind so einfällt.


    Bei uns ging das aber von ihm aus, er hat die Windel verweigert, nachts und zuhause schon recht früh, draußen dann ab 16 Monaten. Aufs Klo geht er immer noch nicht (fast 4), aber wir haben nur noch 1 potty und das steht im Bad, zusammen mit ner klingel fürs Poabwischen ;)

    Weihnachtskind 2013
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    Bin auch #einrabe 
    hier und dort im Rabenflohmarkt zu finden #rabe

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  • Ja, das hab ich auch schon probiert bzw. erlebt. "Pipi" schallt es plötzlich durchs Haus, er rennt an mir vorbei, stoppt, streckt mir die Stopp-Geste entgegen und sagt "alleine Pipi". Dieses Stopp für mich wird noch ein paar Mal wiederholt und trotzdem klappt es. Und dann wieder will er von mir aufs Klo getragen und begleitet werden, dann wieder klappt es gar nicht und es wird sich vehement gewehrt.

    Ob Ansage oder Frage spielt keine Rolle, wenn er nicht will, kann es zu den Schuhen wieder rauslaufen und es ist ihm egal. #eek

    Draußen pinkeln, Im Stehen, im Sitzen, mit Aufsatz, ohne,... mit Buch, mit Auto, sogar schon mit Apfelschnitz (wurde direkt in den Mund gestopft, weil ich schon Luft holte, dass auf dem Klo nicht gegessen wird#freu), alles versucht.

    Geschimpft wird nie, nur kommentiert, wie "Pipi gehört ins Klo, aber jetzt wechseln wir die Hose, denn so nass und kalt ist nicht schön."

    Ohne Ergebnisse.

    Sind denn die ganzen Erfolgsmeldungen a La "binnen 2 Wochen bla bla bla" Augenwischerei?!?

    Heißt das jetzt jeden Tag 3-10 nasse Hosen bis er wesentlich älter ist? :(


    Ach so, Hosen alleine hoch und runter klappt übrigens, seit meine Nähmaschine jede Menge Jogginghosen produzieren musste. Jeans beim draußen toben klappen nicht... wer hat eigentlich diese fiesen Schiebeknöpfe an Kinderhosen genäht?!? Druckknopf wäre soooo viel einfacher!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Xinaii ()

  • Ja, die Gründe für die Verweigerung sind sicher vielfältig. Bei uns ist es glaube ich eine Mischung aus Langeweile bzw. im Spiel sein und selber machen und entscheiden wollen. Heute hat er sich endlich mal alleine aufs Töpchen gesetzt. Das konnte er vorher noch nicht, obwohl ich immer dachte, dass er es von der Motorik usw. schon schaffen müsste.

    Insgesamt gab es in den letzten Tagen immer mal Erfolgsmomente, wo ich dann schmunzelnd an meine Klagen hier denken musste. Also von Trocken sein, sind wir noch weit entfernt, aber ich versuch mich jetzt wieder mehr auf die positiven Momente zu konzentrieren und ihn nur darauf hinzuweisen, wo das Pipi landen sollte.


    Xinaii , ich verstehe deinen Frust auch. Besonders wenn man das Gefühl hat, das Kind könnte doch eigentlich. Die Berichte sind wahrscheinlich insofern schon beschönigend, als das die "Erfolgreichen" vielleicht eher Lust haben davon zu erzählen, als die "Gescheiterten". Ist zurück zur Windel denn eine Option für euch? Falls nicht, könnte ich mir aber auch vorstellen, dass es einfach noch irgendwann in nächster Zeit klickt und er dann auch zuverlässiger wird. Es ist ja auch einfach ein großer Schritt für die Kleinen.

  • Ich kenne das auch gut, dass es immer wieder daneben geht und man sich fragt: "wird denn das Kind je trocken?"

    Wir haben von Anfang an windelfrei gemacht, aber meist mit Stoffwindel-Backup. Als die Kleine ca 18 Monate alt war, hat sie immer wieder selbst gesagt wenn sie musste und meist auch Angebote angenommen, aufs Klo zugehen wenn wir dachten es ist wieder soweit. Ab da haben wir die Stoffwindeln weggelassen. Aber trocken war sie noch nicht wirklich. Wir hatten Tage, da hat sie 5-6 Hosen vollgepieselt, Wochen, an das Pipi mehrmals täglich in die Hose ging, aber dann auch wieder Wochen, an denen es super lief, ohne "Unfall", und wir dachten, wir haben's geschafft. So ging das fast ein halbes Jahr. Da unsere Tochter aber einerseits einfach keine Windel mehr wollte (hatte sich schon länger immer gegen das Anziehen der Windel gewehrt) und ich auch öfters gelesen hatte, dass man es irgendwann einfach wagen soll, wirklich windelfrei zu sein, haben wir es durchgezogen.

    Am frustrierendsten fand ich es immer, wenn ich genau wusste, dass sie gleich muss, und ihr das Töpfchen/das Klo auch anbot, sie aber ablehnte, und dann 2 min später in die Hose pinkelte. Das war dann echt schwer, da ruhig zu bleiben. Ich weiß bis heute nicht wirklich, warum sie trotz Harndrang nicht aufs Klo wollte. Es waren auch nicht immer so Situationen wo man sagen könnte: da ist das Spielen spannender. Vielleicht eine Art Willensfindung, "nein" sagen weil man es jetzt kann.

    Aber: es wurde dann immer besser. Jetzt ist sie seit dem 2.Lebensjahr tagsüber sauber und trocken. Total zuverlässig, ich muss gar nicht mehr dran denken, sie geht auch selbständig aufs Töpfchen. Aber so ein halbes Jahr mit vielen bepinkelten Hosen hat's schon gedauert. Ich hatte auch so Berichte gelesen wie "eine Woche, dann ist das Kind trocken", und immer neidisch dran gedacht, wenn's mal wieder nicht so klappte bei uns.

    Aber ich glaube "scheitern" gibts eigentlich nicht. Nur "etwas länger dauern". In schwierigeren Phasen dacht ich mir oft als Trost: ob ich jetzt Hosen wasche, oder Stoffwindel: ist ja auch irgendwie wurscht.

    Du kannst deinen Kindern deine Liebe geben, nicht aber deine Gedanken. Sie haben ihre eigenen. (Khalil Gibran)



  • Ich melde mich mal aus der "binnen einer Woche klappts"-Fraktion. Beim Großen waren wir ein Jahr lang sicher, dass er es doch eigentlich können müsste, bis wir uns endlich getraut haben, das Backup wegzulassen. Binnen einer Woche war er dann trocken. (Da war er mittlerweile 2 ¾.)

    Bei der Kleinen wollten wir den Fehler mit den zu lange getragenen Backups nicht wiederholen. Also haben wir alle Backups weggelassen, als wir den Eindruck hatten, sie ist so weit. So lange sie komplett unten ohne war (während des Sommers), ging das auch sehr entspannt. Vereinzelt mussten wir mal wischen (ca. 1x in 1-3 Tagen), ansonsten ging sie zuverlässig aufs Klo. Als nächsten Schritt wollten wir sie dann wieder an Kleidung gewöhnen, denn in der KiTa kann sie ja nicht unten ohne sein und die Herbstkälte rückte ebenfalls näher. Tja, totale Fehlanzeige. Sie macht jetzt wieder größtenteils in die Hose. Selbst Trainerhöschen sind inzwischen aus Temperaturgründen keine Lösung mehr. Also trägt sie jetzt wieder Windeln. Und mittlerweile geht auch wieder jedes einzelne große Geschäft da hinein.

    Warum das so ist? Keine Ahnung. Ich vermute, es interessiert sie einfach nicht. Anfangs hatte ich den Eindruck, dass sie es gut findet, selbst entscheiden zu können, wann sie wohin macht. Inzwischen bin ich fast sicher, dass es einfach keine Priorität mehr hat. Sobald sie z.B. Kacke in der Windel hat, kommt sie sofort gelaufen und sagt Bescheid. (Naja, zumindest allermeistens.) Aber VORHER Bescheid zu sagen, kommt ihr nicht in den Sinn. Ähnlich mit Pipi. Töpfchen/ Klo funktioniert momentan eigentlich nur noch direkt nach dem Aufstehen, wenn sie noch zu sehr im Schlafmodus ist, um dazu eine eigene Meinung zu haben. Und manchmal abends, wenn sie nicht einschlafen kann und rumtobt. Wenn ich sie dann nochmal aufs Klo setze, kommt oft tatsächlich was und danach ist die Unruhe weg und sie schläft ein. Aber tagsüber? Keine Chance. Selbst wenn ich sicher bin, dass sie muss, geht sie nicht, wenn sie nicht will.

    Ich hab das Thema momentan innerlich abgehakt. Sie trägt Windel und das bleibt jetzt so, bis sie Gegenteiliges verlauten lässt.

    Manchmal will sie keine Windel, weil die ihr zu heiß ist. Dann entscheiden wir nach unserer Tagesform, ob wir sie gewähren lassen und notfalls wischen oder schlimmer. Oder ob wir dafür grad keine Nerven haben und sie die Windel auch gegen ihren Willen tragen muss. Damit kommen wir momentan halbwegs entspannt über die Runden.

    Aber durch unseren Großen sind wir bei diesem Thema ohnehin demütig geworden. Er ist inzwischen 5 und hat seit 2 Jahren wieder jede Nacht eine nasse Windel und fast täglich einen nassen Schlüpfer oder eine nasse Hose, weil er erst aufs Klo geht, wenn die ersten Tropfen schon in den Schlüpfer gegangen sind. Wir haben es oft thematisiert, sogar mit der Kinderärztin darüber gesprochen. Sie hat ihn sogar getestet und organische Ursachen ausgeschlossen. Dafür hat sie uns eine Erklärung geliefert, die erfreulich und frustrierend zugleich ist: Es deutet alles darauf hin, dass er hochbegabt ist. (Offiziell testen kann man sowas frühestens mit 7.) Und bei hochbegabten Kindern kommt es häufig vor, dass das Gehirn mit so vielen anderen Sachen beschäftigt ist, dass es die Meldungen der Blase einfach ignoriert. Sowohl am Tag, als auch in der Nacht. Und das nächtliche Einnässen könne sich auch noch bis in die Pubertät hinein hinziehen. :-( Und so bemühen wir uns um Langmut ihm gegenüber und nehmen einen Teil dieses Langmuts mit in den Umgang mit der Kleinen. Was anderes bleibt uns momentan nicht übrig, fürchte ich...

    Das sind keine Augenringe.
    Das sind Schatten großer Taten.

  • Es ist beruhigend, dass es anderen auch so geht. Auch wenn es mich für Euch freuen würde, wenn es nicht so wäre. :D

    An manchen Tagen erscheinen mir die Windeln als die Lösung und dann ist er wieder einen Tag trocken und ich schimpfe mich in Gedanken für meine Ungeduld aus. Eigentlich ist zurück zu den Windeln noch nicht angesagt. Aber es wird kälter und unser KiGa ist viel draußen, so dass es immer schwieriger wird. Bisher ziehen sie mit. Bin mal gespannt, ob Geduld oder Nervenkostüm siegen.

    Immerhin wischt er seine Pfützen selbst auf #wisch und das große Geschäft klappt schon lange absolut zuverlässig dank Teilzeit-Windelfrei.

  • Bei unserer Mittleren (jetzt 3 und 3 Monate), von Anfang an fast vollständig windelfrei tagsüber, nachts hat sie das nach anfänglichen trockenen Nächten irgendwann verweigert so mit 5 Monaten, muß ich auch immer noch erinnern bzw eine deutliche Ansage machen wenn ich sie rumhibbeln sehe - dann geht sie jetzt aber meistens und weigert sich nicht mehr um dann in die Hose zu machen ;-) Gelegentlich geht aber auch immer noch ein Teil in die Hose, wenn andere Dinge wichtiger waren. Nachts ist sie jetzt seit etwa einem Jahr plötzlich trocken, von jede Nacht Windel randvoll auf völlig trocken in wenigen Tagen.

    Der Große war nachts immer trocken (so lange ich jedes Mal, wenn er aufwachte, also so 5-10 Mal pro Nacht dann aufgestanden bin, hat er immer gewartet mit pullern), tags auch wechselhaft, aber zuverlässig trocken mit seeeehr wenigen Unfällen seit er 2,5 Jahre alt ist. Ich habe auch keine Erklärung, warum das so unterschiedlich ist, aber diese Phasen, wo sie deutlich müssen, aber jedes Angebot verweigern, hatten beide immer wieder - sehr anstrengend für meine Nerven.

    Mal sehen, was das Baby macht - bisher völlig anders als die Großen, signalisiert mal super, und dann wieder gar nicht... Oder ich gucke nicht so genau hin wenn die Anderen auch noch rumwuseln ;-) Leider macht sie auch noch völlig unvorhersehbar oft Kacka, so dass ich sie nicht sehr entspannt wirklich ohne BackUp lasse, denn heute habe ich 3 Kackahosen gewaschen obwohl sie vorher auch schon 2x gemacht hatte. Ich meine, die beiden Anderen haben in diesem Alter schon nur noch einmal am Tag und auch sehr sicher zu einer bestimmten Tageszeit Kacka gemacht, das war irgendwie einfacher.

    Ich glaube, bei windelfrei ist wie immer bei Kinder einfach alles möglich!

  • Uff, wir sind in der "Ich verweigere alles-Phase", d.h. sowohl Klo, Töpfchen als auch Windel... #hammer Das ist nochmal eine Steigerung zu vorher. Heute sind uns die Hosen ausgegangen obwohl er zu Hause schon fast immer mit Stulpen und nacktem Po unterwegs ist.

  • Haha, willst Du mal auf meinem Dachboden in das Regal mit den Kinderklamotten gucken? Da sind in jeder Größe gefühlte 30 Hosen...

  • Oh ja! Keine Hosen mehr im Schrank kenne ich auch! #applaus

    Ich nähe in jeder freien Minute schnelle Jogger, damit der Herr möglichst selbstbestimmt Hosen hoch und runter bekommt und trotzdem gibt es Tage, da brauchen wir locker 10 Hosen. Und dann hole ich ihn vom KIGa ab: gleiche Hose wie morgens und noch trocken! #freu Unfassbar und für mich absolut nicht nachvollziehbar, warum es manchmal klappt und dann wieder gar nicht. Wir üben uns in Geduld und ne die Waschmaschine freut sich, dass sie nicht mehr so vollgestopft wird, sondern die Wäsche noch genug Platz lässt. #top