Wandernder Schmerz in der Brust

  • Guten Tag,


    mein knapp 7 Monate altes Baby wird voll gestillt (mag noch keine Beikost - probiere jetzt BLW).


    Ich habe seit zweieinhalb Tagen einen Schmerz in der linken Brust, nur innen drin. Vorgestern war der Schmerz unten (ca. 6 Uhr) an einer kleinen Stelle unterhalb des Warzenhofs. Immer wenn ich mein Baby auf dem Arm hatte oder sonst Druck auf die Brust kam, tat es ziemlich weh.


    Seit gestern ist dieser Schmerz nun oben an der Brust (ca. 11 bis 1 Uhr). und viel großflächiger. Wie ein Tortenstück, von einschließlich der Brustwarze bis hoch zum Brustrand, wie gesagt 11 bis 1 Uhr. Das tut ziemlich heftig weh. Insbesondere auch das Stillen tut sehr weh (meine Babylotte saugt sehr kräftig).


    Von außen ist nur (und das erst seit heute morgen) eine ganz leichte Rötung zu sehen. Die Stelle ist nicht warm und ich kann auch nichts besonderes ertasten. Da alles gleichermaßen weich ist, scheint es mir kein Milchstau zu sein.


    Mich irritiert besonders, dass der Schmerz erst unten war und nun oben ist, und dass es ziemlich weh tut.


    Milchstau hatte ich schon öfters mal (ca. 6mal in den 6 Monaten) aufgrund eines verstopften/zugewachsenen Milchausgangs. Ich musste immer warten, bis die Brust an dieser Stelle richtig schmerzhaft prall gefüllt war, dann erst war endlich die kleine Blase an der Brustwarze zu sehen, die ich dann aufstechen konnte und dann konnte mein Baby wieder alles leer trinken.
    Der letzte Miclhstau ist schon ca. 1 Monat her. Milchstau hatte ich immer oben, also an der Stelle, die jetzt weh tut. Möglicherweise hat sich da eine Dauerentzündung gebildet?? Aber wieso tut es dann jetzt, 1 Monat nach dem letzten Stau, weh?


    Beim letzten Gyn-Besuch vor ca. 3 Monaten konnte man die kurz zuvor entzündete Stelle noch deutlich im Ultraschall erkennen.


    Was mache ich nun?


    Kühlen? Ist nicht heiß...
    Salbe? Welche?
    Oft anlegen? (Lotte schläft gerade und ist eh übergewichtig - knapp 11 kg mit knapp 7 Monaten!)
    Abwarten?


    Doch zum Frauenarzt? Ich bilde mir ein, dass es heute etwas besser ist als gestern (trotz heute erst aufgetretener leichter Rötung)... andererseits steht das Wochenende vor der Tür...


    Hat jemand eine Idee oder kennt so etwas?


    Liebe Grüße!


    Motte

  • Hallo!


    Ich schreibe mal von unterwegs aus, da das Wochenende vor der Tür steht und ich erst spät heimkomme heute ;)


    Ich würde Dich gerne einmal zu Deiner Gyn/Deinem Gyn schicken! Wie ein klassischer Milchstau oder eine Mastitis klingt es nicht, aber es könnte sich ein Abszess gebildet haben! Da es mit Abszess mitunter sehr schnell gehen kann, bis Du Dich nicht mehr so gut fühlst (Fieber, Schmerzen, Rötung, Müdigkeit, Abgeschlagenheit...), lasse es heute noch abklären! Trotzdem kannst Du weiterstillen! Ich finde 11kg ein überdurchschnittlich gutes Gewicht :) Allein die 11 kg sind aber kein Übergewicht... Oder ist das ärztlich diagnostiziert? Aber das nur am Rande.


    Vielleicht erzählst Du, wie es bei der Ärztin/beim Arzt ausgegangen ist?


    Lieben Gruß!


    Anna Otto (Hebamme)

  • Hallo liebe Frau Otto,


    Danke für Ihren so netten und schnellen Beitrag!


    Meine Gyn-Praxis hat Freitags nur bis 12 Uhr auf (hätte ich eigentlich wissen können), da war also nix mehr zu machen. Ich hatte am Vormittag nicht weggekonnt - musste Kindergartenkind abholen und bekam Schrank geliefert.


    Ich habe also darauf vertraut, dass mein Gefühl, dass es schon besser wird, stimmt, und ich ansonsten eben in die Klinik muss.


    Es ist in der Tat besser geworden! Heute ist der Schmerz nur noch wenig, sowohl beim Abtasten als auch wenn Baby trinkt.


    Könnte es dann trotzdem ein Abszess sein?


    Fakt ist, dass diese Stelle mir schon immer wieder Probleme gemacht hat. Dort war immer der Milchstau, wenn ein Milchausgang wieder zugewachsen war. (Kann man eigentlich etwas dagegen tun, dass es so oft passiert wie bei mir?). Ich denke schon, dass da irgendwas nicht in Ordnung ist.


    Ich werde also, auch wenn es mir jetzt wieder viel besser geht, einen Gyn-Termin für nächste Woche besorgen. Ich berichte dann!


    Meine Lotte bekam "Übergewicht" bei der U5 im gelben Heft angekreuzt. Da hatte sie 10.780 g bei 72 cm. Das war vor zwei Wochen. Sie kam schon als strammes Mädel auf die Welt, 4.250 g und 54 cm. (Hatte keinen Schwangerschaftsdiabetes, falls sich die Frage stellt - meine erste Tochter kam auch schon mit 3.650 g und 53 cm, Mann und ich sind beide sehr groß.)


    Ich denke, ein voll gestilltes Baby kann gar nicht zu dick sein.
    Sie ist jedenfalls das vergnügteste, fidelste Baby, das ich je erlebt habe, alle bewundern, wie munter und wie lieb zugleich sie ist. Sie steckt wirklich voller Lebensfreude und lacht so laut, dass wir schon von Nachbarn darauf angesprochen wurden.


    Brei will Lotte nicht. Fenchel, Möhre, beides gemischt, zerdrückte Banane - nein Danke. Sie möchte essen, was wir essen und verlangt das äußerst energisch und nachdrücklich.
    Sie bekommt nun seit gestern Fingerfood. Blumenkohlröschen, Kartoffelschnitze, Tomatenstücke ohne Haut. Hui, da ging aber die Sonne auf! Sie geriet geradezu in Ekstase, so sehr hat sie sich gefreut! Ist völlig ausgeflippt und nur noch auf meinem Schoß gehopst vor Freude. Ich habe mich richtig geschämt, dass ich ihr das nicht eher angeboten habe. Sie hat auch richtig viel gegessen! Es wurde mir sogar zu viel und ich habe den Teller weggenommen, sie muss sich doch erst daran gewöhnen. Ist allerdings eine ganz schöne Sauerei! #wisch Aber wozu haben wir eine Terrasse und einen Gartenschlauch...


    Ich hatte schon ein Baby, das nie ein Fläschchen (Ausnahme: Abgepumpte Muttermilch) und nie ein Gläschen bekommen hat (nur Selbstgekochtes), das wollte mir schon keiner glauben (traurig!), nun hab ich ein Baby, das voraussichtlich nie ein Fläschchen, nie ein Gläschen und nie einen Brei haben wird :D


    Liebe Grüße!


    Motte

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