Tochter verzweifelt wenn sie mir versehentlich weh tut

  • Hallo,


    Vielleicht ist das eh ganz normal, aber sie ist mein erstes Kind, also bin ich unsicher.
    Meine Tochter ist 8 1/2 Monate alt und zum Glück sehr neugierig. Dabei kommt es auch vor, dass sie Sachen macht, die mir weh tun. Beispielsweise versucht sie, ob sie meine Wimpern ausreißen kann, mir ihre Finger weit in die Nase stecken kann,...
    Manchmal sehe ich den Schmerz kommen, manchmal kommt er unerwartet, zB hat sie mich Sa Abend beim Stillen in die Brustwarze gebissen. Ich zucke dann zusammen und sage "Au - dass tut weh wenn du xy machst" -ich denke, es ist sehr neutral gesagt, weil ich ihr wirklich überhaupt nicht böse bin (woher soll sie denn wissen was mir weh tut wenn sie's nicht probiert?).
    Sie schaut mich dann kurz entsetzt an und fängt an furchtbar zu weinen. Sie wird richtig verzweifelt, schaut immer wieder zu der Stelle wo sie mir weh getan hat, greift in die Richtung, schreit wieder auf, windet sich,... das geht minutenlang so. Und wenn sie sich beruhigt hat kann es leicht sein, dass sie das ganze Spiel gleich nochmals wiederholt. Bei der Brust war's natürlich besonders schlimm, sie hat immer wieder angesetzt weiter zu trinken, den Mund aber nicht einmal richtig geschlossen und war extremst verzweifelt. Als ob ich sie verstoßen hätte.
    Ich halte sie dann immer im Arm, teilweise wiege ich sie, streichle sie, sag ihr dass ich sie liebe und es für mich wieder okay ist, manchmal will sie ein bisschen gestillt werden (außer am Sa),...
    Ist es normal, dass es sie so zur Verzweiflung bringt? Sollte ich anders reagieren?
    Auch am Sa bei der Brustwarze - sie ließ sich durch viel gutes Zureden und ausgestrichene Milch dazu überreden es nochmals zu versuchen und hat dann relativ bald einmal vorsichtig gebissen, inne gehalten und geschaut wie ich reagiere, noch zwei Schluck genommen und fest gebissen... insgesamt waren das 20 Minuten, in denen sie sehr verzweifelt war!
    Danke!

  • Huhu...da kann ich wirklich mal antworten. Meine kleine Tochter war schon immer genauso. Schreck und Verzweiflung. Ich hab sie dann immer im arm gehalten u d egsagt...schon wieder besser...kann ja mal passieren. Irgendwann war dann wieder gut. So ist sie immernoch. Rund um den ersten Geburtstag kam noch scham dazu. Sie schaut dann weg. Schließt die Augen oder sonstwas und beginnt dann nach einigen Sekunden zu weinen.
    Ist nichts schlimmes und eigentlich ja sogar netter als wenn sie es amüsant finden. :p:D

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  • Hallo tesha,


    ja, ich glaube wirklich, dass das normal ist. Vermutlich macht nicht jedes Kind diese Phase durch. Aber Sorgen machen würde ich mir an deiner Stelle wirklich nicht.


    Du bist ja für deine Tochter da, sie kann ihre Erfahrungen machen. Und natürlich sind manche Sachen auch unangenehm, für sie, für dich. Wie reagiert sie sonst in emotionalen Situationen? Ist sie sonst eher gelassen?


    Ich persönlich würde sie, solange sie noch in ihrem Schreck steckt, nicht zum Stillen (und auch sonst zu nichts) zu überreden versuchen, sondern möglichst ruhig abwarten, bis sie sich wieder beruhigt hat. Aber sicherlich werdet ihr euren persönlichen Weg finden.


    Alles Gute für Euch!