Mache mir ständig Sorgen

  • Hallo.
    Ich habe ein Problem :(
    Bisher war alles gut, bis unsere Tochter (4) am 13.11 Windpocken bekam (die eigentlich kein Grund meines Problemes sind).
    Nach einer Woche durfte sie wieder in den Kindergarten, sie hatte noch verkrustete Flecken.
    An dem Montag pullerte sie im Kiga ein als wir sie holten, am Dienstag wieder, dann sogar Mittwoch zu Donnerstag Nacht. Montag hatte sie zu Hause noch eine Phase wo sie innerhalb einer Stunde 3x pullern ging. Ich habe immer etwas schiss das Diabetes bei ihr ausbricht, ihr Papa ist Diabetiker. Nun ja, in dieser Woche ging ich Donnerstag Abend noch in die Notaufnahne. Ich hatte beim baden gemerkt das sie riesen knubbel am Hinterkopf hat, Lymphknoten konnte ich mir da nur vorstellen. Da unsere Tochter rechts immer über schmerzen klagte, wollte ich sie lieber nochmal anschauen lassen. Außerdem hatte sie am rechten Auge eine Windpocke, die plötzlich weg war, das Auge war gerötet und auch da klagte sie über schmerzen. Naja im KH war auf jeden Fall alles ok.
    Dann fing sie zu Hause plötzlich an rum zu moserm wenn ich auf Toilette war... sie möchte nicht auf das klo, da waren schon so viele drauf, das ist ekelig.
    Später ging das dann mit Flasche, Gabel ect weiter. (Wir trinken viel aus Flaschen)
    Dann erzählte ich zum 2. Advent (also lange danach) einer Freundin von dem einpullern und Toilettenproblem.
    Sie meinte vllt haben sich im kiga Kinder vor ihr geekelt wegen den Flecken... oder sogar die Erzieher was gesagt :(
    Ich habe heute gefragt, das wäre natürlich nicht so gewesen.
    Nun ja jetzt zu MEINEN Problem. Seit ca 2 Wochen mache ich mir ständig Sorgen wegen eigentlich nichts. Ich achte azf jede Kleinigkeit und habe einfach Angst, das sie was hat. Sie isst seit ca einer Woche schlecht. Meckert immer wieder das vllt jemand am essen war, drauf gespuckt hat, es riecht nach dem und dem...
    Sie braucht zur Mahlzeit übertreiben gesagt 5 Teller, 5x Besteck und zig Gläser oder Tassen am Tag. Manchmal sagt sie sie will ein neues Glas weil da ihre sabber dran ist.
    Ich dachte sie isst evtl wieder besser wenn der kiga / Alltag wieder los geht aber nein... im kiga zerstückelt sie ihr Frühstücksbrot, mittag isst sie wohl aber Vesper dann wieder kaum. Ich habe Angst das was mit ihr nicht stimmt. Der ki.arzt sagte ich solll mich nicht immer so verrückt machen (wir sind per Du, sie war auch schon meine Ärztin).
    Unsere Tochter hatte im Wachstumsschub schon immer mal Phasen wo sie weniger aß aber nicht so lange.
    Ich mache mich total verrückt obwohl sie sonst“normal“ also wie immer ist.
    Sie gähnt manchmal mehr als sonst oder holt tief Luft aber auch dazu sagte die Ärztin das es am Wetter liegen kann... oh man und nun bin ich immer noch dabei mir den Kopf zu zerbrechen und sage mir ständig alles ist gut.
    Ich möchte es auch nicht auf sie übertragen aber scheinbar hat sie es längst gemerkt. Sie geht zur Zeit lieber zu Papa.
    So... so viel wollte ich gar nicht schreiben.
    Lg


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  • Ach Du Arme, das hört sich furchtbar anstrengend an.


    Natürlich kann es vorkommen, dass unsere Ängste Überhand nehmen und wir dann regelrecht überflutet werden davon und jede Kleinigkeit argwöhnisch beobachten. Manche Menschen sind tendenziell so veranlagt und haben irgendwie immer Sorgen und Ängste. Da wäre eine Therapie sicher hilfreich.


    Wenn Du für sowas aber sonst eigentlich nicht der Typ bist, dann würde ich diese Sorgen, im Sinne von Mutterinstinkt durchaus ernst nehmen.


    Und um Dir die Angst zu nehmen, bleibt eigentlich nur, das Kind mal ordentlich durchchecken zu lassen. Großes Blutbild, Urin, Ultraschall, EEG, die meisten Kinderarztpraxen machen das und mit einem Emla-Pflaster ist das Blut abnehmen auch gar nicht so dramatisch. Vielleicht kann das auch der Papa übernehmen, wenn hier der Draht grad recht gut ist und Du bei einem solchen Untersuchungsmarathon vielleicht zu unruhig bist.


    Kinder entwickeln oft in bestimmten Entwicklungsphasen irgendwelche Spleens, die dann von selber wieder vergehen. Hier würde ich mal beim abendlichen Kuscheln ein Gespräch führen und versuchen der Sache auf den Grund zu gehen. Und im Alltag dem in Deinen Augen neuem seltenm Verhalten möglichst wenig Aufmerksamkeit schenken. In der Regel läßt dann auch nach.


    Alles Liebe
    Jaelle

  • Danke für deine Antwort.
    Na die Kinderärztin sieht wohl keinen Grund zur Sorge.
    Ich selbst hatte schonmal ähnliche Probleme mit Panikattacken aus Angst ich könnte was haben. Das war 2009/2010.
    In dieser Zeit kauften wir ein Haus, hatten viel daran zu tun, haben zusätzlich beide in Schichten gearbeitet, mein Mann seine Oma (sie hat ihn großgezogen) starb.
    Dann bin ich Anfang 2011 schwanger geworden und alles war erst einmal ok. Am Anfang der Schwangerschaft hatte ich stress. Bei meinem Mann wurde Diabetes diagnostiziert, er musste zum einstellen ins KH, zum Glück hier. Meine Oma hatte zur gleichen Zeit einen Bandscheibenvorfall und lag 40km weiter weg im KH, nach einer Not-op. Mein Papa seine Spenderniere versagte, er lag 70km weiter weg im KH auf der intensiv. Alles in en kgleichen Wochen. Mit meinem Papa gab es dann noch schwere Zeiten, in der ich rund um die Uhr Angst um ihn hatte, immer wieder KH, Op, Dialyse... bis er den Kampf dann verlor als unsere Tochter 3 Monate jung war und das kurz nach meinem Geburtstag, kurz vor unserer Hochzeit. Übrigens war die wahrscheinlich auslösende op genau an meinem Geburtstag. Ich könnte mir vorstellen das meine Ängste daher rühren und mal mehr und mal weniger intensiv sind.


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  • Hallo Milane,


    das hört sich alles sehr anstrengend an bei dir. Es kann gut sein, dass deine Sorgen auch ein Ausdruck von Anstrengung sind, ein Warnsignal, dass es auch zu viel an Belastung sein kann.
    Wenn so viel zusammen kommt, bist du ja in einem Alarmzustand und kannst relativ wenig ändern. Dann kann es schon mal passieren, dass man sich wie ein Adler auf einzelne Themen stürzt, auch wenn die Anspannung eigentlich nicht dort herkommt.


    So wie du es beschreibst, scheint es mir sinnvoll, als nächstes mal bei dir zu schauen, was los ist. Dass du mit deiner Tochter bei der Kinderärztin warst, war ja ein wichtiger erster Schritt.


    Ich finde es auch wichtig zu schauen, wo und wie du dich entlasten kannst. Dass kann Alltagsaufgaben betreffen, vielleicht ist es aber sinnvoll, auch deine Ängste und Sorgen mal mit einer kompetenten Person anzusehen. Vielleicht magst du auch ein kleines Tagebuch führen - wann ist es besonders schlimm, wie geht es dir körperlich gerade, wie viel hast z.B. geschlafen, hattest du freie Zeit und hast du sie nutzen können und so weiter. Dann hast du schon einen Überblick und kannst erste Wege erkennen, was hilfreich sein könnte.


    Eine Anlaufstelle kann eine Beratungsstelle sein - schau mal unter www.dajeb.de was es in deiner Nähe gibt - oder natürlich auch andere Personen. Auch eine Psychotherapie kann in Frage kommen, je nachdem, was für dich im Moment wichtig ist.


    Alles Gute für dich!

  • So jetzt kann ich endlich wieder antworten. Irgendwie ging es die ganze Zeit nicht :(
    Irgendwie ging es mir dann plötzlich besser, meine Tochter aß wieder normal. Ich werde trotzdem mal zu meinem Hausarzt gehen. Leider habe ich wenig Zeit, denn die Arbeit nimmt mir die ganz schön. Mit meiner Maus will ich mich auch nicht ewig da hin setzen, mein Mann arbeitet immer dann wenn ich frei habe (schichten)... mal schauen wann ich es schaffe