Kind (fast 8) fährt nicht Fahrrad

  • Hallo,


    wir haben ein echt doofes Problem.


    Meine zweite Tochter möchte/kann nicht Fahrrad fahren. Sie hat - wie wohl fast alle Kinder- ein Laufrad gehabt, das sie bis drei auch eifrig benutzt hat.


    Seitdem (immerhin schon seit fast fünf Jahren #blink) versuchen wir, ihr das Fahrradfahren beizubringen, ohne jeglichen Erfolg.


    Es geht nicht. Mit Stützrädern oder ohne, ob mein Mann dabei ist oder ich... oder beide... Sie hat Angst und wir kommen in dem Punkt schlicht und einfach nicht weiter.


    Was bisher nur schade war (Fahrradausflüge mit der Familie sind so natürlich nicht möglich), entpuppt sich nun mehr und mehr als richtiges Problem.


    Es ist demnächst ein Fahrradausflug mit Eltern und Kindern im Klassenverband geplant, ab Sommer gehen die Fahrradtrainings mit Prüfung in der Grundschule los...


    Wir müssen den Sommer über wirklich eine Lösung finden.


    Habt ihr Tipps?


    Ich möchte dann auch mal beim örtlichen ADFC anfragen, ob denen eine Lösung einfällt.


    Ach, man hat ja sonst nichts anderes zu bedenken :(.


    Für jegliche Hilfe dankbar,


    Maja.

  • Vielleicht nochmal Laufrad fahren lassen ? Einfach die Pedale vom Fahrrad abmontieren.

    Beim Laufrad hat sie ja mehr Kontrolle , ich kann mir vorstellen, dass sie die Angst verliert, wenn sie merkt , das sie das Rad beherrscht.

  • Hallo,


    Zuerst mal - auch wenn einem heutzutage 8 Jahre als "spät" fürs Fahrrad lernen vorkommt - vor noch gar nicht all zu langer zeit war das für viele Kinder überhaupt erst das Startalter. Noch in meiner Kindheit (bin ja schon etwas älter) gehörte ich zu den wenigen, die überhaupt ein Kinderfahrrad hatten, auf das ein Vorschulkind gepasst hätte...


    Wie ist es denn bei anderen motorischen Dingen, die Gleichgewicht verlangen? Balancieren auf Mäuerchen, einer Slackline, ... Auf der Stelle hüpfen (z.B. auf dem Trampolin)... Klettern...

    Ist sie da fit oder im Vergleich zu anderen Kindern auffällig? Wie war die motorische Entwicklung generell?


    Kann sie schnell und sicher auf einem Roller (Cityroller z.B.) fahren und sich dabei ausreichend orientieren?


    Das würde ich ev. abklären lassen und dann schauen, ob sie da Unterstützung braucht (Ergo- oder Physiotherapie)


    Sind die Augen OK?

    Ich hatte Angst beim Radfahren. Ich bin zwar gefahren, war aber oft unsicher, bin oft über Bordsteine oder Wurzeln gefahren... Erst später stellte sich heraus, daß ich da schon eine Brille brauchte, aber das konnte ich selbst in der schule lange kompensieren, nur eben nicht, wenn es schnell ging. Noch später stellte sich heraus, daß ich kaum räumliches Sehen habe, was Gefahrenabschätzung ja noch mal erschwert. Das hat viel von meiner "Ungeschicklichkeit" und angeblicher "Unachtsamkeit" als Kind plötzlich erklärt.


    Wenn ein medizinischer Grund oder zumindest etwas Abklärenswertes vorliegt, egal welcher, würde ich das Kind von der Fahrradprüfung per Attest freistellen lassen, wenn es bis dahin noch nicht so weit ist, teilzunehmen.

    Natürlich trotzdem an der motorischen Entwicklung dran bleiben, aber es muss ja nicht vor allen bloß gestellt werden. Mein Asthmakind muss schließlich zeitweise auch keine Ausdauerläufe mitmachen, weil es das zu dem Zeitpunkt einfach nciht konnte. Das heißt ja nicht, daß man die Hände in den Schoß legt und nix tut.


    Wäre ein Tandem eine mögliche Übergangslösung für euch als Familie? Es gibt welche, die kann man so umstellen, daß auch Kinder aktiv mitradeln können. so könnte sie aktiv dabei sein, ohne selber schon die Verantwortung fürs Gleichgewicht übernehmen zu müssen und ihr könnt als Familie unterwegs sein.


    Hier im Ort hatte außerdem ein Junge lange ein ziemlich cooles Ding. Es war im Prinzip eine Art Dreirad mit Fahrradkette, aber so cool gemacht, daß es eher wie ein Kettcar für große aussah als nach Dreirad für Kinder, so dass die anderen Kids ihn drum beneidet haben. Damit ist er lange herumgedüst. Inzwischen ist er ein junger Erwachsener und fährt Rad als hätte er nie was anderes gemacht. Er brauchte einfach für manche motorische Sachen etwas länger, auch in anderen Bereichen.

  • Mein Kind (12) lernt jetzt langsam das Radfahren. Es war nicht früher möglich, da sie eine Koordinationsstörung hat. Schauen, Treten, Gleichgewicht halten und lenken sind 3 Dinge zuviel auf einmal.

    Als die Radprüfung anstand, habe ich mit der Lehrerin gesprochen, und meine Tochter hat an der theoretischen Prüfung teilgenommen und war für die praktische Prüfung als Fußgängerin, zusammen mit der Lehrerin, engagiert.

    Sonst fährt sie übrigens gerne Roller.

    Julia und Tochter (11/04) und Tochter (04/08) und Sohn (06/17)

  • Erwachsen 45 Jahre, kann theoretisch Fahrrad fahren. Hat es mit 10 Jahren endlich "gelernt" sprich ist freiwillig aufs Fahrrad gestiegen und 50m gefahren.

    Verweigert seitdem komplett.

    Mit ca. Mitte 20 kam endlich die Erklärung.

    Ich habe ein zu empfindlices Ohr

    Stress löst Gleichgewichtsprobleme au, weil der Stress sich aufs Ohr legt, dieses "dicht" macht und ich somit Schwerhörig werde und gleichzeitig das Gleichgewichtsorgan nicht mehr Dienst tut.

    Therapie: stressvermeidung. Strassenverkehr ist Stress weil zuviel Informationen UND Erinnerungen an einen Fahrradunfall beim gezwungenen Fahrradlerneb müssen" Du bist schließlich schon. 7. Da musst du das können.


    Was ich sagen will, das Kind muss es nicht lernen, kläre organische Ursachen ab.


    Ich bon übrigens nie Roller gefahren bzw erst sehr spät.

  • Vielen Dank für eure Antworten, da ist viel Hilfreiches dabei!


    Motorisch/Organisch wüsste ich jetzt nichts, werde aber die Kinderärztin noch einmal drauf ansprechen.


    Nach einem Tandem sehe ich mich mal um, coole Idee!


    Und naja... man MUSS nicht Fahrrad fahren, aber es ist doch schön und erleichtert ihr ja dann auch das Leben.

  • Ich habe Fahrradfahren und keine angst davor haben gelernt, als genau nicht meine Eltern oder Anverwandten dabei waren. Keine Ahnung warum, meine Eltern sind nämlich tolle Eltern (immer noch :) ).

    Ich war damals 7, also etwas jünger. Aber vielleicht geht es deiner Tochter ja wie mir und es klappt einfach nicht mit Eltern (warum auch immer, ich weiß bis heute nicht, warum da bei mir so war)

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse)

  • Wenn es wirklich mit viel üben nicht geht, würdeich einmal den kinderarzt drauf schauen lassen.

    Ist sie denn sonst trittsicher? Klettert sIe, balanciert sie ?

    ****Glitzer mit der schnecke (05/06), dem bär (11/08 ), dem hulk (06/13) und findus (04/17) #love ****
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  • Meine Tochter fährt auch noch nicht Fahrrad. Mittlerweile beginnt sie sich dafür zu interessieren, aber es letztlich durchziehen wollte sie dann doch noch nicht. Vom Verkehrsgarten habe ich sie befreit. In der Kur habe ich mit einer Erzieherin gesprochen, die sie dann auf einem Tandem mit auf dem Radausflug genommen hat.


    Ich selbst habe Radfahren nach jahrelanger Quälerei mit meinen Eltern irgendwann einfach allein und unbeobachtet gelernt, als ICH es wollte.


    Vielleicht mag sie selbst allein üben, mit einem Rad, das erstmal ein wenig niedriger ist, als sie es braucht? Es gibt auch Fahrradlehrer. Oder vielleicht mag sie sich eine Person aussuchen, der sie selbst vertraut, die es ihr zeigen soll.


    Wenn sie nicht WILL, würde ich sie auch nicht zwingen. Ich würde dann mit ihr durchsprechen, was die Konsequenzen sind, und dann würde ich ggf. für die entsprechenden Situationen nach Lösungen suchen.


    Und natürlich würde ich ggf. abklären, ob es irgendwelche Schwierigkeiten gibt (Gleichgewicht, Koordination, Augen, Ohren etc.), wenn ich nicht ausschließen kann, dass es daran liegt.

    Fiawin mit d9be2134.gif
    age.png


    Bei jedem Einhornpups wird ein Schmetterling geboren


    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Wer Extremitäten hat, kann keine Kugel sein.

  • ich wäre auch für pedalen ab und sitz so niedrig, dann die füße beide am boden sind und die knie angenehm viel angewinkelt sind. dann soll sie eben rollen, auf besten asfalt

  • Warum hat sie denn mit drei aufgehört, Laufrad zu fahren? Konnte sie beim Laufrad die Füße auf den Rahmen legen und sich rollen lassen?

  • Wir hatten hier mehrere Kinder, die bei uns und mit uns Fahrradfahren gelernt haben (also die nicht unsere eigenen Kinder waren). Ein Junge davon auch erst mit 7, weil er Angst hatte. Das erste Problem war bei einigen davon, dass das eigene Fahrrad zu groß und zu schwer war. Als Eltern meint man es ja gut und will auch nichts kaufen, was schon fast zu klein ist. Aber wenn man unsicher ist und grade so an den Boden kommt und das Fahrrad dann noch viel wiegt, macht es den Start schwerer. Wir haben hier ein kleines altes 12 Zoll Rad gehabt, dem hat eine Schramme mehr auch nicht weh getan und es war handlich und leicht. Deswegen meine erste Frage: Passt das Fahrrad überhaupt zum Kind?


    Das nächste Problem war auch, dass das teilweise zwischen Eltern und Kind so festgefahren war, dass sich nix mehr tat. Ohne Mama und mit einem Rad ohne Stützräder, ging es dann plötzlich superschnell. Ich habe meist das Kind an den Schulter festgehalten. Erstmal ganz fest, damit es aufsteigen, Füße auf die Pedale machen und langsam losfahren kann. Mit zunehmender Geschwindigkeit immer lockerer und wenn ich das Gefühl hatte, das Kind kann jetzt ein Stück allein fahren ohne gleich umzufallen, hab ich ganz losgelassen. Das ganze haben wir meist ein paar mal wiederholt und dann lief es :-) Alle Kinder hatten vorher aber ein Laufrad, konnten also prinzipiell das Gleichgewicht halten. Außerdem haben wir einen langen Gartenweg, auf dem man leicht fahren kann und links und rechts Rasen, das stark bremst und abfedert, wenn man doch schief fährt oder umfällt. Oft hat einfach nur der letzte Schritt und der Mut gefehlt, es zu machen.

    Habt ihr evtl. jemanden außerhalb der Familie, der mit deiner Tochter den Einstieg machen könnte? Eltern von Freunden, die Oma,...? Stützräder finde ich persönlich sehr kontraproduktiv. Habe es bei einigen Kindern im Bekanntenkreis erlebt. Da gab es deshalb einige Unfälle, Sicherheit wurde nicht dazu gewonnen, eher im Gegenteil.

  • Bei uns benutzen Eltern dann solche Räder. Da kann das Kind vorne ne Weile mitfahren und die meisten verlieren ihre Angst.

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    Übrigens wollte mein Kind nicht radfahren weil es nicht gut sehen konnte.

    Da sind wir draufgekommen, als er 5 war.

  • So, jetzt in Ruhe :) ...


    Erstmal vielen Dank für eure Antworten und Gedankenanstöße!


    Die Idee, die Pedalen abzuschrauben, klingt gut und das probieren wir mal.


    Motorisch ist bei ihr meiner laienhaften Meinung nach alles in Ordnung. Wir haben ein Trampolin, das sie häufig nutzt, sie klettert, balanciert... aber ich frage die Ärztin mal, die nächste U ist im Juli.


    Roller fährt sie nur gelegentlich, dann klappt das aber.


    Die Augen dürften auch ok sein, wir waren vor einigen Wochen erst zur Kontrolle beim Augenarzt, da hieß es, dass sie 100 % Sehkraft hat.


    Ich wusste gar nicht, dass man das Kind von der Prüfung freistellen lassen kann. Die Klassenlehrerin meinte nur, in der 3. Klasse MUSS sie aber Fahrradfahren können. Tja. Was soll ich machen, sie zwingen #rolleyes?


    Das Tandem sieht gut aus, da scheue ich aber so ein wenig die Kosten, vllt. werde ich bei den Kleinanzeigen fündig.


    Ein bisschen beruhigt es mich ja, dass andere Kinder auch so spät dran sind!


    Buntgrün, das ist ja auch heftig...


    Ja, ich denke mittlerweile sitzt die Angst schon recht tief. Vielleicht wäre es wirklich hilfreich, jemand anderen um Hilfe zu bitten.


    Fiawin, zwingen will ich sie nicht, das ginge auch gar nicht. Sie hatte schon immer ihren eigenen Kopf. Mit dem schwimmen war es übrigens ähnlich. Wir haben es nicht geschafft, es ihr beizubringen und im Schwimmkurs hat sie auch nicht so recht mitgemacht. Jetzt in der zweiten Klasse hat sie 1x die Woche Schwimmunterricht und ist nach fast einem Jahr so weit, dass sie ihr Seepferdchen machen kann, darauf ist sie sehr stolz.


    Das mit dem Laufrad ist irgendwann verblieben, warum, weiß ich gar nicht mehr, sowas ist ja eher schleichend.


    Zu der Fahrradgröße: durch die große Schwester haben wir hier zwei Fahrräder 12 und 14 Zoll (?) und sie übt immer auf dem kleineren, was immer ein bisschen witzig aussieht, da es eigentlich zu klein für sie ist. Aber mit dem größeren brauchen wir gar nicht erst anzufangen.


    Ach ja... es gibt wirklich schlimmere Probleme, aber mir täte es leid, wenn sie in der Schule dann so "außen vor" wäre. Wobei meine große Tochter heute sagte, dass das erst Ende der 3. Klasse losgeht, das wusste ich gar nicht mehr. Also haben wir ja noch etwas Zeit, das anzupacken und verschiedene Dinge auszuprobieren.

  • Ich bin gerade über das Schwimmen gestolpert: Habe mal gelesen, dass Kinder, die schon Fahrrad fahren können, sich auch leichter tun beim Schwimmen lernen. Warum das so sein soll, keine Ahnung. Vielleicht weil es ähnliche Bewegungsabläufe/Koordinationsabläufe sind.


    Vielleicht täte ihr Ergo doch ganz gut, nicht wegen Fahrrad fahren, sondern generell für Motorik und Selbstvertrauen?


    Und zu guter Letzt: Das Kind in seiner Angst annehmen. Hab ich letztens wieder gemerkt/gehört. Angst ist nichts, wogegen man mit rationalen Argumenten ankommt (wie "Mama/Papa ist ja da/ hält dich fest" etc.) Druck rausnehmen. Egal, was im nächsten Schuljahr ansteht. Sehr oft sind die Fahrradprüfungen im Frühjahr und nicht im Herbst, bis dahin kann sich noch einiges tun...

    Mädchen, geb. 10/2006
    Sternensohn */+ 04/2013
    Mädchen, geb. 03/2014

    Junge, geb. 07/2017

  • Trish, ja das habe ich heute erfahren, dass das erst gegen Ende des nächsten Schuljahres akut wird. Insofern haben wir noch Zeit. Druck haben wir eigentlich nie aufgebaut, vielleicht war das ein Fehler?


    Ängste nehme ich grundsätzlich schon ernst und weiss auch um deren Dynamik und dass ihnen rational kaum beizukommen ist (leide selbst unter extremer Flugangst, die aber in der Familie - noch - kein Thema ist).


    Ergotherapie muss ich morgen mal googeln und im Juli mit der Ärztin darüber sprechen, ob das infrage kommt. Darüber weiß ich so rein gar nichts. Möchte da aber auch nichts pathologisieren.


    Andererseits weiß man so vieles nicht. Hätte mir vor einem halben Jahr jemand gesagt, dass ich heutigen Tages 1x die Woche mit dem Kind zum Logopäden latsche, weil sie ein falsches Schluckmuster hat, hätte ich ihm lachend den Vogel gezeigt. Für den Laien ist das nämlich auch nicht zu erkennen, keine sprachlichen Auffälligkeiten o. ä., wir haben es lediglich unserer aufmerksamen Zahnärztin zu verdanken, dass wir das mal haben ansehen lassen und dem Kind nun hoffentlich ein fieses Pferdegebiss erspart bleibt.


    Also Danke für den Hinweis auf die Ergotherapie, der weiter oben glaube ich auch schon mal kam (?) - muss dringend ins Bett!

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  • Die Klassenlehrerin meinte nur, in der 3. Klasse MUSS sie aber Fahrradfahren können.

    Ja, natürlich, das wird teilweise so erwartet. MUSS sie aber nicht. Es ist dann evtl. halt maches aufwändiger, weil z.B. bei einer Klassenfahrt geschaut werden muss, was man mit diesem Kind macht, wenn ein Fahrradausflug ansteht.

    Bei uns waren die Kinder im Verkehrlerngarten, da hätte sie einen Roller nehmen können, aber sie ist dann stattdessen in der Schule geblieben. Die Fahrradprüfung ist keine Pflichtveranstaltung. Allerdings kann es für ein Kind schon doof sein, daneben zu stehen, es sei denn, es steht, wie meine Tochter, einfach dazu und ist da in sich ruhend. Verkehrserziehung hat meine Tochter komplett mitgemacht, auch die Bögen, auf denen es darum geht, wie ein Fahrrad verkehrssicher ist. Das hat ja mit der Praxis nichs zu tun.

    Habe mal gelesen, dass Kinder, die schon Fahrrad fahren können, sich auch leichter tun beim Schwimmen lernen. Warum das so sein soll, keine Ahnung. Vielleicht weil es ähnliche Bewegungsabläufe/Koordinationsabläufe sind.

    Meine Tochter hat erst Schwimmen gelernt, und das problemlos. Aber sie hat es zu dem Zeitpunkt gelernt, als SIE es wollte.

    Vielleicht täte ihr Ergo doch ganz gut, nicht wegen Fahrrad fahren, sondern generell für Motorik und Selbstvertrauen?

    Hm, aber sie ist doch motorisch fit, habe ich herausgelesen? Ich finde es etwas befremdlich, es zu pathologisieren oder einen Förderbedarf festzustellen, nur weil ein Kind nicht radfahren mag in dem Alter oder weil es Angst hat, was durchaus verständlich ist.

    Warum soll man nicht warten, bis die Zeit reif ist? Es gibt ja auch eine Menge leute, die das Radfahren erst als Erwachsene lernen.


    Ergotherapie ist eine Kassenleistung, d.h. sie belastet die Solidargemeinschaft. Leistungen sollten nur bei wirklichem Bedarf abgerufen werden. Und den würde ich nochmal klären lassen. Wenn der da ist, dann würde ich das auch machen. Sonst nicht.


    Die Botschaft ans Kind ist meiner Meinung nach auch völlig falsch: Du bist nicht richtig, wie du bist, du musst da gefördert/behandelt/therapiert werden, da ist ein Defizit bei dir.


    Also, erstmal klären, ob da ein wirklicher Bedarf besteht. Und ansonsten anbieten. Irgendwann wird sie es (wenn ausgeschlossen ist, dass es etwas Behandlungswürdiges/-bedürftiges das Radfahrenlernen verhindert) dann lernen, wenn sie so weit ist.


    Aber ich kenn das Kind ja nicht, da kann ich nur sagen, was ich von hier aus denke und finde...

    Fiawin mit d9be2134.gif
    age.png


    Bei jedem Einhornpups wird ein Schmetterling geboren


    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Wer Extremitäten hat, kann keine Kugel sein.

  • Wenn sie Fahrradfahren können, können sie besser schwimmen?! #confused

    Das kann ich nicht so bestätigen.

    Hier lernen/ können die meisten Kinder mit 4 Radfahren, weil es ab da zur Schule geht.

    Ab Gruppe 2 (letzte Kindergartenklasse) gibt es nur noch vereinzelt Kinder, die nicht Radfahren können. Und die werden dann leider auch von ihren Peers schräg angesehen.


    Schwimmen beginnt hier aber auch erst mit 6. Keines der Kinder, die ich kenne konnte früher schwimmen. Selbst wenn sie Wasserratten waren.

    Ich glaube, das hat eher was mit Kraft zu tun. Die braucht man ja, um sich im Wasser bewegen zu können.

    Fahrradfahren hat eher mit Gleichgewicht zu tun. Und Übung. Übung. Übung.

    Die bekommen Kinder doch eher weniger, wenn sie auf einmal mittags für 10minuten auf dem Rad sitzen sollen.


    Wir haben einen Jungen im Bekanntenkreis, der sich weigerte Rad zu fahren. Oder Roller oder irgendwas Körperliches. Jetzt mit 6 ist ihm aufgefallen, dass er der Einzige ist und seine Freunde alle Runden ziehen durch den Park.

    Und siehe da, innerhalb von 3 Tagen konnte er es auch.

    Natürlich muss er sich noch an den Straßenverkehr zu gewöhnen aber der Erde Schritt ist doch getan.


    Vielleicht sieht dein Kind ja gar keinen Grund es zu lernen?

    Nur damit ihr am Wochenende Touren machen könnt, wo sie auch mitgenommen werden kann?

    Und die sind ja auch sooooooooo lang!


    Fahrt doch einfach mal zum Eisladen um die Ecke. Allerdings nur, wenn sie selbst fährt.

    Ist das Bestechung? Yup. Absolut.