Welche kreativen Basteleien mit 1,5- bis 2-jährigem Kleinkind?

  • Liebe Raben,

    ich brauche ein paar Denkanstöße, was ich mit meinem Knirps so kreatives machen kann. Er ist gerade 20 Monate alt. Das Einzige, dass mir momentan einfällt, ist malen mit dicken Buntstiften (auf Papier oder Kartons). Was könnte ich ihm noch anbieten? Ich bin da gerade völlig einfallslos#schäm.

    Ist z.B. Knete schon was in dem Alter? Inwieweit kann man versuchen zusammen etwas zu basteln? Und wenn ja was?

    Ich freu mich auf eure Tipps und Ideen.#danke

  • Transparentpapier zerreissen und auf Papier oder Gläser kleben.

    In einen Schuhkartondeckel mehrere Kleckse Farbe tun, eine Murmel rein und den Deckel bewegen, dass die Murmel die Farbe verteilt.

  • Fingerfarben, zB versuchen, was zu rupfen oder zu verschmieren. Und das vielleicht besser draußen im Garten oder auf dem Balkon. ;)


    Wasserfarben mit dicken Pinseln, gibt extra welche für so Kleine. Auch mit Korken stempeln geht gut.


    Leere Klopapierrollen aufheben, bemalen, bekleben zB mit Fitzelchen aus Bunt- oder Transparentpapier, auf einen Wollfaden auffädeln und fertig ist eine schöne Girlande. :D


    Basteln mit Papptellern geht auch immer gut. Der Pappteller ist entweder Bauch oder Kopf einer Figur oder eines Tieres. Augen etc. aufmalen. Dann Hasen -, Mäuse-, Elefanten-, sonstwas Ohren aus Tonpapier ankleben, bei einem Vogel Schnabel, Beine, Haare, Flügel...

    Beim Elefant aus grauem Buntpapier eine Ziehharmonika/ Hexentreppe falten (musst du machen) und als Rüssel ankleben.


    Bei einem Menschenkopf zB Hasre aus Wolle oder Buntpapier, Gesicht aufmalen, ein Clown kriegt noch einen Hut aus Tonpapier auf...

    Mädchen, geb. 10/2006
    Sternensohn */+ 04/2013
    Mädchen, geb. 03/2014

  • Hallo,


    Knete könnte klappen, allerdings würde ich keine gekaufte nehmen sondern welche selber machen.


    Zum einen hat man dann mehr und die Konsistenz ist mMn angenehmer und außerdem weiß man, daß nichts giftiges drinsteckt, wenn das Kindlein doch lieber Essversuche macht.


    Außerdem: Matschen mit Fingerfarben (am besten in der Wanne oder im Garten auf einer großen Folie (billigem Duschvorhang z.B.) . Die meisten Farben gehen leicht weg, nur rot könnte etwas störrisch sein.


    Im Sommer eine flache Schüssel Wasser mit allem möglichen Kleinkram drin, schwimmendem und sinkendem.

    Wasserschüssel + Rasierschaum o.ä.

    Wasser + Sand

    Wasser + Kies

    Wasser + Eiswürfel (ev. aus farbigem Wasser)


    Großen Spiegel auf den Boden legen (oder wenn man Bedenken hat Spiegelfolie) + Rasierschaum + ev. Lebensmittelfarbe


    Großer Karton, Fenster reinschneiden, ev. gemeinsam bunt "bemalen" und dann für ein paar Tage als Spielhaus oder Puppenwohnung, Teddybett... o.ä. nutzen


    Wichtig ist, daß man bedenkt, daß in dem Alter nichts "rauskommen" muss. Manchmal passiert das, aber eher wenn die Erwachsenen rechtzeitig zugreifen und dem Kind das Teil entziehen. ;) Dem Kind ist in der Regel nur der Prozess wichtig, nicht das Ergebnis. Zumdeinst war das früher mein Fehler - ich wollte zu früh zu viel und war dann enttäuscht, wenn die Kinder gar keine Freude dran hatten und einfach herumwuseln wollten - oder im Gegenteil, total begeistert waren und in dieser Begeisterung im letzten Moment alles "zerstörten".

    Ich dachte, ich würde etwas falsch machen (vor allem, wenn ich in Büchern oder später im Internet all die tollen Bastelergebnisse schon von Kleinstkindern sah) , aber es ist einfach völlig normal und altersgerecht. Wenn man ein "Ergebnis" möchte, ist es vermutlich sinnvoller, ein Foto zu machen als eine Bastelarbeit zu erwarten.


    Wenn man doch mal etwas in der Hand halten möchte (als Geschenk z.B.) dann eignen sich Sachen wie: Papier bunt anmatschen, dann aus den schönsten Stellen Flügel, Blütenblätter... ausschneiden und auf eine Holzklammer kleben, so daß es ein Schmetterling, eine Blume... wird.


    Man kann auch Transparentpapier mit Wachsstiften bemalen. zusammenkleben, Glas reinstellen und als Windlicht nutzen, aber meist drücken so kleine Kinder noch nicht fest genug auf, um ausreichend leuchtende Farben zu bekommen.


    Man braucht auch gar nicht nicht 1000 verschiedene Ideen. denn so kleine Kinder wiederholen Tätigkeiten sehr gerne. Wenn man 3 - 5 Sachen hat, die dem Kind Spaß machen, ist das völlig in Ordnung und absolut ausreichend.

  • In dem Alter ist basteln doch eher process oriented. Also eher viel ausprobieren an Materialien und Farben bis das berühmte regenbogengrau erreicht ist. Oder Kleber mit Schnipseln und Glitzer.


    Toll sind auch immer Backpulver und Essig als Experimente oder glibberzeug Ideen stärke und Wasser vermischt. Oder Klebefolien mit transparentpapier oder Blumen bekleben als Fensterschmuck. Wasserfarben mit Strohhalm verpusten.


    Natürlich kann man auch hübsche Dinge basteln aber das ist dann doch eher das Werk der Eltern als das des kindes

    One step at a time.
    Nachtkerze mit #banane , 8-) , #huepf und #herzen

  • es gibt so Steckbasteleien, da steckt man eine Stange in einen Halter und fädelt abwechselnd Filzkreise und Holzperlen auf. Ergibt dann z.B einen Weihnachtsbaum oder einen Fliegenpilz. Kann man bei ja.ko o kaufen.


    Oder man kann Kerzen dekorieren. Ausstechformen, Wachsplatten und eine neutrale Kerze braucht man dazu.


  • Zu Trins Ausführungen möcht ich noch aus eigener Erfahrung hinzufügen: Braune Fingerfarbe verhält sich ganz genau wie Rote. Ganz egal, was draufsteht. Die kriegste kaum mehr aus der Kleidung raus.


    Was super beliebt ist bei meinen Zwergen ist Playmais. Mit dem können sie malen, Papier zusammenkleben, den Mais selber zusammenpappen - und wenn mal eins gegessen wird ist auch nicht schädlich. Braun und blau scheinen am besten zu schmecken. #hammerAlso natürlich erlaub ichs nicht weil sie lernen sollen, dass Bastelmaterial eben NICHT essbar ist. Aber es ist ungiftig.


    Malen mit Tapetenleim und darin einigen Klecksen Fingerfarbe (auf Pappe malen, papier weicht auf).


    Kneten mit Spielteig ist auch super: Mehl, Öl, Wasser, fertig. Oder mit Zitronensäure-Knete (ist halt bissl aufwändiger, dafür hält sie länger. Einfach mal danach googlen.)


    Hier sind auch noch ganz viele tolle Ideen:

    Grade die Schablonen-Tiere und die Klecks-Leinwand find ich klasse. Weil die Kinder nach Herzenslust matschen können und trotzdem ein für Mamas schönes Ergebnis rauskommt.

    https://www.pinterest.de/explo…mit-kleinkindern/?lp=true


    Wichtig find ich aber nochmal den Hinweis: Es ist cool, wenn zwischendurch mal was Aufhebenswertes rauskommt. Priorität sollte aber immer das freie, möglichst ungstörte Tun sein. Denn das schult die Kreativität. Wenn die Zwerge von Anfang an drauf achten sollen, es "richtig" zu machen oder das Papier weggenommen wird wenn sie dabei sind ihr schönes Bild zu zerknüllen haben sie irgendwann keine Lust mehr.


    Ein Tipp: Ich hab inzwischen meistens den Foto griffbereit wenn die Zwerge was basteln. Dann ist das schöne Bild "gesichert" und ich kann entspannt zulassen, dass sie es schwarz übermalen oder zerreißen oder so lange mit Wasser auf einer Stelle malen bis das Papier durch ist oder sonstwas der üblichen Kreativ-Aktionen.

    Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!

    (Kurt Tucholsky)

  • Vielen Dank für eure Antworten!

    "Der Weg ist das Ziel", ein richtiges Ergebnis erwarte ich auch gar nicht;). Das sind ja schon ganz viele Ideen. Da können wir uns durchprobieren. Knete habe ich sogar schonmal selbst gemacht, allerdings an andere Kinder verschenkt. Den Zwerg hat es damals noch nicht interessiert. Fingermalfarben fehlen uns noch komplett, da werde ich mal schauen gehen.

    Basteln mit Papptellern geht auch immer gut. Der Pappteller ist entweder Bauch oder Kopf einer Figur oder eines Tieres. Augen etc. aufmalen. Dann Hasen -, Mäuse-, Elefanten-, sonstwas Ohren aus Tonpapier ankleben, bei einem Vogel Schnabel, Beine, Haare, Flügel...

    Beim Elefant aus grauem Buntpapier eine Ziehharmonika/ Hexentreppe falten (musst du machen) und als Rüssel ankleben.

    Geht das echt schon mit so Kleinen?8o


    Das mit den Papierschnipseln macht dem Zwerg bestimmt auch Spaß. Wir testen uns mal durch. Vielen Dank! Weitere Ideen sind gerne noch willkommen.

  • Pappteller mit Farbe beschmieren schaffen schon die Minis. Den Rest musst Du machen.


    Fingerfarbe kannst auch erstmal selbst machen. Einfach Mehl, Wasser und Lebensmittelfarbe zusammenmischen.


    Was auch toll ist, ist Zuckerkreide: Bunte Tafelkreide (keine Straßenkreide, ist zu hart) in mit Zucker übersättigtes Wasser legen über Nacht (also so viel Zucker einrühren, dass es sich nicht mehr auflöst) und dann auf Pappe oder Tonpapier malen. Leuchtet total schön und gibt nen satten Farbstrich. Auf dunklem Papier ist es nohc genialer. Da sieht selbst das Mini-Gekritzel richtig künstlerisch aus.

    Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!

    (Kurt Tucholsky)

  • Stücke von buntem Klebeband abschneiden (lassen) und auf ein Blatt Papier kleben, danach eventuell noch drüber kritzeln, war hier beliebt. Besonders Glitzerband.

  • Mitbasteln musst du natürlich schon. Aber wie schon geschrieben wurde, den Pappteller in deR Grundfarbe des Tieres anmalen (geht gut mit Wasserfarben), Wackelaugen aufkleben und so, das können auch die Kleinen. Es muss ja nicht perfekt ausgemalt sein, die Augen dürfen schief sitzen usw. #zwinker


    Und kalkuliere mit ein, dass sie oft schnell wieder genug haben, das fand ich immer schade, das Verhältnis für den Vorbereitungsaufwand, und dann malen/manschen sie vielleicht 5 Minuten... aber dann ist das halt so. #weissnicht#yoga

    Mädchen, geb. 10/2006
    Sternensohn */+ 04/2013
    Mädchen, geb. 03/2014

  • Schnipsel kann man prima auf selbstklebende durchsichtige Folie kleben (dann fällt das Klebstoffgematsche weg) und wenn man das dann in Form schneidet (Osterei, Schmetterling...) hat man nette Fensterbilder.


    Als playmais funktionieren auch die weißen Dinger, die in Paketen drin sind und die eh immer übrig sind (zumindest wenn sie aus Stärke sind)

  • Stimmt. Selbstklebende Bucheinbindefolie mach ich auch öfter mal als Fensterbilder. Den Rahmen schneid ich aus Tonpapier aus (je nach Anlass Birne, Apfel, Schneemann, Blume, Osterei, Ball, Sonne, ...), lege die Folie drauf und lass das Kind einfach Transparentpapierschnipsel drauflegen. Sieht klasse aus und ist "fast" allein gemacht.


    Oder - was aber eher in den Bereich Beschäftigung fälllt - Bucheinbindefolie mit der Klebeseite nach vorne an ein Terassenfenster z.B. kleben und Kind Wattebällchen drandrücken lassen. Sieht aus wie Wolkenhimmel. Vor allem wenn die Kids die Watte immer wieder abzupfen und an ne andere Stelle kleben.

    Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!

    (Kurt Tucholsky)

  • Ich bin schwer beeindruckt! Mein Sohn hätte mit 20 Monaten weder Formen aufmalen noch ausschneiden oder gar etwas auffädeln können.


    In dem Alter kamen bei uns gut an:


    Nackig mit Fingerfarben malen und matschen, hinterher in die Badewanne.

    Im Wald Steinchen, Stöcke und diverses andere Naturmaterial sammeln und daraus ein Bild auf dem Waldboden legen.

    Verschiedene Papiere zerreißen, eine dicke Pappe mit Kleber versehen, Schnipsel aufkleben.

    Irgendwelche Materialien mit einer Schere zerschneiden, nur um des Schneidens wegen.

    Rollen aus Knete formen und mit einem Messer in Scheiben schneiden.

    Dicke Pappe mit Kleber versehen, Sand, Bohnen oder ähnliches darauf schütten und verteilen.

    Chenilledraht/ bunte Pfeifenputzer verbiegen.

    Mit dickem Pinsel und viel Wasser im Wasserfarbkasten rumrühren und dann stapelweise Papier einpinseln.

  • Ich würde vor allem darauf achten, dass die Dinge, die man anbietet halbwegs alltagstauglich sind. Bei meiner bastelaffinen Tochter haben viele dieser Aktionen zu ganz viel Frust geführt weil sie ihr beim ersten Mal (am Sonntagnachmittag, mit viel Zeit zum VOr- und Nachbereiten) so viel Spaß gemacht haben aber ich nicht willig war sie Montag morgen (zwischen "fertig machen für die Arbeit" und "Frühstück für das Kind") sofort zu wiederholen. Ich finde man muss auch ein bisschen die elterlichen Ressourcen im Auge behalten. Wenn fünf Minuten Fingerfarben malen danach zu 40 Minuten putzen und Kind baden führen, finde ich das auch ein Ungleichgewicht. Heute würde ich einige dieser Bastelaktionen noch ein Jahr oder zwei aufheben. Das Kind hat dann immer noch Spaß aber kann schon viel besser verstehen wenn man erklärt, was wann geht oder auch nicht.


    Was meine Tochter unheimlich gern gemacht hat, war Sticker zu kleben. Solche aus Moosgummi gingen echt schon recht bald. Auch gern hat sie mit den Woodys gemalt und dannach mit Pinsel und Wasser darüber gemalt - die verwischen dann.

  • Wer lesen kann ist klar im Vorteil: Ich habe doch geschrieben, dass das natürlich nicht ohne die Hilfe von Mama geht ("mitbasteln musst du natürlich schon...", siehe weiter oben). Wird ja auch in der Krippe so gemacht, zumindest bei uns war das in den Einrichtungen immer so.

    Ich finde es eher normal, dass Mama, Papa oder Kita-Personal helfen, auffädeln usw.

    Bei uns war das so, dass das Kind zB den Pappteller angemalt hat (ich hab gehalten, dass er nicht wegrutscht, Pinsel mal mitgehalten usw.). Während der Pappteller trocknet, kann man ja drüber sprechen, dass Mama jetzt die Hasenohren ausschneidet ("guck mal, ich schneide jetzt die Ohren aus, dass der Hase hören kann. Magst du die dann aufkleben?" usw.).

    Mädchen, geb. 10/2006
    Sternensohn */+ 04/2013
    Mädchen, geb. 03/2014

  • Bei uns in dem Alter (und auch jetzt noch ein Jahr später) sehr beliebt: Bilder und Ausschnitte aus Zeitschriften reißen und -mit Hilfe- auf einen großen Bogen Tonpapier als "Collage" kleben.