Kleinkind einschlafbegleiten mit Baby: Wessen Bedürfnisse gehen vor?

  • Ungefähr zwei bis dreimal die Woche muss ich den kleinen Großen und das 7 Wochen alte Baby allein ins Bett bringen. Die beiden sind genau 2,5 Jahre auseinander.


    Ist der Papa da, trägt entweder er oder ich Babylein im Tuch, wobei sie mehrmals weinend aufwacht. Stillen ist nachrangig, sie ärgert sich, weil sie schon wieder nicht schläft. Der andere bringt den Großen ins Bett.


    Ich habe bisher zwei Möglichkeiten getestet: die Kleine im Tuch, tragen bis sie schläft, mit ihr im Tuch zum Großen. Funktioniert nicht, weil nach kürzester Zeit das Motzen wieder anfängt. Also aufstehen, weiter wandern. Und von vorne. Mein Sohn liegt währenddessen im Familienbett, schaut Filmchen oder jammert nach seiner Mama und will zu mir auf den Arm oder mich bei sich im Bett haben #crying Vor zehn Uhr wird die Kleine nicht ruhig, der Große schläft dann so lange auch nicht.


    Variante Zwei: Ich lege mich mit der Kleinen zum Großen, lasse sie zehn Minuten auf mir weinen, bis sie aufhört. Der Große jammert, weil er die Mama für sich will und weil das Baby weint. Dann schlafen beide ein. Sobald die Kleine wieder aufwacht und Bewegung bzw. das Tuch fordert, stehe ich wieder auf.


    Irgendwie gefällt mir Variante Zwei besser, aber ist das ok, sie so weinen zu lassen? Klar, sie ist nicht allein und im anderen Fall leidet der Große länger. Reicht das als Grund?


    Und was mache ich, wenn sie mal nicht nach zehn Minuten aufhört?


    Wie würdet ihr entscheiden oder wie macht ihr es?


  • Mit Variante zwei schlafen beide ein. Das ist besser.

    Wenn sie nicht tröstbar ist und nicht einschlafen kann, kehrst Du eben zur ersten Variante zurück. Die führt leider zu übermüdeten Kindern und verschärft die Schwierigkeiten am nächsten Tag.


    Was ich tat, als Zappelchen ein Baby, der kleine Spezialist ein unglücklicher schlafgestörter Dreijähriger und mein Mann arbeitsbedingt nur am Wochenende da war?

    Alles. Ich habe alles durchprobiert, nur Schlafmittel gab ich den Kindern nicht. Der Große schlief nur weinend ein, und nur wenn ich sang, der Kleine nur bei absoluter Stille. Am besten funktionierte es mit einer Brust im Baby den Großen in Schlaf zu singen, dann das Baby zu wickeln und zu entlüften, um es anschließend in Stille und Dunkelheit in Schlaf zu kuscheln.

    Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.

  • Hier hat es gut geklappt, dass der Kleine gestillt hat und dann eingeschlafen ist, während ich dem Großen vorgelesen habe. Ganz selten musste ich den Kleinen noch rum tragen.

    Aber du schreibst, dass Einschlafstillen nicht geht, oder?

  • Nein, Einschlafstillen funktioniert

    zumindest in diesen Abendstunden nicht. Ich stille sie inzwischen gehend im Tuch, weil ich sie eh wieder einbinden müsste zum Weiterschlafen. Gegen 22 Uhr wird sie so ruhig, dass auch Einschlafstillen funktioniert. Nachts geht es, auch Vormittags. Wobei ich hoffe, dass es irgendwann auch mit dem abendlichen Einschlafstillen klappt, wenn sie ein paar Wochen /Monate älter ist.


    Edit: mir tut hauptsächlich mein Großer so wahnsinnig leid, er leider noch sehr darunter, mich teilen zu müssen, müde natürlich noch mehr und das weinen von Babys fand er schon immer schlimm.

  • Ich setze die große vor den tv und bringe die kleine ins bett dann hole ich die große und bringe sie ins Bett #pfeif also wenn Papa mal nicht da ist...

    Variante 2 hört sich bei dir besser an.

    Ist ja nicht so oft oder?

    Seit du da bist sind alle Lichter an
    Marc Forster

  • Sofern das Weinen nicht zu heftig ist, würde ich Variante 2 wählen.


    Meine sind genau 3 Jahre auseinander und ich musste sie auch oft allein ins Bett bringen. Nachdem es die ersten Wochen noch gut mit Stillen geklappt hatte, gab es irgendwann eine Phase, wo ich den Kleinen nicht ruhig bekommen habe. Nach ein paar Nächten ist meine Große dann freiwillig aus dem Familienbett in ihr Zimmer gezogen und wollte dann auch gleich alleine einschlafen.

  • Wäre es eine Möglichkeit, die kleine ins Tuch zu nehmen und sie neben dem Bett auf einen pezziball auf und ab zu hoppsen, während du trotzdem beim großen bist und was vorliest zum beispiel? Oder hat er dann nicht genug Körperkontakt?

    Ansonsten klingt für mich Möglichkeit 2 auch passender.

  • also bleibt es wohl bei Variante 2, ich gehe eh davon aus, dass in ein paar Wochen alles anders ist (hoffentlich besser#angst).


    Salino, wir ziehen in ungefähr sechs Wochen um. Bisher hatten wir nicht vor, ein Bett ins Kinderzimmer zu stellen, aber vielleicht sollten wir das machen
    Es ist aber ein gemeinsames Zimmer. Ich hätte zwar ein unendlich schlechtes Gewissen, wenn er ginge, aber vielleicht sollte er die Wahlmöglichkeit haben. #crying


    Eisvogel, ein Pezziball ist in Arbeit, allerdings für dann, wenn jemand die Kleine allein hat. Dem Großen reicht das tatsächlich nicht. Beim Stillen ist es auch nicht genug, neben mir zu sitzen, zu kuscheln oder ein Buch abzusehen. Er will dann auch auf den Arm und rumgetragen werden, wie das Baby eben auch. Da spielt noch eine gehörige Ladung Eifersucht mit rein, das muss sich erst mal abbauen.

  • das ist eine gute Idee, das werde ich mal ausprobieren. Sowas mit Bewegung wäre nicht schlecht, statisch zieht leider nicht. Allerdings muss ich dann mal schauen, dass es den Großen nicht zu sehr vom Schlafen abhält bzw. die Kleine, wenn es funktioniert, damit allein lassen.

  • Bisher hatten wir nicht vor, ein Bett ins Kinderzimmer zu stellen, aber vielleicht sollten wir das machen

    Legt doch erst mal eine Matratze auf den Boden als Tobe- und Kuschelplatz, damit fangen Kinder tagsüber immer etwas an. Wenn es passt, kann daraus ein Schlafplatz werden, muss es aber nicht.

    Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.

  • In dem Alter hatte das erste Kind ein eigenes Zimmer und Bett. Ich habe dann das Baby mit ins Zimmer genommen und beim Vorlesen und Kuscheln im Arm oder der Trage gehabt. Dann ging meistens halt nur eine kurze Geschichte.

    Dann bin ich mit dem Baby wieder runter gegangen und sie schlief dann in der Trage oder bei mir auf dem Sofa im Laufe des Abends ein.


    Leider gab es auch längere Phasen, in denen das Baby abends untröstlich schrie.

    Wenn ich alleine war, bekam entweder der Große Kopfhörer beim Kuscheln auf :D oder ich setzte das Baby für die 10 Minuten in die Autoschale vor die Kinderzimmer Tür, damit ich schnell was vorlesen konnte.

    Alles nicht so dolle, aber füttern plus vorlesen hat zB nicht funktioniert.


    Ich war daher immer froh, wenn wir abends zu zweit waren. Die ersten beiden Jahre fand ich da wirklich ziemlich anstrengend und frustrierend.


    Für das große Kind ist das nicht immer angenehm und für das schreiende Baby auch nicht. Aber man kann sich nicht zweiteilen und irgendwann wird es auch besser. :)

  • Bei manchen Kindern hilft in dem Alter eine Federwiege gut, um sich zu beruhigen. Vielleicht kannst du eine leihen, um das mal zu testen? Ich musste immer weiter wippen, aber eine Hand wäre dann zum Buch halten frei.

  • meine kleine ist ja ein paar Wochen älter - von Mitte Mai - und alleine ist zz echt der Wahnsinn.

    wenn es mit 10 min Weinen vorbei ist würde ich die 2. Variante wählen, bzw. hat das die letzten Wochen gut funktioniert so oder ähnlich. - leider wird die abendliche Schreizeit bei der kleinen Madame grad länger. ich muss den Zwerg - er ist ja noch keine 2 - entweder vorher oder nach der Schreistunde ins Bett bringen - je nach Müdigkeit. Wobei ich gar nicht erst ins Schlafzimmer gehe, wenn der Zwerg noch fit ist, sondern ihn (im Idealfall mit den beiden Großen) spielen lasse, bis sich das Baby beruhigt hat.

    wobei ich die andere Variante bevorzuge - dass mal kurz jeder unzufrieden ist, ich aber beide versuchen kann zu trösten, stört mich weniger, als wenn einfach keine Ruhe rein kommt - außerdem gehen meine beiden Großen ja auch noch nicht oft ganz alleine ins Bett - gsd sind Ferien und die 2 sind froh, wenn ich keine Zeit habe, sie waschen u zähneputzen zu schicken.


    was bei uns leider gar nicht geht - spazieren gehen. egal wie müde, der Zwerg schläft im Wagen nicht ein! - war nämlich mein plan 1 - spazieren mit Baby im Tuch und Kleinkind im Wagen, aber ätsch, war wohl nix.

    und zur Eifersucht beim Tragen - letztens hab ich beim Einkaufen (im Geschäft - hin u Rückweg mit dem Auto) den Zwerg am Rücken und die kleine Madame vorne getragen - weil er sonst immer aus dem Wagen klettert oder getragen werden will - da hat er nicht schlecht gestaunt und lustig fand er es auch. weite Strecken schaffe ich so sicher nicht, aber ein kleiner Spaziergang auf ebener Straße ist problemlos möglich.


    Es tröstet mich das Wissen, dass es bei den anderen 3 schnell wieder besser wurde mit der abendlichen Schreierei. ich hoffe einfach, das es in ein bis drei Wochen wieder mit beiden gleichzeitig im Bett funktioniert.


    edit: vorher überlesen

    Kopfhörer beim kuscheln, das muss ich mir merken.

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  • Also Federwiege würde ich zu gerne mal ausprobieren, aber ich fürchte, mein Mann rastet dann aus. Wir stehen kurz vor einem Umzug, feste Installation hier kommt nicht ob Frage und für eine mit Gestell ist kein Platz.


    Babylein brüllt dann schon mehrmals, auch länger als zehn Minuten, aber die Zeit dazwischen reicht in der Regel, damit der Große einschlafen kann.


    Leider will der Große weder ins Tuch noch in die Trage. Habe es heute sogar mit bestechen versucht, er mag einfach nicht. Er will nur und ausschließlich, dass ich das Baby weglege und ihn auf dem Arm trage.


    Ich hoffe einfach auf die Zeit und die Vergänglichkeit von Phasen#yoga


    (wir haben einen großen Sitzsack zum toben und kuscheln, der eignet sich nur nicht zum Schlafen. Im neuen Kinderzimmer ist wohl kein Platz für Sack und Bett, muss mal überlegen, was wir da machen können)

  • ich erinnere mich an diese zeiten, die waren nicht schön #knuddel das beste dran; die gehen vorbei #ja (dann kommen halt andere :D)

    Babylein brüllt dann schon mehrmals, auch länger als zehn Minuten, aber die Zeit dazwischen reicht in der Regel, damit der Große einschlafen kann.

    ich find es nicht so schlimm, weil es ja bei dir ist und die situation nicht jeden tag ist.


    unsere sind genau zwei jahre auseinander und es gab am tag viele situationen, in denen ein kind weinen "musste". clonen kann ich mich leider (immer noch) nicht. ganz doof.



    vor allem war der kleine fast immer im tuch, geweint/gebrüllt hat er trotzdem.


    manchmal geht es nicht anders.


    wenn der große kleine ziemlich schnell einschläft und du dich dann der kleinen widmen kannst (damit der große auch weiterschlafen kann) würd ich bei variante 2 bleiben.

    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
    Vorurteile sind menschenfreundlich. Sie passen sich dem Niveau ihrer Benutzer bedingungslos an.
    Ernst Ferstl

  • Und man kann die Federwiegen noch pimpen... Wir hatten eine Umlenkrolle und ein Seil dran, dass wir im Bett liegend oder auf dem Sofa sitzend entspannt anschuckeln konnten. Und irgendwann hat mein Mann dann sogar einen Motor dran gebaut... :D

    Ich war erst seeeehr skeptisch. Dachte, das wäre irgendwie lieblos... Aber unser Kleiner hat es geliebt. Er ist die ersten Monate sehr schlecht eingeschlafen... Außer in der Federwiege. Rein gelegt, Motor an, zufrieden gewesen und eingeschlafen!


    Also, falls die Kleine die Federwiege mag, könntest du mit dem Großen im Bett kuscheln und von da mit einem Seil die Kleine in der Federwiege schuckeln... So ungefähr stelle ich mir das zumindest vor, dass es bei uns mal mit zwei Kindern aussehen könnte... ;)

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  • Ich bin überzeugt #super, aber vor dem Umzug wird das definitiv nichts.


    Anscheinend mag Töchterchen die Theorie der Schübe, seit gestern wehrt sie sich zeitlich passend gegen das Tuch und schläft lieber auf dem Arm ein, dafür sollte es aber am besten mein Arm sein. Könnte für die Einschlafbegleitung nächste Woche hilfreich sein (dafür schaffe ich tagsüber nichts mehr).