Einer singt, der andere will es nicht hören

  • Wer muss sich zurückziehen? 85

    1. Sänger(in) (68) 80%
    2. Liebhaber(in) der Stille (17) 20%

    Meine Tochter (10) singt gerne. Mein Sohn (8) stört sich daran und wird teilweise richtig sauer. Ich gebe zu, er ist da mMn etwas empfindlich, und sie wiederum weiß das es ihn nervt und setzt daher manchmal noch einen drauf. Ihre Lautstärke ist gemäßigt, den Ton trifft sie in der Regel auch.


    Die eigentlich Frage aber ist: Wer ist in der Pflicht, sich aus dem Wohnzimmer in seine Privatsphäre (eigenes Zimmer) zurückzuziehen, der Sänger oder der, der den Gesang nicht hören will? Ich störe mich eher an dem resultierenden Geschrei, weiß aber nicht, welchen von beiden ich zum aufhören oder in‘s Zimmer gehen anmahnen soll.

  • Für mich ist das ähnlich wie bei der Frage Rauchen/Nichtrauchen: Wer aktiv etwas tut was andere stört sollte das irgendwo tun, wo es niemanden stört.


    Wobei ich persönlich singen eigentlich schön finde und nur selten davon gestört wäre.

  • Ich würde sagen, dass die Sängerin sich zurückziehen muss. Ich halte es für wichtig, singen zu dürfen, aber wenn es andere in den Gemeinschaftsräumen massiv stört und es die Möglichkeit gibt, sich in den eigenen Bereich zurückzuziehen, dann sollte man das tun.

    Grüße von der bärin


    "Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben." A. Gide

  • In vielen Fällen die Sängerin, aaaaber, wenn sie zu eh laufender Musik mitsingt (sofern es nicht nervih und penetrant wird) oder es zur Stimmung passt (zB beim Kekse backen fröhlich ein Weihnachtslied anstimmen) oder sowas in der Art, dann würde ich doch eher dazu neigen den Stille suchenden "wegzuschicken".


    Ich hab also "Die Sängerin" angeklickt, weil es die Option "je nach Situation entscheiden" nicht gab ;)

  • ich denke, dass die Wünsche beider gleichberechtigt sind. Deshalb würde ich auch nach Situation entscheiden. Wenn deine Tochter schon im Wohnzimmer ist und singt und dein Sohn dazu kommt und dort gern lesen möchte, geht er in sein Zimmer. Wenn er schon da ist und liest oder spielt und sie kommt dazu, geht sie woanders singen.

  • Bei uns zählt Küche/Wohnzimmer zu „öffentlichen“ Räumen, dort wird gelebt und damit auch gesungen. Wer Ruhe sucht kann sich gerne zurückziehen.

    Wer Lärm macht allerdings auch - dazu zählen in diesem Fall die beiden Streithähne.

    Liebe Grüße


    Lümi mit Tochter (Sommer 2005) und Sohn (Herbst 2006)

  • ich habe die situation vor allem im auto. ein kind singt, das andere ist genervt. noch besser, ein kind singt, andere stimmen mit ein und das singende kind beschwert sich, weil es alleine singen will. ( udn ich halte die dreihunderste wiederholung eines liedes besser aus, wenn ich mitsingen kann...) #kreischen


    manchmal wünsche ich mir für meine kinder eine schalldichte kabine im auto.

    #rose  

    Zwischen Lachen und Spielen werden die Seelen gesund.

    Equality is not about making women more like men, but about creating an environment where both sexes can have equal choices and fully participate in social, work and family life.

    Věra Jourová

  • Eigentlich OT

    manchmal wünsche ich mir für meine kinder eine schalldichte kabine im auto.

    Das wünscht sich mein Mann auch gelegentlich. :D


    Zum Thema: ich würde es wohl so halten wie Kännchen.

    Lg,
    Almarna


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    #post-#post-#post-#post-#post-#post-#post-#post-#post-10-#post-#post-#post-#post-#post-#post-#post-#post-#post-20-#post-#post-23-24

  • Bei uns zählt Küche/Wohnzimmer zu „öffentlichen“ Räumen, dort wird gelebt und damit auch gesungen. Wer Ruhe sucht kann sich gerne zurückziehen.

    Das ist interessant. ich kann das total gut nachvollziehen, allerdings bei uns gilt, dass in Gemeinschaftsräumen Rücksicht auf das schwächste Glied genommen wird. Weil sich alle dort wohlfühlen sollen.

    Vielleicht diskutiere ich das mal mit meinen Kindern. #applaus

  • Ich finde, die singende Person hat die Wahl - im eigenen Zimmer singen, wo es keinen nervt, oder bei der Familie im Wohnzimmer Rücksicht nehmen. Die Person, die sich gestört fühlt hat die nicht - sondern muss entweder alleine sein oder aushalten. Also nimmt die Singende Rücksicht.


    Singen ist daher beliegib ersetzbar durch andere Dinge, die manche gerne tun, andere nicht stören und wiederum andere stören.


    Wäre andersrum auch ziemlich fies, da kann man ganz einfach und mit Muttis Unterstützung das Geschwister wahlweise trietzen oder vergraulen.

  • Bei uns ist es so, dass Gemeinschaftsräume "laute" Räume sind.


    Also wer richtige Ruhe haben will muss ins eigene Zimmer gehen.


    Aber auch im Gemeinschaftsraum muss sich jeder wohl fühlen können.


    Also ist lautes singen einer Person auch schwierig.


    Im Streitfall würde ich beide raus schicken, denn Streit würde mich stören.

    Ich liebe den Winter!

    Ein glückliches neues Jahr!

  • ich habe die situation vor allem im auto. ein kind singt, das andere ist genervt. noch besser, ein kind singt, andere stimmen mit ein und das singende kind beschwert sich, weil es alleine singen will. ( udn ich halte die dreihunderste wiederholung eines liedes besser aus, wenn ich mitsingen kann...) #kreischen


    manchmal wünsche ich mir für meine kinder eine schalldichte kabine im auto.

    Praktisch. Ist hier genauso. Wobei oft ich mitsingen möchte und Schnüppchen möchte die Musik, ohne dass ich mitsinge.


    Hier kommt noch dazu, dass wir alle Instrumentalisten sind und sowohl die Oboe, als auch das Waldhorn, als auch die Querflöte, also auch das Klavier, als auch das Akkordeon als auch die 3 SängerInnen hört man durch Wände und Türen, aber wir alle üben. Nur Schnüppchen spielt leise Gitarre und den hört man kaum durch. Der Arme...

  • Hier ist es mal so mal so und mal anders. Häufig wird ein Kompromiss gefunden.

    Manchmal muss der Sänger raus, manchmal der gezwungene Zuhörer, manchmal beide. Das kommt ein bisschen auf die Gesamtsiutation und die Verfassung der Kinder an.


    Wobei das Kompromissfinden das weitaus häufigste ist.

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse)

  • Kommt schon auf die Situation drauf an aber idR ist es bei uns so, dass derjenige, der seine Ruhe haben möchte, sich dann in sein Zimmer zurück zieht, weil das WZ für alle da ist. Wenn jetzt aber natürlich absichtlich laut gesungen wird, um den anderen zu nerven, muss der Sänger aufhören oder raus.

    "Believe in yourself or nobody will believe in you" (Mark Feehilly)

  • Ich bin erleichtert, dass es anderen auch so geht. :D


    Ich entscheide je nach Situation. Wenn extra laut und penetrant gesungen wird um zu ärgern, bekommt der Zuhörer "Recht".

    Auch am ganz frühen Morgen kann ich verstehen, wenn fröhliches Geträller eher auf wenig Gegenliebe stößt.


    Ansonsten jedoch ist es nunmal so, dass wir nicht in einem riesigen Schloss wohnen, wo man sich komplett aus dem Weg gehen kann. Wenn es zur Stimmung passt, ein Lieblingslied im Radio erklingt...dann darf auch gesungen werden.


    Mir selbst ist Musik sehr wichtig und es würde mich ziemlich mitnehmen, wenn wir nun aus Rücksicht auf eine Person nicht mehr singen "dürften".

    Manchmal jallert das Geschwister aber auch einfach unbewusst vor sich hin und das stört wiederum andere. Da sage ich dann auch mal was.

  • Ich denke wenn jemand Stille möchte, dann sollte er sich nicht im Gemeinschaftsraum aufhalten. Wenn ich mich im Wohnzimmer unterhalte und das Kind stört sich daran, würde ich auch nicht daran denken, selbst ins Schlafzimmer zu gehen, also denke ich mit dem Singen sollte es genauso gehandhabt werden, wenn sich sonst niemand daran stört.

    Kitten (34) with Tiger (33) and Tiger-Cub, the biting (3)


    Lachen macht lustig.8o



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