Einer singt, der andere will es nicht hören

  • Schwierige Frage - singen ist ja eigentlich was positives....

    Das Wohnzimmer ist hier auch Gemeinschaftsraum und auch Musikzimmer in gewisser Weise. Insofern müsste sich der / dir ruheliebende in das eigene Zimmer zurückziehen.


    Andererseits: Bist du sicher, dass es allein am Singen liegt? Hier kommt auch gerne eine gewisse Geschwisterdyamik zum Tragen. In speziellen Situationen reicht allein die Anwesenheit des Geschwisters am Esstisch ("der/die guckt so" ), um das Fass zum Überlaufen zu bringen.

  • Die das Störgeräusch emmittierende Person sollte sich zurückziehen, da sie es unter anderem auch tut, um den anderen zu ärgern.


    Schön wäre auf Dauer, wenn man Kompromisse findet.

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    Die Krähen schrein und ziehen schwirren Flugs zur Stadt.

    Bald wird es schnein. Weh dem, der keine Heimat hat.


    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Wer Extremitäten hat, kann keine Kugel sein.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!

  • Hallo,


    Singen gehört bei vielen in unserer Familie einfach zum Lebensgefühl. Ganz spontan und ohne nachzudenken und auch ohne jede Absicht.


    Wenn einem ein Lied in den Sinn kommt, daß zur aktuellen Situation passt, wenn es einfach so "übersprudelt", wenn einem eine Textzeile ins Hirn schießt, ... dann KANN man gar nicht immer erst quer durchs Haus flitzen, um im eigenen Zimmer zu singen. Dann muss der andere es auch mal aushalten oder sich eben selber zurückziehen, wenn man weiß, das hält man grad nicht gut aus. Aber irgendwie muss man bei uns immer damit rechnen, daß irgendwer lossingt, vor allem die Mädels sind einfach so.


    Andererseits darf man natürlich dann, wenn man in einem Raum etwas macht (arbeiten, lesen, Essen machen...) auch erwarten/fordern, daß sich die "Akustischen Ausbrüche" im Rahmen halten. Und wenn der Papa dinstbedingt schläft, ist klar, daß man in der Nähe des Schlafzimmers nicht gerade den neuesten Hit übt.


    Aber vielleicht ist es in einer singenden und musizierenden Familie auch einfach normal, daß man da etwas aushalten muss bzw. sich abspricht.#weissnicht

    Es kann natürlich nicht angehen, daß derjenige mit dem lauteren Instrument üben kann und der andere Probleme hat. Es kann auch nicht sein, daß jemand müde in der Küche sitzt und Zeitung liest und verschwinden muss, wenn ein andres Familienmitglied reinkommt und gerade hier und jetzt laut singen will. Genau so wenig kann es aber auch sein, daß spontanes Singen nur im eigenen Kämmerchen möglich ist. Oder daß jemand vor einem Konzert nicht üben kann, weil das Instrument von einem Ruhebedürftigen gerade als zu laut empfunden wird.


    Von daher fehlt mir die Option: "Mal so, mal so, mal völlig anders - je nach Situation."


    Absichtlich singen oder musizieren, um jemanden zu nerven ist natürlich nicht nett. Kam auch mal vor und wurde dann entsprechend kommentiert.

    Aber wie schon jemand schrieb - das lag dann meistens nicht am singen selber, wäre das geklärt gewesen, wäre ihnen etwas anderes eingefallen. Wie eins meiner Kinder, dass sich so mit 3 oder 4 mal einfach ruhig und gemütlich"zum ausruhen" mitten in die Stube legte und damit (absichtlich) die Geschwister störte - das wiederum, weil diese es nicht mitspielen lassen wollten, also auch nicht ganz unbegründet. Und auf den Protest (in der die anderen spielten und dann mit großen Augen nur trocken meinte: "Doch, ich darf das - die Stube gehört allen, da darf man keinen verjagen!" .


    Tja, da helfen "feste Regeln" nicht. Keinem. Da kommt man nur mit Absprechen weiter.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Trin ()

  • Bei uns wird auch viel gesungen und gepfiffen. Wenn es zu viel ist oder gerade unpassend, dann wird was gesagt und sich abgesprochen. Wenn es aber gemacht wird, um andere zu ärgern, geht es ja gar nicht mehr ums Singen.

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