Krieg gegen Frauen

  • Ich lese das:


    https://www.publicomag.com/2017/12/krieg-gegen-frauen/


    Zitat

    Am 27. Dezember erstach ein 15 jähriger Afghane in dem rheinland-pfälzischen Dorf Kandel in einem Drogeriemarkt ein 15jähriges Mädchen. Es handelt sich um ein Einzelereignis aus einer Serie von Einzelereignissen mit einem gemeinsamen Muster: Männer und Jugendliche aus islamisch geprägten Kulturen begehen Gewalttaten gegen Frauen und Mädchen in Deutschland, und sie schlagen mit einer Häufigkeit und Intensität zu, die vor ein paar Jahren in diesem Landstrich nicht nur fremd war, sondern unvorstellbar.


    ....


    Aber es ergibt sich trotzdem ein Gesamtbild. Bei sehr vielen Sexualstraftaten durch zugewanderte junge Männer aus arabischen und afrikanischen Ländern fällt die außerordentliche Brutalität auf: die Frauen werden nicht nur vergewaltigt oder bedrängt, es werden Knochen gebrochen, sie werden gewürgt, nicht selten, wie hier oder hierüberleben sie den Überfall nur knapp. Egal, ob sich die Täter dafür rächten, abgewiesen worden zu sein wie in Ahaus und Kandel, ob sie meinten, eine Frau aus anderen Gründen bestrafen zu müssen wie in Prien, ob es sich bei der Tat oberflächlich um einen Raub handelt wie in Berlin oder ob die Täter einem Zufallsopfer begegnen wie in Leipzig und Nürnberg – immer bildet hemmungslose Gewalt gegen Frauen den eigentlichen Kern.




    und finde es extrem verstörend



    Ich finde, man/frau kann nicht ernsthaft über Genderkacke und Metoo diskutieren und dabei über solche "Kleinigkeiten", die nichts anderes als Kriegsführung gegen die weibliche Hälfte der Bevölkerung darstellen, relativierend bzw. schweigend hinweggehen.



    In drei Tagen ist Silvester.

    In Berlin wird das so

    http://m.tagesspiegel.de/berli…uebergriffe/20794266.html

    aussehen.



    Ich weiß, dass es Userinnen gibt, die meinen, sie hätten die Deutungshoheit über meine Empfindungen. Ich fürchte, dass sie auch gleich wieder auf der Matte stehen, auch die Relativiererinnen und diejenigen, die einfach nur ein Problem mit mir haben.



    Ich weiß aber auch, dass viele Frauen und Mädchen mittlerweile sehr genau überlegen, wann und wo sie hingehen und solche Großveranstaltungen meiden.

    Dass Eltern vermehrt als Taxi für ihre Kinder unterwegs sind.

    Dass das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum generell abgenommen hat und für Frauen insbesondere.


    Verschweigen hilft nicht. Weggucken auch nicht.

    Es hilft weder den aktuellen Opfern noch den potentiellen und auch nicht den zukünftigen Opfern.

    Es braucht endlich eine gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung mit dieser Problematik.

    Der erste Schritt muss sein, hinzusehen, die Augen nicht zu verschließen - egal wie schmerzhaft es ist.

  • Ich weiß, dass es Userinnen gibt, die meinen, sie hätten die Deutungshoheit über meine Empfindungen. Ich fürchte, dass sie auch gleich wieder auf der Matte stehen, auch die Relativiererinnen und diejenigen, die einfach nur ein Problem mit mir haben.


    Meinst du echt, dass nach diesem Absatz noch ein User hier etwas Konstruktives schreiben möchte?

  • Ich meine, dass die dringend nötige Diskussion auf genau diese Weise abgewürgt wird.

    Nicht erst seit heute.


    Mir macht diese Entwicklung jedenfalls Angst. Und leider war sie schon vor zwei Jahren abzusehen.

    Das Thema gehört - das schreibe ich ebensolange schon - in eine gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung, die man nicht aus falschen Gründen AfD und Co überlassen sollte.


    Ob hier jemand antwortet...

    Ich habe eh gerade nicht so viele Kapazitäten frei.


    Hauptsache die Fakten werden mal zur Kenntnis genommen. Das wäre immerhin ein Anfang.

  • Ich weiß aber auch, dass viele Frauen und Mädchen mittlerweile sehr genau überlegen, wann und wo sie hingehen und solche Großveranstaltungen meiden.

    Dass Eltern vermehrt als Taxi für ihre Kinder unterwegs sind.

    Dass das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum generell abgenommen hat und für Frauen insbesondere.


    Also das sind Fakten?

    Ich liebe den Winter!

    Ein glückliches neues Jahr!

  • Ja, die Berichterstattung und die Gewalttaten sind verstörend.

    Je ausführlicher eins sich in die Zahlen und Zusammenhänge zwischen Gewalt, Gender, Herkunft, wirtschaftlicher Situation, Alter, Gruppendynamik, politischer Gesinnung und Bildungsstand einliest, umso verstörender wird es und umso klarer ist, dass auf der gesamten Bandbreite an Vorkommnissen Handlungsbedarf besteht. Prävention, Intervention, Aufarbeitung.


    Wichtig finde ich in der Diskussion, herauszufinden und zu zeigen, wo bereits gehandelt und geforscht und berichtet wird, in der erforderlichen Komplexität und Breite.

  • Ich weiß aber auch, dass viele Frauen und Mädchen mittlerweile sehr genau überlegen, wann und wo sie hingehen und solche Großveranstaltungen meiden.

    Dies ist für mich ganz persönlich tatsächlich Fakt aufgrund der vermehrten Meldungen. Ich vermeide es, abends oder an eher unbelebten Orten alleine zu Fuß unterwegs zu sein. Ob diese Ängste bei Frauen generell zugenommen haben, kann ich nicht sagen.

    Grüße von der bärin


    "Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben." A. Gide

  • Das hat die Tagesschau vor ca. 2 Std auf deren Facebookseite veröffentlicht, ich finde es passender, als jetzt in wilde Panik auszubrechen (und mal wieder Fremdenfeindlichkeit zu verbreiten), sondern es zu nehmen wie es ist, auch wenn es sehr, sehr schrecklich und tragisch ist: eine Beziehungstat.

    Screenshots habe ich gemacht.

    tagesschau1ajpbx.jpg


    tagesschau2s0q90.jpg

    Havanna + #male (*02.05) & #female (*02.03)
    ich bin ein früher Vogel, ein Granufink #rabe

  • Ist das wirklich so? Also muss ich mich wirklich bedrohter fühlen, als vor zehn Jahren?


    Vielleicht bin ich entsetzlich naiv, aber ich fühle mich nicht mehr oder weniger bedroht, als schon immer....


    Und ich sehe auch keinen Krieg gegen Frauen. Ja! Ich sehe Menschen, die schlimme Dinge tun, und ja das sind auch Männer, deutsche, hinzugezogene, Moslems, Atheisten, machos, Drogenabhängige, Politiker, Prominente, Abgehängte. Aber ich sehe auch Menschen, die gutes tun und ja das sind auch Männer, deutsche, hinzugezogene, Moslems, Atheisten, machos, Drogenabhängige, Politiker, Prominente, Abgehängte.


    Ich sehe da keinen Unterschied zu früher - vor zwei, zehn, zwanzig Jahren...

    Die Berichterstattung, die fokussierte Beobachtung als Fakten darstellt, ist auch nicht neu... Also für mich nicht.


    Ich kann deine Empfindung mir anhören und kannste auch akzeptieren, ich für mich sehe das im Artikel geschilderte Problem nicht.

    Irgendwann wird Alles gut, weiß der Teufel
    wann, aber es wird Alles gut!"
    Leslie ist ne tiefblaue Quotenberlinerin
    bei Instagram

  • Das hat die Tagesschau vor ca. 2 Std auf deren Facebookseite veröffentlicht, ich finde es passender, als jetzt in wilde Panik auszubrechen (und mal wieder Fremdenfeindlichkeit zu verbreiten), sondern es zu nehmen wie es ist, auch wenn es sehr, sehr schrecklich und tragisch ist: eine Beziehungstat.

    Screenshots habe ich gemacht.

    tagesschau1ajpbx.jpg


    tagesschau2s0q90.jpg

    Danke! Das finde ich gut.

    Ich liebe den Winter!

    Ein glückliches neues Jahr!

  • Ich lebe mitten im sozialen Brennpunkt und habe keine Angst. Als ich noch jung und hübsch war, wurde ich (in meinem Heimatkaff wie in der benachbarten Stadt) so oft angegriffen, begrapscht oder bedroht, dass ich es nicht mehr an den Fingern abzählen könnte. Aus meiner Sicht ist es heute besser als früher - liegt das nur daran, dass ich alt und dick geworden bin? Oder konzentrieren sich die Medien verstärkt auf Gewaltthemen?


    Als ich 8 war, wurde die Frau in der Wohnung über mir von einem gestörten (deutschstämmigen) Ex erschossen. Da hat nichtmal die Bild von einem Krieg gesprochen, da stand Eifersuchtsdrama.


    Ich denke, es liegt viel Arbeit vor den Menschen, die mit Geflüchteten aus islamischen Ländern arbeiten, damit das westliche Frauenbild und die Rechtslage im Bezug auf Gewalt gegen Frauen von allen, die bleiben wollen, verstanden und auch akzeptiert wird. Klar ist das Aufeinanderprallen untetschiedlicher Kulturen problematisch. Aber Krieg? Den seh ich nicht.

  • Ich fühle mich von Männern bedroht, die mich aufgrund meines Geschlechts als Mensch 2. Klasse betrachten, der weniger Würde verdient hätte. Ob es sich dabei um einen christlichen, deutschen Gynäkologen oder einen muslimischen, syrischen Mann dreht, ist irrelevant. Mir macht es Angst, in einem Umfeld zu leben, in dem, so mein Eindruck, die Verachtung von Frauen zunimmt. Ich sehe es wie Du Adrasteia , dass nicht die Augen verschlossen werden dürfen angesichts des Ausmasses von Gewalt an Frauen und deren Freiheitseinschränkungen.

  • Wenn es eine sinnvolle Diskussion werden sollte, würde ich mir wünschen, jeder würde über seine persönlichen Erfahrungen berichten. Nur selbst Erlebtes. Odergibt es offizielle zugängliche Statistiken?


    Dafür muss der Thread aus dem Café in einen geschützten Bereich.


    Ich komme nur beruflich in Kontakt mit Flüchtlingen zum Beispiel und habe da bisher nur korrektes Benehmen von Kollegen wie auch Nicht-Kollegen erlebt. Natürlich merkt man andere Mentalität in vielen kleinen Punkten. Aber von Gewalt oder gar Krieg ist alles meilenweit entfernt. Privat gibt es kaum jemand sichtbar, wo wir leben und sie fallen null auf.


    Ich habe schon immer Leere Bahnhöfe oder Bahnhofsviertel des Nachts oder Wegw durch dunkle Parkanlagen oder zwielichtige Gegende bei Nacht gemieden, Auch nachts alleine in einen leeren Parkhaus zum Beispiel würde ich nur im Notfall gehen. Das ist heute nicht anders als vor 10 oder 20 Jahren.


    Was Männer speziell islamischer Religion angeht, habe ich und mehrere Freundinnen sie tatsächlich oft als distanzlos oder beleidigend erlebt. Was allerdings physische Gewalt, Angriff angeht, ist meine persönliche Erfahrung - ungefähr gleicher Anteil durch alle kulturelle und religiöse Hintergründe.

  • Ich weiß aber auch, dass viele Frauen und Mädchen mittlerweile sehr genau überlegen, wann und wo sie hingehen und solche Großveranstaltungen meiden.

    Für mich muss ich das leider unterschreiben. Ich weiß nicht, ob ich damit Falschmeldungen aufsitze oder einfach nur einseitigen Berichten (über Gewalttaten von Ausländern wird häufiger berichtet, über Gewalttaten von Deutschen weniger). Aber ja, ich für mich überlege mir tatsächlich (allerdings noch nicht sehr genau), wann und wo ich hingehe. Nachts versuche ich Alleingehen einzuschränken bzw. nehme häufiger das Auto und tagsüber habe ich die Wahl am Bahnhof mit ein paar Betrunkenen und ein paar herumlungernden Obdachlosen vorbeizugehen oder am Asylantenwohnheim. Ich wähle den Bahnhof. #schäm


    Direkt einen Krieg gegen Frauen sehe ich zwar nicht, aber leider die Tatsache, dass Frauen in manchen Kulturen einfach weniger (nichts) wert sind. Früher habe ich gedacht, man kann dem schnell durch freundliches, positives und selbstbewusstes Auftreten entgegenwirken. Aber das scheint dann wohl doch eher eine langfristige Sache zu sein oder vielleicht oft sogar unmöglich. Ich war eine Weile ehrenamtlich mit Minderjährigen Flüchtlingen beschäftigt und es hat sich in dieser Zeit leider Ernüchterung bei mir und meinen weiblichen Mitstreiterinnen breit gemacht. Wenn Teenager schon so indoktriniert sind und die helfende Hand so behandeln, na danke.


    Erschwerend kommt hinzu, dass ich das Gefühl habe, auch in westlich Kulturen nimmt seit ein paar Jahren eine Art Frauenfeindlichkeit zu. Feindlichkeit ist nicht das richtige Wort, aber mir fällt gerade kein besseres ein. Auch irgendwie so, dass sie weniger wert ist. Warum das so ist, darüber habe ich noch nicht nachgedacht.

  • Frauen stellen die Hälfte der Menschheit dar. Warum sie als unterdrückte Minderheit behandelt werden? Weil Frauen oft sich gegenseitig bekämpfen. Und sich nichts zutrauen. Wir müssen an uns arbeiten.


    Wegen Asylbewerberwohnheim: vor genau 20 Jahren wohnte ich in einem Studentenwohnhein direkt neben so einem "Asylantenheim" also, gleiche Situation wie heutzutage. Und einem Bahnhof auf der anderen Seite. Damals habe ich den Weg am Heim genommen. Am Bahnhof hat man Drogen angeboten bekommen. Am Heim ist nie was vorgekommen, es hat mich - damals jung und hübsch - nicht mal jemand angeschaut.

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  • Ich erlebe die Frauenfeindlichkeit nicht mehr oder weniger als vor einigen Jahren. Von Krieg würde ich auch nicht sprechen.

    Ich arbeite viel mit Jugendlichen und Erwachsenen, auch Flüchtlingen, zusammen. Bedroht fühle ich mich nicht. Ob jemand ein A.... ist erlebe ich unabhängig von Hautfarbe, Herkunft oder Religion.

    Was mich erschüttert ist, dass sich Männer (z.B. hier einige Politiker) wieder als Beschützer der Frauen aufspielen müssen. Weil es mir als Frau Macht nimmt, wenn ich mich nicht selbst beschützen kann oder darf.

    (Oder wenn Männer entscheiden, wie ich mich zu kleiden habe...auch ein (Burka)Verbot ist für mich frauenfeindlich....ich darf nicht selbst bestimmen, wieviel Haut ich zeigen will )

    Mein kleiner Beitrag

  • Was ich durchaus erlebe ist die Resignation der Sicherheitsverantwortlichen und teilweise auch der Justiz vor den Straftätern (welcher Herkunft auch immer).

    Eine Vergewaltigung im Park: die Polizei empfiehlt Frauen, nicht mehr allein in den Park zu gehen. Damit wird deren Freiraum eingeschränkt, statt andersherum mehr Präsenz zu zeigen, und damit für mehr Sicherheit zu sorgen und ein klares Zeichen an den Täter zu senden.

    Durch die starken Sparmaßnahmen bei den Sicherheitskräften, hat das Sicherheitsempfinden gelitten. Und auch der Polizeiberuf.

  • Als ich die Nachricht heute morgen im Radio gehört habe, musste ich an diesen Artikel denken, den ich vor einigen Wochen gelesen habe:


    http://www.fr.de/politik/gende…raenkten-machos-a-1394744


    Ein Auszug ist z.B. das hier:


    "Sind denn bei Feminiziden in Deutschland zumeist die Partner der Frauen auch die Täter?
    Ja. Das Zuhause ist in dieser Hinsicht der gefährlichste Ort für Frauen – und nicht der dunkle Park, wie es oft dargestellt wird."


    In Deutschland wird beinahe jeden 2. Tag eine Frau von ihrem aktuellen oder ehemaligen Partner getötet.

    Das finde ich erschreckend.


    Und ich habe außerdem etwa zur gleichen Zeit den Artikel in der Zeit zum Thema Voyeurismus gelesen. Das heißt, ich habe angefangen und dann abgebrochen, weil ich es so widerwärtig fand, dass ich das alles lieber nicht so genau wissen wollte.


    Von daher kann ich Adrasteias Gedanken verstehen, nur habe ich diese nicht im Bezug zu Flüchtlingen, ich sehe diese Bedrohung aber auch, sie geht für mich aber von Männern jeglicher Herkunft aus, bzw. ist nicht daran festzumachen (Das heißt jetzt nicht, dass ich jeden Mann als Bedrohung ansehe, aber mir ist bewusster als vorher, was möglich ist und was sich abspielen kann, oft ohne dass die Öffentlichkeit etwas davon erfährt).

    Ich fühle mich persönlich allerdings nicht bedrohter als früher, mit zunehmendem Alter eher weniger. Mir geht es so, wie es schon jemand hier geschrieben hat, als ich jünger war, hatte ich einige unangenehme Erlebnisse, in den letzten Jahren passiert mir das eher nicht mehr, mein persönliches Empfinden ist, dass jüngere, attraktivere Frauen eher gefährdet sind.


    Und Achtung Trigger:


  • krieg gegen frauen findet definitiv statt. überall und in den verschiedensten ausprägungen. die hier geschilderte problematik ist erschütternd und wird in der tat nirgends richtig beleuchtet.


    weil sich überall rassisten mit hardcore frauenfeindlichem hintergrund mit linken mit hardcore frauenfeindlichem hintergrund um das thema prügeln.


    es ist schädlich und gefährlich, eine frau zu sein und es wird zunehmend schlimmer.


    kaputtsozialisierte, grundenthirnte frauen, die hechelnd vor den kerlen männchen machen und sich vom wahlweise obsoleten, hysterischen oder 'männerfeindlichen' feminismus distanzieren (wahlweise den unsäglichen so genannten 'liberalfeminismus' promoten), runden das perfekte bild ab.



    'beziehungstaten' noch und noch... begangen von männern an frauen... lernen letztere dazu? nein.



    ich sehe definitiv auch die traditionen muslimisch etc. geprägter länder als teil des problems an - jedoch nur als kleineren teil, dessen unverhältnismäßige aufblähung die betrachtung des gesamten problems unmöglich macht.



    ich habe gerade online etwas entdeckt, was mir, die ich frauenhass gründlich kenne und überall sehe, noch den magen umdreht. die kerle, von denen das ausgeht, sind deutsche und die fallen vermutlich im alltag nicht auf.




    nutzen wird es alles nichts und meiner prognose nach ist der 'report der magd' gar nicht mal so dystopisch, wie es die schafsfrauen vermuten dürften.



    lg patrick

  • Hallo,


    Was mich stört ist, wenn versucht wird, aus Einzelvorfällen, so tragisch sie sind, so etwas wie einen gezielten "Krieg" bestimmter Menschen gegen andere herauszudeuten, um diese Deutung dann politisch zu ge-/missbrauchen.


    Ein Krieg ist zum einen etwas völlig anderes (gezielt, strategisch organisiert, planmäßig, zentral gelenkt, ... ) und zum anderen geht der Blick und die darauf folgende Handlung dann in eine andere - aus meiner Sicht falsche - Richtung. Denn dann geht es nicht mehr um die Verhinderung von Straftaten als solchen, und zwar unabhänbgig vom politischen, sozialen, religiösen, nationalen... Hintergrund der Täter und Opfer sondern damit werden tatsächlich Angste, Hass, Wut... geschürt, die im schlimmsten Falle dann tatsächlich zu einem "Kampf zwischen bestimmten Menschengruppen" führen können. Und so etwas hilft selten dabei, eine Situation zu befrieden und Sicherheit und Stabilität für alle zu schaffen.


    Keiner käme z.B. auf die Idee, die hier in einem bestimmten Wohngebot häufig vorkommenden Delikte aus Beziehungsgründen (Rache, Eifersucht) unter hellhäutigen, Deutsch als erste (und meist einzige) Sprache sprechenden und schon seit Generationen "BRD" bzw "deutsch" in den Dokumenten stehen habenden Menschen als "Krieg gegen ...?" (Ex-Partner z.B.?) hochzustilisieren.


    Konkret:

    Meine Töchter sind Weg-bedingt öfter allein in der Stadt unterwegs als ich. Sie haben nicht mehr Angst als ich früher und wenn sie sich unwohl fühlen, dann hat das keinen "Herkunftshintergrund", sondern weil der Weg eine dunkle Treppe hinunter einfach generell mehr Bauchkribbeln verursacht als der Weg an der hell erleuchteten Umsteigestelle.


    Sie erzählen gelegentlich, daß sie angesprochen werden, aber noch nie, daß sie belästigt wurden. Direkt angepöbelt (z.B. weil eine etwas rundlicher ist und sich trotzdem wagt, öffentlich auf dem Pennyboard zu fahren) übrigens wenn, dann von akzentfrei deutsch sprechenden hellhäutigen jungen Männern, gern mit Bierflasche in der Hand.


    Was sie sehr viel mehr nervt ist, daß andere "wohlmeinende" Menschen in unserer Umgebung versuchen, sie in ihrer Freiheit einzuschränken, in dem sie ihnen oder uns indirekt Vorwürfe machen. "Das könnt ihr doch nicht machen, da könnt ihr doch nicht langehen, da ist doch jetzt alles voller Ausländer!". Oder "Da müsst ihr sie aber abholen, da kann man seine Tochter doch heutzutage nicht mehr alleine heimkommen lassen!". So richtig schön im vorwurfsvollen "Wie kann man nur!"-Ton.


    Na ja, in meiner Jugendzeit waren es die Punker oder "Rocker" vor denen gewarnt wurde und wegen denen man sich angeblich abends nicht mehr raus traut. So viel anders ist das nicht geworden.


    Interessantes Erlebnis, schon eine Weile her...: Wir saßen im griechischen(!) Restaurant, am Nachbartisch führt jemand seinen Tischgenossen einen Elektroschocker vor. "Den habe er jetzt immer dabei, "wäschn dä Ausländer! Mor weß ja, wie die alle sin!". Ich weiß nicht, ob ich als (griechischer) Kellner so ruhig geblieben wäre...

    #kreischen#yoga


    Edit, weil ich nur von meinen Töchtern schrieb... wenn es um meine Söhne geht, haben sowohl sie selber als auch wir Eltern nicht mehr und nicht weniger Sorgen als bei den Mädels. Es gibt Situationen, da holen wir auch unsere inzwischen großen Kinder ab, wenn es geht, z.B. wenn nach einem langen Dienst der Bus erst in einer Stunde fahren würde o.ä., wenn man viel transportieren muss, wenn es eh am Weg liegt.... Aber "Angst vor bestimmten Menschengruppen, denen man begegnen könnte" ist eigentlich nie ein Grund.

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