Wie findet man den richtigen Babysitter und wie läuft das dann alles?

  • Liebe Raben,


    könnt Ihr mir mal beim Ideen-sammeln helfen?

    Situation ist Folgende: Tochter ist 4 und wir sind in eine neue Stadt gezogen im Oktober. Der einzige Kindergartenplatz den wir hier noch bekommen hätten war in einer Einrichtung, gegen die wir uns nach einem Besuch entschieden haben. (Da war es schrecklich:/)

    Nun stehen wir auf Wartelisten, würden am liebsten in den Montessori-Kindergarten, aber naja, ich weiß nicht, wie hoch die Chancen sind, ein im Juli 5 werdendes Kind überhaupt noch im September in einem Kindergarten unterzubringen. Auf jeden Fall, selbst wenn wir etwas bekämen, dann erst ab September.


    Nun ist es so, dass ich unbedingt etwas mehr Freiraum für mich schaffen muß, da die Kleine einfach ein sehr fordnernder, willensstarker Mensch ist. Ich liebe sie über alles und genieße die kindergartenfreie Zeit mit ihr total und bin dankbar dafür, dass wir uns das erlauben können, aber da sie (fast) nie wirklich alleine spielt und ich einfach keine Zeit für mich habe im Alltag muß sich da was ändern.


    Klar, der Papa kann was machen nach der Arbeit mit ihr, und dienstags ist Papatag, da kommt er früher heim und macht einen Ausflug mit ihr. Aber ich hätte gern einen Babysitter.


    So nun die Frage: Woher bekomme ich den? Einfach bei Kleinanzeigen nach sympathischen Anzeigen schauen? Und dann? Denjenigen einfach mal zu uns einladen für ne Stunde zum Kennenlernen? Bezahlt man die Stunde dann schon?


    Und macht man irgendwas Eingewöhnungsmäßiges? Meine Tochter tut sich eher schwer mit anderen Leuten, und ich glaub ja, wenn ich dabei bin klappt das alles irgendwie nicht..


    Und wenn der Babysitter dann hier ist und ich auch, dann kommt sie sicher doch dauernd zu mir und will was mit mir machen. Also müssten die beiden raus - aber wohin bei dem Wetter? Oder ich muß gezwungenermaßen raus. Aber das ist ja auch irgendwie doof.


    Und zu guter Letzt: Wie macht man das mit dem Bezahlen, muß man das irgendwie als Minijob anmelden oder so?


    Ihr merkt, ich bin wirklich total planlos und mache es mir wahrscheinlich viel komplizierter als es ist...

  • Also hier (Berlin) ist es ziemlich schwer, jemanden zu finden. Das meiste läuft über Ebay Kleinanzeigen. Da habe ich ungefähr 20 Stück angefragt mit einem kurzen Text zum Kind, was wir erwarten etc. Ich hab ungefähr fünf Antworten bekommen (das ist aber sicher regional total unterschiedlich!), mit zweien haben wir einen Probetermin vereinbart. Der lief jedesmal so, dass wir die Person hier "zu Besuch" hatten, einen Kaffee getrunken und geredet haben. Das finde ich wichtig - es gibt da so viel abzuklären... Vorerfahrungen, Erste-Hilfe-Wissen, Orientierung in der Stadt (Spielplätze, Eisdielen, Krankenhaus), Ansprüche an den Umgang mit dem Kind, ...


    Nach etwa einer halben Stunde, als Kleinchen merklich entspannter wurde, hat die Person dann angefangen, Kontakt aufzunehmen. Ansprechen, Sachen anreichen (Kleinchen war erst anderthalb) usw.. Nachdem das gut ging, sind wir immer wieder aus dem Raum (Mama geht aufs Klo, ...). Beim ersten Termin haben wir die Wohnung nicht verlassen. Beim zweiten Mal dann wieder eine knappe Stunde gemeinsam, und dann bin ich raus ins Cafe gegenüber, einen Kaffee trinken. Mit klarer Verabschiedung, das finde ich wichtig. Sie hat beim Gehen geweint, aber noch während ich die Schuhe vor der Wohnung angezogen hab, haben die zwei zusammen gelacht. Joah, so haben wir das gesteigert. Und sind mit dem Verhältnis sehr zufrieden.

    Ach so, angemeldet haben wir sie nicht *hüstel*, wir haben auch keine schriftliche Vereinbarung, lediglich natürlich alle relevanten Daten von der Babysitterin und noch nie ein blödes Gefühl gehabt. Ich vermute, dass das viele anders sehen, aber wir dachten uns: Wenn sie dem Kind was böses will, hat sie mit einem so kleinen Baby völlig freie Hand, egal was wir vereinbaren. Deshalb waren uns Bauchgefühl und gegenseitiges Vertrauen wichtiger als schriftlich festgehaltene Regeln.

  • Danke für Deine Erfahrungen Luxa, das klingt ganz gut so!

    Vielleicht sollten wir es einfach mal versuchen und ich mir einfach nicht so n Kopp machen...#haareIch mach mir immer viel zu viele Gedanken bei sowas..



    Der lief jedesmal so, dass wir die Person hier "zu Besuch" hatten, einen Kaffee getrunken und geredet haben

    Dieses erste Treffen habt ihr aber nicht bezahlt, oder?

  • Ach, die Frage hab ich vergessen. Nein, das haben wir nicht bezahlt. Ab dem zweiten dann aber die volle Zeit, nicht nur die, die wir abwesend waren. Aber auf unsere Initiative hin, weil wir einfach so glücklich waren. Hier ist das wie gesagt superschwer...

  • hier gibt es eine Babysitter-Vermittlung. (vielleicht bei euch auch?). Die Bezahlung (10€/stunde) läuft darüber, die Babysitter sind auch versichert und bekommen 8,50€/Stunde.

    Dort meldet man sich an und die suchen einen passenden Menschen raus. Dann werden Kontaktdaten weitergegeben, man macht einen Termin aus und das lief hier dann ähnlich ab, wie bei Luxa. Das Bauchgefühl bei der ersten war sofort stimmig, wir "brauchten" sie nur abends, nur einmal musste sie die Jungs vom Kindergarten abholen, weil ich einen Termin hatte und der Mann nicht von Arbeit wegkam. Leider ist sie dann zum studieren weggezogen.

    Die zweite vorgeschlagene war ein bisschen anstrengend (schon ohne Treffen), lernte grad Erzieherin und hatte scheinbar grad das Thema Eingewöhnung (keine Frage, ist wichtig.. aber es hat einfach nicht gepasst). Das haben wir der Agentur auch so mitgeteilt und eine andere vermittelt bekommen. Das hat super gepasst, aber die Jungs (der große vor allem) haben sich nicht wirklich wohl gefühlt. (das lag aber eher an unserer Abwesenheit als an ihrer Anwesenheit)


    Seit September ist meine Nichte 14.. und das ist ein Gewinn für alle Seiten :D (wir haben keine Omas&Opas hier, nur der Bruder meines Mannes mit Familie). Sie bekommt einen Taschengeldzuschuss und kennt die Jungs halt auch seit Babyzeiten.


    Gibt's bei euch vielleicht sowas wie eine ErsatzOma/Opa-Vermittlung?!

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  • Wir haben uns kostenpflichtig bei betreut.de angemeldet und gleich die ersten beiden waren Volltreffer!


    Die hatten einen schönen Text, das Telefonat war gut, der erste Besuch auch. Dann haben sie auch je 2 h probegesittet. Wie nehmen beide weil die Jungs sich nicht einig sind. Aber sie sind toll, eine ausgelernte Logopädin und eine Ergotherapeutin in Ausbildung.

    Unsere Boygroup: Flitzekind 09/2011, Flitzebaby 02/2013 und Robinson Freitag 08/2014 #herz 

  • Angebote von Familienzentren habt ihr sicher schon gesichtet, oder soll es unbedingt ein Babysitter sein?


    Bei uns gibt es einen Flyer der Stadt mit alternativen Betreuungsangeboten, z.B. drei Stunden betreutes Spielen montags und dienstags je 10€, donnerstags drei Stunden basteln mit Wahlgroßeltern zum Unkostenbeitrag.


    Listen mit Babysittern hängen hier in den Kigas aus, darf man auch so mal abfotografieren. Da stehen Qualifikation, Z.b VHS Kurs oder Geschwister, mögliche Zeiten, alter und Adresse drauf.

  • Hier gibt es Familienzentren, die auch Babysitterkurse anbieten. Sicher muss man keinen Kurs gemacht haben, aber es schadet sicher nicht, wenn die zukünftigen Babysitter grundlegende Dinge in einem Kurs besprochen haben.


    Ich würde danach suchen und dort anfragen. Die können Dir dann auch was zu den Rahmenbedingungen sagen.

    Was bei Euch ja nun nicht in Frage kommt, ist, die nette Praktikantin im Kiga anzusprechen.

    Keine Toleranz gegenüber Intoleranz!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Katrin ()

  • Ich würde ein älteres Mädel aus der Nachbarschaft ansprechen. Die machen das meist gern, sind günstig und im Notfall wohnen die Eltern ums Eck. Am Besten ein Mädchen mit jüngeren Geschwistern. Haben damit nur positive Erfahrungen gemacht.

  • Hallo Reeza,


    Wir wohnen hier eher ländlich und haben unsere Babysitterin über eine Art Vermittlungswebsite gefunden. Ich nenne die Website hier mal nicht öffentlich weil,ich nicht weiß ob das ok ist.

    Allerdings kostet die ein bisschen was, wenn man sie sinnvoll nutzen will. Aber für uns hat’s ich das gelohnt. Wir hatten vier Vorstellungsgespräche. Es wären noch mehr möglich gewesen aber wir hatten unsere Babysitterin dann schon gefunden.

    Es kann halt sein das sich auch Leute bewerben die sich auch als hundesitter oder Putzkraft anbieten neben Kinderbetreuung. Das ist halt etwas gewöhnungsbedürftig.


    Wir haben auch einen Termin bei und zu Hause jeweils vereinbart um die Kinder vorzustellen und zu sehen wie die Kandidatin auf die Kinder wirkt und umgekehrt.

    Bezahlt haben wir für das kennenlernen und auch Probearbeiten nichts.


    Liebe Grüße,

    Mangifera

    Geduldig sein bedeutet nicht, etwas untätig zu ertragen. Geduldig sein bedeutet, genug Weitsicht zu besitzen, um auf das Ergebnis am Ende zu vertrauen.

  • Wir haben die Praktikantin vom Kindergarten engagiert. Wenn Ihr keinen Kigaplatz habt, gibt es vll in der Nähe eine Erzieherschule oder eine Uni mit pädagogischem Studiengang?

  • zum Beschäftigungscerhältnis: eigentlich musst Du es als Minijob anmelden, sonst ist es Schwarzarbeit. Du musst dann zwar Sozialversicherungsbeiträge anführe (ca. 15%), da man aber Kinderbetreuungskosten von der Steuer abseten (natürlich nur, wenn es keien Schwarzaeveit ist) entsteheb ubtem Strich keine Zusatzkosten. Dafür ist der Babysitter automatisch unfallversichert.:)