Beiträge von mona

    Ich wünsche Euch allen gute Besserung! Bei Fieber gehe ich nur dann zum Arzt, wenn ich nicht weiß, was die Ursache ist (d.h., wenn z.B. keine Erkältung oder so da ist) oder wenn ich das Gefühl habe, das Kind ist wirklich schwer mitgenommen, nicht wirklich da. Ansonsten kann ich mich an Fieber in meiner Kindheit noch bei mir selbst erinnern und weiß, dass ich mich damit nicht unbedingt schlecht gefühlt habe. Ich versuche, das Fieber eher als Verbündeten beim Kampf gegen den Keim zu sehen, vielleicht hilft Dir das ein bisschen? Bei mir selber ist es so, dass ich mit Fieber zwei Tage erkältet bin, ohne Fieber zwei Wochen..

    Ich glaube auch, dass das eine Frage ist, womit man sonst im Alltag gut klarkommt. Ich bin immer eher froh um jedes Gramm Gepäck, dass ich nicht tragen muss, sondern schieben kann.... Ich denke nur, dass es gut ist, sich zu überlegen, wie man das macht und nicht erst am Bahnhof festzustellen, dass man zwei extra Hände bräuchte....

    Ich würde an Deiner Stelle auch mal durchdenken, wie Du alles transportieren kannst. Von Koffer plus Kinderwagen oder Babyschale würde ich eher abraten. Da fehlt irgendwie immer eine Hand. Ich habe immer eine Reisetasche gepackt, die in den KiWa gestellt und das Kind in der Trage gehabt. Dann ein bisschen schuckeln im Einstiegsbereich (weisses Rauschen!) und mit eingeschlafenem Kind hingesetzt.

    Ich hatte das in der Schul- und Studienzeit auch extrem. Wichtig war bei mir, dass ich gleich am Anfang eine Schmerztablette nahm, dann reichte die eigentlich auch. Wenn ich gewartet habe, bis es nicht mehr ging, brauchte ich mehr.

    Ich glaube schon, dass sehr viel mehr geht, als man sich am Anfang so vorstellen kann, man muss sich aber klar machen, dass nicht alles immer optimal oder auch nur gut läuft, manchmal muss man auch mit "gerade noch erträglich " zufrieden sein. Das sind ja in der Regel nur begrenzte Zeitabschnitte. Und man muss auch bereit sein, den anderen Partner genauso in der Pflicht zu sehen wie sich selbst und sich nicht automatisch immer als erstzuständig zu betrachten.

    Außerdem man sollte, denke ich, auch nicht aus den Augen verlieren, dass Berufstätigkeit ja nicht nur Energie zieht, sondern auch ganz viel Kraft geben kann.

    Hm, ganz ungeordnet mal ein paar Gedanken, vielleicht bringt es Dir was, vielleicht auch nicht?


    Das erste Mal die Füße ins Buch liest sich für mich als Versuch der Interaktion Deiner Tochter mit Dir. Gerade mit dem Satz zum Käse-Lesen dazu. Aus ihrer Sicht wird das ja ziemlich abgeblockt. Wäre es eine Möglichkeit, darauf einzugehen? Also sowas wie: " und dann kam der Fuß und fußte und hat gefußt und... ich seh nur noch Fuß"? Also irgendeinen Quatsch "vorlesen"? Vielleicht braucht sie das in der Situation eher als das Vorlesen? Oder die Situation so gestalten, dass Dich Gezappel möglichst wenig stört? Ich ignoriere das oft erstmal, oft legt sich das dann von ganz allein.

    Sorry, ich muss los, schicke das jetzt trotzdem mal so ab. Alles Gute Dir!

    Zitat Ansadi

    "Ihr macht mir mit dem eventuellen verwachsen ja wenig Hoffnung *seufz*".


    Also ganz ehrlich finde ich verlierenkönnen auch ne schwierige Disziplin. So ein Spiel ist ja darauf angelegt, dass man sich anstrengt, sich Mühe gibt, um zu gewinnen, und dann soll man aber auch noch eine gute Verliererin / ein guter Verlierer sein? Das ist für ein Kind erstmal echt nicht einfach, finde ich. Gerade, wenn es das Spiel so richtig ernst nimmt.

    Ich kann mir vorstellen, dass es hilft, den Spielspaß erstmal von diesem kompetitiven Element zu entkoppeln, indem Ihr tatsächlich kooperative Spiele ausleiht/tauscht etc. Und damit bezüglich des "Verlierenkönnens" nicht so ein Druck entsteht. Ich konnte als Kind überhaupt nicht verlieren (bei manchen Mitspielern kann ich das heute innerlich noch nicht gut) und hatte bei meinen Eltern das Gefühl, dass es bei jedem Spiel eigentlich nur noch darum ging, mir das jetzt aber beizubringen. Ich glaube, einfach Spaß bei einem kooperativen Spiel zu haben, hätte sehr viel mehr geholfen. Sorry, wenn das gar nicht Deine Frage war...

    Also abgefahren ist der Zug bestimmt nicht, aber ein bisschen Arbeit ist es bestimmt. Am besten eine gute Stillberaterin suchen; hilfreich fand ich auch die Stillberatung bei "stillen und tragen". Bis die Stillberaterin gefunden ist, wäre wahrscheinlich pumpen gut, damit die Brust merkt, dass da was angefordert wird. Und immer wieder anlegen, auch wenn das Baby nicht richtig hungrig ist. Ob es machbar ist, oder ob es zuviel Aufwand ist, kann sie ja dann entscheiden, ich fand es wichtig, erstmal mit einer Stillberaterin einen Plan zu machen, wie es gehen könnte, am schlimmsten fand ich das Gefühl, in so einer Situation so planlos zu sein...

    Bei uns geht es direkt nach dem Abendessen ins Bad, gewaschen werden Gesicht und Hände, mehr halte ich für kontraproduktiv, macht das Kind wacher.

    Dann Windel und Schlafanzug. Und zum Zähneputzen Peppa Wutz oder Bobo Sienschläfer bei youtube. habe ich ehrlich gesagt beim Wickeln auch schon angemacht, wenn es gar nicht ging. Dann geht es in die Kuschelecke, hier werden drei Bücher vorgelesen. Dann gibt es entweder ein Hörspiel (z Zt Lillifee - örgs) oder Die dreißig besten neuen Schlaflieder. Und dann Geduld und tief durchatmen...

    Ich habe bei diesem und ähnlichen Threads immer den Eindruck, dass die Essenssituation sehr viel emotionaler besetzt ist als ganz viele andere Lebensbereiche. So als Beispiel hätte doch wahrscheinlich niemand hier ein Problem damit, wenn ein Kind die Kleidung, die man ihm rausgelegt hat, nicht anziehen will und stattdessen aus dem Kleiderschrank eine Alternative auswählt. Diese Selbstbestimmung gestehen wir unseren Kindern gerne zu. Und bei völlig unpassenden Kleidungsstücken sind wir pragmatisch und nehmen Passenderes mit/geben es mit.


    Ich finde, dass ich mit dem Festlegen der Essenszeit und der Zubereitung einer Mahlzeit in Bezug auf mein Kind erstmal etwas Ähnliches mache, nämlich festlegen, was ich denke, was das Kind jetzt essen sollte. Ich finde aber auch, dass es zur Selbstbestimmung meines Kindes gehört, jetzt gerade auf das, was ich auftische, überhaupt keine Lust zu haben. Oder noch keinen Hunger zu haben. Ich kenne es von mir selbst, dass ich auf etwas , das ich eigentlich gern mag, überhaupt keine Lust habe und es wirklich nicht essen mag. Das finde ich auch bei meinem Kind normal. Und ich finde durchaus, dass es dann drin sein muss, sich eine Alternative aus dem Kühlschrank zu holen oder erst später zu essen. Alles andere fände ich doch ein ziemlich arges Maß an Fremdbestimmung.


    Ich habe aber zugegebenermaßen auch ein unkompliziertes Kind, was das Essen angeht. Insoweit wäre es mir wahrscheinlich auch egal, ob es zum Abendessen Nutella isst. Zumindest würde ich den Stellenwert der in meinen Augen richtigen Ernährung nicht höher veranschlagen als einen harmonischen Abend.


    Was die Thread-Starterin angeht, könnte ich mir vorstellen, dass es mir helfen würde, mich da tatsächlich zu entspannen, die Verweigerung des von mir gekochten Essens nicht persönlich zu nehmen und darauf zu vertrauen, dass die Kinder trotzdem groß werden. Ich kann den Frust total gut nachvollziehen, aber ich würde vielleicht versuchen, dass zumindest eine Zeit lang mal einfach als persönliche Eigenschaft hinzunehmen, für die man jetzt keine Lösungsstrategie suchen muss, falls das einigermaßen verständlich ist?