Beiträge von mona

    Ich glaube schon, dass sehr viel mehr geht, als man sich am Anfang so vorstellen kann, man muss sich aber klar machen, dass nicht alles immer optimal oder auch nur gut läuft, manchmal muss man auch mit "gerade noch erträglich " zufrieden sein. Das sind ja in der Regel nur begrenzte Zeitabschnitte. Und man muss auch bereit sein, den anderen Partner genauso in der Pflicht zu sehen wie sich selbst und sich nicht automatisch immer als erstzuständig zu betrachten.

    Außerdem man sollte, denke ich, auch nicht aus den Augen verlieren, dass Berufstätigkeit ja nicht nur Energie zieht, sondern auch ganz viel Kraft geben kann.

    Hm, ganz ungeordnet mal ein paar Gedanken, vielleicht bringt es Dir was, vielleicht auch nicht?


    Das erste Mal die Füße ins Buch liest sich für mich als Versuch der Interaktion Deiner Tochter mit Dir. Gerade mit dem Satz zum Käse-Lesen dazu. Aus ihrer Sicht wird das ja ziemlich abgeblockt. Wäre es eine Möglichkeit, darauf einzugehen? Also sowas wie: " und dann kam der Fuß und fußte und hat gefußt und... ich seh nur noch Fuß"? Also irgendeinen Quatsch "vorlesen"? Vielleicht braucht sie das in der Situation eher als das Vorlesen? Oder die Situation so gestalten, dass Dich Gezappel möglichst wenig stört? Ich ignoriere das oft erstmal, oft legt sich das dann von ganz allein.

    Sorry, ich muss los, schicke das jetzt trotzdem mal so ab. Alles Gute Dir!

    Zitat Ansadi

    "Ihr macht mir mit dem eventuellen verwachsen ja wenig Hoffnung *seufz*".


    Also ganz ehrlich finde ich verlierenkönnen auch ne schwierige Disziplin. So ein Spiel ist ja darauf angelegt, dass man sich anstrengt, sich Mühe gibt, um zu gewinnen, und dann soll man aber auch noch eine gute Verliererin / ein guter Verlierer sein? Das ist für ein Kind erstmal echt nicht einfach, finde ich. Gerade, wenn es das Spiel so richtig ernst nimmt.

    Ich kann mir vorstellen, dass es hilft, den Spielspaß erstmal von diesem kompetitiven Element zu entkoppeln, indem Ihr tatsächlich kooperative Spiele ausleiht/tauscht etc. Und damit bezüglich des "Verlierenkönnens" nicht so ein Druck entsteht. Ich konnte als Kind überhaupt nicht verlieren (bei manchen Mitspielern kann ich das heute innerlich noch nicht gut) und hatte bei meinen Eltern das Gefühl, dass es bei jedem Spiel eigentlich nur noch darum ging, mir das jetzt aber beizubringen. Ich glaube, einfach Spaß bei einem kooperativen Spiel zu haben, hätte sehr viel mehr geholfen. Sorry, wenn das gar nicht Deine Frage war...

    Also abgefahren ist der Zug bestimmt nicht, aber ein bisschen Arbeit ist es bestimmt. Am besten eine gute Stillberaterin suchen; hilfreich fand ich auch die Stillberatung bei "stillen und tragen". Bis die Stillberaterin gefunden ist, wäre wahrscheinlich pumpen gut, damit die Brust merkt, dass da was angefordert wird. Und immer wieder anlegen, auch wenn das Baby nicht richtig hungrig ist. Ob es machbar ist, oder ob es zuviel Aufwand ist, kann sie ja dann entscheiden, ich fand es wichtig, erstmal mit einer Stillberaterin einen Plan zu machen, wie es gehen könnte, am schlimmsten fand ich das Gefühl, in so einer Situation so planlos zu sein...

    Bei uns geht es direkt nach dem Abendessen ins Bad, gewaschen werden Gesicht und Hände, mehr halte ich für kontraproduktiv, macht das Kind wacher.

    Dann Windel und Schlafanzug. Und zum Zähneputzen Peppa Wutz oder Bobo Sienschläfer bei youtube. habe ich ehrlich gesagt beim Wickeln auch schon angemacht, wenn es gar nicht ging. Dann geht es in die Kuschelecke, hier werden drei Bücher vorgelesen. Dann gibt es entweder ein Hörspiel (z Zt Lillifee - örgs) oder Die dreißig besten neuen Schlaflieder. Und dann Geduld und tief durchatmen...

    Ich habe bei diesem und ähnlichen Threads immer den Eindruck, dass die Essenssituation sehr viel emotionaler besetzt ist als ganz viele andere Lebensbereiche. So als Beispiel hätte doch wahrscheinlich niemand hier ein Problem damit, wenn ein Kind die Kleidung, die man ihm rausgelegt hat, nicht anziehen will und stattdessen aus dem Kleiderschrank eine Alternative auswählt. Diese Selbstbestimmung gestehen wir unseren Kindern gerne zu. Und bei völlig unpassenden Kleidungsstücken sind wir pragmatisch und nehmen Passenderes mit/geben es mit.


    Ich finde, dass ich mit dem Festlegen der Essenszeit und der Zubereitung einer Mahlzeit in Bezug auf mein Kind erstmal etwas Ähnliches mache, nämlich festlegen, was ich denke, was das Kind jetzt essen sollte. Ich finde aber auch, dass es zur Selbstbestimmung meines Kindes gehört, jetzt gerade auf das, was ich auftische, überhaupt keine Lust zu haben. Oder noch keinen Hunger zu haben. Ich kenne es von mir selbst, dass ich auf etwas , das ich eigentlich gern mag, überhaupt keine Lust habe und es wirklich nicht essen mag. Das finde ich auch bei meinem Kind normal. Und ich finde durchaus, dass es dann drin sein muss, sich eine Alternative aus dem Kühlschrank zu holen oder erst später zu essen. Alles andere fände ich doch ein ziemlich arges Maß an Fremdbestimmung.


    Ich habe aber zugegebenermaßen auch ein unkompliziertes Kind, was das Essen angeht. Insoweit wäre es mir wahrscheinlich auch egal, ob es zum Abendessen Nutella isst. Zumindest würde ich den Stellenwert der in meinen Augen richtigen Ernährung nicht höher veranschlagen als einen harmonischen Abend.


    Was die Thread-Starterin angeht, könnte ich mir vorstellen, dass es mir helfen würde, mich da tatsächlich zu entspannen, die Verweigerung des von mir gekochten Essens nicht persönlich zu nehmen und darauf zu vertrauen, dass die Kinder trotzdem groß werden. Ich kann den Frust total gut nachvollziehen, aber ich würde vielleicht versuchen, dass zumindest eine Zeit lang mal einfach als persönliche Eigenschaft hinzunehmen, für die man jetzt keine Lösungsstrategie suchen muss, falls das einigermaßen verständlich ist?

    Ach so, die Entscheidung, einen Säugling nicht auszuquartieren, heißt ja noch nicht, dass Ihr Euch damit für Langzeit-Familienbett entscheidet, falls das die Befürchtung Deines Mannes ist, da gibt es ja noch viele. Gestaltungsmöglichkeiten für Euch als Familie. Und gerade jetzt würde ich wahrscheinlich einfach auf die Empfehlung zur Vermeidung des Plötzlichen Kindstods verweisen, dass Kinder unter einem Jahr im Elternschlafzimmer schlafen sollen.

    Was ist denn das Argument Deiner Schwiegermutter und Deines Mannes?

    Und wie bereits gesagt: Wenn es Deinem Mann sooo wichtig ist, dann kann er ja aufstehen, Dir das Baby bringen und nach dem Stillen wieder rübertragen...

    Ich glaube, ich würde auch zum Arzt fahren. Gerade weil Dich das doch mitnimmt. Und ich würde auch Infektionen abklären lassen, es könnte ja auch sein, dass es Ohren oder Blase sind, das sieht man so ja nicht. Gute Besserung!

    Ich habe auch überall gestillt, beim Arzt habe ich auch mal gesagt, dass ruhig ein anderer Patient vorgezogen werden könnte, weil wir noch nicht fertig waren. Und ich denke, ab einem bestimmten Sättigungsgrad geht auch unterbrechen und später weiterstillen. Ich kann mich aber noch gut daran erinnern, wie schwierig ich in den ersten Monaten die Planung und Wahrnehmung von Terminen fand. Ich empfinde heute immer Ehrfurcht, wenn in der Kita meiner Tochter Eltern mit kleinen Babys es schaffen, ihre älteren Kinder pünktlich morgens hinzubringen....

    Ich meine, mich zu erinnern, dass die Zunahmegeschwindigkeit im zweiten Lebenshalbjahr so stark abnimmt, dass für die Beurteilung des Gedeihens gar nicht mehr auf das Gewicht abgestellt wird. Gerade weil es je nach Darmfüllung etc. zu starken Schwankungen kommt. Wenn Du besorgt bist, ist es bestimmt gut, mal eine Stillberaterin zu kontaktieren, aber das Gewicht als solches ist wahrscheinlich gar nicht so aussagekräftig.