Beiträge von Frau Dechse

    Der Arzt ist Endokrinologe und wurde mir auch schon mehrfach empfohlen. Allerdings ist die Auswahl hier nicht hoch.


    Ich versuche es gerade mal wieder mit Selen. 100 pro Tag.

    Leider vertrage ich es nicht gut und kann es nur abends nehmen, das muss ich mir aber erst angewöhnen, bis ich zuverlässig daran denke.

    Außerdem habe ich einen Vitamin D Mangel, den ich beheben muss, ich glaube, das hilft dann auch bei der Umwandlung?


    Pinguini

    Wo (prozentual) liegt denn dein fT3, wenn du dich wohlfühlst?

    Ich hatte gestern meinen Termin. Wir probieren auf 88 zu erhöhen, weil ich das Gefühl habe, es braucht noch ein bisschen was.

    Der NUK meint, solange die Werte im Normbereich sind, gehen wir nur nach Wohlbefinden.

    Ich habe ihn auch nach den freien Werten befragt, deren Verhältnis zueinander und auch wo sie prozentual im Normbereich liegen. Er meint, das soll ich alles vergessen, da gäbe es keine Regeln. Verlassen könnte ich mir nur darauf, wie ich mich fühle.

    Ich sehe ja ein, dass er damit recht hat, aber mich wunder eben, dass mein ft4 mit jeder Erhöhung gestiegen ist und der fT3 fast gleich geblieben. Müsste nicht der fT3 steigen, wenn "ordnungsgemäß" umgewandelt würde?

    Im Winter liege ich schon um neun im Bett, schlafe ca. eine halbe Stunde später, und komme morgens vor acht, halb neun nur unter Zwang raus.

    Im Sommer kann ich mir den Wecker auch auf halb sieben stellen und abends locker eine Stunde länger wach bleiben. Bei mir hängt das definitiv mit den hellen Stunden zusammen.

    Ob ich dann von der Normalzeit profiteren würde? Keine Ahnung, aber nach jeder Zeitumstellung bin ich wochenlang so geschlaucht wie nach einem Krankenhausaufenthalt. Völlig entkräftet und neben der Spur, und hätte ich einen Führerschein, würde ich in dieser Zeit kein Auto fahren.


    Trin

    Hier ähnlich. Dass ich zur Sommerzeit inzwischen morgens schon um halb sieben rauskomme, hängt nur damit zusammen, dass ich nur das Kind fertigmachen und zum Kindergarten bringen muss, und danach zuhause ganz in Ruhe erstmal frühstücken und wachwerden kann. Zur Schule und als ich angestellt gearbeitet habe ging das auch NIE gut. Mir hat man auch ewig gesagt, das sei nur Gewöhnungssache (und damit quasi unterstellt, ich würde nicht wollen), aber ich habe mich Jahre lang gequält.

    Herr D. arbeitet im Spätdienst, nachdem er früher jahrelang Schichtdienst hatte, und sein Schlafrhytmus ist total im Eimer. Inzwischen ist sein Tagesablauf so, dass er immer bis zum späten Vormittag schläft und bis ca. zwei Uhr nachts wach ist, das deckt seine Arbeitszeiten normalerweise ab. Wenn er dann doch mal morgens gegen sieben schon arbeiten muss, wirft ihn das auch relativ aus der Bahn. Das kommt zum Glück nicht oft vor.

    Und Dechslein schläft zur Winterzeit sogar noch nach mir ein, gegen zehn Uhr, und kommt morgens kaum raus, es ist momentan wieder eine tägliche Qual, damit er spätestens um neun (!) im Kindergarten ist. Wie das in der Schule werden soll ... davor graut es mir schon.

    Im Sommer: Alles kein Problem.

    Naja, vielleicht hatte er einen schlechten Tag oder sowieso schon dauernd das Gefühl, dass er zurückstecken muss.

    Ich gehöre zu denen, die sich das Wasser genommen und neu aufgefüllt hätten. Hätte er sich dann aufgeregt, hätte ich ihm angeboten, mich um sein Wasser zu kümmern und ihm dann die Kanne zu bringen.

    Ich bin grundsätzlich sehr freundlich, wenn mich jemand angeht. Das führt leider auch manchmal dazu, dass die Leute dann meinen, sich an mir abreagieren zu dürfen und gewaltig nachtreten. Neulich hat mich eine Busfahrerin rausgeschmissen, nachdem ich mich freundlich für ein Missverständnis entschuldigt hatte, für das sie mich sowieso schon ziemlich hart angegangen war.

    Der NUK nimmt immer alle Werte und sagt, sie sind gut. Und dass man dann einfach nach Befinden gehen würde.

    Mit steigender LT-Dosierung ist der FT4 jedes Mal gestiegen, der FT3 blieb gleich hoch. FT4 ist (wenn in Prozente umgerechnet) höher als der FT3 (FT4 im oberen Drittel, FT3 ungefähr in der Mitte).

    Ich kenne mich aber überhaupt nicht aus, ob das so sein soll, bzw. habe auch gelesen, dass manche sich wohlfühlen, wenn beides im oberen Drittel liegt, bei anderen nur wichtig ist, dass die Werte dicht beieinanderliegen ... ich steige da ehrlichgesagt nicht so durch.


    Termin machen ist schwierig, weil man in der Praxis nie jemanden telefonisch erreicht. Aber ich muss morgen sowieso in die Stadt, dann gehe ich da vorbei und nehme vorher das LT nicht. mit etwas Glück - ist ja nur BE - nehmen sie mich dazwischen.


    Ich vertrage Selen nicht gut, mir wird davon immer leicht übel. Kann man das auch abends nehmen oder muss das morgens?


    Und was die Dosis angeht ... ich weiß nicht. Mir funkt da der Kopf immer dazwischen, der sagt, dass 75 bei 43kg Körpergewicht eh schon ziemlich hoch wären. #angst
    Aber 80 könnte passen.

    Zusätzlich habe ich übrigens das Gefühl, dass ich in der zweiten Zyklushälfte mehr LT bräuchte. Kann das sein, oder meint ihr, das legt sich, wenn ich richtig eingestellt bin?

    Ich hab mal eine Frage -


    meine Werte sind schon seit längerem gut, mein Befinden nicht.

    Zuletzt hat der NUK mich auf 75 erhöhen lassen, damit geht es mir sowas von deutlich besser ... aber es passt noch nicht so ganz. Ich habe das Gefühl, es fehlt noch ein kleines bisschen was.

    Konkret heißt das, zuerst ging es mir nach der Erhöhung super, und so nach fünf, sechs Wochen, fallen jetzt wieder etwas mehr Haare aus, ich bin etwas müder und etwas gereizter, habe wieder einen angespannteren Schulter-Nacken-Kieferbereich, vor allem vor der Mens bis zum Kopfschmerz und in der kompletten zweiten Zyklushälfte Unterleibsschmerzen.


    Jetzt dachte ich, ich erhöhe mal auf 80. Ich habe 75er Tabletten da und 88er.

    Kann ich einfach jeden dritten Tag eine 88-er nehmen und das dann mal ein paar Wochen lang beobachten?


    Oder doch besser vorher nochmal zur Blutentnahme für Vergleichswerte?
    (Den eigentlich angesetzten Termin letzte Woche musste ich absagen.)

    Dazu habe ich Hausärztin UND Nuk befragt. Hausärztin sagte, unbedingt nach drei Monaten pausieren, Nuk sagt, ich könne es durchgehend nehmen, wenn es mir damit besser ginge.

    Ich habe nicht wirklich einen Unterschied festgestellt, bei 100, wenn ich ehrlich bin. Und ich muss es selbst zahlen und es ist finanziell hier immer eng.

    Mir wurde außerdem gesagt, es habe nichts mit der Umwandlung zu tun, sondern würde der Entzündung entgegenwirken, aber wenn halt auch nur, wenn akut eine Entzündung da sei.


    Lie Naja, es gibt da so einen statistischen Richtwert, wenn ich das richtig verstanden habe. Sowas wie "die Mehrheit aller Patienten fühlt sich mit Gewicht mal 1,5 in LT" wohl. Meine Hausärztin meint eben, dass auch diese Angaben von Normaldosen bei Medikamenten immer auch von Durchschnittspersonen mit Durchschnittsgewicht, etc ausgingen, und das deshalb wegen meines deutlich geringen Gesichtes bei mir grundsätzlich alles eher zu viel wäre.

    Bei mir wird, weil ich noch nicht stabil eingestellt bin, sogar noch zwei Mal jährlich geschallt.


    Danke die.lumme für die Erklärung. Das macht Sinn. Ich bin seit 2015 mit Einstellung beschäftigt. Ich konnte nur in 6,25-er Schritten einschleichen, bis 25 erreicht waren, das hat ein gutes halbes Jahr gedauert. Danach wurde dann nur ganz vorsichtig erhöht, weil ich mir nie ganz sicher war, ob viele Symptome von der Schilddrüse kommen oder doch psychisch bedingt sind (da gibt es auch eine Erkrankung) oder der Fibromyalgie zuzuschreiben sind. Und weil meine Hausärztin meinte, 75 wäre bei meinem Gewicht (44 Kilo) deutlich zu viel.

    Ich habe gerade erst ein Video mit Dummy-Tests gesehen, die dicke Jacken in den Kindersitzen anhatten. Die rutschten alle beim Aufprall aus den Gurten raus. Und der ADAC warnt, dass auch bei nur 16 Stundenkilometern, die durch dicke Kleidung zu locker sitzenden Gurte dann bei der Notbremsung oder dem Aufprall sehr tief in den Bauchraum einschneiden und dadurch Organe verletzen können.

    Ich würde den Schneeanzug ausziehen, oder alternativ bis zu den Knien runterziehen und im Auto Fleecejacke an. Dann beim Aussteigen obenrum wieder in den Anzug schlüpfen.

    Bis Dechslein zwei war, ist er noch ein bis zwei Mal pro Nacht aufgewacht, weinend, und konnte nur durch Getragenwerden wieder in den Schlaf finden.

    Jede Nacht.

    Danach wurde es besser: dazulegen bis er eingeschlafen ist. Was immer mindestens eine Stunde dauerte, während der er aktiv versuchte, sich an mir oder meinen Reaktionen wachzuhalten.

    Acht Stunden Nachtschlaf waren das Maximum, häufig wochenlang unterbrochen von ein bis dreistündigen Wachphasen.


    Inzwischen - schon seit mehr als einem halben Jahr - wird er abends ins Bett gebracht, es gibt noch eine Geschichte und Kuscheln, dann bleibt er alleine, spielt und entspannt, bis er einschläft.

    Er schläft durch. Zehn bis elf Stunden, jede Nacht.
    Er wird morgens gut wach und hat gute Laune.

    Und an den Wochenenden kann ich ausschlafen, er spielt nach dem Aufwachen alleine, und weckt mich, wenn er Hunger bekommt, falls ich dann noch im Bett herumlümmele.

    Ich liebe es!

    Mein Haarausfall ist nach nur einer Woche auf LT75 dermaßen zurückgegangen, dass ich wirklich erstaunt bin. Ich dachte immer, wenn Haare ausfallen, dann liegen die Ursachen dafür Monate in der Vergangenheit, und habe mir nicht recht vorstellen können, dass sich das, wenn die Ursache eine Unterfunktion ist, so deutlich in so kurzer Zeit ändern kann. Ich bin auch antriebsgesteigert, mene Verdauung funktioniert wieder besser.


    Meine Augen sind aktuell sehr trocken, aber das hatte ich bei der letzten Erhöhung auch vorübergehend.

    Kann jemand günstige Tropfen empfehlen? Ich brauche nichts ausgefallenes, es geht nur um gelegentliches Befeuchten.


    Grade bin ich zum ersten Mal wirklich davon überzeugt, dass mein NUK so auf Erhöhen drängt. Und ich bin gespannt, ob ich in ein paar Wochen wieder in ein Loch falle. Das ist bisher nach jeder Erhöhung passiert - direkt nach der Erhöhung ein paar Tage lang sehr neben der Spur und gereizt, dann einige Wochen lang alles wirklich top, dann, wenn man die nächste Blutkontrolle machen kann, plötzlich wieder deutliche Symptome. Deshalb habe ich auch immer daran gezweifelt, dass Erhöhung was bringt, weil ich davon ausging, dass in der Zeit, bis der neue Spiegel im Blut stabil erreicht ist, eher zu wenig Thyroxin zur Verfügung steht, weil die Schilddrüse erstmal viel weniger produziert.

    Oder sehe ich das falsch, und in den ersten vier bis sechs Wochen nach Erhöhung hat der Körper mehr als die aktuelle Dosierung?

    Mein Nuk schallt ungefähr einmal im Jahr.


    Und als ich letzte Woche da war, habe ich gebeten, zusätzlich zu den SD Werten auch Vitamin D und Ferritin(speicher) zu nehmen. Geht problemlos. bei der Hausärztin müsste ich alles selbst zahlen (inklusive freie SD Werte, auch bei neuer Dosis zur Kontrolle) und das, obwohl Vitamin D letztes Jahr extrem unter dem Referenzwert lag.

    Jetzt bin ich auf die Ergebnisse gespannt.


    Er meinte, meine Müdigkeit, der massive Haarausfall und so ein paar andere Probleme wären für ihn eindeutig UF und anscheined würde mein Bedarf schneller steigen, als ich erhöhe. Ich bin jetzt bei 75, in sechs Wochen wieder Kontrolle, und er meint, wir erhöhen jetzt mal konsequent, bis es mir besser geht.

    Bei "Karies heilen" geht es viel darum, dass bestimmte Nährstoffe die Zähne dabei behindern sollen, wichtige Mineralien aufzunehmen und dass das dann bei Karies eben zusätzlich schadet.

    Ob das stimmt, weiß ich nicht und Einschränkungen in der Ernährung wären bei einem so kleinen Kind auch gar nicht umsetzbar gewesen.

    Xylit ist halt super, weil es Bakterien killt. (Für den Darm kann das unter Umständen weniger super sein, das sollte man im Hinterkopf behalten.)

    Wir haben hier üblen Karies an den Milchzähnen (acht Stück befallen, die Vorderzähne stark) ein halbes Jahr lang in Schach gehalten, damit die Sanierung unter Vollnarkose nicht vor dem zweiten Geburtstag gemacht werden muss.

    Der Karies hat sich nicht tiefer gefressen, sondern es ist beim Anfangsbefund geblieben.



    Wir haben:

    - komplett auf Süßigkeiten verzichtet, Joghurt etc selbst angerührt mit Xylit, Obst und alles mit Obst ein Mal am Tag gegeben statt in vielen kleinen Portionen über den Tag verteilt

    - ab und zu Xylit aufgelöst und damit die Zähne geputzt (bei älteren Kind würde ich mit Xylit pur spülen lassen, das löst sich im Mund ganz fix auf)

    - Nach dem Essen die Zähne mit Wasser gespült (also Wasser trinken lassen)

    - zwischen Mahlzeit und Zähneputzen streng auf einen Abstand von mindestens 20 Minuten geachtet

    - nicht öfter als zwei Mal am Tag Zähne geputzt (weiß nicht, ob die Empfehlung bei einem 14-Jährigen anders wäre)

    - Aufbaukalk

    - GC Tooth Mousse

    - naturbelassener Lebertran mit Zimtaroma (schweineteuer das Zeug und schmeckt eklig, aber Dechslein hat es nachdrücklich eingefordert. Als die Zähne saniert waren, hat er es verweigert. Ich hab noch welches hier, könnte mal schauen, ob das noch gut ist, wenn du möchtest.)



    Wegen Zahnspange möchte ich aus eigener leidvoller Erfahrung noch sagen: vorher auch abklären, ob Zähne gezogen werden müssen, damit der Kiefer sich neu ordnen kann UND Kiefergelenk mit in Betracht ziehen.

    Wurde bei mir beides nicht gemacht. Nach Entfernen der Spange verschob sich alles wieder zurück und mein Kiefergelenk wurde dauerhaft geschädigt.

    Also mich erinnert der Schwerbehindertenausweis in erster Linie an meine Benachteiligung und daran, wie wenig anerkannt es überhaupt wird, benachteiligt zu sein.

    Ich muss immer dermaßen kämpfen, um jedes Prozent - jetzt gerade soll ich ja meine gesamten Rehadaten offenlegen, um den Ausweis verlängert zu kriegen, obwohl da nur sehr viel privates über Herkunftsfamilie und Kindheit, aber nichts für die im Ausweis festgehaltene Erkrankung steht.


    Hier ist es auch nicht so, dass ich eine Ermäßigung auf die öffentlichen Verkehrsmittel kriege, schon gar nicht für 80 Euro im Jahr, aber nicht mal eine monatliche Ermäßigung, ich zahle fast 60 Euro. Jeden Monat. Um mobil zu sein.

    Auch Schwimmbäder, Indoorspielplätze, Kletterhallen ... sowas alles, ermäßigt nicht.

    Das einzige Hallenbad hier nimmt 8 Euro für drei Stunden - inklusive Umziehzeit. Und das auch nur unter der Woche. Am Wochenende sind es 11.

    Das Programmkino hier gibt noch Ermäßigung.

    Und Kultur? Beim Theater ist es so, dass man, wenn am Ende noch Karten übrig sind, die keiner haben wollte, dann bekommt man die mit Ausweis günstiger.

    Bei den Museen gibts glaube ich noch reguläre Ermäßigung. Aber das war's im Großen und Ganzen.


    Und diese Ermäßigungen, die gibt es auch nur ab einem Grad der Behinderung von 50. Und dazu muss man ordentlich eingeschränkt sein.

    Begleitperson frei nur, wenn man gar nicht ohne unterwegs sein kann - "im Schwimmbad nicht alleine" zählt nicht. Oder "unter Menschenmengen (Kino/Theater) nicht alleine" zählt nicht.

    Diese 80 Euro im Jahr Nahverkehrssache, die gibt es nur, wenn man gehbehindert ist. Nicht, wenn man sich aufgrund der Einschränkung nicht in der Lage sieht, den Führerschein zu machen. Nicht, wenn man aufgrund der Einschränkung nicht das Geld hat, den Führerschein zu machen oder nicht das Geld, um sich jeden Monat eine Busfahrkarte für 60 Euro zu leisten. Nicht, wenn man Gefahr läuft, sich zu Hause einzuschließen und gar nicht mehr unter Leute zu gehen, weil die Hürde zu groß ist.

    Selbiges gilt für die Befreiung von der GEZ für Fernsehen oder Internet. Das bekommt man nicht, wenn man aufgrund seiner Einschränkung Kontakte lieber übers Netz pflegt, das anders vielleicht kaum oder nur unter unverhältnismäßiger Anstrengung schafft. Man bekommt es auch nicht, wenn man sich Kultur besser im Fernsehen reinziehen kann, als auf gut Glück mit der 60 Euro scheiß Busfahrkarte zum Theater zu fahren um mal zu sehen, ob am Schluss noch Karten übrig sind, die keiner will.


    Dieser Nachteilsausgleich ist viel zu sehr "Wir müssen ganz arg drauf achten, dass der Mensch ja keine Vorteile geschenkt bekommt".

    Stell dich nicht so an - das geht auch irgendwie anders - so lange es noch irgendwie anders geht - dir geht es weniger schlecht als - deine Benachteiligung ist nicht schlimm genug

    sagen mir Menschen, die nicht in ihrem alltäglichen Leben - in ihrer Lebensqualität - durch angeborene oder als Schädigungen zurückgebliebene Merkmale behindert sind.


    Ich würde auch keinen "Schwer-in-Ordnung"-Ausweis wollen. Ich bin nicht schwer in Ordnung. Ziemlich viel vom dem, was mit mir ist und wie jetzt damit umgegangen wird, ist überhaupt nicht in Ordnung. Ich liebe mein Leben, aber es ist nicht "schwer in Ordnung", es ist schwer. Aufgrund meiner Einschränkung.

    Ich freue mich für das Mädchen, es sieht sich selbst so, und man hat ihr diesen Wunsch erfüllt.


    Trotzdem sagt eine zynische Stimme in mir: Klar. Hat ja auch keinen was gekostet.

    Mir gesteht keiner zu, dass mein Empfinden zu meiner Einschränkung, wo und wie und wie sehr ich mich eingeschränkt fühle - und wo vielleicht auch nicht - , in irgendeiner Form Berücksichtigung findet.