Beiträge von Trin

    Hallo,


    "Es geht, wenn man nur will" finde ich auch furchtbar. Das klingt so locker flockig und unproblematisch. Man muss eben nur wollen und wer an seine Grenze kommt, der will halt nur nicht genug. So als ob es etwas mit persönlichem "wollen" zu tun hat, wenn man kein ausreichendes Auffangnetz oder gesundheitlich empfindliche Kinder hat.


    Es gibt sicher viele Familien, die sagen können "Ja läuft prima, wir packen das gut und es geht uns allen blendend damit, Eltern, Kindern, Partnerschaft... alles Bestens". Beneidenswert.


    "Es geht irgendwie, wenn es muss - wenn auch mit großen Abstrichen" trifft mMn aber eben auch häufig zu - und manchmal eben nicht mal das. Egal, ob das an der individuellen Kraft, an der vorhandenen Unterstützung im Umfeld, den Betreuungsgegebenheiten, Kinder, die sich in der tollsten Betreuung nicht für 10 oder noch mehr Stunden wohl fühlen, oder etwas ganz anderem liegt. Das kann man schlecht allein durch "wollen" verändern.


    Ich bin sicher, trotz zu dem Zeitpunkt dann eigentlich gutem Unterstützungsnetz wäre es bei uns ein echtes Problem geworden, wenn ich früher angefangen hätte zu arbeiten (mein jüngstes Kind war 5) oder Vollzeit statt "nur" 30 Stunden gearbeitet hätte. Denn erstens haben da die Großeltern selber noch gearbeitet und zweitens war ein Kind gesundheitlich nun mal gesundheitlich angeschlagen und schwere, blutige Allergieschübe bzw. heftigste Asthmaanfälle zu händeln, hätten sich die Großeltern bei aller Liebe und Bereitschaft nicht zugetraut.


    Da hätte alles "wollen" unsererseits nichts dran geändert.


    Spannend ist - geht ein Mann runter auf 30 Stunden, wird das als modern und partnerschaftlich und alles bejubelt. Arbeitet man als Frau "nur" 30 Stunden, dann ist man in der Meinung der Leute rückständig bis "faul", unabhängig davon, wie das Paar zu dieser Entscheidung gekommen ist.

    Hallo,

    Edit: Mir fällt grad ein, der Hort hatte mich damals bei meiner Großen, als sie in der 3. oder 4. war, mal angerufen (und das stinkt mir ja son bisschen, dass immer ICH die erste Ansprechpartnerin bin...wieso eigentlich nichtmal der Mann?), weil sie so blass sei und Schnupfen hätte#blink. Ich sollte doch bitte umgehend kommen und das Kind abholen. Das fand ich auch reichlich überzogen. Bei Fieber - ja, keine Frage. Aber blass und Schnupfen? Es war Erkältungszeit, alles rotzte und hustete...und blass ist mein Blondlings-Nordkind immer, das is nix neues.


    Hier wird üblicherweise der/die angerufen, der zuerst in der Liste steht, derjenige/diejenige gilt üblicherweise als Erst-Ansprechpartner.

    Es sei denn, es wird konkret anders gesagt, wenn die Kinder z.B. Papa-Woche und Mama-Woche haben oder es bei jemandem auf Arbeit einfach günstiger ist. Aber selbst dann kann es im Trubel mal untergehen, wenn eine Kollegin nicht da ist o.ä. und keiner kann von ca. 200 Kindern das alles im Kopf haben. Daher ist es am besten, es wird schriftlich in den Anruf-Listen vermerkt.


    Hier ist es aber auch üblich, daß die Eltern sich dann untereinander schnell austauschen, wer das Kind holt, oder ob sie eine andre abholberechtigte Person darum bitten.


    Wegen "ganz blass und wirkt krank" habe ich auch schon angerufen, wir dürfen kein Fieber messen und daher muss ich mich auf meine Einschätzung und die Aussagen des Kindes verlassen. Andersrum haben wir auch schon Anpfiff bekommen, weil wir NICHT angerufen haben, weil es uns nicht so schlimm vorkam und das Kind dann doch fieberte bzw. weil dann zur regulären Abholzeit der KiA schon zu hatte.


    Das ist so ein Fall für "Wie man´s macht, macht man´s falsch..." ;)


    Ansonsten - bei uns 1x Vollzeit im Schichtdienst, 1x 30 Stunden wäre es jedenfalls nicht wirklich ohne die Großeltern gegangen, allerdings waren es auch 4 Kinder und daher auch die 4-fache Wahrscheinlichkeit, daß eins krank wird + phasenweise häufige Asthmaanfälle, die im Kiga schwer zu händeln waren (weil das Medikament manchmal nicht anschlug).


    Was die Kraft angeht - das ist eine ganz andere Frage. Meine Kinder haben mir später mal gesagt, daß sie einen großen Umschwung in der Familienstimmung gemerkt haben, als ich wieder angefangen habe zu arbeiten, bedingt durch meine (geringere) Geduld, Kraft und Energie. Es war nivht wirklich "schlimm", aber eben anders...

    Ja, ich weiß, daß mir die Kraft fehlte, beides "abzuliefern", ich bin leider nicht der Typ, der das gut stemmt. Andere schaffen das gut, meine Bewunderung für jeden, der die Kraft und Nerven dafür hat. Aber was will man tun? Irgendwie musste es ja gehen, aber auch hier, ich denke ohne "Oma-Tage" wäre es noch schlimmer gewesen...

    Hallo,


    Ich bin letztens hier im Forum über den Titel


    "Folternde Großeltern" #eek

    gestolpert.


    Na ja, "fordernde" sind auch nicht toll...


    Vorhin irgendwo in einer Kinowerbung:


    "The Greatest Snowman" - oh, ist das etwa ein neuer Anna- und Elsa-Film?

    Ach ne, "The Greates Showman"


    (Die Kids auf Arbeit fahren grad voll auf Elsa und co. ab und singen das Schneemann-Lied rauf und runter, das färbt wohl ab ...)

    Hallo,


    Bei uns ist der Wert zumindest für uns Erzieherinnen bei Null bzw. heißt es "ideeller Wert", so viel ich weiß, gilt das für Lehrer auch.


    Wenn etwas drüber geht, müssen wir es lagern, einen schriftlichen Antrag beim AG stellen, der darüber entscheidet, ob wir es selber behalten dürfen, ob es anderweitig Verwendung findet oder zurückgegeben werden muss. Geld, Gutscheine und Alkohol sind grundsätzlich ausgeschlossen.

    Das wäre mir zu umständlich...


    Was das Buch angeht - ich sammle nette Abschieds-Karten und schaue sie mir tatsächlich gelegentlich noch mal an. Vor allem dann, wenn die Texte wirklich persönlich und ermutigend sind. So würde ich es auch mit einem Buch halten. Für eine Tasse hätte ich dagegen z.B. weniger Verwendung, da wir zu Hause sehr viele haben und es auf Arbeit keine Möglichkeit gibt, Kaffee zu trinken. So verschieden kann das sein.


    Kennt jemand aus dem Team die Lehrerin gut und kann ev. einen Tipp geben?

    Hallo,


    Bei Geschenken ist immer zu bedenken, daß Lehrer in den meisten Fällen nichts annehmen dürfen, was über einen "ideellen Wert" hinaus geht. Da würde ich mich vorher genau erkundigen.


    Also eher ein selbst gemachtes Abschiedsbuch der Kinder - jedes Kind gestaltet eine Seite über sich selbst, dazu ein nettes Schreiben der Eltern und es wird zusammengeheftet o.ä.


    Sachen wie Narzisse beschreibt, dürften auch als "ideeller Wert" durchgehen, da sie ja nicht der Lehrerin selbst sondern den nächsten Kindern zu gute kommen (nützt natürlich nur etwas, wenn sie nicht geht, weil sie schwanger ist oder in Rente geht o.ä., sondern eine neue Klasse übernimmt).

    Hallo,


    Natürlich stellt sie sich. Aber ich kann sie nicht für andere beantworten. Und ich kann weder Kindergärten in Arbeitsplatznähe schaffen noch Arbeitsstellen verlegen.


    Ich verstehe darum nicht, warum nun MIR derart harsche Vorwürfe gemacht werden. Die Frage war "Wie ist das bei euch" und nichts anderes habe ich beantwortet.


    Hier war es keineswegs einfach. Mein Mann arbeitete im unregelmäßigen Schichtdienst, den wir max. 4 Wochen vorher wissen und der sich auch jederzeit ändern kann, da sind Sachen wie Facharztbesuch o.ä. kaum vorausplanbar.

    Und auch ich muss jederzeit damit rechnen, daß mein AG am anderen Ende der Stadt einsetzt bzw. war es teilweise so. Nicht einmal meine Bitte, nicht in einem Bereich eingesetzt zu, wo ich täglich bis 16 Uhr und häufig bis 17 Uhr (was der Schließzeit der Kindereinrichtungen meiner Kinder entsprach) arbeiten muss, wurde respektiert (in anderen Bereichen hat man auch mal eher Schluss oder Gruppen sind mehrfach besetzt, so daß auch mal ausnahmsweise einer gehen kann, wenn z.B. das Kind krank wird, dann wären z-.B. Artztbesuche o. besser planbar gewesen. Da wo ich im Moment bin, war das schwer möglich, da "Ich gehe" immer bedeutete, "25 Kinder hängen in der Luft". Damit war klar, daß fast immer mein Mann von Arbeit gehen musste, weil er in ca. 20 Minuten da sein konnte.


    Und wenn ich ab morgens 6 Uhr Dienst hatte, war das auch fast immer ein Problem, daß einiges an Organisation brauchte (Dienst tauschen und dafür andere, meist ungeliebte Dienstzeiten übernehmen, die Groißeltern um Hilfe bitten, darum bitten, daß die Kinder bei Freunden übernachten...) , die 4 Kinder im Kiga-- und Grundschulalter alleine lassen, wäre für uns keine Option gewesen.


    Ich kenne die Probleme also durchaus.

    Hallo,



    Davon hatte ich nichts auch nur ansatzweise geschrieben, oder? #blink#confused#weissnicht

    Hallo,


    Kind krank über 12 - das Problem hatten wir immer mal mit unserem Großen. Klar, bei einem einfachen Infekt kommen sie auch mal ein paar Stunden alleine aus, aber wenn sie sich erbrechen, wenn sie hoch fiebern und vielleicht 8-10 Stunden keiner da ist? Oder wie beim Großen, wenn er Migräne hatte? Er war dann unmöglich dazu in der Lage nach Erbrechen ggf. das Bett neu zu beziehen oder auch nur, ins Bad zu wanken, um sich zu waschen. So kann man ihn doch nicht stundenlang liegen lassen, das würde in jeder Pflege zu Recht als Vernachlässigung gezählt! ...


    Ich hab mal bei der KK nachgefragt, die aufgezeigten Möglichkeiten waren:


    - AG bitten, ob man spontan einen Tag Urlaub bekommt (Der dann anderswo fehlt)


    - Bei langzeit-krank um (unbezahlte) Freistellung bitten (hat mein Mann mal gemacht, als ich mit einem Kind 4 Wochen im KH war - was das finanziell heißt, muss ich keinem sagen...)


    - oder "Wenn sie sich nicht selber um das Kind kümmern können, müssen sie es eben ins Krankenhaus geben, da ist es doch dann gut versorgt." Klar, ich schaffe meinen 12-jährigen morgens mit einer Migräneattacke ins KH, um arbeiten gehen zu können.... die werden sich freuen dort...


    Wir konnten es zum Glück immer mit Hilfe der Großeltern und Dienstverschiebungen regeln. Ansonsten wäre es schwierig geworden...

    Hallo,


    Auch Erziehersicht:

    Bei uns war die Personaldecke so, daß es oft schwer gefallen wäre, eine Erzieherin komplett rauszulösen, um sie im RTW mitzuschicken. Sicher wäre es irgendwie gegangen, hätte aber bedeutet, daß die anderen Unterbesetzt arbeiten. Etwas, was dir am Ende (wenn dann etwa passiert) keiner dankt, sondern ganz im Gegenteil, dann gibt es rechtliche Probleme ...


    Hier war es auch so, daß wir darum gebeten haben, daß jemand erreichbar sein sollte, der das Kind ggf. zeitnah abholen kann. Ja, wenn es nicht geht, geht es nicht, aber ein sich permanent übergebendes Kind oder ein Kind mit starken Schmerzen noch 2, 3 Stunden weiter zu betreuen ist für alle Beteiligten kein Spaß.


    Die Krönung war ein sehr hoch fieberndes Baby mit relevanter Vorerkrankung , dessen Mutter ich vor dem Mittagsschlaf informiert habe, daß es möglichst nach dem Mittagsschlaf abgeholt werden sollt. Gegen 17 Uhr war sie dann da. "Es ging eben nicht eher". Nun ja... natürlich... " dann ist es eben so"... aber wir haben tatsächlich mit uns gerungen, ob wir einen Notdienst informieren, denn wenn uns das Kind weggekippt wäre, wären wir dran gewesen (es hätte in der Situation tatsächlich keiner mitfahren können).


    Angenommen, ich würde länger als 30 min brauchen (mit Rad, Öffentlichen o.ä.), würde ich vermutlich ernsthaft überlegen, ob ich mir im Fall des Falles ein Taxi rufe. Sicher nicht bei "Kind fühlt sich nicht so recht wohl", aber bei "Kind ist gestürzt und hat starke Schmerzen im Handgelenk" oder "Kind hat einen Asthmaanfall und reagiert nur wenig auf die Medikamente" o.ä. schon.


    Wenn man auch mit dem Auto so lange braucht, nützt das ja nichts, aber ich war sehr froh, daß wir dann immer einen "Plan B" hatten. Zu wissen, daß ich im Notfall eine Stunde oder gar noch länger zu meinem Kind brauche und auch keine andere vertraute Person da ist, hätte mich tatsächlich bedrückt. Und ja, klar ist die Erzieherin vertraut - aber ich sie kann mit dem Kind nicht zum Arzt gehen (wenn es kein Notfall für die Rettung ist), muss nebenher noch 15 oder mehr andere Kinder betreuen usw.

    Hallo,

    Ihr habt hier so tolle Wissenssendungen genannt. Wo schaut ihr die denn?


    Wir hatten/haben keinen TV-Abschluss o.ä., aber hatten einen Videorecorder und einen DVD-Player. Teilweise hat der Opa Sendungen für die Kinder aufgenommen, teilweise haben wir uns DVDs mit aktuell interessanten Themen aus der Bücherei ausgeliehen.

    Hallo,


    Ich glaube für viele Kinder ist es in der Sprach-Wertigkeit erst mal die gleiche Kategorie wie "großer Bruder" oder "kleiner Bruder", Oma oder Ur-Oma, Frau von... oder Lebensgefährtin/Freundin von...


    Ob es tatsächlich einen negativen Beiklang hat, hängt wie gesagt vom ganzen Drumrum ab.

    Hallo,


    Gegen beides. Auch das Versiegeln ist ja nicht unumstritten.

    Putzen, gesunde Ernährung, 2x im Jahr Kontrolle, es gab nie etwas zu beanstanden (bis heute nicht, die Ältesten sind inzwischen erwachsen) . Lediglich bei einem Kind haben wir einmalig eine Fissurenversiegelung an einem durch einen Zahnschmelzdefekt angegriffenen Milchzahn machen lassen, aber der fiel bald darauf altersbedingt ganz natürlich raus, ich kann also nicht sagen, ob es etwas gebracht hätte.


    Am Ende muss diese Entscheidung jeder für sich treffen, aber wie gesagt, wenn ich einen medizinisch wirksamen Eingriff machen lasse, dann so oder so nicht in Reihenabfertigung.

    Hallo,


    Wie gesagt, ich erlebe es oft einfach als verwandtschaftliche Zuordnung. Obwohl ich zu einer Großtante immer Tante gesagt habe und sie sicher nicht weniger lieb hatte als meine sonstigen Tanten, hätte ich sicher jemanden, der sie "Tante" genannt hätte, auf "Großtante korrigiert. Einfach weil ich stolz drauf war, die Unterschiede verstanden zu haben.


    Ich denke, bei den meisten Kindern schwingt da tatsächlich keine (negative) Wertung mit. Aber wirklich wissen kann man das natürlich nur, wenn man das Drumrum kennt.

    Hallo,


    Warum sind dir die Stillpausen wichtig?

    Weil ich wirklich müde bin und schlecht gelaunt und das will ich einfach nicht mehr sein. Mein Kind hat eine glückliche Mutter verdient.

    Wäre es OK für dich, wenn der Papa in der Zeit abgepumpte Mumi oder Pre-Nahung anbietet?

    Da mein Mann jetzt in Elternzeit geht, wäre es auf jeden Fall eine Alternative, wenn es ohne Stille wirklich nicht geht.


    Dann würde ich davon ausgehen, daß du ein Recht auf deine Bedürfnisse hast - das Kind aber auch ein Recht auf seine.


    Also davon, das Kind im Moment nachts noch Nähe, Zuwendung UND die Nahrung braucht. Daher würde ich wohl erst mal versuchen, ob es vom Papa die Flasche nimmt, statt dem Kind gleich beides (Nahrung und Mamanähe) zu entziehen. Wenn es so deutlich protestiert, würde ich davon ausgehen, daß es das noch nicht schafft. Bei den von dir oben geschriebenen 10 Minuten wäre bei mir die "wir probieren es mal ohne"-Grenze auf jeden Fall schon lange überschritten gewesen.


    Zum Abhalten: Wir hatten eine Schüssel am Bett und das Kind hatte Sachen an, die man leicht wegschieben/runterlassen konnte. Also mit dem Kind kuschelnd im Arm auf die Bettkante setzen, es dabei in Position bringen, das bekannte Codewort sagen und schauen, was passiert. Es kann sein, daß es in den ersten Nächten ungewohnt war, aber es wurde schnell Routine.


    Irgendwann wollten meine Kinder wie am Tag zur Toilette gebracht werden, das haben sie durch eindeutige Pipi-Signale und Unruhe deutlich gemacht. Die ist hier eine Etage tiefer, aber selbst das war immer noch weniger belastend für uns alle. Kurz stillen zum wieder einschlafen war allerdings danach nötig bei uns.


    Alles Gute!

    Hallo,


    So etwas würde ich niemals in der Schule machen lassen.


    Wir haben uns informiert und dagegen entschieden (gute Zähne, putzen (lassen) in dem Alter kein Problem mehr, relativ gesunde Ernährung...) , aber wenn wir uns aus irgend einem Grund dafür entschieden hätten, dann wäre so eine Behandlung auf jeden Fall bei unserem Haus-Zahnarzt erfolgt und nicht als Reihenabfertigung in der Schule.

    Hallo,


    Ich bin keine Frostbeule und war früher diejenige, die stundenlöang mit bloßen Händen Schneebälle formen konnte, ohne zu frieren. Aber seit ein paar Jahren bekomme ich auch schon bei Plustemperaturen kalte Hände, die auch lange nicht wieder warm, werden. Lästig.


    Weh tut es zwar nicht direkt, aber die Hände fühlen sich steif und unbeweglich an (beruflich ist das bei mir total ungünstig) und sind eben einfach unangenehm kalt.


    Da hilft nur, rechtzeitig und auch für kurze Zeiten draußen schon richtig warme Handschuhe anzuziehen, auch wenn ich mir damit manchmal komisch vorkomme. Die dünnen Fingerhandschuhe reichen da leider nicht und am Handgelenk dürfen sie keinen engen Bund haben, sondern müssen eine lange, eher locker sitzende Stulpe haben.


    Ihn der Übergangszeit sind weiche Stulpen bis Mitte der Hand (gestrickt oder aus Fleece o.ä. genäht) bei mir eine gute Lösung, weil sie das Handgelenk warm halten, dann scheint es nicht (so schnell) so schlimm zu werden.

    Hallo,


    Ich kenne es von Arbeit auch, daß Kinder im Grundschulalter zeitweise betonen, daß ein Geschwisterkind ein Halb-Geschwister ist.


    Ich habe aber nicht unbedingt, daß Gefühl, daß es irgendwie mit einer Wertung zu tun hat, daß es irgendwie mit mit mehr oder weniger Bruder/Schwester sein.


    Ich habe eher das Gefühl, es gehört für die Kinder zu dem Prozess, in dem sie sich ganz allgemein mit Familienzusammenhängen beschäftigen. Die sind für manche Kinder ja ganz schön vielschichtig.

    Diese Oma ist Mamas Mama und diese Oma ist Papas Mama. Diese Tante ist Mamas kleine Schwester und das Kind von dieser Oma und dieser Onkel ist Papas Großer Bruder und das Kind von jener Oma und jenem Opa.


    Jan ist mein Papa, weil der von klein auf mit mir lebt und Tom ist mein Papi, weil er mich in Mamas Bauch gemacht hat. Und Lene ist die neue Frau meines Papis, aber eben nicht meine Mama.


    Da gibt es einfach eine Menge zu sortieren und da kann es sein, daß solche Bezeichnungen Orientierung geben. Genau so wie ein Kind auf Arbeit plötzlich von Stiefmama und Stiefpapa, ja sogar Stiefgeschwisterchen sprach, wenn es die neuen Lebensgefährten (bzw. deren Kind) der Eltern meinte. Ganz ohne daß auch nur ansatzweise eine negative Bezeichnung mitschwang. Es half ihm einfach beim Sortieren und war zuallererst mal einfach eine wertfreie Verwandtschaftsbezeichnung wie Onkel, Cousine, Nichte, Großtante...


    Halbbruder kann in dem Zusammenhang sogar eine positive Komponente haben - der neue Partner meiner Mama gehört selbstverständlich so sehr zu uns, daß das gemeinsame Kind natürlich auch mein (Halb)Bruder ist.