Beiträge von luxa-rosenburg

    Ich bin dann irgendwann an einem Punkt, wo es nur noch halb Spaß macht. Dann spiele ich inzwischen bewusst noch eine Weile weiter, damit ist dann der Jeeper für ein paar Wochen weg.

    Ich erinner mich aber an die Zeit zwischen Abi und Studienbeginn - das sind ja einige Wochen Leerlauf, da hab ich nächtelang gespielt und wurde nicht müde... Hach #augen

    Zum Nintendo kann ich nix sagen, aber als alte Gamerin hab ich großes Verständnis für den Sog. Kennst du das gar nicht, wenn dich etwas total aufsaugt? Eine Serie, die du bis zum Ende gucken musst, obwohl schon Nacht ist? Ein Buch das unbedingt bis zum Ende gelesen werden muss? Oder eine Tüte Chips, bei der du nicht aufhören kannst? So ist es, ein Spiel zu spielen das grade Spaß macht - mit dem Unterschied, dass es sehr viel länger dauern kann :P aber dafür auch sehr viele Glückshormone freisetzen kann.

    janos zumindest bei Dane hab ich das so verstanden, dass viele Verhaltensweisen dann eben anders beurteilt wurden, nachdem klar war, dass es ein Junge ist.

    Das kann ich umgekehrt ein bisschen bestätigen. Meine Tochter hat schlicht deshalb noch kurze Haare, weil sie lange Zeit gar keine hatte. Und rennt meistens neutral rum, weil wir kaum rosa haben, und die Kleidchen-Zeit ja jetzt erst anfängt. Da kommt im Bus oder auf dem Spieli tatsächlich oft "Na, Du bist aber ein typischer Junge", einfach weil sie gern klettert und eher wagemutig ist. Ich klär das dann in der Regel nicht auf, aber es ist schon auffällig.

    Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so genau warum Du so hochkochst und meinst, so viele verbale Spitzen abfeuern zu müssen #weissnicht 

    Ich habe nichts falsch wiedergegeben, sondern Deine Rückfrage zitiert und kommentiert. Und später zweimal erklärt, wie ich zu der Einordnung komme. Meine Frage, warum Du die Rückfrage gestellt hast, hast du nicht beantwortet. Musst du ja auch nicht, das ist völlig ok für mich.

    Puh ich fühl mich hier grade echt nicht mehr wohl... Wenn das Team recht hat, fühle ich mich irgendwie kollektiv gestalkt, falls jemand versteht was ich meine. Falls nicht, werden da grade Gräben gegraben die wohl kaum noch zuzuschütten sind... So oder so geht mein Vertrauen in diesen (subjektiv, ich bin nicht total blöd) geschützten Raum “Rabenforum“ grade massiv flöten.

    Danke für die Erklärung SunSee (und das Richtigschreiben meines Namens #zwinker )


    Was mir noch fehlt, ist die Erklärung, warum der "Kulturkreis" (das ist übrigens nicht grade eine Formulierung, die ich unter bereichernd einstufen würde) für die Frage bzw. die Antwort relevant sein sollte. Das ändert doch weder etwas an rheinländerins Einschätzung, noch an der deutschen Straßenverkehrsordnung, noch an der Art und Weise, wie rheinländerin das Thema klären sollte (bzw. inzwischen hat).

    Hättest Du geschrieben "Ist die Mutter Blondine?" wäre das meinetwegen auch eine aus Deiner Sicht neutrale, erfahrungsbasierte Zuschreibung und Rückfrage. Aber genauso irrelevant. Indem Du völlig ohne Anlass so rückfragst, wie Du das getan hast, bringst Du den Fokus auf die Herkunft der Eltern. Und zwar mit der Konnotation "Die kennen das halt anders, und sind (oft) nicht in der Lage, sich hier ausreichend anzupassen und die deutschen Verkehrsregeln zu akzeptieren". Wie ich vorhin schonmal schrieb: Das ist pseudo-verständnisvoll und zugleich abwertend und verallgemeinernd. Und es nimmt sämtliche hier autofahrenden Menschen, die in einem anderen Land Autofahrer-sozialisiert wurden, in Sippenhaft. Genau das ist in meinen Augen ein zentraler Punkt von Alltagsdiskriminierung und -rassismus. Die dicken Braunen, die laut gröhlen, sind nicht schwer zu identifizieren. Schwerer zu beackern ist das, was in unser aller Köpfen (ich nehm mich da überhaupt nicht aus, ich denke sehr viel an dem Thema rum) festhängt und dann eben hier und da durchkommt, ob im Denken oder im Handeln.

    Ich bin da deshalb anderer Meinung als Du, was die Rassismus-Keule angeht. Ich möchte meinen Filter nicht dämpfen und solche Aussagen wie Deine überlesen, weil ich dem "wirklichen Rassismus-Problem" damit keinen Gefallen täte. Ich bin eher der Meinung, man sollte auf solche Denkmuster hinweisen, wenn man sie wahrnimmt, egal ob im Kleinen oder im Großen. Davon können doch eigentlich alle Beteiligten nur profitieren.

    SunSee ich habe Dich nicht als rassistisch beschimpft, lass doch bitte die Kirche im Dorf. Ich habe darauf hingewiesen, dass Deine Schlussfolgerung rassistisch war, und dabei bleibe ich auch. Wer da auf welche Züge aufspringt oder nicht ist mir dabei herzlich gleichgültig. Wie Du zu Deiner Frage gekommen bist, interessiert mich dennoch, vielleicht erklärst Du es ja doch noch.

    Schlehe, da geht es schon ganz stark um körperliche Merkmale. Die Betroffenen haben oft das Gefühl, "falsche" körperliche Merkmale zu besitzen. Dass die dann operativ "korrigiert" werden sollen finde ich nachvollziehbar. Die manchmal sehr starke bis z.T. übertriebene soziale Rolle (ich denke, das meinst Du mit dem Ballett und Glitzerkleidchen) muss natürlich lange Zeit sehr viel kompensieren, die Betroffenen kommen ja fast immer aus einer jahre- oder jahrzehntelangen Leidensgeschichte, in der sie als Person des falschen Geschlechts wahrgenommen und behandelt wurden. Ich finde, wenn man mal versucht, sich da reinzufühlen - Du weißt, dass Du eine Frau bist, fühlst Dich ganz klar so, hast aber nunmal einen Penis, Hoden, Bartwuchs und eine tiefe Stimme - da landet man ganz schnell in genau dem Mechanismus, den Du beschreibst: man nimmt ganz massiv die gesellschaftliche Rolle des eigentlich richtigen Geschlechts an, auch mit Klischees und z.T. Überzeichnung. Irgendwo muss die Sehnsucht nach dem richtigen Körper ja erstmal hin...

    Meine Einschätzung dazu ist eine andere. Ich denke, wir alle sind von kulturellen Normen und Werten geprägt und agieren nicht frei von kulturellen Einflüssen. Ich verhalte mich auch in diversen Umgebungen unbeabsichtigt auffällig, weil mir die kulturellen Üblichkeiten der Umgebung wenig vertraut sind. (Mit Umgebung meine ich gar nicht nur ein anderes Land, sondern z. B. soziale Schichten, Fachkulturen, Unternehmenskulturen, religiöse Kontexte usw.) Vielleicht bin ich da zu sehr Soziologin, aber für mich kommt das Beobachten und Beschreiben von Differenzen nicht einer Bewertung und Hierarchisierung gleich, sondern es hilft mir, Anhaltspunkte für einen gelingenden Umgang miteinander aufzutun.

    Das sehe ich gar nicht anders - klar sind wir geprägt davon. Aber Du hattest etwas beobachtet und beschrieben. SunSee dagegen hat daraus etwas geschlussfolgert, das in meinen Augen (und in Deinen ursprünglich wohl auch, sonst hättest Du es vermutlich erwähnt) gar nicht relevant , und noch dazu vorurteilsbehaftet und negativ war. Das war durchaus eine Hierarchisierung.

    In dem Fall war wirklich kein Unrechtsbewusstsein gegeben. Welche Gründe das haben könnte, interessiert mich wenig. Statistische Signifikanz halte ich bei der Fragestellung auch nicht für erforderlich, da reichen mir persönliche Beobachtungen. Der anderen Mutter ist offenbar die Nutzung eines Kindersitzes kaum wichtig, mir hingegen sehr. Ich werde nach einer Lösung für die Zukunft suchen und diese dann freundlich kommunizieren. Kind und Mutter machen einen sehr sympathischen Eindruck, gerade deshalb möchte ich einen Weg finden, der niemanden vor den Kopf stößt.

    Das bestreite ich auch gar nicht, und dass die Sache an sich sehr schief gelaufen ist, habe ich auch nirgendwo angezweifelt, da würde ich genauso die Wände hoch gehen. Aber das hat nichts mit dem "Kulturkreis", der Nationalität oder sonstwas zu tun sondern schlicht mit der Person selbst. Genauso irrelevant ist doch die Herkunft für die Frage, wie Du damit am besten umgehen kannst (ausreichende Sprach-Gemeinsamkeiten mal vorausgesetzt, aber wenn es die nicht gäbe hättest Du das ja sicher erwähnt).

    Ich reagiere ziemlich allergisch auf solche oft pseudo-verständnisvollen Aussagen a la "Ach ja, das kenn ich, die sind halt so", das wollte ich damit deutlich machen. Sonst nichts. Ich hoffe ihr könnt das im Gespräch gut klären!

    Äh doch Mrs. Murphy das ist ein ziemlich prototypisches Vorurteil, sofern Du nicht den kompletten Tag in ganz Deutschland am Fenster hängst, zählst und statistisch signifikante Unterschiede festhältst.

    Ich schreib hier heute nicht mehr weiter, sonst kann ich wieder die ganze Nacht nicht schlafen. Aber aus "Mein Kind wurde ohne Kindersitz transportiert" zu schließen "Aha, da war kein Unrechtsbewusstsein vorhanden, das war doch bestimmt "ein anderer Kulturkreis"" ist für mich schlichter Rassismus. Und den lasse ich nicht unkommentiert stehen, denn er ist scheisse. Vielleicht denkst Du ja mal drüber nach was Du da geschrieben hast, SunSee


    Gute Nacht, ich bin hier für heute raus.

    Oh, da wäre ich auch aufgeregt. Schwierig, deine Beschreibung lässt irgendwie kein Unrechtsbewusstsein vermuten, wahrscheinlich haben die Eltern/die Mutter da einfach unbedarft gehandelt. Anderer Kulturkreis?

    #blink ähm? Mich irritiert Deine Schlussfolgerung grade ziemlich. Haben Eltern aus anderen Kulturkreisen kein Unrechtsbewusstsein?

    Ich bin faul und unterschreibe auch bei Trin, mit einer Ergänzung: bei meiner Tochter (2) hilft es oft, sie ein bisschen verbal zu pushen. Also “Hey, wow Du strengst dich grade aber richtig an! Super machst du das! Gleich hast du es geschafft!!“ sie hat sehr viel Ehrgeiz und lässt sich so gut unterstützen.