Beiträge von Nachtkerze

    Es ist nicht nur eine Studie, sondern sehr viele Studien haben einen Zusammenhang festgestellt. Du kannst ja selbst einfach mal nachlesen ;-) Den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalitaet brauchst du mir nicht erklaeren. Wirklich nicht ;-) Das warum ist nicht so klar, das vaginal Mikroklima ist eine Theorie unter anderen.


    Ich habe vor ein paar Jahren einen Vergleich gelesen, dass die Menschen bei uns heute weniger Kalorien essen als in den 70ern, insbesondere weniger Fett, sich aber im Durchschnitt eben auch noch deutlich weniger bewegen.

    Das kenne ich auch so, und auch, dass man seither viel mehr Kohlenhydrate gegessen hat, weil ja Fett ganz ganz boese wurde, was man ja heute wieder anders sieht.

    Es gibt doch Studien die gezeigt haben, dass ein Kaiserschnitt das Übergewichts Risiko des Kindes verdoppelt. Ist halt so. Risiko heißt doch nicht, dass es auf jeden zutrifft, aber auf manche. Und einzelne Gegenbeispiele aendern die Statistik auch nicht.


    Sommerwind . Das meinte ich. Das was Menschen heute weniger an weißem Zucker essen, machen sie bestimmt wett mit den anderen suessungsprodukten. Das geht doch einher mit gemuesechips, die nicht wirklich gesuendee sind, aber halt so tun als ob, oder der muesliriegel statt dem schokokeks, ist eher noch kalorienhaltiger.



    Zur Bewegung unserer Kinder. Ich glaube ja, dass wir unseren Kindern durchaus mehr Freiraum geben koennten. Die Zeiten sind sicher, in anderen Industrienationen, Japan zB, fahren auch schon kleinste Kinder alleine mit unähnlich und Bus oder gehen einkaufen. Aber es ist dort normal. Hier haben die Kinder erst viel späterer diese Freiheiten. In meiner Kindheit dürften wir ab 4 alleine in den Kindergarten laufen. Mit gefährlicher Straße und 1.5km Laufweg. Aber da das alle machten, war das kein Problem. 10 Jahre aparter ging das schon nicht mehr und es galt als unmoeglich und nicht machbar.

    Meine Kinder sind noch nicht so alt, in soweit fehlt mir da wirklich die Erfahrung. Aber ich begleite ihr Lernen gerne, und sie lassen sich bisher auch sehr gut begleiten. Beide auf sehr unterschiedliche Art und Weise. Ich denke auch, dass das Lernen im klassenverband ganz anders funktioniert, als das Lernen daheim. Vielleicht moegen Paedogogen deshalb kein Homeschooling betreiben. Wobei in unserer Homeschoolingcommunity in den USA sehr viele LehrerInnen waren.

    Vielleicht sind meine Kinder noch nicht alt genug - aber ich habe keine Probleme damit sie beim Lernen zu unterstuetzen. Ich unterrichte gerne, und habe mir da viel beigebracht an didaktischen Faehigkeiten. Wobei meine Erfahrungen sich auf Kindergruppen und Klassen und Studenten beschraenkt. Und das Homeschooling meiner eigenen Kinder. Der Gedanke, dass Eltern keine Lehrer sein sollten oder koennen, ist fuer mich was deutsches und ist im anglophonen Raum nicht so anzutreffen, wo homeschooling erlaubt ist und praktziert wird. Ich denke, da fehlt vielen einfach die Vorstellung und Vorbilder, wie man das machen kann.

    Wir sind noch ein bisschen am Feintuning: dass man "Arschloch" nicht zwingend im Hort während dem ruhigen Spiel schmettern sollte, muss sie noch üben...

    Wobei ich dann immer wieder ueberrascht bin, was fuer Lieder in Europa im Supermarkt/Laden als Hintergrundsmusik laufen, da schlackern mir manchmal die Ohren und meine Kinder fragen nach, was das alles heisst, und warum das ok ist so zu singen....

    Alusra Der Zuckerkonsum ist in den letzten 10Jahren in Deutschland etwas zurueckgegangen, ist aber immernoch hoeher als in den 70ern. Dazu kommt, dass man heutzutage ja gerne auf Alternative Suessungsmittel ausweicht - HOnig, Agave, Ahornsirup etc. Statistiken spukt google aus.


    Der BMI geht seit Jahren stetig nach oben, auch bei Kindern. Kinder koennen sich heute weniger geschickt bewegen und haben weniger Ausdauer - auch dazu gibt es Studien. Und meine Kindheitserfahrungen stimmen nicht mit deinen ueberein. In soweit, scheinst du etwas in einer Insel zu leben.


    Kleidungsgroesse 38 im Jahre 2017 ist nicht gleich der Kleidungsgroesse 38 im Jahre1975 - schon mal Vintagekleider gekauft? Die Industrie passt sich dem Frauenkoerper an. Und frauen wollen immer kleinere Kleidungsgroessen kaufen.

    Ja, Kindergarten ist hier verschulter, aber es wird auch ganz gezielt Bewegung gemacht. Bewegung ist eben auch Teil der Verschulung. Mein Eindruck ist, dass es in Deutschland das Angebot gibt, aber es wird nicht weiter ermutigt. Mag das Kind nicht, dann eben halt nicht.

    Auch bei der Schule seh ich keine krasse Verschlechterung was Bewegung betrifft, auch eher Verbesserung zu meiner Kindheit.

    Ich finde den Sportunterricht deutlich waschiger und weniger fordernd; wobei das ein Ei und Henne Problem ist. Ist der Sportunterricht schlechter, weil die Kinder schlechter sind, oder weil die Lehrer weniger fordern? Oder habe ich dich jetzt falsch verstanden?

    Ich war die einzige meinem Physik LK und weder vor mir noch nach mir gab es ein Maedchen. Das war damals (im Westen) nicht normal. Es wurden viele daemliche Witze gerissen, bring doch nen Kuchen mit, mach mal nen Kaffee. Und wer war fuer die Protokolle zustaendig? Im Studium ging es dann aehnlich weiter....

    Da war ich unklar. Sorry. Ich habe mich anfangs vorsichtiger ausgedrueckt, weil ich mir nicht wirklich sicher war, dass es nur Frauen sind, aber ich kann mich wirklich an keinen einzigen Mann erinnern, der mir je gesagt hat, wie schwierig Mathe ist und was fuer ne Niete er in Mathe war. Und irritierend war und ist fuer mich auch, wenn dabei noch ein gewisser Stolz und eine Selbstverstaendlichkeit miteinhergeht. Ich kann das gar nicht so gut in Worte fassen, was das fuer Gespraeche sind und wie die laufen.

    @Katermaeuschen, ich hoere diese Saetze hauptsaechlich von Frauen und Muettern und die Saetze sollten ein Beispiel oder auch ein moeglicher Grund dafuer sein, warum Maedchen sich weniger Mathematik zu trauen. Ich hoere so etwas nicht von Maennern. Ich kann mich an keinen Mann erinnern, er mir mal sagte "Mathe konnte ich noch nie". Frauen dagegen gibt es wie Sand am Meer. Und dieses Bild vermitteln sie dann als Muetter an ihre Toechter weiter.


    Was denkst du denn, warum es so viele Maedchen gibt, die sich keine Mathe zutrauen und das schon mit 5-6Jahren?

    Sakuko gut, ich kenne Menschen mit Leserechtschreibschwaeche, die sowas sagen. Aber vielleicht ist mein Umfeld doch nicht durchschnittlich? Ich frage mich ja manchmal, wie die Menschen in Island mit dem Thema umgehen - dort ist es doch ziehmlich gleich wie viele Maedchen und Jungen Mathe moegen und koennen.

    Sakuko das glaube ich nicht. Ich habe sowas noch nie zum Thema Aufsatz schreiben gehoert, oder Buecher lesen. Ich lese viel und las ohne Kinder noch viel mehr und noch nie habe ich von jemanden gehoert "Lesen ist einfach nicht mein Ding", oder "im Lesen war ich noch nie wirklich gut". Oder auch in den Homeschooling Communities gibt es so viele Muetter, die sich vor der Mathe fuerchten. Grundschulmathematik! Ich versteh's nicht, das ist reine Arithmetik, und keine Zauberei. Und ich denke durchaus, dass das an die Kinder, besonders Maedchen weitergegeben wird.


    Und Hochschulmathematik ist ja nochmal was ganz anderes als Schulmathematik. Das eine hat mit dem anderen recht wenig zu tun.

    Neulich hab ich mich mit einer Kollegin unterhalten, die (wie ich bis dato nicht wusste) auf einer Mädchenschule war.

    Sie meint, in ihrer Klasse waren die allermeisten Schülerinnen auch der Überzeugung "Mathe kann ich eh nicht."

    Es gab da doch neulich eine Studie, dass selbst 5-6jaehrige Maedchen sich viel weniger zutrauen in Mathe als Jungen. Ich denke, es ist kulturell vorgepraegt. Und wenn ich daran denke, wie oft ich selbst gehoert habe "man, du studierst Physik, das habe ich noch nie kapiert", oder "mathe war nie mein Ding", auch von studierten Frauen, dann wundert mich das nicht, dass die Maedchen auch heute noch so denken.

    Ich bin in meiner Kindheit 10km zum Sport, 14km zum Musikunterricht mit dem Rad gefahren, einfach. War damals so normal. #weissnicht Heute ist es das aber nicht mehr. Ich sehe das ja in meinem Umfeld, hoere das von meinen Nichten, sehe es auch an meinen Kindern. Die meisten Kinder werden zum Fussball gefahren, auch wenn man das gut erlaufen kann (2km einfacher Weg).


    Ich beobachte auch, dass Kinder im Kindergarten mehr sitzen. Spielplaetze werden mehr begleitet, Kinder werden zu Freunden gefahren, wo sie frueher selbst liefen. Das Leben ist nicht gefaehrlicher geworden, die Menschen sind aengstlicher geworden. Auch beobachte ich, dass wenn beide Eltern arbeiten, dann werden die Kinder zum kidnergarten gefahren, weil wer hat dann schon Zeit vor der Arbeit und nach dem Feierabend 20-30min nach Hause zu laufen, und wenn man eh schon mal im Auto sitzt. Ich wuerde meine Kinder auch eher fahren, als sie 10-14km Radeln zu lassen. Macht man heutzutage halt nicht mehr so. Aber es fuehr eben auch dazu, dass man sich weniger bewegt.



    Es gibt doch auch Studien, die genau diesen Trend belegen. Kinder bewegen sich weniger, sind weniger draussen, sind ungeschickter. Signifikant.

    Ein Punkt ist auch, mehr Kaiserschnitte. Den Kindern fehlt die Bakterienbesiedlung durch die Mutter und das macht sich auch im Darm bemerkbar. Hier ist eins von drei Kindern kräftiger und zwar das was per KS geholt wurde.

    Langzeitstillen wirkt dem Effekt wunderbar gegenueber. Aber wer schafft das schon?


    ODer die Ausmerzung des Helicobacter pylori. Die Vielgabe an AB, die durchaus auch zur Gewichtszunahme fuehrt.

    Wobei ich ja finde, dass die ganze Eltern-Kind Sport Angebote nicht der normalen Alltagbewegung entgegenstehen sollten. Und wenn es dann normal wird, dass beim Sport hinterher noch ein Snack gereicht wird, oder Schorle (statt Wasser) dazu getrunken wird. Schulsport wird auch immer weniger anspruchsvoll (oder koennen die Kinder sich weniger gut bewegen?) Die Kinder werden zum Sport gefahren, wo man frueher mit dem Rad hinfuhr. Bei Hitze wird der Sport gestrichen, bei Regen und Kaelte auch, bei Erkaeltungen etc. Es sind so viele Ausreden, die wir den Kindern vorleben, warum es ok ist, sich nicht zu bewegen. Dabei sind alle Kinder zwischen 1.5-3 gerne am Rennen, Tanzen und Springen.Aber wir Eltern scheinen es ihnen auszutreiben. Vielleicht auch, weil sie im Kindergarten mehr sitzen?

    Liano, Lego und Duplo sind toll. Aber seit der Legofriendseinfuehrung erlebe ich mehr und mehr, dass das alte Lego jetzt Jungenslego ist und nur das rosapinke Legofriends fuer Maedchen ist. Und das finde ich schon schade. Und Legotechnik ist vorwiegend fuer Jungens gedacht, dabei koennte man das problemlos neutraler halten.