Beiträge von Myrte

    Was ist denn dein Eindruck von der Arbeit? Also unabhängig von der Note?


    Meine mittlere kam von der Grundschule mit einer Mathe 1, hatte in der 5. Klasse dann in der ersten Ex eine 2+ und dann in der Schulaufgabe ne dicke 5!


    Aber als ich mir die Schulaufgabe angeschaut hab, war ich dann ehrlich gesagt nicht weiter beunruhigt. Denn es war klar, dass sie den Stoff konnte, aber mit der Aufgabenstellung überfordert war (plus etliche grässliche Leichtsinnsfehler). Und das kann und muss man halt genauso üben wie das Rechnen an sich...


    Ich erinnere mich auch noch, dass ich manchmal bei neuen Lehrern erstmal kapieren musste, was sie wollen in den Arbeiten...

    Talpa ja, ich sehe das auch so! Obwohl ich meinen Mann für einigermaßen emanzipiert halte, rutschen wir auch immer wieder in so Sachen rein, z.B hat er eine Aufgabe angenommen, bei der er zwei Wochen auf Dienstreise ist OHNE MICH ZU FRAGEN! ;)


    Er hätte das ohne weiteres absagen können, es zu machen ist aber gut für seine Karriere. Für viele ist sowas selbstverständlich, aber ich erwarte tatsächlich, dass er das vorher mit mir bespricht, weil es ja bedeutet, dass ich zwei Wochen lang kürzer treten muss.


    Und ich hab auch gerade einen Leitungsjob wegen Reisetätigkeit ausgeschlagen, obwohl ich sehr nette Stupser bekam, dass ich ja so gut dafür geeignet wäre und man mir den Job gerne geben würde.


    Aber eben, der Preis wäre mir zu hoch.

    Niemand von uns kann dauerhaft über seine Grenzen hinausgehen und permanent performen.


    Dieses individuelle und partnerschaftliche Austarieren von Familie und Job und Organisation ist allerdings definitiv anstrengender als eine klare Rollenverteilung!

    Ich hatte den Namen vorher tatsächlich noch nicht gehört und bekam beim lesen des Wikipedia Artikels eine Gänsehaut!


    Das muss eine sehr beeindruckende Frau gewesen sein!


    #kerze

    ainu das ist schon richtig, dass es durchaus gesellschaftlich hinterfragt werden kann, warum es so viele Hausfrauen und so wenige Hausmänner gibt.


    Das bringt aber dem Individuum nichts, denn Fakt ist: Männer verdienen mehr Geld! Und die einzelne Familie kann es sich nicht leisten, auf das „mehr“ zu verzichten.


    Trotzdem plädiere ich dafür, nicht nur das Gehalt auf dem Lohnzettel zu sehen, sondern auch zukunftsorientiert zu denken: nicht nur Rente, sondern eben auch im Fall von Trennung, Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit des Partners... ist es wichtig, dass Frau im Berufsleben ist. Und dafür darf es auch mal für die Männer unbequem werden!


    Dennoch gibt es Konstellationen, in denen es nicht funktioniert. Es ärgert mich auch, wenn von Seiten der Politik so getan wird, als wären „mehr“ Kitaplätze die universale Lösung!

    Wenn es nämlich nicht genügend Erzieherinnen (!) gibt, und das Kind dadurch nicht gut betreut wird, hilft das der Familie auch nicht!


    Ich würde mir bessere! Kinderbetreuung wünschen und mehr Flexibilität in der Arbeitswelt. Und dort auch mehr Rücksichtnahme auf Menschen mit Kindern, immerhin sind Kinder nicht nur Privatvergnügen, sie sollen ja auch die Renten der Karrieristensingles zahlen.

    Was ich ehrlich gesagt gar nicht hören kann, ist dieses „geht schon, wenn man nur will!“


    Weil es immer auch Situationen gibt, in denen es schlicht nicht funktioniert und es mit „wollen“ nichts zu tun hat.


    Gerade die Situation „kranke Kinder“ lässt sich so schwer planen und wer da nicht Großeltern zur Hand hat, die sich kümmern möchten und können, wird schnell ins Schwitzen kommen.


    Auch die berufliche Flexibilität bei beiden Elternteilen ist ja höchst unterschiedlich!


    Im Prinzip kann man es erstmal nur auf sich zukommen lassen und dann reagieren. Kranke Kindergartenkinder sind das eine, aber auch bei Schulkindern gibt es ja solche, die z.B gern in den Hort gehen und andere, für die es Quälerei ist. Dann gibt es Schulkinder, die problemlos alleine daheim sein können und selbstständig ihre Hausaufgaben machen und solche, die viel Unterstützung brauchen. Das kann man nicht vorab planen und organisieren.


    Gut ist es halt, wenn man die Augen offen hält nach einem familienfreundlichen Job, selbst wenn der vielleicht nicht so gut bezahlt ist oder nicht ganz so erfüllend ist.

    Und wenn es eben nicht funktioniert mit beiderseitiger Berufstätigkeit, dann fände ich (!) es wichtig, das als „Lösung auf Zeit“ zu sehen. Ich finde nicht, dass ein Mensch unbedingt lohnarbeiten muss, um etwas wert zu sein, im Gegenteil. Aber die klassische Rollenverteilung ist für Frauen ein großes Risiko und eine Armutsfalle, deswegen fände ich es immer gut, die Berufstätigkeit nicht völlig aufzugeben.

    Ebura, ich habe kein chronisch krankes Kind, aber trotzdem komme ich mit dem normalen "Kind krank" hinten und vorne nicht rum!


    10-12 Infekte pro Jahr sollen ja normal sein laut Kinderarzt #weissnicht.


    Im Moment sind alle drei Kinder daheim! Das Kindergartenkind hat einen fiebrigen Infekt eingeschleppt und seit zwei Wochen macht der jetzt die Runde durch die Familie... und selbst die große hätte ich jetzt mit Fieber nicht alleine lassen wollen (abgesehen davon, dass die kleine auch noch nicht fit ist)


    Für uns geht das nur mit Homeoffice. Beide Partner mit außer Haus Arbeit wäre schlicht nicht möglich (wir haben es versucht und sind gescheitert).


    Die, die ich kenne, bei denen das funktioniert haben immer noch Familie am Start, die dann auch regelmäßig einspringt. Oder beneidenswert gesunde Kinder, die einfach nie krank werden.

    Oder sich mit dem Partner die Arbeitstage so aufteilen, dass immer einer daheim sein kann.

    Ich kenne allerdings auch einige Mütter aus dem Kindergarten, die sich echt aufgerieben haben und irgendwann endlos erschöpft waren, und frustriert aufgegeben haben.

    Unsere Betreuungseinrichtungen machen diese Vorgaben und da überall Mangel an Plätzen besteht, können sie es auch machen.


    Und mit den drei Kindern wurde ich schon oft angerufen: plötzlich Fieber bekommen, plötzlich Bindehautentzündung, plötzlich gespuckt, Platzwunde... und ich gebe nie ein krankes Kind wissentlich ab! Also so 10-15 Anrufe hatte ich sicher.


    Besonders in der Schule fand ich es manchmal übertrieben, da habe ich auch schon mit der Sekretärin telefoniert, dass meine 15-jährige trotz Bauchweh jetzt bitte alleine heimfahren soll, weil ich schlicht nicht wegkonnte!


    Also: grundsätzlich ist in 30 Minuten jemand da! Wenn ich weiß, dass ich weiter weg arbeite, achtet mein Mann darauf, dass er in der Nähe arbeitet und umgekehrt. Und für den größten Notfall haben wir immer noch die Nachbarn und eine Freundin auf den Einrichtungsnotfallzetteln angegeben und irgendjemand fand sich dann auch immer (bis eben s.o). Aber ich hasse es, eben dieses schnell alles stehen und liegen lassen und auf Verständnis hoffen... gleichzeitig natürlich die Sorge ums Kind und das Umplanen des Tages...

    Mein idealer Arbeitstag passt sich an meine individuelle Leistungsfähigkeit an. Es gibt Tage, da bin ich um 7:00 topfit, mein Mann macht die Kinderfrühschicht und alles läuft locker flockig bis zum Abend.


    Dann gibt es Tage, wo ich schlecht geschlafen habe oder aus einem anderen Grund schlecht drauf oder nicht ganz fit bin, da kann ich immer nur so 2-3 Stunden am Stück arbeiten und brauche längere Pausen dazwischen.


    Also ich möchte mal nur 60% Leistung bringen dürfen und an anderen Tagen dafür 140%.

    Das funktioniert im Moment ganz gut.


    Sehr wichtig ist mir eine kurze Siesta am Mittag! Auch wenn es nur 15 Minuten sind, aber eine Zeit auf dem Sofa ohne Kinder in perfekter Stille (allerhöchstens eine schnurrende Miez auf meinem Bauch), Augen zu und kurz abschalten...

    dann kann es wieder weitergehen. Das tut mir sehr gut und es ist ein riesiger Unterschied zu meinem letzten Job, wo ich nach der Arbeit zum Kindergarten gehetzt bin und immer auf dem Sprung war.

    Danke ihr Lieben! Nicht-Homeoffice-Arbeitende können das nicht wirklich nachvollziehen.


    Ich muss mich immer wieder daran erinnern, dass es heißt 10-12 Infekte im Jahre wäre bei Kindergartenkindern noch normal. Meine Tochter hat nämlich wirklich jeden Monat irgendwas und ich bin kurz vor dem Verzweifeln!

    Ich muss mal jammern! Meine jüngste war vor Weihnachten schon 10 Tage krank (erst Magen Darm, dann Erkältung, bei MD hat das große Kind sich dann solidarischerweise angeschlossen). Da habe ich -dank Homeoffice- halt mit Kind nebenbei gearbeitet, die kleine hat halt gemalt, geknetet, bei Telefonterminen durfte sie Fernsehen und ansonsten lief 500x in Folge die jeweilige Lieblings CD im Hintergrund #hammer


    Dann kamen die Feiertage und Familientrubel, und direkt danach an allen nicht Feiertagen musste ich arbeiten (mein Mann auch).


    Es sind aber noch Kindergartenferien. Also wieder: arbeiten, zwischendurch die Knet-Dinosaurier bewundern und 67tausendmal "findet Nemo" anhören.


    Und während ich merke, dass es mir echt an die Substanz geht, mit meiner Konzentration immer Pingpong zu spielen und es wahnsinnig anstrengend ist, alles "nebenbei" zu machen und das Wetter mir tierisch auf die Nerven geht und mir die Bewegung draußen fehlt...


    ...kippt meine Jüngste heute morgen um und bekommt auf einmal Fieber! Ich glaube, es ist nur irgendein Virus, aber das kam echt innerhalb von Minuten und seitdem schläft sie halt viel und fiebert so vor sich hin. Auf mir. Während ich versuche zu arbeiten. #haare


    Heute habe ich dann meinen Mann heimbeordert, weil ich einfach am Limit war. Aber dabei fühle ich mich auch blöd, denn eigentlich ist es ja im homeoffice leichter, das mit Kind irgendwie hinzubekommen.


    Die mittlere klagt auch schon über Hals- und Ohrenschmerzen... #angst


    Ich habe jetzt hier seit vier Wochen Lazarett und das ist auch der Grund, warum ich mich nicht krank melden will: es ist ja kein Ende abzusehen!


    Ich weiß, dass ich in einer komfortablen Situation bin, weil ich von zu hause arbeiten kann! Aber trotzdem ist es gerade so anstrengend und ich finde es unfair, dass ständig ein Kind krank ist!

    So sehr ich putzen zu Hause nervig finde: ich habe auch schon damit geliebäugelt, einfach putzen zu gehen, der Stundenlohn ist höher als der einer Sozialpädagogin. Und der Stress wahrscheinlich geringer.


    Allerdings ist es langfristig dann das totale Jobnirwana und es funktioniert ja auch nur so lange man gesundheitlich fit ist.


    Aber per se könnte ich mir das schon vorstellen. So viel zum Thema "Wertschätzung verschiedener Berufe"...

    Hm, das ist wahrscheinlich nicht das, was du hören willst, aber selbst S11 wäre hier in deiner Situation noch gut. Weil nur das bezahlt werden kann, was refinanziert wird. Und selbst bei der Stufenzuordnung, die ja nochmal einiges ausmacht, zählen Hiwi Jobs nicht, sondern nur einschlägige Berufserfahrung z.B im ÖD.

    Außer du machst so einen guten Eindruck, dass sie dich höhergruppieren, weil sie dich unbedingt wollen.


    Für mich liest es sich so, als ob du sehr unsicher in deiner beruflichen Motivation bist und das spürt ein AG eventuell wäre es besser, sich da erst klar zu werden (Geld verdienen vs. perfekte Stelle)

    Entschuldige, falls ich was falsch verstanden habe, aber du bist quasi Berufssnfängerin in dem gewünschten Bereich, hast bisher "nur" den Bc und bezeichnest eine TVL 11 Stelle als "popelig"? Kann es sein, dass deine Ansprüche einfach unrealistisch sind?

    Oh schade, der bisherige Job hat dir am Anfang ja so gut gefallen! Ich würde auch erstmal noch nichts verlauten, es sei denn, Du möchtest sowieso kündigen, unabhängig davon, ob der neue Job klappt oder nicht.


    Neben internen Bewerbungen guckt der Betriebsrat auch, ob es evtl schwerbehinderte Bewerber gab, die bevorzugt behandelt werden müssten. Das weißt du halt vorher nicht.

    Ich wüsste nur gerne, ob mehr passiert ist, als das was man öffentlich sehen kann?!


    Da war sie sicherlich manchmal respektlos, aber meiner Meinung nach war es nichts, womit man nicht umgehen konnte.


    Vier Wochen sind lang, daher würde ich vermuten, dass irgendwas ganz furchtbares passiert sein muss. Das hinterlässt ein blödes Gefühl...