Beiträge von mänty

    Ganz ehrlich? nee, ich glaube das ist der falsche Zeitpunkt.

    Heilpäd. Werken oder das andere sind sicher nicht verkehrt und können nicht schaden. Aber im Moment habt Ihr so viele Baustellen daß man genau gucken muß wofür Ihr noch Energie habt.


    Eine sehfrühförderung vom Landessehbehindertenzentrum wäre etwas das Euch jetzt wirklich im Alltag weiter helfen würde. Alles andere hat Zeit. Das könnt Ihr immernooch in Angriff nehmen wenn sich die Lage irgndwann geklärt hat und Ihr wieder Kapazitäten frei habt.


    Hast Du denn mit der Sehfrühförderung die für euch zuständig ist gesprochen? Ich kann Dir sonst einen Kontakt hier in Hannover vermitteln die Dir zumindest Ansprechpartner nennen können und vielleicht auch Tips geben können wie man das beschleunigen kann.

    Die Plamofiguren wiederzufinden wird er mit der Zeit lernen. Auch als Kiga-Kind merkt er bald, daß es ihm das Leben einfacher macht wenn er sich merkt wo er was hingelegt hat und daß es leichter ist etwas wieder zu finden wenn man um sich rum einigermaßen Ordnung hält.

    Es hilft sich anzugewöhnen immer nur das auf dem Basteltisch zu haben was man grade auch wirklich braucht. Und wenn im Kinderzimmer alles einen festen Platz hat.

    Das spielt sich aber mit der Zeit ein, da muß der Leidensdruck hoch genug sein damit er selbst Ordnung hält.


    Der Knirps hat für sein Lego ein Odnungssystem daß keiner außer ihm durchschaut. Aber es funktioniert. Und er lernt in der Schule und im Training Lebenspraktischer Fähigkeiten wie man seinen Arbeitsplatz organisiert und Dinge wiederfindet. Das muß Dein Sohn noch nicht können.......Das kommt mit der Zeit.


    Wenn Dir noch was konkretes einfällt frag ruhig. Wir haben inzwischen einiges in dem Bereich gelernt.....

    - Mit einem normalen CD-Spieler wird er gut klarkommen. Es gibt so Klebepunkte zum markieren, damit kann man die z.B. die Play-Taste oder so markieren damit er die leichter findet. Entweder in neonfarben oder auch tastbar.


    - Und es ist sinnvoll mit ihm Lage- und Richtungsbezeichungen zu üben. Auch wenn er noch klein ist, das hilft gut weiter. Also links-rechts-vorne-hinten- neben-auf-über.....Und wenn Ihr im erklärt wo was ist das auch konsequent zu verwenden.

    Also nicht "da vorne" sondern "links neben dem Stuhl" . Das macht ihm das Leben leichter.


    - Am Esstisch ein kontrastfarbenes Tischset drunter legen. Wenns beim Essen schwierig ist auch ein kontrastfarbener Teller.


    - Wenn er Probelme hat seine eignen Sachen wiederzufinden, Jacken an der Gaderobe usw. neonfarbene Anhänger dran machen.


    - Wenn Ihr in Menschenmengen seid, immer beschreiben wie hier die Örtlichkeiten sind und Orientierungspunke bennen. z.B. auf dem Wochenmarkt: "hier ist der Käsestand, daneben gehts zum Parkplatz. Versuch mal auf dem Rückweg den Käsestand wieder zu finden."

    Ihn dran gewöhnen immer Orientierungspunkte zu suchen.


    - Statt Sonnenbrille kann auch eine Kantenfilterbrille helfen. Die schütz vor Blendung und verstärkt die Kontraste. Misst der Optiker aus und kostet nicht die Welt.


    - Wenn er gerne ausmalt kann man die Linien im Malbuch einfach mit Edding verstärken.


    - Lasst ihn mit Licht spielen. Verschiedene Taschenlampen, blinkebälle......der 1€-Laden bietet da viele Möglichkeiten.


    - Wenn er irgendwo warten muß, lass ihn nicht einfach stehen sondern gib ihm was zum festhalten. Die Wand oder eine Stuhlehne oder so.


    - Wenn er sich stößt oder fällt - so schwer es fällt - nicht allzuviel davon machen. Wenn er nicht gut sieht gehören blaue Flecken und geklemmte Finger zum Leben dazu. Er soll keine Angst davor kriegen sich zu bewegen und zu toben.


    - Vielleicht doch mal Kontakt mit der Sehfrühförderung des nächsten Landensehbehinderten-zentrums aufnehmen. Die haben genau solche Tricks auf Lager und kommen zu Euch nach hause und in den Kiga und beraten da.


    - Wenn klar ist wie es weiter geht gesundheitlich und wie ungefähr der Verlauf sein wird ist ein Mobilitätstainer der richtige Ansprechpartner. Das ist aber noch zu früh. Nicht vom Alter her - der Kniprs ist mit 4 angefangen - sondern von der Diagnose her. Ihr steckt ja noch voll in anderen Problemen.Wenn das alles klarer ist kann man das sehproblem noch konkreter angehen.

    Nein, gibts hier gar nicht. Wir sind ja kein gut geführtes Hotel sondern ne Großfamilie mit kleinem Hof - da fasst jeder mit an. Und wenn ich wegen meines Rheumas mal komplett ausfalle dann machen alle anderen ein bißchen mehr.

    Das haben wir von Anfang an so gemacht, das ist völlig selbstverständlich.

    Grade sowas wie Auto saugen: Wenn die Kinder im Auto essen wollen dann gehört auch dazu die Krümel vom Fußboden zu saugen ab und zu. Alternative ist, daß im Auto nicht mehr gegessen wird. Will auch keiner.


    Auch die Besuchskinder die hier ein- und ausgehen fassen mal mit an wenn nötig. Ausmisten......Zaun reparieren...mal eben den Müll mit raus nehmen. Dafür habe ich dann Luft mich um frisch gebackenes Brot zum Abendessen zu kümmern. So profitiert jeder davon.


    Wir sind aber grundsätzlich großzügig und es gibt wenig Sachen die die Kinder vom Taschengeld bezahlen müssen. Kino oder so übenehmen wir.



    Einzige bezahlte Ausnahme:

    Wenn der Pflegedienst für die Betreuung des kniprses kurzfristig ausfällt springt unsere Große ein. Das ist keine normale Geschwister-Zuständigkeit sondern verantworutngsvolle Arbeit und wird bezahlt. Sie hat ne Bücherliste bei Amazon aus der wir dann was aussuchen und kaufen.

    Das wollte sie gerne so.

    Da sie in der Schlule Flötennachhilfe gibt ist sie auf extra-geld nicht angewiesen.

    Entweder vor dem Picknick mit ihr über den Wechsel reden oder bis Dezember nicht drüber reden und auch nicht zum Picknick gehen.

    Wenn Ihr da hingeht könnt Ihr den Wechsel nicht verheimlichen, das klappt nie im Leben.


    Unsere Mädels waren 3 und 4 als wir den Kiga wechseln mussten weil wir nicht mehr zufrieden waren. Wir haben einen Tag im neuen Kiga hospitiert ohne mit den Mädels da genauer drüber zu reden. Wir haben nur gesag, wir wollen uns den mal angucken.

    Hinterher haben mich beide gefragt, ob es um einen Wechsel geht.

    Sie wollten beide so schnell wie möglich in den neuen Kiga. Wir hatten Dienstags Hosptiation, Freitag Verabschiedung im alten Kiga und Montag Start im neuen. Das war für alle Beteilligten prima so.

    Ich finde, in solchen Situationen kann man auch gut einen aufgeladenen, neuen Tiptoi und ein Buch (die gibts auch in der Bücherei) aus der Tasche ziehen wenn man wartet.

    Das geht auch ohne Gebutstag.


    Der Tiptoi ist in sochen Situationen Gold wert.

    Und eine Tasche mit leckeren Kleinigkeiten. Man isst ja nicht so sehr wegen Hunger sondern wegen Langeweile.

    Ich habe das beim letzten Fußball-elternabend angeregt vor allem wegen der Fahrgemeinschaften. Unser 10 jähriger spielt U13.


    Die Eltern waren begeister, die Jungs nicht. Es ist jetzt so, daß nach Spielen IMMER geduscht wird weil die Jungs sich da ja sowieso komplett umziehen. Die Trikots gibts erst da, alle kommen in Privatklamotten und ziehen die hinterher wieder an.

    Beim Training ist es jedem selbst überlassen. Da kommen alle mit dem Rad und duschen zu hause.


    Es gibt einen komplett Verweigerer. Wie das gelöst wird weiß ich nicht.

    google mal nach Landeszentrum für Bllinde und Sehbehinderte. Da suchst Du Dir das nächste aus und rufst denjenigen an der für Frühförderung zuständig ist.

    Das ist der richtige Ansprechpartner für Fragen aller Art. Die helfen Dir weiter.


    Die kennen sich gut damit aus daß die Diagnose sehr neu ist, kommen in den Kiga und beraten Euch und alle Betreungspersonen.


    Um Unterstützung im Kiga zu bekommen muß ein Förderbedarf festgestellt werden. Das kann auch das landesblindenzentrum anleiern.


    Wenn Du mir Deinen Wohnort PNst kann ich auch für Dich suchen.

    In Finnland wird Beikost ab 4 Monaten empfohlen. Kind 2 und 3 fanden das super, für Kind 1 wars viel zu früh.


    Ich würds ja versuchen mit Brei. Dann merkst Du auch, ob er das mundmotrisch schon einigermaßen hinkrigt oder ab das doch noch zu früh ist.

    Mußt vielleicht nicht gleich mit Gyros, Zaziki und Krautsalat anfangen.

    Es gibt auch Physiotherapeuten die sich damit auskennen. Ich würde mal die Praxen im Umkreis durchtelefonieren und anfragen ob die jemande haben der sich damit auskennt. Die wissen auch was dann auf dem Rezept stehen muß.


    Dann ein Rezept vom Hausarzt oder auch vom Gyn besorgen.


    Das ist erstmal die unaufwändigste Variante. Wenn das nicht hilft kann man immernoch weitersehen. Aber meistens kann man da ganz gut was machen.

    Es hilft sehr wenn man bei der Buchung "handicapped child " mit angibt. Ist das so richtig geschrieben?


    Dann wird man soweit möglich vorgezogen beim einchecken und bekommt einen Platz im Flieger mit mehr Beinfreiheit und oft auch Freigepäck und im Hotel wird das auch oft berücksichtigt.... Das kann sehr praktisch sein wenn man dann einen Tisch direkt am Buffet bekommt z.B. und das Kind am Tisch im Blick behalten kann wenn man sich mal eben schnell Kaffee nachschenkt.


    Wir geben das immer bei den Fähr-Buchungen an und werden dann auf den Fähren so eingewunken daß Platz genug zum aussteigen ist, direkt vor dem Fahrstuhl usw. Wir bekommen automatisch einen Rausfallschutz fürs Bett usw. Und wir werden immer wieder gefragt welchen Service wir brauchen, das wird dann an die Behinderung angepasst. Wir brauchen ja keine Rollstuhlrangierfläche oder so, aber es hilft sehr wenn man mit dem Kniprs nicht übers ganze Autodeck zum Fahrstuhl laufen muß......


    Das erleichtert viele Kleinigkeiten.

    Ich würde mich im String nicht mal in den Garten legen. Hier kommt ständig ein Nachbar und will die große Leiter ausborgen oder der Postbote will ne Unterschrift und die Nacharskinder springen hier sowieso immer rum.


    Nee, Ich kanns mir nicht vorstellen. Aber wir wohnen auch nur 1,5 KM vom Strand weg und im Bikini trifft man ständig seinen Zahnarzt, Mathelerer der Kinder oder so.

    Auch am Strand nur so, daß ich habwegs angezogen fühle.


    Für die STatistik - hier habe ich noch nie jemanden oben ohne oder im String gesehen. Das würde hier definitiv auffallen (Nordseeküste)