Beiträge von Astarte

    OMG, dabei meine ich, es wäre zu Anfang der Schwangerschaft mal von einer Hausgeburt die Rede gewesen.

    ...heißt das dann nicht "Schlossgeburt"? ;)


    Ich hätte größtes Verständnis, wenn sie ihr Kind einfach in Ruhe in einem abgelegenen Schlossfügel zur Welt bringt und nachher einfach behauptet, sie hätte es gar nicht mehr bis in die Klinik geschafft!

    Falls du mir einen Beitrag zeigst, indem ich Mitarbeiter, ehrenamtliche Helfer ider irgendeinen Menschen verunglimpft haben sollte, kannst du den bitte zitieren.

    Du hast Dich darüber empört, dass viele Kindergärten und Altenheime in kirchlicher Trägerschaft sind. Viele davon wurden vor vielen Jahrzehnten aus großem Engagement heraus von Ehrenamtlichen für ihre Kirchengemeinde gegründet. Bis vor wenigen Jahren (oder heute noch) lag die Leitung direkt in der Gemeinde und die Letztverantwortung bei Ehrenamtlichen. Diese haben aus Überzeugung diese Einrichtungen an die Kirche angebunden. Nein, denen ging es nicht um eine ominöse "Aussenwirkung" der Kirche, sondern darum, etwas für ihren Ort und ihre Gemeinde zu tun.


    (Das funktioniert immer weniger. Die Gemeindestrukturen werden immer größer, die Ehrenamtler älter und weniger, die Anforderungen an die Verwaltung solcher Einrichtung sind massiv gestiegen.)

    Ich habe in Frage gestellt, ob es mit den Rechten so richtig ist, ich stelle auch in Frage, ob die Kirche (im Ganzen, nicht im Kleinen) wirklich in Geldnot ist und ich stelle in Frage, dass die Kirche KiTas, Schulen, Krankenhäuser, Altenheime usw. aus reiner Nächstenliebe führt.

    Nun ja, irgendjemand muss Träger all dieser Einrichtungen sein. Hier vor Ort hat die Kirchengemeinde jetzt das Altenheim abgegeben. Das war im Besitz der kath. Ortsgemeinde ("böse Kirche") und wurde in letzter Verantwortung von einem ehrenamtlichen Vorstand betreut. Die haben das wirklich aus Überzeugung gemacht. Die Auflagen sind unterdessen so hoch und die Verantwortung ist so massiv gestiegen, dass sie jetzt einen großen Träger gesucht haben, der das Altenheim übernimmt.

    Ich bitte Dich wirklich, mal hinter die Kulissen zu schauen. Es gibt nämlich immer noch eine ganze Menge Leute - die aber immer weniger werden - die sich auch in Kirche für das Gemeinwohl einsetzen. Die von außen einfach zu verunglimpfen, finde ich sehr unfair. Die Kirche wird in den nächsten Jahren deutlich an Boden verlieren. Ob es besser wird, wenn Aktiengesellschaften all diese Krankenhäuser, Altenheime usw. übernehmen, wage sich sehr zu bezweifeln (auch wenn für die Angestellten eine Heirat nach Scheidung kein Thema mehr sein wird).

    Mir geht es vor allem darum, dass die Kirchen das nicht aus Barmherzigkeit tun.

    Auch bei Kirche arbeiten keine Erzieherinnen für den "Gotteslohn". Barmherzigkeit alleine reicht nicht aus. Man muss die Einrichtungen auch finanzieren.

    Mich stört gewaltig, dass Kirchen so viele Rechte haben, auch wenn sie garnicht den größten Teil an Geldern dafür aufbringen.

    Das ist bei allen anderen Trägern auch so. Jeder Träger hat eigene - zum Teil merkwürdige - Regelungen.

    Der Umgang mit den wiederverheirateten Geschiedenen wird in der Tat heute gesellschaftlich nicht mehr akzeptiert. Die Praxis ist an vielen Orten zum Teil aber auch schon seit Jahrzehnten eine andere. (Wobei die Unterschiede zwischen den einzelnen Bistümern erheblich sein dürften.)

    Ich bin grad bass erstaunt... es ist doch weithin bekannt, dass beide Kirchen vom Staat unheimlich profitieren. Erzieher unter Tarif anstellen ect. O_o und hier gibts echt Leute, die das negieren?

    Dass Erzieher/inn/en unter Tarif angestellt sind, stimmt schlicht nicht. Hier im Bistum werden Kirchentarife gezahlt, die an die Tarife des öffentlichen Dienstes angepasst sind.

    Die evangelische Kirche hat wirklich kein Geld. Das sieht bei der katholischen K. Ganz anders aus.

    Das kann man so nicht sagen. Es gibt sehr wohlhabende Bistümer und auch sehr arme. Die Ostbistümer kämen ohne Geld "aus dem Westen" gar nicht hin - und da gibt es auch keine Bischofspalais. Auch im Westen sind in den letzten Jahren einige Bistümer finanziell massiv ins Straucheln gekommen. Da wurden, um die Kassen zu retten, etliche Immoblien veräußert. Es gibt einige Bistümer, die über große Besitzstände und Einnahmen daraus verfügen und andere, die sich wirklich fast ausschließlich aus Kirchensteuern finanzieren.

    Da ja christliche Einrichtungen zu einem sehr hohen Anteil vom Staat mitfinanziert werden (es sind soweit ich weiß über 90% der Gelder), gehören sie zu einem normalen Auswahlverfahren.

    hast du da eine Quelle dazu? 90% wäre ja schon sehr viel


    jetzt wird das völlig OT... ich weiß... sorry

    Wie hoch Privatschulen bezuschusst werden, ist in den einzelnen Bundesländern verschieden. Letztlich dürfen Privatschulen niemanden ausschließen, was problematisch ist, wenn die staatlichen Zuschüsse zu gering sind. Die Differenz zwischen staatlichen Zuschüssen und Gesamtkosten zahlen die Eltern - und in vielen Privatschulen auch die Lehrkräfte durch eine niedrigere Besoldung. Bei den kirchlichen Schulen finanzieren die Kirchen einen Teil des Unterhalts. (In Hamburg müssen jetzt auch einige Schulen in Trägerschaft der kath. Kirche aus finanziellen Gründen geschlossen werden.)

    (Stichwort Harmoniebedarf)

    Du bist ja noch nicht schwanger und es ist nicht gesagt, dass Du nächsten Monat schwanger wirst. Von daher muss Dein Chef da auch noch gar keinen Gedanken verschwenden. Du sagst es ihm dann, wenn es für die Planungen relevant wird (nach der 12. SSW).


    Was soll er jetzt mit der Info anfangen, dass Du ggf. irgendwann mal wieder schwanger werden könntest?


    Musik oder TV im Wartezimmer

    Das ist für mich ein echtes no go. So eine Praxis sieht mich nicht wieder! Ein einziges Mal hatte ich keine Wahl und saß mit einer Bindehautentzündung und Kopfschmerzen in einem kleinen Wartezimmer mit überdimensionierten lauten TV. Ich bin dann - zum Verdruss der Sprechstundenhilfen - in den Flur gewechselt.


    Nett finde ich, wenn es bei den Zeitschriften was anderes gibt als die billigen Klatschblätter vom Vorjahr - also tatsächlich was Interessantes, was man sonst vielleicht nicht so liest.

    Ich finde, dass die Kinder tatsächlich lernen müssen, ihre Hausaufgaben und das Lernpensum selber zu organisieren. Allerdings war "Lernorganisation" hier tatsächlich auch in der Schule Thema am Anfang der 5. Klasse.


    Was ich am Anfang der 5. Klasse gemacht habe, dass wir uns zusammen die neuen Lehrbücher angeschaut haben. Die sind wesentlich umfangreicher und ganz anders strukturiert als in der Grundschule. Wichtig ist, dass ein Kind weiß, wo die Sachen stehen und wo man Dinge nochmal nachlesen kann (z.B. Grammatikteil im Englischbuch nach der letzten Lektion und vor dem Vokabelteil).

    Im Zweifel gibt es zu vielen Themen auch kurze youtube-Filme (z.B. Verdauungssystem der Kuh), die Kinder selbständig schauen können, wenn noch Fragen aus dem Unterricht offen sind.


    Ich finde, dass es am Gymnasium ein ganz anderes Lernen als in der Grundschule ist.

    Baby auffangen ist übrigens nicht so einfach wie gedacht. Unser jüngstes ist meinem Mann durch die Hände gerutscht und auf die Yoga matte geplumpst oder er hat sie vergessen aufzufangen? ich weiß es nicht wirklich

    Wenn sie dann endlich kommen, geht das sehr schnell. Ich habe mein zweites Kind selber aufgefangen. Die Hebamme brüllte: "Greif zu!" - hatte aber wohl auch noch zur Sicherheit ihre Hände drunter.

    Mich erinnert diese Diskussion sehr stark an das Thema Sichtbeton und Architekten. Ich glaube, so ziemlich die einzigen Menschen auf dieser Welt, die Gebäude aus Sichtbeton wirklich schön finden, sind Architekten. Auch hier habe ich den Eindruck, dass (fast) ausschließlich Lehrer diese Methode verteidigen, aber die meisten betroffenen Eltern eher große Probleme damit haben.

    #freu Toller Vergleich!

    Nur weil ein großer Teil dies falsch versteht oder auch nicht im Sinne der Theorie umgesetzt bekommt (weil man ja auch selbst erzogener Mensch ist und Vorstellungen/innere Sätze mit bringt) wird auf die ganze Methode geschimpft. Auch bei den Studien wurde ja nicht extrahiert, dass nur korrekt angewandte Methode in die Auswertung einfließt.

    Aber was bringt eine "gute" Methode, wenn die meisten Lehrkräfte sie falsch anwenden - und zwar so falsch, dass gerade Kinder aus bildungsfernen Familien und aus Migrantenfamilien dadurch nochmal besonders benachteiligt werden? Die Methode mag "gut" sein, aber sie muss sich auch in der Praxis bewehren.

    Aber wie oft schreibt dein Kind denn frei? Katrin wieviel Hausaufgaben zu diesem Thema haben sie denn? Ich kann mich in Klasse 1 an vll 2 erinnern, deutlich erst am Ende. Erst jetzt in Klasse 2 wird das Thema, aber es ist nicht zu dominant. Und durch die Themenbezogenheit sind viele Wörter eh Lernwörter/Merkwörter.

    Es gibt immer wieder (1. Klasse) Hausaufgaben, wo Worte frei geschrieben werden müssen. Z.B. haben sie so Hefte mit ganz vielen Bildern. Zu den Bildern müssen sie die Worte selber herleiten.

    Ich korrigiere vom ersten Tag an konsequent durch.

    Deshalb geben wir mittlerweile so gut wie kein freies Schreiben mehr als Hausaufgabe auf, sondern schreiben fast nur noch in der Schule frei.

    Beim ersten Kind habe ich das auch nicht gemacht - bis ich mir bei einem Elterngespräch vorwurfsvoll anhören musste, dass wir bei der Rechtschreibung aber noch was tun müssten. Letztlich werden Probleme an die Eltern zurück delegiert. Da schaue ich beim zweiten Kind lieber gleich, dass diese gar nicht entstehen. ...und wenn das nicht den Vorstellungen der Lehrkräfte entspricht, nun, dann ist das eben so. Die müssen es auch nicht ausbaden.