Beiträge von MaidenMotherCrone

    Ich kann auch sehr zur Osteopathie raten. Ich hatte nach der Geburt meiner kleinen Tochter irgendwas sehr schmerzhaftes an der Hüfte, was immer schlimmer wurde und irgendwann dann zum Humpeln geführt hat. 3 Osteopathiesitzungen und ich merk davon nichts mehr. Ich hab es 2,5 Jahre vor mir hergeschoben bis ich das gemacht hab. Bei der Orthopädie war ich vorher nicht. Ich hab manchmal den Eindruck, was Diagnostik betrifft, hinken die manchmal ganz schön nach.

    Wieso ist es nur so schwierig, nicht entweder in überspitzte und damit statistisch nicht sehr präsente Formulierungen zu fallen oder aber in Bagatellisierungen? Wieso muss man "Babies kurz ärgern" sagen - das ist doch enorm tendenziös und hilft absolut nicht weiter, informierte Entscheidungen zu vertreten. Es ist weder ein "kurzes Ärgern", noch ein "bestialisches Aufschneiden zur Blutgewinnung". Mich macht das schon sehr ärgerlich.


    Ich glaube sehr gern, dass gefährliches Bagatellisieren extrem oft passiert in der Medizin inkl. Geburtshilfe. Vielleicht als Gegenpol zum überspitzten Wahrscheinlichkeitshochrechnen? Ist beides Käse, vor allem weil's ja noch moralisierend ist.


    Und wegen der Hebamme, die vom Fersenbluttest abrät: abraten geht garnicht! Schon allein wegen der umfangreichen Liste an Vorteilen. Aufklärung inkl. Vor- und Nachteilen. Man, ich find das so ärgerlich.

    Ich möchte nochmal deutlich den Finger drauf tun, wobei es meiner Meinung nach beim Thema informed consent / informierte Entscheidung bzw. Zustimmung hapert in der Geburtshilfe: a) fehlen evidenzbasierte Ansätze in der Geburtshilfe noch mehr als in anderen medizinischen Bereichen, weil Geburt auch ein kultureller Vorgang ist der stark geprägt ist von moralischen Vorstellungen der GeburtshelferInnen und b) das Verständnis von Geburt als natürlicher, sozialer Vorgang, der idealerweise von wohlwollenden, abwartenden, aber fachkundigen BegleiterInnen betreut wird. Der Effekt des "monkey brains" wird unterschätzt. Was für Auswirkungen Atmosphäre und Wohlgefühl haben und dass dieser Effekt jenseits von gefühltem Geburtserleben steht. Dass ein aufgedrängter Zugang oder alternativ ein "also nehmen Sie in Kauf, dass Ihnen und Ihrem Kind etwas passiert" eben eine drohende Atmosphäre schafft, entweder seitens des Personals oder der Situation an sich. Und das noch ohne jemals über einen persönlichen Benefit gesprochen zu haben, sondern einfach erstmal nur "weil es könnte ja etwas schief gehen". Deshalb können Frauen dieses Gehabe nicht mehr Ernstnehmen, deshalb informieren sie sich selbst und gehen in Geburtsabteilungen wie in ein Schlachtfeld, bis zu den Zähnen bewaffnet mit "mach ich aber nicht"s und "das ist mein gutes Recht"s. Sowas darf per se eigentlich schonmal nicht existieren bei einer Geburtsabteilung. Dann hat sie ihren Zweck verfehlt.


    Für informed consent braucht es Schulung, Supervision, Zeit und die entsprechende Betriebsatmosphäre. Das ist wie mit dem Demokratiegedanken. Sowas muss man schulen und formen und zwar jahrelang und immer wieder und am Besten schon in den Unis (oder noch früher...).

    Muss nicht heißen, ist aber nicht unwahrscheinlich und passiert leider auch nicht nur in absoluten Ausnahmefällen. Man muss eben selber überlegen, welche Wahrscheinlichkeiten für einen selber sinnvoller sind. Ich habe z.B. obwohl ich es direkthin abgelehnt habe während meiner KH-Geburt trotzdem Oxytocin gespritzt bekommen, dank Zugang fix und ohne viel Gegenwehr möglich.

    Du kannst alles ablehnen was du möchtest. Es ist nicht evidenzbasiert, jeder Frau einen Zugang zu legen. Das Outcome verändert sich dadurch nicht. Es ist eine Intervention und Interventionen brauchen Begründungen. Wenn es bei dir Begründungen dafür gibt, dass die Intervention Zugang bei dir die Wahrscheinlichkeit eines besseren Outcomes erhöht, dann kann man ja darüber sprechen. Und auch dann kannst du ja, wenn du die Risiken weißt, abwägen, was du damit anfangen möchtest.


    Ich finde das Argument "wenn du dort hingehst musst du auch deren Regeln akzeptieren" sehr unprofessionell. Das Krankenhaus existiert ja nicht aus einem Selbstzweck und hat Regeln, sondern es existiert um die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. Und die hat a) evidenzbasiert zu sein und b) sich am Willen der Menschen, die dort behandelt werden zu orientieren. Dass das die Arbeit möglicherweise für das Personal erschwert, streite ich garnicht ab. Aber so ist es nunmal wenn man heutzutage ethisch und juristisch vertretbare Medizin anbietet.


    Also: Was kann dir passieren, wenn du den Zugang ablehnst und er gebraucht wird? Wie schnell kann ein Zugang gebraucht werden? Was sind das für Notfälle? Wie oft treten sie ein? Wie hoch ist die deine persönliche Wahrscheinlichkeit, spontan keinen Zugang legen zu können (z.B. schlecht sichtbare Adern von vornherein, ist dergleichen schon einmal passiert? Sind dir Schwierigkeiten, Zugänge zu legen schon bekannt)? Was sind Alternativen für einen standardisierten Zugang?


    Das könntest du im Vorherein recherchieren und auch, wenn du möchtest, besprechen.


    Letztlich ist gefühlt ein standardisierter Zugang sicherer. Weil, egal welches Szenario, die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass im Fall der Fälle einer zur Verfügung steht. Er kann aber auch unbrauchbar werden, weil nichts mehr durchfließt, wenn er dann gebraucht wird. Oder du ziehst ihn dir aus Versehen während der Wehen. Es gibt auch Nebenwirkungen eines Zugangs (z.B. evtl. Schmerzen, Infektionsgefahr, von dir nicht authorisierte Gabe von Medikamenten). Ein professioneller Ansatz ist, solche Tatsachen zu besprechen, konkret für dich und deine Voraussetzungen abzuwägen und dir dann die Entscheidung zu überlassen.

    Und wenn man eben die Fehltage in Kauf nimmt? Stören die irgendwobei? Ich würde selbst eine Krankschreibung schreiben mit dem Hinweis, dass man kostenfrei kein Attest beim Arzt bekommt, diese auch nicht mit so einer Lapalie von ihrer richtigen Arbeit abhalten möchte und zudem darauf hinweist, dass das andere Kind in der Schule ist, also der Verdacht auf Ferienverlängerung auch ausgeräumt sei (was an sich schon eine Frechheit sondergleichen ist). Und dann können sie ja gern nochmal auf dich zukommen wenn sie ein Problem haben.

    Ich hatte damals das selbe Problem. In 52/54 ist mir nur bonprix untergekommen. H&M Schwangerenkleidung geht nicht bis in die Größe und die Hosen sind meiner Meinung nach generell sehr eng geschnitten in 52/54. C&A hat maximal normale Hosen in großen Größen, aber auch keine größeren Größen in der Schwangerenabteilung. Ich fürchte ihr wird nichts bleiben außer selbst nähen, nähen lassen, umsteigen auf Röcke mit breitem Schwangerschaftsbund (denn Leggings gibt's durchaus, die muss man dann unterm Bauch tragen) oder aus den USA bestellt, wo es sowas dann doch gibt. Mir hat tatsächlich mal bei C&A jemand sowas gesagt wie so dicke Frauen werden nicht schwanger als ich in einem Geschäft gefragt hab, ob Schwangerschaftshosen auch in 48/50 zu bekommen seien.


    Ich hab daraus jedes Mal ein riesen Thema gemacht, versucht selbst nähen (gerade bei Hosen so schwierig, find ich) und dann einfach Glück gehabt bei Bonprix. Die meißten Hosen haben am Bauchbund dann ein Gummiband, sowohl unterm Bauch als auch auf dem Bauch oben dran und die kann man dann enger stellen, sodass die Hose nicht (so doll) rutscht. Es ist schade :( 


    Was Oberteile betrifft, so kommt man meiner Meinung nach recht lang gut zurecht mit normalen Shirts und kann dann ein bisschen später ein einfaches Bauchband zwischen Shirt und Hose tragen, wenn's da noch Stoff braucht. Also gestyled ist das alles nicht. Aber das geht schon. Kleider gibt's dagegen meiner Meinung nach sogut wie garnicht für schwangere Frauen in größeren Größen (auf dem europäischen Markt).

    Meine "halben" sind und bleiben "halb". Die "stief" betrachte ich überhaupt nicht als Geschwister sondern sie sind gebauso wenig mit mir verwandt wie mein Nachbar.

    Das ist mir wichtig und das stelle ich auch immer klar auch wenn die dazu gehörigen Eltern immer so getan haben als müssten wir uns sehr nahe stehen

    Jepp. Genau so. Heute sag auch noch "meine Mutter hat 6 Kinder bekommen, aber wir waren nur 4" oder "Sie hat ja nochmal zwei Kinder bekommen". Meine Geschwister sind das aber nicht. Ich würde die Deutungshoheit bei dem betroffenen Menschen belassen und nur ggf. darauf hinweisen, dass das eben jeder anders empfindet. Mein Großer ist nicht von meinem Mann gemacht, aber niemand käme hier auf die Idee ihn Halbbruder oder Stiefsohn zu nennen. So empfinden wir alle einfach nicht und ich wäre ehrlich vor den Kopf gestoßen, wenn jemand darauf bestehen würde (Anwandlungen dementsprechend hack ich recht rigoros ab in Gesprächen).

    Also auf meinem Gehaltszettel stimmt die Gruppe, die Arbeitszeit, Steuerklasse etc. Nur das Gehalt stimmt nicht. Aus jeder Tabelle dementsprechend entnehme ich ein anderes Netto und ich hoffe, dass das ein Fehler ist, denn das ist bedeutend weniger als die Summe, mit der ich gerechnet hatte und die mir bei meinen Einstellungsgesprächen "vorgerechnet" wurde.

    Danke für euren Rat! Inzwischen ist die Betriebsratszusage da und mein Arbeitsvertrag ist unterschrieben. Ich habe, weil ich mich doch schwer getan hab und mit der Chefin gesprochen hab, einen "vorbehaltlichen" Arbeitsvertrag unterschrieben. Ich weiß, dass der noch gekippt hätte werden können, aber ich hatte das Gefühl, ich muss zu dem Probezeitgespräch letzte Woche Donnerstag dringend was sagen und mich nicht durchmogeln (das war schon lang anberaumt). Also Mittwoch unterschrieben (super Konditionen), Donnerstag im Gespräch gekündigt, Dienstag die Woche drauf dann die Betriebsratszusage. Nicht absolut wasserdicht, aber im Nachhinein eine gute Entscheidung, auch wenn ich es nicht so empfehlen würde, wenn man viel Wahl hat. Ich wollte da jetzt keinen Tag länger bleiben als nötig.


    In jedem Fall: danke für eure Ermutigungen :)

    Ich bin mir recht sicher, dass ich auch zum 15. etc. genommen werde. Ich mag aber keinen Tag länger in der alten Kaschemme sitzen, wenn es nicht irgendwie sein muss. Aber da der Tenor sehr eindeutig pro Kündigung erst wenn Vertrag unterzeichnet geht, werde ich das auch so machen. Wenn ich Glück hab, stellt sich die Frage ja garnicht erst.


    Zwei Tage könnte ich auch noch mit Überstunden schieben, sodass ich so kündige, dass ich effektiv zwar bis zum 03. angestellt bin, aber nicht mehr arbeiten kommen muss und der neue Vertrag dann zum 01. beginnt und ich den auch so antreten kann. Sowas geht doch, oder?


    Und würdet ihr das vorher sagen oder wirklich erst ggf. durch das Kündigungsschreiben anmerken? Wie gesagt ... Donnerstag hab ich ein Gespräch und würde mich ungern durchflunkern.



    Ach und: danke für die Glückwünsche! :) Ich freu mich sehr und mir fällt ein Stein vom Herzen.