Beiträge von Peppersweet

    Wobei ich denke, dass es bei der genderneutralen Erziehung doch viel vor allem darum geht, es der Außenwelt nicht ganz so leicht zu machen. Also ich würde nie meinen Kindern vorenthalten, dass sie Mädchen sind aber ich finde durchaus manchmal nervig wie sehr das Geschlecht von ihrer Umwelt kommentiert und bemerkt wird. Ich denke schon, dass diese Verdeutlichung des Geschlechts durch äußere Merkmale (wie rosa Kleidchen oder Combat-Kleidung) auch dazu führt, dass sich die Mitmenschen subtil und unbewusst anders verhalten. (Mit Mädchen mehr sprechen, mit Jungs wilder toben, bei Mädchen mehr darauf bestehen, dass sie teilen*, etc.)


    Ich finde es auch bezeichnend wie wichtig es scheint, dass das Geschlecht von Kleinkindern erkennbar ist. ICh bin wirklich ganz oft gefragt worden, ob mein Kind ein Mädchen oder ein Junge ist. Das ist sicher erst mal eine nette Kontaktaufnahme (so ähnlich wie "wie alt ist es denn?") aber wenn ich dann gesagt habe "ein Mädchen", kam sofort ein "Ah, ja, das sieht man auch! Diese Wimpern!" oder so. Nein, man sieht es einem Kleinkind halt nicht an und man muss es einfach auch nicht sehen.


    *Dazu führe ich im übrigen gerade meine private Erhebung durch. Ich habe ja das unbestimmte Gefühl, dass in der "wir warten an der Schaukel" Situation, schaukelnde Mädchen sehr viel schneller dazu gedrängt werden, die Schaukel für das nächste Kind frei zu machen als Jungen. Mir fehlen noch die spielplatztauglichen Methoden um das aufzuzeichnen, aber ich arbeite daran...

    Wenn du noch viel stillst, würde ich mir nährstofftechnisch noch keine Gedanken machen. Einfach weiter Verschiedenes anbieten und wenn er nicht so viel isst holt er sich das halt durchs Stillen.


    Meine Kinder hatten beim Essen auch immer Phasen, in denen sie experimentierfreudiger waren, und welche wo das nicht so war. Vielleicht sind für ihn auch gerade andere Themen wichtig, wie motorische Entwicklung z.B.

    Oh, das ist bei uns (auch Deutschland) zB ganz anders, da wird sehr genau darauf geachtet dass die Buchstaben richtig (also in der richtigen Reihenfolge) geschrieben werden. Wir Eltern haben auch ein Merkblatt bekommen mit Pfeilen und die Bitte darauf zu achten, dass die Kinder das zu Hause auch so machen.

    Für zwei Kinder habe ich dabei: Windeln, eine Mini-Tüte Feuchttücher und eine Mullwindel als Wickelunterlage in einem kleinen Reißverschlussbeutel und den dann zusammen mit einer Flasche Wasser (mit Sportverschluß), einer Tupperdose mit Essen, Handy und Schlüssel in meinem Rucksack oder meiner Handtasche. Das Sandspielzeug ist in einer Extratasche. Außerdem habe ich meine Kophörer dabei, damit ich Podcasts hören kann wenn sich die Kinder gerade friedlich beschäftigen (Also ungefähr 2 Minuten pro Spielplatzbesuch, lohnt sich eigentlich nicht.)


    Wechselkleidung nehme ich eigentlich nie mit, Sonnencreme mache ich vorher drauf, Hüte auch, eine Decke zum Sitzen habe ich auch nicht dabei. Taschentücher vergesse ich zum Leidwesen der Kinder auch immer, aber inzwischen haben sie die selbst in allen möglichen Jackentaschen...

    Also hier hat Pre-Milch die Lage für den Papa sehr entspannt, einfach nur, weil er wußte, es ist auf jeden Fall genug Milch da. Auch weil er vorher sehr sparsam mit meiner Milch umgegangen ist - also z.B. wenn das Kind Hunger hatte nur eine kleine Portion erwärmt hat und wenn sie dann noch Hunger hatte, noch eine kleine weil er die warme Milch dann weder wegschütten noch stundenlang aufbewahren wollte, das Kind aber manchmal 50 und manchmal 200 ml getrunken hat. Mit Pre hat er dann eben auch mal mehr warm gemacht und wenn sie doch weniger wollte, hat er es eben weg und er konnte auch mal leichter versuchen ob sie trinken will und wenn nicht war es auch nicht so schlimm usw. Für mich war es auch entspannter wenn mal nicht so viel Milch gekommen ist oder ich auf der Arbeit länger gebraucht habe weil ich wußte, dass das Kind trotzdem genug zu essen bekommt.


    Elektrische Pumpe, Pumpbh und man pumpt zwei Seiten gleichzeitig ab, und dann ist das ganze auch schnell fertig.

    Also auch mit elektrischer, beidseitiger, in einer Beratung ausprobierten und aus mehreren Modellen ausgewählten Pumpe habe ich ungefähr 1,5 Stunden von meinem achtstündigen Arbeitstag mit Abpumpen verbracht und das ging nur in absoluter Entspannung, d.h. ich konnte absolut gar nichts nebenher machen. Man kann sich vorstellen, was das für einen Einfluß auf meine Produktivität am Arbeitsplatz hatte. Das hat dann gerade so gereicht aber keinen Überschuss produziert und einfach so noch mehr Zeit mit pumpen zu verbringen hätte ich wirklich nicht gewollt. Ich habe das ein halbes Jahr fünfmal die Woche gemacht (angefangen als das Kind vier Monate war) und danach gab es tagsüber Pre (und normales Essen), das war einfach nicht tragbar. So ungewöhnlich ist das offenbar nicht, dass pumpen langsam ist: in den Niederlanden hatte man damals Anspruch auf ein Viertel der Arbeitszeit als Pumpzeit und in der Beratung zum Thema hieß es auch, dass das oft recht langwierig sei genug Milch zu pumpen.


    Gibt es für das Ausstreichen eine gute Anleitung? Ich bekomme da immer nur winzige Mengen und die spritzen überall hin, aber nicht in ein Auffang-Gefäß.

    Ich fand das Video hier gut: https://med.stanford.edu/newbo…hand-expressing-milk.html und es gibt auch viele Videos auf YouTube wo man das sehen kann. Ein großes Auffangbecken fand ich hilfreich. Ich habe meistens in eine Schüssel ausgestrichen und dann umgefüllt in ein Fläschchen, fand aber pumpen effizienter und angenehmer.


    Also in eurem Fall würde ich auch erstmal zu mehr Ruhe raten. Ihr steigert euch da gerade beide ein bisschen rein, glaube ich. (Meiner 3,5jährigen wasche ich im Normalfall sicher seltener als alle drei Wochen die Haare. Alle zwei Monate vielleicht? Höchstens?)


    Aber bei meiner Tochter haben die Großeltern (ohne Grund, übrigens, das war überhaupt nicht nötig) das Kind mal festgehalten zum Haare waschen (was vorher eigentlich immer gut ging) und danach ging gar nichts mehr. Was dann im Frühling doof war weil der Vater sehr allergisch auf alle möglichen Pollen ist und das Kind gern bei den Eltern schlafen wollte. Da ist es dann schon sinnvoll, die Haare abends auszuspülen. Ich habe Oma und Opa verflucht für diese Aktion, ehrlich. Jedenfalls haben wir das Kind dann innerhalb der Allergiephase wieder zum Haare waschen lassen bewegen können indem wir jeden Abend mit kleinen Schritten daran gearbeitet haben. Zuerst habe ich nur mit einem feuchten Waschlappen gewischt, dann mit einem nassen Waschlappen, dann den nassen Waschlappen über dem Kopf ausgedrückt, dann mit einem kleinen Becher nur unten, dann mit einem Becher überall, dann mit Spülung. Aber wirklich ganz langsam und immer nur so weit wie sie bereit war mitzumachen. Das ging echt über Wochen.


    Ich würde das Thema wohl erst mal ein paar Wochen ruhen lassen. (Da passiert nichts schlimmes) und dann ganz langsam daran arbeiten.


    Wenn ich das so insgesamt noch sagen darf, würde ich überlegen wie ich dem Kind mehr auf Augenhöhe begegnen kann - veräppeln aber auch so übermäßiger EInsatz von BEstechung halte ich für eher ungünstig.

    Obwohl meine Kinder alle beide mit 14 Monaten noch gestillt haben, hat sich da auch die Art des Stillens noch viel geändert. Während das mit 7 Monaten noch den halben Abend in Anspruch genommen hat, ging das mit 14 Monaten in 20 Minuten. Also so, dass es durchaus möglich wäre sich zwischendrin mal für eine halbe Stunde zurückzuziehen.


    Ansonsten würde ich mir eine designierte Kinder-Person überlegen (Oma, Onkel, etc.), der auf der Hochzeit nur die Aufgabe hat, das Kind zu betreuen. Dann kann man vorher auch dafür sorgen, dass das Kind denjenigen in den Wchen vorher ein paarmal sieht und dann kann es einfach mit auf die Hochzeit, findet es voll aufregend und ist am nächsten Tag unausstehlich...

    Dem Zwerg dann viel Spaß mit dem neuen Fahrrad!

    Und die Rahmengeometrie von den Leichtgewichten obendrein wesentlich günstiger ist als von den schweren Puky und Konsorten. Und somit das Fahrradfahren einfach wesentlich mehr Spaß macht.

    Das würde ich so pauschal nicht sagen. Für uns war zum Beispiel das Kokua ein totaler Fehlkauf weil das Kind (dank der super Rahmengeometrie) immer nach 20 Minuten Druckstellen an den Händen und Schmerzen an den Handgelenken hatte und nicht mehr fahren wollte weil zu viel Gewicht auf den Händen lastete. Das war beim Probefahren von fünf Minuten nicht aufgefallen und weil sich (aus unerfindlichen Gründen) nur der Sattel nicht aber der Lenker höher stellen ließ, wurde dieses Problem auch immer schlimmer, so dass sie das Fahrrad letztendlich kaum genutzt hat. Jedenfalls hatte sie auf dem Puky vorher und dem 08/15 Fahrrad hinterher wesentlich mehr Spaß und hat sie auch viel genutzt. (Ich persönlich fand die etwas aufrechtere Haltung auch für den Überblick besser weil sie sonst den Kopf mehr in den Nacken lgen muss um nach vorne zu sehen und (zumindest meine) Kinder beim Fahrradfahren anfangs sowieso dazu neigten, den Boden direkt vor dem Rad zu betrachten statt den Weg fünf Meter vor dem Rad...)


    Mag sein, dass das an den individuellen Körperverhältnissen meiner Tochter liegt, vielleicht hat sie ja ungewöhnlich kurze Arme oder so, aber pauschal bessere Rahmengeometrie würde ich nicht sagen, da muss man bei Erwachsenen ja eigentlich auch immer messen und dann schauen, was passt. Für das 20 Zoll Rad ist sie auch ein Frog und Woom Bike Probe gefahren, aber auch da saß sie recht schräg und nach den Erfahrungen mit dem Kokua haben wir dann ein 2nd hand Rad von einer mir unbekannten Firma gekauft. Das ist relativ schwer aber dafür auch verkehrssicher, das finde ich schon wichtig aber das bringt natürlich viel Gewicht. Da fand ich einige der Leichtgewichte dann doch ein bisschen geschummelt, muss ich zugeben - wir fahren im Alltag viel Fahrrad und ein Fahrrad ohne Schutzbleche, Gepäckständer, Ständer und Licht ist dann zumindest bei Kindern im Grundschulalter (meine Tochter war sechs als sie gerade so auf das 20 Zoll Rad passte) für uns nicht mehr so passend. Sie fährt damit ja nicht nur im Hof oder im Park sondern ganz normal im Straßenverkehr, muss das Rad abstellen, hat durchaus auch Sport- oder Schulsachen dabei ... Aber wenn man das alles nachrüstet, steigt das Geicht ganz schön.

    Ich glaube das mit dem Schminken ist auch ein bisschen Gewöhnung. So wie man sich ohne Fingerring nackt fühlt wenn man immer einen trägt. Ich hatte schon Zeiten, in denen ich mich täglich geschminkt habe - da hat was gefehlt wenn ich denn mal gelassen habe und Zeiten da schminke ich mich nur wenn ich Lust habe, da stört es mich gar nicht ungeschminkt zu sein.

    Ich finde das niederl. System inzwischen viel besser als das deutsche.

    Wobei ich sehr interessant fand wie sich das Außen- und Innenperspektive verschieben. Meine Tochter war ja in den Niederlanden in der Vorschule und ich war eigentlich sehr angetan von dem System während ich von dem deutschen System eher einen negativen Eindruck hatte, auch durch das Forum und die BErichte davon, dass es schwer ist überhaupt einen Platz zu finden, die Personalschlüssel grottig sind, usw. Dann sind wir nach Deutschland gezogen, meine Tochter ist in den Kindergarten gewechselt (sehr zu ihrem Ärger durfte sie nicht mit vier in die Schule) und wir hatten innerhalb von drei Wochen einen Platz vor Ort für sie, die Personalschlüssel war deutlich besser als in der niederländischen Vorschule und es gibt Angebote, die es in den Niederlanden so nicht gab (einen Draußen-Tag in der Woche, kochen und backen, etc.) Es gibt auch immer noch Dinge, die ich an unserer Vorschule in den Niederlanden besser fand (den Speelinloop z.B., wo die Eltern die ersten 20 Minuten noch bleiben und mitspielen sollten). Neulich habe ich dann angefangen den opgejaagd Podcast über die niederländische kleuterklas (also die vier- und fünfjährigen) zu hören und die Darstellung vom niederländischen System darin klingt gruselig und ich war irgendwie fast froh, dass uns das erspart geblieben ist, was mich mich schon überrascht hat weil ich ja weiß, dass ich überhaupt kein Problem damit gehabt habe als wir in den Niederlanden gewohnt haben.


    Ich denke man sieht so Systeme von außen oft anders als wenn man drinsteckt und es ist gar nicht so leicht zu sagen System A finde ich jetzt besser als System B oder so.

    Meiner großen Tochter haben wir mit zwei den Mittagsschlaf gestrichen weil das nur noch nervig war (für alle Beteiligten). Nach einer Umstellungsphase war es dann auch viel entspannter. Wir hatten wieder entspannte Nachmittage mit Kind und entspannte Abende an denen sie geschlafen hat. Sie ist dann auch deutlich früher ins Bett. Vielleicht kannst du dein Kind dann abends früher hinlegen? Ihr müsst ja ein müdes Kind nicht bis um acht wach halten?

    Meine Tochter (gleiches Alter und Gewicht) passt noch in unseren Huckepack Toddler und ich finde das auch noch recht angenehm zu tragen. (Sie findet es eher doof, macht es aber auf längeren Wanderungen o.ä. schon mal mit.)

    Also ich nehme Anstoß an “Nudeln!!!” im Kommando-Kreisch-Ton. Da bitte ich dann darum, das freundlich zu sagen. Manchmal sage ich auch nur: gebe ich dir gerne aber ich fände es besser wenn du Xyz sagst.


    Die Formulierung ist mir aber ziemlich egal so lange Formulierung und Ton freundlich sind. Also wenn es Nudeln oder Auflauf gibt und das Kind sagt nett: ich will Nudeln finde ich das völlig okay. Wenn es nur Nudeln gibt und das Kind kreischt dass es sofort Nudeln will, dann schlage ich alternative Formulierungen vor...