Beiträge von Peppersweet

    Schon gar nciht als etwas was man in Abwesenheit der betroffenen Person in einem grossen Kreis zu diskutieren hat. Egal ob es darum geht, ob meine Tochter noch Jungfräulich ist, auf Mädchen steht, asexuell ist, oder sonst was. Die haben das nicht in der Gruppe zu diskutieren. Nach hiesen Gepflogenheiten ist sowas unhöflich und grenzüberschreitend, da man hier im allgemeinen Sexualität als Privatsache versteht.

    Als Deutsche geht es mir da aber ganz genauso. Ich fände es absolut schrecklich und und grenzüberschreitend wenn irgendwo über meine sexuelle Orientierung (oder sexuelle Vorlieben oder auch darüber ob ich wohl eine gute Beziehung zu meiner Mutter habe) spekuliert. Entschuldigung, das ist Privatsache und es geht einfach niemanden was an und das beinhaltet dann für mcih ganz klar, dass darüber auch nicht spekuliert wird.

    Der einzige Grund der mir einfällt, warum ich das schlimm finden könnte, wäre wenn es für mich voll schlimm wäre das mich wer für lesbisch halten könnte. Da ist aber doch nichts schlimm dran

    Mein Grund ist nicht, dass es schlimm wäre lesbisch zu sein, sondern dass ich gerne das Recht hätte, selbst zu bestimmen, welche Informationen ich wann mit wem teilen möchte. Das empfinde ich als ein ziemlich grundsätzliches Recht und je persönlicher die Information, um so mehr trifft das zu. Nicht umsonst ist es ja auch ein Unding wenn jemand gegen seinen Willen "geoutet" wird und insgesamt einfach ein wichtiges Thema wann man sich wie und wem gegenüber "outet". Ich würde also überhaupt nicht sagen, dass Spekulieren über die sexuelle Orientierung nicht schlimm ist.


    Das Spekulieren finde ich dann auch noch schlimm weil es zu 100% auf Stereotypen fusst, Da schließt man mal eben von Haarschnitt, Kleidung und Berufswahl auf die sexuelle Orientierung. Das mag noch irgendwo okay sein wenn ich für das Buffet für die Solawi-Genossenschaft eine höhere vegane Quote einplane als für eine andere Gruppe aber wenn eine Gruppe aufgrund von solchen Merkmalen über Einzelne spekuliert finde ich das echt daneben. Ganz besonders wenn es um eine Jugendliche geht, wo die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass sie noch nicht mit sich selbst im Reinen ist, was dieses Thema angeht.


    Ich verstehe jetzt nicht, warum das so ein Thema ist, wenn in Jungsserien wie Feuerwehrmann San nur wenig Frauen sind? In den Mädchenserien sind doch auch keine Jungs zu finden. Ausser als Schwarm. Ich kenn die nur am Rande, meine Jungs gucken das nicht, erinnere mich aber an so eine Serie mit Feen, an was mit Meerjungfrauen und so eine Ponyserie (Wendy?) Und da gab es keine Jungs.

    Ich finde es einfach schlimm, dass Jungsserien und Mädchenserien gibt und nicht Serien für Kinder. Es bedeutet nämlich, dass wir Kindern ganz klar vorgeben, dass Mädchen sich für Feen und Ponys zu interessieren haben und Jungs für Polizei , Feuerwehr und Baustellen und nimmt Kindern die Möglichkeit, sich selbst zu entscheiden und eigene Interessen überhaupt erstmal frei zu formen. Alles wird so klar als "für Mädchen" oder "für Jungs" produziert, dass selbst Zweijährige problemlos erkennen können welche Zahnbürste, Fernsehserie, Playmobilfigur, etc für sie ist und welche für das andere Geschlecht. Da sind sie noch in einem Alter in dem Interessen sich überhaupt erst formen und wie nehmen ihnen einfach mal die Hälfte aller potentiell interessanten Themen weg, indem wir sie dem anderen Geschlecht zuschreiben. Da braucht es dann schon sehr viel inneres Interesse vom Kind, um trotzdem auf Ponys oder Polizei zu bestehen, die meisten nehmen dann erstmal an, was ihnen zugeschrieben wird.

    Wir waren im Premier Inn (davon gibt es viele, wir waren in King's Cross), das fand ich vom Preis-Lesitungsverhältnis ganz gut (also für London halt) weil es Familienzimmer gab und die Kinder umsonst frühstücken konnten wenn man als Erwachsener das Frühstück gebucht hat.

    Bei uns sind es zum Kiga gemessene 4 km Laufweg.

    Die läuft meiner jeden Tag hin und wieder zurück.

    Wow, wie lange seid ihr denn da unterwegs? Ein Weg von vier Kilometern mit meiner Dreijährigen würde hier Stunden in Anspruch nehmen, um da zu einer annehmbaren Zeit im Kindergarten zu sein, müsst ihr ja echt früh los. Selbst als Erwachsene brauche ich da noch fünfzig Minuten...

    Die Gender-Kacke daran ist, dass es so viel mehr Rollen für Schauspieler gibt als für Schauspielerinnen, dass CEOs zu einem hohen Prozentsatz männlich sind, etc. Der Rest ist ein teilweise absurdes Missverhältnis von Löhnen.

    Finanziell werde ich das alles nochmal durchrechnen müssen. Ist nicht so leicht, weil übers Jahr doch einige Autokilometer zusammenkommen, weil das Auto halt eh da ist und man es dann bequemerweise nutzt. Was da jetzt wirklich essentiell ist

    Es gibt Rechner mit denen man den Unterhalt für das Auto je nach Typ berechnen kann. Ich glaube im Durchschnitt sind es 300 Euro im Monat - dafür kann man bei uns schon ziemlich viel Carsharing betreiben.

    Du klingst für mich liebevoll mit normalen Grenzen der Geduld und Langmut. Deine Tochter klingt für mich wie zwei. Hier führt das auch immer wieder zu Frustrationen. (Gerade trinke ich einen Beruhigungskaffee weil das Tochterkind erst dringend selbst Handcreme auf die Hand machen wollte (Kreischanfall), dann wütend war weil ihre Hände "seifig" waren (Kreischanfall mit Treten und Beißen) und dann wütend als ich versucht habe, die überschüssige Handcreme wieder von ihren Händen zu entfernen...


    Was hier oft gut funktioniert ist abwechseln, dem jeweils anderen Elter kann das Kind dann oft recht entrüstet von den Ungerechtigkeiten der WElt berichten und sich dann auch trösten lassen. Ansonsten tendiere ich dazu, Konflikte zu vermeiden, sprich ich lese dann weiter vor, Käsfüßigkeit hin oder her. Bei meiner Tochter (die eigentlich wirklich lang und konzentriert zuhören kann) ist solches Rumgezappel aber schon auch ein Zeichen, dass die Geschichte zu schwierig oder zu lang ist. Da kürze ich dann ab bzw. wir suchen beim nächsten Mal was kürzeres aus (wenn es ihre GEschichte ist) oder biete Alternativen an (sie puzzelt z.B. gerne während ich der großen Schwester vorlese. Manchmal hört sie da auch zu, aber man merkt schon wenn ihre Geduld erschöpft ist und dann kommt es zu zappeln und Quatsch.) Zwei längere Geschichten kurz vor dem Schlafengehen wären hier auch eher viel, obwohl meine Tochter fast ein Jahr älter ist.


    Ich glaube aber nicht, dass du oder dass deine Tochter irgendwie "absichtlich" eure Mütter ärgern wollt. Zumindest das Verhalten, das du von deiner Tochter beschreibst, ist ganz normales "ich probiere mal aus was passiert wenn x,y,z" Verhalten und oft auch noch die Unfähigkeit sich Konsequenzen (selbst wenn man sie vorher gesagt bekommt) vorzustellen und dann die Frustration über die Konsequenzen. (Also z.B. beim Teller-Tausch-Spiel sieht man ja schon, dass sie noch nicht durchschaut, dass sie Teller A nicht mehr hat wenn sie ihn für Teller B tauscht. Diese Erfahrung, dass ihn jeder Entscheidung für etwas auch eine Entscheidung gegen etwas steckt, ist in dem Alter noch neu und zutiefst frustrierend, glaube ich.) Vielleicht hilft es dir auch im Umgang mit deiner Tochter, anzuerkennen, dass dein Verhalten als Kind ebenso wie das Verhalten deiner Tochter aktuell einfach ganz normales Kinderverhalten ist und es deine Mutter war, die leider keinen guten Umgang damit gefunden hast während du jetzt die Chance hast, einen guten Umgang zu finden bzw. nach deiner Schilderung auch schon gefunden hast?

    Es ist ja auch aufregend! Hat sie keinen AB? Eine E-Mail-Adresse? (Meiner Hebamme musste man als Neupatientin erst mal auf den AB sprechen weil sie quasi nie an das Telefon ist. Wenn man dann aufgenommen war, hat sie auch die Handynummer rausgerückt mit der man sie im Normalfall sofortt erreichen konnte.

    Und wie mache ich denn das? Ruf ich sie an oder versuche ich fadenscheinig ein privates Treffen hinzubekommen, denn ich würde es ja lieber im 4 Augengespräch als per Telefon besprechen, aber auch nicht zwischen Tür und Angel im Kindergarten...

    Ruf sie an. Dann ist sie im Berufsmodus, hat ihren beruflichen Terminkalender da usw., das macht es für sie sicher einfacher als bei einem privaten Termin mit herumwuselnden Kindern. Meistens macht man beim ersten Telefongespräch ja auch einen Termin für ein persönliches Gepräch.

    Wir hatten noch nie ein eigenes Auto, machen aber seit dem zweiten Kind Carsharing, in erster Linie um meine Schwester zu besuchen, die öffentlich nervig zu erreichen ist oder mal ein Wochenende weg zu fahren oder wenn wir was sperriges transportieren wollen. Den absoluten Luxus am Carsharing finde ich ja, dass man sich immer das passende Auto leihen kann (zumindest unser Carsharer hat ein großes Angebot) - wir haben also schon Neunsitzer geliehen für einen Ausflug mit Freunden und Transporter für den IKEA-Besuch.

    Ansonsten machen wir fast alles mit dem Fahrrad und ich wüßte gar nicht, wofür ich ein Auto bräuchte (wobei unser Leben natürlich auch so organisiert ist, dass man ohne Auto zurecht kommt). Hier ist das Ausliehen echt recht einfach, mit der App dauert das Buchen nur Minuten und wir haben mehrere Stationen im Umkreis von ein paar Kilometern, das geht ganz gut. Rechtzeitig daran denken, zu buchen müssen wir nur für Weihnachten und die Ferien, da sind die Autos schon früh ausgebucht.

    Ja, das mache ich auch manchmal, das ich mit dem Laptop in der anderen Zimmerecke sitze und ein bisschen arbeite. Das ist hier oft ein guter Kompromiss zwischen genervter Mama, die noch viel machen muss, und Kindern, die nicht allein sein wollen.

    Also wenn sie alleine gut einschläft und du noch arbeiten musst, würde ich das durchaus versuchen. Das muss ja gar nicht böse sein oder so. Du kannst ihr doch erklären, dass du jetzt immer noch zehn Minuten bei ihr bleibst und mit ihr kuschelst und dann schon mal rüber gehst um noch zu arbeiten und nachher nochmal nach ihr schaust oder so. Mit vier versteht sie ja auch wo du dann bist und so. Und wenn sie dann nach einer halben Stunde oder so nicht schläft, kannst du dich immer noch dazu setzen.


    Meine Erfahrung ist allerdings auch, dass Einschlafbegleitung echt schwierig wird wenn ich erstmal richtig genervt bin. Kann ich auch irgendwo verstehen, ich könnte auch nicht einschlafen wenn jemand total genervt neben mir säße.

    In diesem Fall rate ich auch zu einem Gespräch unter Erwachsenen, wie ihr das handhaben wollt. Vielleicht weiß deine Freundin auch nicht so genau wie sie reagieren soll. Mit Kindern, die sich sofort immer alles nehmen, was sie haben wollen und ihr Gut körperlich verteidigen, kommt man vielleicht auch nicht so auf die Idee, dass ein Kind leidet, wenn es die Sachen doch recht protestlos hergibt weil das eigene Kind das nur machen würde wenn es die Sachen eh nicht so dringend will. Vielleicht könnt ihr euch auf gemeinsame Regeln einigen?


    Ansonsten finde ich bei Kleinkindern wichtig, auch zu schauen wie es den Kindern tatsächlich geht in der Situation. Als Erwachsener fühlt sich die Situation ein Kind hat schon zwei Puppen und will jetzt dem anderen Kind seine auch noch entreißen auf jeden Fall unfair an. Aber manchmal finden die Kinder die Situation gar nicht so arg. Wenn Kind 1 Kind 2 die Puppe entreißt und Kind 2 sich dann unbeeindruckt irgendeinem anderen Spielzeug zuwendet ist es nicht hilfreich mit Zweijährigen das Konzept "teilen" zu besprechen. Da muss man schon gut beobachten um erwachsene Werte und Kinder-Erfahrungen in dem Moment auseinander zu halten.

    In der special election um den Senatsplatz hat nicht Roy Moore gewonnen (der nicht nur die Evolution ablehnt, sich geweigert hat LGBT-Rechte anzuerkennen, gegen Abtreibungen und gegen die Trennung von Kirche und Staat ist sondern der auch des sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen beschuldigt wird) sondern Doug Jones (der nicht nur Demokrat sondern sogar für das Recht auf Abtreibungen ist) und das in Alabama, was so rot ist wie nur was! Der letzte demokratische Senator aus Alabama wurde irgendwann Anfang der Neunziger gewählt...


    Damit schrupft auch die republikanische Mehrheit im Senat auf 51 zu 49 Stimmen!

    Also Fotzn kannte ich ganz lang nur als Mund und noch nicht mal als besonders derbes Wort, so wie Klappe oder so. Goschn gibt es auch noch. Die Bedeutung als Schimpfwort habe ich erst nach einem Umzug kennen gelernt.

    Aber im Kopf sehe ich meinen Sohn mit ner Tüte Süßes, die anderen mit kunstvoll drapierte Cupcakes 😱

    Aber eigentlich sind deine Kinder (außer der Jüngste vielleicht) ja auch schon groß genug, um selbst Muffins zu backen. Wenn es also so ganz essentiell wichtig gewesen wäre, hätten sie das doch gemacht.

    Guter Punkt! Und WENN sie den Unterschied sehen, dann sehen sie vielleicht auch, das vieles von den Lehrberufen (die ich damit nun gar nicht abqualifizieren möchte) von ihnen selbst auch schon gemacht werden kann - Autofahren knnen alle lernen, zum Kehraut isses aus Kindersicht nicht so weit; lieb zu Patienten sein und waschen und verbinden siehr erstmal auch ncht so schwer aus, Mama macht sowas ja mit meinem verblötschen Knie auch - , während Ärztin und Bauingenieur doch irgendwelche Schreibtischtätigketen und so Sachen mit dicken Büchern und komplizierten Geräten implizieren.

    Im Kindergarten meiner Tochter ist bei Arztspielen die beliebteste Rolle die "Aufruferin" aka Sprechstundenhilfe weil die nämlich bestimmen darf wer als erster drankommt. Was dann zwar eine Fehlinterpretation der tatsächlichen Machtverhältnisse ist aber doch wieder nahe an erwachsenen Lebensrealitäten (Jobs mit mehr Macht/ ENtscheidungsmöglichkeiten sind beliebter als die mit weniger).