Beiträge von Miriam

    Das große Problem ist hier vor allem folgendes: die Firmen haben keine Lust auf Tagespraktikanten. Mein Sohn muss jetzt im März noch einen Termin finden und hat schon 5 Absagen kassiert immer mit dieser gleichen Begründung.

    Ursprünglich fand ich die Idee eigentlich ganz nett. Aber so langsam nervt es hier.


    Habt ihr eine Uni in der Nähe? Die bieten hier grundsätzlich eine ganze Palette an Berufen an. Sie sind allerdings auch entsprechend gefragt und schnell voll.


    Für das Praktikum jetzt ist das vermutlich zu spät, aber es gibt grundsätzlich hier auch einmal im Jahr so eine Schülermesse, in der die Uni ihre Berufsausbildungen vorstellt. Das war auch ziemlich gut gemacht.


    Ansonsten teile ich leider dein Problem. Ich habd mich damals primär für klassisch gesehen weibliche Berufe interessiert. Diese ganzen Berufe, in denen lange nur Männer zuhause waren, sind mir fremd. In der Messe oben haben wir aber z.B. den Feinwerkmechaniker gefunden. Das könnte evt. auch für deinen Sohn interessant sein.

    Ich seh es ein bisschen kritischer. Aber angucken würde ich mir die Schule auf jeden Fall!

    Wir haben uns aber seinerzeit dann gegen die Brennpunktschule entschieden, die allerdings auch kein Gymnasium war, sondern eine Sekundarschule (ohne Oberstufe). Ich finde das Konzept der Schule gut und auch die Lehrer waren mir sympathisch. Aber ich sehe ja, welche Kinder aus unserem Ort dort hingehen. Und da ist das Problem, weil das wirklich nur die schwierigsten Kinder aus prekären Verhältnissen sind. Alle anderen Kinder entscheiden sich hier für die Gesamtschule (mit Oberstufe) oder eben eine klassische Schule. Wir haben es damals trotzdem erwogen, einfach weil der Schulweg auch kürzer gewesen wäre und mir die Schule wirklich sympathisch war. Im Nachgang habe ich dann aber wieder gehört, wie schrecklich es dort laufen soll. Und dies von Leuten, die es auch beurteilen können. Daher sind wir froh uns doch für die Gesamtschule entschieden zu haben.


    In eurem speziellen Fall sprechen aber ja durchaus einige Punkte für diese Schule. Und von daher würde ich so selbstverständlich nicht sofort abschreiben! Aber kritisch prüfen würde es schon.

    Hier im Münsterland gibt es eigentlich ohnehin nur selten richtigen Winter.

    Wir haben den Schlitten seit Jahren nicht mehr ausgepackt, weil eher stundenweise mal Schnee liegt. Wenn die Kinder aus der Schule kommen, ist meist schon alles wieder weg.


    Aber ich stimme dir zu. Man kann jetzt noch nicht sicher sein, dass der Frühling schon kommt. Aber wünschen darf man e sich ja :-)

    Wenn Geld keine Rolle spielt, könntest du wahrscheinlich auch schon morgen einfach loslaufen und die verschiedenen Fernwanderwegen in Deutschland miteinander verbinden. Natürlich wird es dann ‚dazwischen‘ kein besonderer Weg sein, aber es gbt ja z.B. über die Jakobswege durchaus zahlreiche Möglichkeiten. Und einfache Hotels gibts eh fast überall. Ich hätte da in der Ferienzeit eher bedenken, ob man spontan was findet. Da mag das Zelt eine gute Idee sein. Aber dafür muss man es halt auch tragen... ist geschmackssache. Ich würde wohl beides mögen, weil ich doch auch eine warme Dusche am Tag mag und die hat man mit Zelt nicht unbedingt, weil nicht überall Campingplätze in Fußweitreiche sind. Aber man kann natürlich auch beliebig Hotels und Campingplätze abwechselnd nutzen.


    Ich war letztes Jahr auf dem Rothaarsteig, der hat mir sehr gut gefallen. Allerdings dauert der keine 8 Wochen natürlich. Die Wege in D. werden alle nicht so lang sein. Von daher müsste man sie dann kombinieren. Dafür ist es sehr unkompliziert in der Organisation.

    Jetzt in den Wintermonaten muss man in Höhenlagen natürlich Schnee noch bedenken. Aber wenn ich Zeit und Geld hätte... würd ich trotzdem sofort starten.


    Ist bestimmt so oder so eine tolle Idee! Wie auch immer du dich entscheidest, wünsche ich dir viel Spaß und Ruhe!

    Je älter ich werde, desto mehr werde ich zum Morgenmensch. Daher beginne ich die Arbeit morgens eigentlich gerne mit relativ viel Elan und würde da die schwierigeren oder anstrengenderen Sachen machen. Im Moment fange ich um 7:15 Uhr an zu arbeiten, die Zeit ist echt günstig für mich.

    Gegen Mittag brauche ich dann aber eine richtige Mittagspause mit einer gescheiten Mahlzeit. Und danach verfalle ich dann leider immer in ein gewisses Tief. Daher ist es frühnachmittags für mich besser Routineaufgaben zu machen, für die man sich nicht mehr so dolle konzentrieren braucht, weil man mich da echt oft total vergessen kann. Am späten Nachmittag/frühen Abend geht es manchmal erst nochmal wieder etwas besser. Trotzdem ist es für meinen idealen Arbeitstag erforderlich möglichst viel am Vormittag zu schaffen.

    Ehrlich gesagt mag ich es auch, wenn mein Tag halbwegs vorhersehbar ist. Jetzt nicht im Detail und realistisch ist das sowieso nicht in meinem Job. Aber ich mag es im Prinzip, weil ich dann besser planen kann.

    Und ideal ist es natürlich, wenn die Arbeit kontinuierlich abgearbeitet werden kann. Stress ist blöd. Unterbeschäftigung macht mich aber genauso unzufrieden. Dann kommt man in keinen Flow.


    Mir ist es auch wichtig mich mit meinen Kollegen zu vertragen und es ist schön, wenn man auch mal zusammen lachen kann. Dann ist es mir ein Bedürfnis die Arbeit auch fertig zu bekommen, die ich mir vorgenommen habe. Und die Menschen, um die es im Job geht, die sollen zufrieden sein. Das ist ganz wichtig.

    Ich habe eine Bekannte, die ebenfalls solche Probleme entwickelt hat. Bei ihr stellte sich dann allerdings raus, dass es ihre Psyche war. Sie konnte zwischenzeitlich gar nicht mehr gehen. Von aussen betrachtet waren alle ganz verwundert, weil gerade diese Frau immer so besonders stark und stabil gewirkt hatte. Da gab es aber doch eine Situation, die sie zu stark belastet hatte.

    Vielleicht mögt ihr in die Richtung auch einfach mal denken. Natürlich muss es nicht so sein! Es könnte aber ein wichtiger Aspekt sein. Und dann werden die Beschwerden sich nicht bessern, bis man sich dem Problem/Konflikt gestellt hat.

    Eigentlich hatte ich sogar selber auch mal eine nicht ganz unähnliche Situation: mit 20 Jahren steckte ich ganz unglücklich in einer beruflichen Konfliktsituation fest. Ich war da schlicht total überfordert, aber mochte es mir nicht eingestehen. Dann bekam ich nach einigen Monaten plötzlich extreme lumbale Beschwerden mit kribbeln in den Beinen und wirklich starken Schmerzen. Es konnte kein körperlicher Befund erhoben werden. Damals hatte ich noch Glück im Unglück, denn ich kam an einen Arzt, der mir einfach grundsätzlich einen Berufswechsel empfahl und spielte mir in dem Fall zu. Denn damit war ich aus dem Schneider und die Schmerzen verschwanden. Erst Jahre später habe ich verstanden, dass das eigentlich ein Hilferuf meiner Psyche an meinen Körper war.


    Ich würde mich tendentiell nicht auf den Bewegungsapparat versteifen, weil sie da schon gründlich untersucht wurde. Mit Osteopathie kenne ich mich nicht aus, aber man sagt doch immer, das sie sehr vielfältig wirksam ist. Wenn dem so ist, würde sie wohl in jedem Fall auch hilfreich sein können.


    Psychische Aspekte anzusprechen, kann schwierig sein. Es ist schon schmerzhaft da überhaupt auf die Suche zu gehen. Vielleicht ist es bei euch auch was ganz anderes. Aber falls da doch was dran sein könnte, dann ist es auch besser nicht zu viel Zeit zu verlieren. Deswegen ist es eigentlich gerade für Menschen, die es dann doch so betrifft auch wichtig, wenn man diese Möglichkeit frühzeitig mit einbezieht.

    Scheint als ginge ein fieser Infekt mit diesen Symptomen rum. In meiner Umgebung sind ganz viele krank und mir gehts auch ähnlich. Allerdings sind meine Rotzerei, Kopfschmerzen, Übelkeit, Druck auf den Ohren, Halsschmerzen, usw und so fort , noch im arbeitsfähigem Zustand auszuhalten. Bei dir klingt es viel gemeiner... daher würde ich dir auch einen Arztbesuch nahelegen. Manchmal setzt sich auf so einen Virusinfekt noch eine bakterielle Infektion oben drauf und dann kann ein Antibiotikum schon sehr hilfreich sein.

    Meine Kinder sind aus dem Alter schon raus. Aber früher hatten wir dieses Problem mit 2 verschiedenen Familien auch. Das ist wirklich schwierig. Beide Mütter sind grundsätzlich gute Mütter, sind aber etwas ‚stumpf‘ und vertrauen darauf, es finden sich schon Lösungen. Und es ist ja auch so, irgendein Nachbar macht es dann schon.

    Würdest du die Kleine rauswerfen, würde sie evt. einfach bei anderen Nachbarn klingeln.


    Du kannst da nur auf deine eigene Grenze achten und die durchsetzen. Und die dem Kind klar kommunizieren.

    Zwei Jungs standen hier mal mitten in der Schulwoche in meiner Küche und teilten mir mit, dass sie heute bis 21 Uhr bleiben, weil die Mutter arbeiten geht. Da habe ich denen sagen müssen, dass das keine Option ist, weil meine Kinder um 20 Uhr zu Bett gehen. Gut, da musste sich deren Mutter doch was neues überlegen, denn ich habe sie umgehend zur Klärung nach hause geschickt, bevor sie wegfährt. Versuchen kann man es halt...


    Eine andere Mutter hat zwar überall ihre Handynummer soweit bekannt gegeben, aber sie war nie erreichbar darüber und dann hilft das auch nicht. Der Sohn hatte nie einen Schlüssel dabei. Irgendwann ist eine Nachbarin von mir dann sogar mit dem Kind in der Notaufnahme gewesen, weil die Eltern nicht erreichbar waren. Da hatte sich das Kind in der Schule verletzt und mochte nicht alleine mit dem Krankenwagen mitfahren, Lehrerin nicht abkömmlich, also rief sie die Pflegschaftsvorsitzende zur Hilfe. Blöd sowas. Wäre das ein Einzelfall gewesen, ist das ja alles kein Problem und kann jedem mal passieren. Aber es häuft sich dann halt und man schickt solche Kinder mit schlechtem Gefühl nach hause.


    Die betroffene Mutter wiederrum findet das oft gar nicht so schlimm, weil sie ja theoretisch das gleiche auch für unsere Kinder tun würde, wenn sie denn mal zuhause wäre und ihrem Kind ist es ja gut ergangen. Mir scheint das einfach eine andere Sicht zu sein auf die Welt. Meiner Erfahrung nach muss man solche Leute dann aber auch fordern, denn sonst kommt da nichts, wenn man eine Besuchsregelung auch mal auf Gegenseitigkeit möchte z.B.

    Oder eben die Grenzen immer von vorneherein absprechen. Wenn du z.B. Besuch bekommst, könntest du die Kleine nochmal nach hause schicken und der Mutter ausrichten lassen, wann Schluss ist bei euch. Dann kann das Kind zurückkommen zu euch, wenn es der Mutter so genehm ist.

    Wenn du keine Fördergelder erhalten hast, war dein Studium mit Sicherheit wirklich sehr hart.


    Selbstverständlich ist ein Studium auch sonst kein Spaziergang. Das wollte ich damit gar nicht behaupten! Ich habe in der Woche auch Rund-um-die-Uhr von morgens 8 bis flexibel mal 16 Uhr, mal 18 Uhr Veranstaltungen gehabt. Ohne jegliche Planbarkeit ist da kein Nebenjob in der Woche drin, so dass meine Kommilitoninnen und auch ich im wesentlichen am Wochenende noch zusätzlich gejobbt haben. Danach kommt dann das lernen für die Klausuren in den noch übrigen Stunden.

    Von daher hast du Recht, wenn man sich überlegt, dass ich als Arzthelferin am Wochenende immer frei gehabt hätte.

    Trotzdem wollte ich nicht einmal ernsthaft abbrechen und zurück zum Job. Und dabei habe ich den sogar auch sehr gerne gemacht. Aber studieren ist eben auch großartig, wenn man das Fach mag. Ich bin immer gerne zur Uni gegangen.


    Ich finde es auch tatsächlich sinnig, wenn jemand mehr Geld verdient, weil er keinen nine-to-five Job hat und auch am Wochenende regelmässig herangezogen wird. Jeder dieser Überstunden, Dienste und Co sollte aber dann eigentlich auch sowieso zusätzlich bezahlt werden. Ist ja im wesentlichen auch eigentlich so. Trotzdem kann sich ein Arzt z.B. ja nicht aussuchen, ob er Bock auf 24h Dienste hat oder auf Wochenenddienste, weil er sie leisten muss. Von daher ist das schon ein stichhaltiges Argument für mehr Geld, weil eine 50-60 Stunden Woche die Regel ist.


    Aber zurück zur Putzfrau oder die Regalverräumerin bei Edeka. Ist das wirklich ein so einfacher Job? Meine Schwiegermutter ist mittlerweile körperlich ein ziemliches Wrack mit orthopädischen Problemen überall. Ihr Lebensstilist soweit okay, daran liegt es nicht. Aber die dauerhafte körperliche Belastung hinterlässt Spuren.

    Ich möchte nie nie niemals mein Leben mit ihrem vertauschen. Sie hat nie die Chancen im Leben gehabt, die ich hatte.


    Wenn man die Leute einteilt in Jobs nach Prestige oder Wertigkeit, wäre die Voraussetzung doch erstmal, dass jeder die gleiche Chance haben müsste einen hohen Bildungsabschluss zu erreichen. Davon sind wir weit entfernt. Und es bringt ja auch gar nicht jeder die Voraussetzungen mit.

    Platt gesagt: wenn jemand halt mit einem IQ von 70 zur Welt kommt, hat er nicht die Möglichkeit sich eine akademische Karriere zu schaffen. Wenn er Glück hat, bekommt er aber einen Job am unteren Ende der Nahrungskette. Dort gilt er dann aber als faul, weil sein Job ja nicht so wichtig ist? Ein solches Kind musste für seinen Schulabschluss viel härter arbeiten, als ein Kind mit mehr IQ. Deshalb hat es ja auch vielleicht „Glück“ und bekommt überhaupt einen Job. Während ein Kind mit einem IQ meinetwegen von 115 sich relativ leicht ein gutes Abi erarbeiten kann und dafür ständig belobigt wird, obwohl sich der dümmere Junge vielleicht sogar viel mehr angestrengt hat. Ist das fair?

    Ich hatte früher 2 leicht intelligenzgeminderte Freunde. Beide sind fleißig, so dass der eine heute LKW Fahrer ist und der andere hat eine Stelle auf dem Bau, soweit ich weiß. Mehr können die beiden nicht erreichen. Es ist toll, wie weit sie gekommen sind.

    (Die IQ Werte sind hier frei erfunden und sollen nur was verdeutlichen! Ich weiß selber, dass das nicht so fix gesehen werden kann!)


    Deswegen finde ich jeden Job erstmal gleich viel Wert. Und dann kann man gucken, inwiefern kleinere Zuschläge erforderlich sind für Unternehmerrisiken, unerträgliche Arbeitszeiten, Studienkreditschulden, Rentenzeiten usw.

    Aber eben nicht dafür, weil jemand klüger ist. Fleiß ist schwer messbar. Ansonsten mag der auch zum Teil ein Kriterium sein. Wobei Fleiß erstmal auch in uns angelegt ist.


    Viele Putzfrauen haben nie die Chance gehabt, weil sie aus dem Ausland kommen und ihr Bildungsabschluss hier nicht in der Form anerkannt wird. Eine gute Bekannte von mir z.B. arbeitet deshalb als Verkäuferin in der Bäckerei. Die Arbeitszeiten sind richtig mies. Wird das entsprechend entlohnt? Nein natürlich nicht. Ihr Mann, auch aus dem Ausland, hat ursprünglich mal studiert, baut hier Zäune, weil sein Abschluss hier nichts wert war und ein weiteres Studium finanziell nicht drin war.


    Andere Putzfrauen, wie meine Schwiegermama, sind einfach zu lange bei den Kindern zuhause geblieben und waren danach zu lange aus dem Beruf. Sie durfte nicht wieder einsteigen, obwohl sie es damals sehr versucht hat. Heute läufts anders, aber damals war das so. Vollzeitkindergartenplätze gab es sowieso nicht.

    Meine Schwiegermutter versucht seit ich sie kenne, irgendwie ein zweites Standbein zu schaffen und ist sehr kreativ dabei, bildet sich fort. Aber niemand gibt einer Ü50 Putzfrau eine ernsthafte Chance ein eigenes Unternehmen zu gründen. Sie läuft immer vor irgendwelche Wände.


    Selbst wenn ich ins Verhältnis gesetzt (also wegen Studienkredit und Co) nicht mehr verdienen würde, als eine Putzfrau, würde ich mein Studium immer noch gut finden. Weil ich meinen neuen Job viel cooler finde zu machen, als z.B. putzen zu gehen oder Regale einzuräumen. Ich bin sehr sehr dankbar für diese Chance. Wohl auch, weil ich jeden Tag sehe, wie schwer es ist für die Leute, die keine so sichere Perspektive haben. Die sich jeden Tag gängeln und herumschubsen lassen müssen, weil sie leicht zu ersetzen sind durch den nächsten. Weil putzen, Regale räumen, im Einzelhandel verkaufen usw. erstmal fast jeder schnell erlernen kann. Das ist ein hartes Leben, was noch nichtmal angemessen vergütet wird.

    Nicht der Arzt sitzt am Schreibtisch, sondern der Student.


    Und ja, ich finde die Arbeit des Friseurs gleich wertvoll, wie die Arbeit des Rechtsanwaltes.

    Jeder Mensch versucht seine eigenen Talente im Beruf umzusetzen, wenn man Glück hat und das so machen kann. Wenn man mit Intelligenz gesegnet ist, sollte man die auch einsetzen und einen hochqualifizierten Beruf erlernen. Wenn man nicht so klug geboren ist, kann man vielleicht kein Studium machen, aber trotzdem seine eigenen Talente einbringen und so wertvoll für uns alle sein.


    Natürlich hat ein Unternehmer eine höhere Verantwortung und sollte von daher auch Rücklagen schaffen können für das Unternehmen. Ein Arzt braucht für seine große Verantwortung entsprechende Versicherungen, die er natürlich von seinem Einkommen finanzieren können muss. Die braucht ein Friseur nicht. Trotzdem erklärt es die Diskrepanz nicht.


    Was ich meine: wenn ein Beruf hohe Kosten verursacht, weil man Angestellte braucht, muss natürlich das Einkommen höher sein, damit man auch die Arzthelferin bezahlen kann. Wobei die Arzthelferin ja eben nicht anständig bezahlt wird.

    Aber oft wird damit argumentiert, dass man doch so ein hartes Studium absolvieren musste und deswegen ein höheres Gehalt nötig wäre. Und das lasse ich so nicht gelten. Denn ich kenne alles. Ich habe gearbeitet und beende in Kürze mein Studium. Dann werde ich auch sehr gutes Geld verdienen. Aber meine Studienzeit war grundsätzlich erstmal nicht härter, als eine Berufstätigkeit. Und es ging uns finanziell auch nicht groß schlechter, weil ich als Arzthelferin ja sowieso nicht vernünftig verdient hätte. Mein mehr an zukünftigem Gehalt beinhaltet sicherlich, dass ich auch noch etwas mehr für die Rente tun muss, als wenn ich die ganze Zeit gearbeitet hätte. Aber die Spanne zwischen meinem früheren Job als Arzthelferin und meinem Akademikerjob in naher Zukunft ist doch arg groß. Ich finde es nicht verhältnismäßig, denn auch andere Menschen müssen hart arbeiten.


    Ein Student hat in München sicher Probleme. Aber eine Familie, die vom Einkommen eines Friseurs und einer Einzelhändlerin lebt, ganz sicher auch.

    Da wäre ich ja wieder für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Denn klar: ein Arzt z.B. hat eine lange Ausbildungzeit. Allerdings geht es Studenten nicht automatisch schlecht. Das Geld ist sicherlich etwas knapper, aber es bleibt nicht auf Lebenszeit so knapp und man muss sich nicht den Buckel krumm malochen, sondern sitzt bequem am Schreibtisch.

    Während so mancher Geringverdiener nie über das Einkommen eines Studenten hinauskommt, weil er von dem wenig mehr Geld eine ganze Familie ernähren muss. Ein Student bekommt ungefähr 500 Euro Bafög und kann meist noch einen kleinen Nebenjob machen und kommt so bei ca. 750 Euro raus. Würde man das virtuell mal auf eine vierköpfige Familie umrechnen, müsste man demnach mind. 3000 Euro netto haben für gleiche Verhältnisse, was natürlich nicht so ist. Allerdings muss man dem Studenten seine 10.000 Euro Bafög-Schulden am Ende natürlich schon gelten lassen. Ist aber eigentlich nicht viel, wenn man die Gehälter dazu ins Verhältnis setzt.


    Mein Mann verdient im Moment am unteren Ende der Nahrungskette. Daher würde ich immer für einen fairen Lohn stimmen, wenn man es zahlen kann. Ein Putzunternehmen wird das aber nicht machen, weil sich dann eben viele Leute die Putzhilfe nicht leisten können/wollen und das Unternehmen geht pleite. Groß anders sieht es dann auch im Einzelhandel, beim Friseur oder sonstwo nicht aus. Wie soll man das machen? Auf der einen Seite möchten auch Leute mit niedrigem Gehalt mal zum Friseur. Auf der anderen Seite geht es so zu Lasten des Friseurs... Irgendeiner scheint immer der letzte in der Kette zu sein.

    Solange es die Moralvorstellung gibt, dass die Arbeit eines Friseurs weniger wert ist, als die Arbeit eines Rechtsanwaltes z.B., wird das so sein. Mir tut es Leid für den Friseur. Aber ändern kann ich es im Moment selber nicht, weil mein Mann im Einzelhandel auch nicht anständig bezahlt wird.


    Meine Schwiegermutter putzt selber. Ich weiß nicht, wie sie es aktuell handhabt. Aber bis vor kurzem ist sie gekommen, wenn ihr netto 10 Euro/Stunde blieben. Also nach Abzug der Auslagen. Sie arbeitet aber auch nicht für ein Unternehmen, sondern organisiert sich das selber auf Minijobbasis zusätzlich zu ihrer festen Stelle.

    Wenn du dir eine Krankschreibung besorgst und beim Arbeitgeber einreichst, bekommst du die Urlaubstage eigentlich wieder gutgeschrieben. Daher würde ich das schon machen. Gute Besserung!

    Ferritin kann der Hausarzt dann ja evt. noch bestimmen im neuen Jahr. Dann hättest du eher noch einen Vergleichswert für die Zukunft. Damit man sieht, wie es so anschlägt.


    Ich selber würde aber auch sofort mit einem Eisenpräparat anfangen. Die Verträglichkeit und wie schnell es dann letztlich wirkt, scheint wohl verschieden zu sein. Ich selber kann scheinbar jegliche Eisentabletten bisher problemlos nehmen. Mein Hausarzt hat mir diverse Musterpackungen geschenkt, nachdem meine Blutwerte einen Eisenmangel offenbarten und ich gegen die Ursache nicht viel unternehmen kann. Im Allgemeinen haben Tardyferron und Ferrosanol duodenal da noch den besten Ruf, wurde mir gesagt.

    Mir ging es jedenfalls auch relativ schnell wieder gut dann. Bis zur vollständigen Erholung dauert es aber schon eher Wochen, dies liegt aber auch daran, weil die eisenbenötigenden, roten Blutkörperchen eine gewisse Lebensdauer (120 Tage) haben und daher erst durch besser gebaute Erys ersetzt werden müssen. Das Eisen wird für den Bau der roten Blutkörperchen benötigt, genaugenommen fürs Hämoglobin (Hb-Wert), welches ein wichtiges Bauteil der Erys ist. Wenn zu wenig Eisen da ist, baut der Körper die Erythrozyten notgedrungen kleiner. Also etwas Geduld braucht es in jedem Fall, bis die zu kleinen Erys ersetzt wurden durch normalbesetzte rote Blutkörperchen.


    Ich würde ansonsten deine Ärzte aber nochmal befragen, inwiefern deine Grunderkrankung für die Blutwerte verantwortlich sein könnte. Oder wo sonst die Ursache liegt (bei Frauen ist es oft eine zu starke Monatsblutung). Und wie man damit in Zukunft sinnvoll verfährt und wer sich dafür zuständig fühlt. Denn scheinbar hat der Hausarzt es ja dem Rheumatologen zugeschustert und der wiederrum dem Hausarzt? Also das würde ich doch wissen wollen, denn das du die das selber jetzt diagnostizieren musst, ist ja ziemlich unschön gelaufen scheinbar.

    Ich möchte dir noch für diese Umfrage danken, Jette. Diese Frage hat mich auch schon lange interessiert, bin aber nicht auf die Idee gekommen hier eine Umfrage zu starten.


    Letztlich sagt es wohl nicht so viel aus, da es ja evt. doch eine höhere Zahl umgeschulter Linkshänder geben könnte. Den Leuten ist es dann nicht bewusst. Wenn die Theorie denn so stimmt... Trotzdem ist es interessant.


    Ich halte es für gut denkbar umgeschulter Linkshänder zu sein, kriege eine Rückschulung aber sicher nicht hin, da ich ohnehin auf beiden Händen ungeschickt bin. Mein Vater hingegen ist eindeutiger Linkshänder und ist mit beiden Händen begabt. Die Palette ist da also unheimlich breit und unübersichtlich. Na ja, für mich ist so eine Händigkeitstestung unbezahlbar im Moment und ich sehe die Konsequenz dahinter halt auch nicht so für mich. Auch bin ich relativ sicher, dass eine Händigkeitstestung bei mir echt schwierig wäre, weil ich sie kognitiv beeinflussen würde ohne das eigentlich zu wollen.


    Jedenfalls stehe ich rechts auf dem Brett und nutze das linke Bein als Spielbein, weil ich das linke Bein gefühlt besser steuern kann auf dem Roller. Ausserdem ist das rechte Bein muskelstärker. Ich kann auch wechseln, fühle mich dann aber unsicherer.


    Ich hatte auch eher ein anderes Ergebnis in dieser Umfrage erwartet. Weil es mir plausibel erscheinen würde, wenn tendentiell Rechtshänder auch Rechtsfüßler wären.

    Ich würde noch mit einwerfen wollen, dass ihr jetzt noch relativ leicht umziehen könnt. Wenn die Kinder erst in der Schule sind, ist es doch deutlich unangenehmer.

    Wir sind damals umgezogen, da waren meine Kinder knapp 3 und 5. Sprich, der Große musste für das letzte Kindergartenjahr die Einrichtung wechseln. Und obwohl meine Kinder eher schüchtern sind, hat das sehr gut geklappt. Euer Kindergarten jetzt scheint ja der Traum zu sein, dann wirds vermutlich nicht besser. Bei uns war es allerdings so, dass ich erst durch den Wechsel der Einrichtung gemerkt habe, wieviel besser der neue Kiga ist. Mein Großer hat damals seine Freunde schon noch eine Weile vermisst, das muss ich fairerweise sagen. Allerdings hat er auch schnell neue Freunde am neuen Wohnort gefunden, so dass es nicht wirklich ein ganz schlimmes Problem gewesen wäre und man muss ja immer die gesamte Familiensituation betrachten. Wirklich richtig tiefgehende Freundchaften sind meine Kinder allerdings auch erst im Grundschulalter eingegangen. Da dann aber so verbindlich und feste, da wäre mir wirklich das Herz gebrochen, wenn wir da hätten umziehen müssen. Das scheint nicht so unüblich zu sein, denn in meiner Umgebung hat kaum ein Kind noch Kontakt zu alten Kindergartenfreunden.

    Grundsätzlich ist das so. Es gibt aber letztlich doch wieder tausend Ausnahmen. So einfach ist das nicht. Mein Mann hatte den Minijob vor ca. 2 Jahren, ist also noch nicht lange her. Der Betrieb hält das auch weiterhin so, weil der Stundenumfang eben auch stark variabel ist. Da es sich um eine große Kette von Einzelhandelsfilialen handelt, wird das so auch legal sein. Die wissen, was sie tun. Und das Geld bekommt ja auch jeder Minijobber in gleichem Maße. Und die Urlaubstage bekommt man schon auf jeden Fall.


    Es gibt sogar weiterhin Minijobs ohne Urlaubsanspruch/Krankengeld. Ich selber habe bis vor kurzem so einen Job gemacht. Das ist dann ein Studentenjob gewesen auf Honorarbasis (oder so ähnlich). Wenn ich einen Monat nicht gekommen bin egal aus welchem Grund, gab es in der Zeit unbezahlten Urlaub. Für mich war das so trotzdem gut, weil mein Stundenlohn dafür sehr gut war und ich recht flexibel sagen konnte, wann ich denn arbeiten möchte.

    Sedativa, in meinem Nebenjob bekam ich mein Gehalt immer erst am Ende des Folgemonats. Also im Januar gearbeitet, gab es das Geld Ende Februar, weil das eben als Sonntagsdienst zählte. Soweit muss es also auch noch legal sein. Aber das nützt dir auch nicht, oder?

    Mein Mann hatte mal einen Minijob. Da konnte man jeden Monat einen Teil des Gehalts in eine Urlaubskasse einzahlen und sich diese dann auszahlen lassen, wenn man Urlaub nahm. Urlaub wurde bei diesem Minijob ansonsten nicht bezahlt, weil nur geleistete Stunden bezahlt wurden (kein festes Gehalt pro Monat). Die Minijobber durften bei Aufnahme der Tätigkeit halt wählen, ob sie lieber die Urlaubskasse wollen oder lieber einen höheren Stundenlohn. Das blieb also netto gleich, weil der Zusatzbeitrag entweder in die Urlaubskasse oder direkt aufs Gehaltskonto gingen. Dieser Zusatzbeitrag lag dann über dem Mindeslohn.

    Ich denke die Entscheidung kann dir keiner abnehmen... Die Sache ist ja wirklich so komplex, deshalb gibt es die Impfempfehlung ja auch nicht generell, sondern abhängig von chron. Erkrankungen, bzw. Lebensalter.


    Ich selber habe mich früher nie impfen lassen (gesund bis dahin), empfand das auch eher überflüssig und bekam dann 2015 gefühlt zum ersten Mal die richtige Grippe. Das war kein schönes Erlebnis, aber ansich sicherlich zu überleben.

    Nur ging der Husten nie wieder richtig weg und ein halbes Jahr später bekam ich dann die Diagnose Asthma. Und das hat sich leider nicht wieder verflüchtigt und ist jetzt der Grund warum ich keinesfalls mehr auf die Impfung verzichte, denn jetzt bin ich immer richtig krank, selbst wenn es nur einfache Bronchitiserreger sind.

    Risikofaktoren für Asthma gibt es keine bei mir, eine richtige Erklärung gibt es also nicht (keine Allergien, als 1. in der Familie betroffen, nie geraucht, nie irgendwelche Probleme eigentlich). Das Grippevirus wird nun auch nicht für sich alleine ein Asthma verursacht haben. Aber irgendwie ist mit der Zusammenhang doch zu auffällig. Ich hab das damals mal gegoogelt und so völlig unbekannt scheint das auch nicht zu sein... also so ein nicht-allergisches Asthma, wie meines, beginnt wohl gerne nach stärkeren Infekten. Nun kann man sich natürlich wiederrum nicht gegen alles impfen lassen. Aber irgendwie finde ich das schon blöd. Hätte ich das geahnt, hätte ich natürlich die Impfung gemacht. Ich weiß aber nicht, wie selten diese Nebenwirkung der Influenza ist. Könnte natürlich auch ähnlich selten sein, wie z.B. andersherum das Guillean-Barré Syndrom. Jedenfalls wollte ich eigentlich nur sagen, dass sich nicht impfen lassen, halt auch Nebenwirkungen haben kann. Wobei es noch schlimmere Risiken gibt, bei uns in der Stadt habe ich schon von 2 Todesfällen (ein Kind, eine junge Frau) gehört. Aber das ist sicherlich trotzdem eher selten bei jungen, gesunden Leuten.

    Hier auch NRW.

    Wir hatten im vergangenen Schuljahr massiven Lehrermangel, weil sehr viele Lehrer und Lehrerinnen gleichzeitig erkrankt waren und dies auch längerfristig. Die übrige Lehrerschaft hat sich schon bemüht, glaub ich, aber es war gar nicht möglich diesen massiven Krankenstand zu vertreten. Mein Sohn hatte dann viele Wochen keinen Matheunterricht. Sporadisch fand mal Vetretungsunterricht statt, aber offenbar war das nicht fruchtbar, denn als dieses Jahr auf dem Thema aufgebaut werden sollte, zeigte sich, dass die Jugendlichen bei null anfingen. Der Notenschnitt dieser Mathearbeit war jetzt entsprechend katastrophal, denn das Problem wird dann ja immer auf die Kinder verlagert.

    In seinem Wahlfach, was auch hier auch ein Hauptfach ist, fiel dann ebenfalls für ein paar Wochen der Unterricht aus. Das ist im Progress nur nicht so relevant, wie dies in Mathe sicherlich ist, denn da sind die Themen abgeschlossener in sich.


    Jedenfalls hast du unbedingt das Recht die Klassenpflegschaft anzurufen. Diese sollte dann die Lage sondieren in der Schule.

    Wenn der/die Schuldirektorin geschickt aggiert und sich durch die Eltern helfen lässtund diese an richtigen Stellen protestieren müssen, kann das evt. schon was bewegen. Unsere Schule durfte dann irgendwann nämlich doch Stellen ausschreiben. Dann kam hier allerdings das nächste Problem: keine geeigneten Bewerber vorhanden.... Aber immerhin ist man soweit schon gekommen.


    Und ansonsten bleibt dir im Grunde nur, selber zuhause tätig zu werden und den Ersatzlehrer zu geben. Wnen du denn weißt, was zu tun ist... Das war mir letztes Jahr nämlich leider auch nicht so klar, was wir denn machen sollen. Und einen Ansprechpartner gibt es dann ja logischerweise auch nicht.

    Direkt daraus lässt sich da keine Empfehlung draus ablesen, weil ihr keinen Kontakt zu einer Risikoperson habt. Aber Varizellen stehen im Impfkalender drin und so ergibt sich dann doch wieder eine Impfempfehlung.


    Wobei du das selber entscheiden kannst, ob dein Sohn die Windpocken lieber durchmachen soll oder ob ihr impft. Meine Freundin hat ihre beiden jüngeren Kinder impfen lassen, nachdem ihr ältestes Kind erkrankt war und das für die Familie aber gerade eigentlich absolut gar kein guter Zeitpunkt dafür war. Da hat es gut funktioniert und die jüngeren Kinder sind verschont geblieben. Man kann das also schon machen.