Beiträge von Talpa

    Ich sehe ehrlich das Problem auch nicht, warum nicht schlicht personenbezogene Hausverweise erteilt werden.

    Das Problem ist ja nicht gelöst, wenn die Stänkerer weiter beziehen und dafür eine Menge unschuldiger diskrimiert werden.

    Nicht selber fahren!

    Ich habe - mit einem "komischen Bauchgefühl" losgefahren - im Auto die erste heftige Wehe, das hätte ich niemals rechtzeitig an den Strassenrand geschafft.


    Lass Deinen Mann bei den Nachbarn klingeln - es hilft sicher jemand!

    Meine "Lieben" bekommen meist noch ein genderkorrektes Label: "Liebe Projektas und -os" zum Beispiel. Aber das ist dann echt interner Gebrauch in einer Gruppe Menschen, die beruflich mit Sprache spielt.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Talpa : die Sprachförderung setzt auch schon früher ein, zb. beim Konzept Spielgruppen Plus, oder auch Integrationsspielgruppen. Verschiedene Träger ermöglichen in den Spielgruppen eine entsprechend ausgebildete Zweierleitung um eine spezifischie Sprachförderung zu ermöglichen. Oft übernimmt die öffentliche Hand oder Stiftungen die Elternbeiträge.

    Als besonders wertvoll wird dabei erachtet, dass auch die Eltern viel mehr miteinbezogen werden als zB. das in der Schule der Fall ist.

    Ja, da tut sich viel - wobei einige Städte/Kantone da mehr leisten als andere. Basel hat da glaube ich wirklich tolle Sachen, an vielen Orten könnte man da noch deutlich mehr tun. Auch in der Förderung der Erstsprache, zum Beispiel.

    Eben auch, weil die Eltern auch einbezogen werden - zwei Fliegen mit einer Klappe.

    Nein, auch in Berlin gibt es Sprachförderung: alle Kitas schreiben über jedes einzelne Kind Sprachlerntagebücher und sollen vielfältige Sprechanlässe bieten. Im letzten Kitajahr gibt es eine Förderung für Kinder, die nicht gut in der Sprachstanderhebung abgeschnitten haben. Diese wird von Lehrern der Förderschulen durchgeführt. In der Schule gibt es Daz-Förderunterricht. Außerdem haben alle Lehrer eine Daz-Fortbildung gemacht und sollen die Förderprinzipien in allen Unterrichtsfächern berücksichtigen.

    Ach so, ich hatte Leslie so verstanden, dass das Kind erst ab der dritten Klasse mit Förderunterricht rechnen kann, was ich extrem spät fände. So wie Du das beschreibst, klingt das schon deutlich besser - und vernünftig, wie gesagt

    Talpa :

    Allerdings nehme ich an, das die Förderung in deiner Region eine sehr hohe Qualität haben wird, Talpa.

    Nicht zwingend - Du beschreibst eigentlich genau das hiesige System, nur das hier die DaZ-Lehrpersonen zusätzlich kommen.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    oh je, klingt traurig. In dem Fall finde ich schwierig abzuschätzen, was ein persönliches Gespräch bringen könnte. Wie ist denn bei euch das Vorgehen ist bei schrägen Lehrkräften: Elternrat? Schulpflege? Schulleitung?

    Ja, ich würde auch - nach einem Gespräch mit der Lehrerin (in dem Fall würde ich wohl echt um ein Gespräch bitten und auch anbieten, mal etwas über die Thematik erzählen zu kommen) - über die Schulleitung weitergehen. Das klingt wirklich nicht gut.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Hier versuchen sie gerade vorschulische Angebote zu etablieren, die "normale" Förderung greift ab 4 Jahren. Ab dann gibt es DaZ- Stunden (Deutsch als Zweitsprache).

    Eine der sinnvollsten Investitionen in Bildung, die es gibt, meiner Meinung nach.

    Talpa, das ist überall anders :)

    An unserer Schule gibt es auch ab der ersten Klasse DaZ-Stunden.

    Ja, leider ist es überall anders - und sorry, gerade wenn Leslie schreibt, sie arbeitet viel mit mehrsprachigen Kindern und ich weiss, dass sie in Berlin arbeitet, dann finde ich das EXTREM ungeschickt von der Kommune/dem Staat/der Gesellschaft... da nicht zu investieren. Nicht nur ungeschickt, sondern kurzsichtig, diskriminierend und *Dinge die ich nicht sagen darf*. So kann man sich natürlich auch abgehängte, unintegrierte junge Menschen selber machen...


    Ich wollte nur meine Wut über dieses System ausdrücken.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Förderstatus im Bereich Sprache bei Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache gibt's erst ab dem dritten Schuljahr.....

    Sonst kann ich nicht beitragen, aber: HIMMEL, ist das kurzsichtig und bescheuert...

    Hier versuchen sie gerade vorschulische Angebote zu etablieren, die "normale" Förderung greift ab 4 Jahren. Ab dann gibt es DaZ- Stunden (Deutsch als Zweitsprache).

    Eine der sinnvollsten Investitionen in Bildung, die es gibt, meiner Meinung nach.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Ich habe einen Verdacht, in welchem beruflichen Umfeld Du Dich bewegst - im selben, in dem mein Mann auch nach Jahren noch entsetzte Ausrufe hört, wenn er sagt, dass er einen Kindertag hat wahrscheinlich....

    Bei mir wäre es wie bei Aoide, aber eben, da gibt es liebe Frauen Herren...


    Nervig, verstehe ich!

    Krass finde ich die frz-sprachige Schweiz... bei französischen Mails gilt als höflich

    Madame,

    blablabla...

    wenn ich so wen anschreibe, empfinde ich das Immer als krass unhöflich...

    Oh ja, da hatte ich anfangs auch Mühe. Wir hatten in der Schule gar keine französische Korrespondenz, da war ich völlig aufgeschmissen...

    Hier (Schweiz) wurde für Anrede kürzlich empfohlen, das "Sehr geehrte Frau.../ Sehr geehrter Herr..." sparsam einzusetzen und lieber zu schreiben "Guten Tag Herr/Frau xy". Das ist doch etwas förmlicher als "Hallo", aber nicht ganz so steif wie "Sehr geehrte Damen und Herren".

    Ich stufe es etwas ab:

    - völlig unbekannte Menschen, obere Etage der Institiution - sehr geehrte...

    - unbekannte Menschen auf ähnlicher Hierarchiestufe wie ich und/oder flüchtig bekannte Personen per "Sie": Guten Tag/Grüezi Frau M.

    - Bekannte, per "Du": Guten Tag (wenn mittelfreundliches Verhältnis) oder Hoi (wenn "du altes Haus" hinten dran stehen könnte).


    Ich bewege mich aber beruflich in einem mittel-altmodischen Umfeld, wo schon noch Wert auf solche Gepflogenheiten gelegt wird.


    Mein Lieblingskorrespondent ist übrigens der Senior-Firmenchef einer in D beheimateten Spezialfirma, der zauberhafte Mails schreibt, wie sie vor 50 Jahren jedem Direktionssekretariat Ehre gemacht hätten - ich schätze das sehr, muss ich sagen.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Wenn man sich kennt, klar - da wird hier logischerweise auch geduzt etc... Und da starte ich das Mail auch mal mit Sehr geehrte Frau Müller, sali Martin, sali Kurt...


    Pfff... umständlich... gerade auf ProfessorInnen-Ebene (oder gerade in einer Facebook-Diskussion auf Autorinnen-Ebene) finde ich das Argument schlicht lächerlich... Wer zu doof ist, eine andere, passendere Bezeichnung zu finden, sollte sich vielleicht ein einfacheres Berufsfeld suchen... #nägel

    Aber da hat sich doch inzwischen echt das “Hallo Peter Müller“ etabliert. Ich finde das nicht grade elegant, aber es löst das Problem der Anrede sehr gut.

    Nein, in der Schweiz geht das gar nicht. Hallo=Duzen

    Ginge "Guten Tag!" - ohne Namen oder wäre das auch unhöflich?

    Ja, schon eher. Im alemannischen Raum ist da schon eher etwas mehr nötig, damit es höflich klingt. Hier gibt frau sich auch extrem Mühe, schnell alle Namen zu lernen und die auch häufig zu verwenden, das gehört zum "Business-Knigge".


    @Malerinnen: in Schaffhausen schliessen zu 88% Frauen die Lehre als Malerin EFZ ab. Das ist unterdessen klar ein frauendominierter Beruf.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    @Luxusproblem: gerade in einem Forum, in dem es um Bedürfnisorientiertheit geht wundert mich das Argument schon sehr. Bügelt man/frau auch Persönlichkeitsrechte von Kind so ab? "Ach hab dich nicht so, du weisst ja, dass du ein Junge bist, ich nenn dich trotzdem weiterhin 'das'".

    Daroan : *aufzeig* Ich nutze das tatsächlich, bin aber auch ein gut im Thema drin.


    @Hallo Peter Müller: das ginge hier gar nicht. Hier pflegt frau alemanisch-blumig-verschnörkelt zu kommunizieren. Und mal ehrlich, soooooo ein Aufwand ist es nicht, ein Anredefeld einzufügen...

    Und wenn sich ein paar Männer über das generische Femininum (das genauso wenig die Lösung für alle und immer ist, damit ihr mich nicht missversteht) aufregen, öffnet das wieder Bewusstsein.

    Das finde ich persönlich ja immer zuckersüss - da ich konsequent im Gesprochenen das generische Femininum benutze, passiert es mir tatsächlich gelegentlich, dass sich ein Mann echauffiert, weil er sich nicht mitgemeint fühlt. Je nach Stimmung erkläre ich oder sage nur süffisant, dass es jetzt mal 2000 Jahre so rum ist und dann tauschen wir wieder :D