Beiträge von janos

    Das denke ich auch - es ist viel Charakter dabei. Für umso wichtiger halte ich es mittlerweile, den wünschen dieses charakterzugs nachzukommen und nicht darauf zu bestehen, dass Kleinkinder bitte geschlechterneutral zu fühlen haben.

    Ich denke schon, dass es zu einer Entwicklung, in der man sich in seinem biologischen Geschlecht richtig fühlt, gehört, dass man auch so von außen gesehen werden möchte.


    Spielen kann man ja vieles - dass man feuerwehrmensch, Löwe oder Wasser ist. Aber deswegen möchte man doch im realen Leben als das betrachtet werden, was man ist.


    Mein Kigakind ist immer sehr irritiert, dass häufig nachgefragt wird, ob es nun Junge oder Mädchen ist. Ich denke, dass es auch deswegen mittlerweile sehr daran interessiert ist, die "passende" Kleidung zu tragen. Mittlerweile komme ich diesem Wunsch auch nach.


    Bei einem anderen Kind hatte ich das noch anders gesehen und mich darauf zurück gezogen, dass Kleidung warm und praktisch sein muss. Dieses Kind hält mir das noch zehn Jahren später vor wie erniedrigend es das fand, immer dem "falschen " Geschlecht zugeordnet zu werden.

    Ja, gerade in der Medizin leider. Und da sind Frauen echt angeschissen, weilNeue Medikamente in erster Linie an Männern getestet werden. Heißt ja im Umkehrschluss, dass der Test an Frauen dann eben in der Praxis stattfindet #flop

    Ich weiß nicht ob das für neuzulassungen noch stimmt:


    https://www.vfa.de/de/arzneimi…-medikamentenwirkung.html


    Allerdings trifft es auf viele alte Medikamente zu, deren erneute überprüfung niemanden interessiert.

    Ich denke genau da fängt dann das Problem an. Also nicht bei der Zuordnung Mädchen /Junge, sondern bei den Attributen, die daraus abgeleitet werden.


    Andererseits bieten solche Äußerungen gute Gelegenheiten doch mal wieder darauf hin zu weisen, dass auch Mädchen super klettern können und rosa ein Farbe ist und nichts mit dem Geschlecht zu tun hat.


    Mein Kind sagt immer wieder mal so Dinge wie "rosa ist eine Mädchenfarbe" oder "Jungs spielen fussball" - würde Kind das nicht sagen könnte ich nicht darauf hinweisen, dass das so nicht stimmt

    Ich finde es nicht verwunderlich, dass Kinder mit langen Haaren eher für Mädchen gehalten werden. Die gesichter sind doch bis zur Entwicklung der sekundären geschlechrsmerkmale wirklich schwierig zuzuordnen. Und dann tippt man einfach auf das häufigere. Besonders genderkackig finde ich das jetzt eigentlich nicht - es spiegelt nur wider, dass jungs meist kurze Haare haben und drückt doch keinerlei missbilligung aus?


    Mich stört es eher, dass sich viele Menschen entschuldigen, wenn sie bei meinen Kindern das falsche Geschlecht geraten haben. Was eben oft hier infolge des nicht stereotypen Jungs/Mädchen-Aussehen passiert.


    Ich finde es unangenehm, dass die Leute dann irgendwie zu denken scheinen, dass ich sie in die dumpf-genderkackige ecke stelle, nur weil sie meine Kinder falsch zuordnen. Das wirkt so ... aufgesetzt. Weil es eben nun mal gar kein genderkackdings ist. Sondern einfach das völlig wertneutrale Schubladendenken, das das miteinander im Alltag erleichtert durch unwillkürliches kategorisieren.

    Ich würde mal behaupten, dass die meisten hier in der rabenblase ihre Kleinkinder mehr oder minder gering gegendert durch die Kleinkindzeit begleiten oder? Zumindest nach dem, was hier geschrieben wird, haben die rabenkinder weder von seiten ihrer Kleidung oder Frisur noch vor Seiten des Hobbys oder des Verhaltens innerhalb von Gruppen vorgaben, "wie ein junge / Mädchen" zu sein.


    Ich frage mich, ob gender creative Parenting Eltern nie nackt vor ihren Kindern stehen? Ob die primäre geschlechtsmerkmale bei sich / den Kindern nicht benennen? Wie soll das gehen - erst mit drei verrate ich meiner Tochter das, was sie schon seit Jahren bemerkt hat - es gibt Jungs und mädchen? Und in Betracht ihrer körperlichen Merkmale ist sie eins der zweitgenannten.

    Liano iSt mir auch schon aufgefallen. Ich hatte aber gedacht, dass es einfachdarum ginge, dass möglichst viele potentiellen Unfallverursacher angesprochen werden sollen. Und ich dachte weiterhin, dass das in erster Linie Männer sind. Aber das mag gendermist sein

    Aber wenn der Arzt seinen Befunden keinen Glauben schenken würde, wäre es ja auch ein wenig seltsam.


    Wenn der Untersuchende zu dem Ergebnis kommt, dass das Kind 2300g wiegt und das für die 39. Woche nicht in Ordnung ist, wäre es nicht nachvollziehbar, wenn das keine Konsequenzen in der Aufklärung zum weiteren Ablauf hätte.

    Ich finde schon, dass in der Ausbildung die Kommunikation mit den Patienten gut vermittelt und mittlerweile auch intensiv geübt.


    Aber sowas kann man nur bedingt lernen. DaS braucht zeit. Jahre. Und wenn man die Erfahrung hat dann gehen vieleraus aus der klinik.


    Die schließung vieler Kliniken ist durchaus auch folge von Personalmangel. Die kleinen Häuser lassen sich nicht halten.


    Und - um nochmal auf die Risiken zu sprechen zu kommen - in kleinen Häusern mit wenigen Geburten ist es schwierig den Umgang mit Komplikationen zu erlernen. Weil dort schnell verlegt wird weil die Erfahrung fehlt

    Ich denke auch bei der Bewertung der Invasivität gehen die Meinungen der Beteiligten auseimander. Zwischen "störend" und "drohender lebenslanger Behinderung wegen vorübergehenden Sauerstoffmangel" ist viel Platz.


    Klar, jede Seite sieht nur ihr Erleben. Aber solche Geschichten wie murkel oder Sommerwind sie erlebt haben sind dann schon so, dass es schwierig erscheint dieses Risiko wegen "störend" in Kauf zu nehmen. Da kommt man schnell zu dem Punkt aus dem anderen thread vor ein paar Monaten, wie eindringlich aufgeklärt werden darf und muss oder nicht darf.


    Ich bin froh, dass ich keine Gynäkologin bin. Ich glaube mit würde es schwer fallen, einige Entscheidungen zu akzeptieren. Und dann kann ich auch noch so richtig schlecht Zugänge legen....

    War zu spät zum editieren....


    Ich denke in der Definition von "Routinemaßnahmen, die nicht objektiv nötig sind" gehen die Ansichten von KH-Personal und Gebärenden sicher auseinander. Und deswegen muss im Krankenhaus ein ergebnisoffenes Gespräch darüber stattfinden, wie wahrscheinlich Situationen sind, in denen ein schnelles eingreifen notwendig ist (ich habe für die Uterusatonie eine Zahl von 3% gefunden ). Was passiert, wenn nur mit Zeitverzögerung gehandelt werden kann? Welche gesundheitlichen Folgen ergeben sich für Schwangere oder Kind? Kann ich mit diesem Risiko leben?


    Wenn das geklärt ist, kann man sich gemeinsam auf ein vorgehen einigen.

    huehnchen69 , du schreibst: "Dementsprechend bin ich dafür, Routinemaßnahmen, die nicht objektiv nötig sind, zu minimieren, und ein routinemäßiger Zugang würde für mich in diese Kategorie fallen"


    Ich denke in der Definition von "Routinemaßnahmen, die nicht objektiv nötig sind" gehen die Ansichten von KH-Personal und Gebärenden sicher auseinander.

    Ich denke das Problem mit den wenigen Komplikationen, bei denen es auf jede Minute ankommt ist, dass es dabei schnell um Leben und Tod geht. Mit der dann schwierigen Suche nach Venen verliert man einfach wertvolle Zeit.


    Würde ich erwägen, einen Zugang vorher abzulehnen, würde ich mich denke ich damit auseinander setzen, wie wahrscheinlich zB eine atone Nachblutung ist oder eine Indikation zur Notsektio wegen einer kindlichen Komplikation. Davon ausgehend, ob ich diese Risiken für mich als wahrscheinlich einschätze und ob ich damit zurecht käme, wenn ich oder Kind durch fehlende interventionsmöglichkeit zu schaden kämen würde ich dann so oder anders entscheiden

    Ich vergleiche es gerne mit dem anschnallgurt im Auto. Mit drückt und zwickt es vielleicht und normalerweise brauchst du ihn nicht. Aber wenn was passiert ist es gut ihn zu haben.

    Das finde ich zwar einen plakativen, aber unscharfen Vergleich. Es geht halt um Risikoabwägung. Wieviele Schäden werden denn durch die Benutzung vom Autogurt abgewendet? Wieviele Schäden werden abgewendet, weil ein Zugang erst im Notfall gelegt wird? Ich würde vermuten, die Zahlen sind nicht wirklich vergleichbar.


    Wieso kommen sonst manche Kliniken zu der Einschätzung, dass ein sofortiger Zugang nicht nötig ist?

    Unsere Klinik hat auch ein anderes Notfallmanagement als die zweite in der Stadt. Das hängt schon ein Stück von den persönlichen Fertigkeiten ab. Die die Patienten nicht unbedingt kennen. Im Zweifelsfall muss man sich dann an eine andere Klinik wenden.


    Man kann ja durchaus ausrechnen, bei wievielen Autofahrten / Geburten es zu Notfällen kommt.

    Der am Hals kann leider auch zu einer Verletzung der halsschlagader führen. Harmlos ist der nicht.


    Ich glaube die Diskussion ga es hier schon öfter. Wenn dir als gebärende klar ist, dass du im Notfall schlechter versorgt werden kannst, weil der Zugang fehlt und dir wichtige Medikamente erst später gegeben werden können, dann kannSt du das dem Team sagen. Und sehen wie die reagieren. Wenn es dir einmal passiert ist, dass ein Mensch ernsthaft Schaden genommen hat, weil es nicht möglich war, einen Zugang rein zu bekommen vergisst du das so schnell nicht.


    Ich vergleiche es gerne mit dem anschnallgurt im Auto. Mit drückt und zwickt es vielleicht und normalerweise brauchst du ihn nicht. Aber wenn was passiert ist es gut ihn zu haben.


    Bei dem Argument "ich werde spüren, wenn ich einen zugang brauche" Krieg ich immer eine innere AbwehrHaltung. Nein, man merkt nicht zwingend vor dem massiven Blutverlust dass er jetzt eintreten wird.


    Und nein, Zugänge legen kann einfach nicht jeder. DaS hat nicht viel mit Erfahrung zu tun sondern man hat da ein Händchen für oder nicht. Und wenn es schnell gehen muss können es weniger Leute als entspannt vorher.

    Bei mir wurde eine Untersuchung auf bestimmte resistente keine gemacht weil ich im gesundheitswesen arbeite. Deswegen wollten die bei mir den Beruf wissen. Keine Ahnung bei wem diese keimtestung erfolgt