Betreuung für Säuglinge und Kinder unter 3 Jahren

  • Das ist Sache des Arbeitgebers, Dienstpläne und Teilzeitkräfte so einzuteilen, dass es schlussendlich für alle stimmt :) Ich kenne es eigentlich nur so, dass ich sage, an welchen Tagen ich arbeiten möchte, an welchen ich könnte, und wann es nicht möglich ist.


    Aber da ist natürlich die tiefe Arbeitslosenquote auch dienlich ...


    Wie schon geschrieben, ich habe meinen Sohn nur für einen Tag/Woche in die Krippe gebracht, von 9.00-17.00 Uhr und habe dann natürlich auch nur für einen Tag/Woche bezahlt. Und an diesem Tag waren auch immer die gleichen Betreuerinnen da, nur ging eine früher und eine kam später. Aushilfen arbeiten hier oft auf Abruf. Da hat mein ein oder zwei Betreuerinnen , die einen Stundenvertrag auf Abruf haben.

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • bei uns waren die betreuungszeiten von 7-15.30
    es gibt 5 gruppen, davon eine 2-3 jährige, und 4 für 3-6 jährige


    die krippengruppe und 1-2 kiga gruppen sind ab 7 uhr besetzt.
    die krippenkinder sind immer in ihrer gruppe, sofern kinder aus den übrigen 2 kiga gruppe früher kommen, gehen die kinder bis 8 in die anderen gruppen.


    um 12.00 gehen die krippenkinder zum mittagessen, dann ruhen.
    um 12.30 essen die anderen kinder gehen dann ruhen ( in anderem raum als die kleinen) oder raus


    danach gibt es eine gemeinsame nachmittagsgruppe.
    bei der nachmittagsgruppe ist immer auf jeden fall eine betreuerin aus der krippengruppe dabei und eine aus den jeweiligen gruppen, aus denen die nachmittagskinder sind ( es sind aber auch nur 2 gruppen, in denen anchmittagskinder sind, es ist hier halt auch noch recht verbreitet, dass die kinder nur bis mittags bleiben)

  • Hallo,


    Hier zahl man zumindest bei den kommunalen Einrichtungen und auch bei den allermeisten freien Trägern, monatlich und bucht dabei eine tägliche Stundenzahl, die man auch nicht überschreiten darf.


    Ich kann also NICHT einen 4-Stundenplatz buchen und mein Kind dann 1x8, 3x4 Stunden und 1x gar nicht bringen. Selbst wenn ich es nur einmal in der Woche 8 Stunden bringe, brauche ich einen Vollzeitplatz.


    Tricksen kann man da auch nicht viel, ich persönlich möchte z.B. nicht vor Gericht die Frage beantworten müssen, wie es denn sein kann, daß einem 4-Stundenkind 6 Stunden nachde am Kommen im Kindergarten was passiert...


    Es gibt auch Träger/Städte mit anderen Regelungen (gebuchte, frei verteilbare Wochenstunden), hier in meinem Umdfeld kenne ich grad keinen.


    Na ja, und wer seinen Platz voll bezahlt, nutz ihn auch ...


    Wie es in der Schweiz geregelt ist, daß Krankenschwestern/-pfleger im KH oder Verkäuferinnen im Schichtdienst tatsächlich nur dann arbeiten, wenn die Lieblingserziehern fürs Kind da ist, ist mir tatsächlich nur schwer vorstellbar und grenzt für mich an ein Wunder.


    Das heitß andersrum dann, wenn mein Kind nicht mehr in der Krippe ist, die kdienr von Kollegen aber schon, muss ich zwangsläufig an den übrig bleibenden Tagen arbeiten, egal ob es zu MEINER Familie passt oder nicht?


    Ich frage mich auch, ob es mit dem "Du arbeitest nur dann, wenn es dir passt" tatsächlich überall in der ganzen Schweiz so glatt läuft oder ob nicht doch genau wie bei den Betreuungsschlüsseln zeigt, daß manches theoretisch ist, aber in der Praxis dann doch ganz anders aussehen kann...


    @Fadenschnittchen,
    Hier arbeiten in fast allen Familien beide (zumindst wenn sie Arbeit finden) und üblicherweise auch beide Vollzeit, täglich. Da wird es selbst mit einem 9-Stundenplatz schon knapp, das Kind morgens zu bringen und rechtzeitig wieder abzuholen. Bis mindestens 15 Uhr sind die Gruppen komplett voll, erst gegen 16 Uhr wird es "luftiger". Es kommt auch in den ganz normalen Kindergärten eher selten vor, daß Kinder mittags gehen (wenn sie mal Omatag haben o.ä.).

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  • Oder ist das einer der Punkte, in denen ihr ganz persönlich wohl einfach Glück habt?


    Darf ich da mal loswerden, dass mich diese Art Spitzen - so jetzt langsam nach einigen Jährchen Diskussion mit Dir - ziemlich annervt? Klar, kann ja nicht sein, dass es anderswo andere Verhältnisse gibt, also kann das ausschliesslich daran liegen, dass die Talpas (als selbstverständlich einzige Familie Europas) besonders vom Glück geküsst sind...
    Du brauchst nicht zu antworten, ich weiss, dass Du sagen wirst, so hättest Du es nicht gemeint. Ich wollte es nur angemerkt haben.


    Mir ist vollkommen klar, dass bei Euren Schlüsseln und Gruppengrössen nur mit Ganztageskräften nichts zu schaffen wäre - da brauchen wir doch gar nicht zu diskutieren. Ich finde es ja immer noch nicht akzeptabel, was Du mit Teilzeitkräften, Springern, Praktikanten etc. zusätzlich beschreibst. Das ist immer noch nicht okay und sollte so einfach nicht erlaubt sein.
    Da mehr Personen da sind, heisst das dann (bei zwei Gruppen): je eine Erzieherin kommt ganz früh und eine bleibt ganz spät. Die überschneiden dann natürlich nicht so viel, ja. Aber der Grossteil der Erzieherinnen, die Auszubildenden und die Praktikanten kommen ebenfalls in zwei Schichten - früh und spät. Wobei früh heisst, dass sie vor dem Morgenkreis bereits den grössten Teil der Kinder übernommen haben und spät, dass sie ebenfalls den grössten Teil der Kinder "abgeben". Wirklich die Randzeiten ausgenutzt haben in meiner Erfahrung immer nur sehr wenige Kinder, die meisten Eltern konnten es ähnlich regeln wie wir.
    Und wie Daroan auch schreibt: ja, es ist vollkommen üblich, dass man nach der "Elternzeit" ( #lol haha, wir reden da von den 14 Wochen nach der Geburt und NULL Tagen vor der Geburt) dem Arbeitgeber mitteilt, an welchen Tagen man wieder einsteigt.
    (Mein Mann hat beim Einstellungsgespräch seinen "Tag" angegeben, ich bereits ebenfalls beim Einstellungsgespräch und nach der Geburt nochmal einen weiteren Tag "gesperrt", bzw. erstmal sogar 2, weil wir ja noch gar keine Kita hatten - und das geht problemlos, bei bisher allen mir bekannten Arbeitgebern. Und ja, ich arbeite auch mit Menschen - mein Chef muss die Dienstpläne von 60 TeilzeitarbeiterInnen managen, mit völlig unterschiedlichen Kompetenzprofilen (also x darf nur mit y zusammenarbeiten, z kann Dienst 3 nicht übernehmen etc...) und Pensen von 40-100%. Bis anhin konnten wir die Besucher immer reinlassen, weil immer genügend Leute da waren #freu )


    Nein, das ist nicht Glück - sondern tatsächlich eine etwas andere Art der Arbeitsorganisation und deshalb wohl einfach allen Leuten so in Fleisch und Blut übergegangen, dass es problemlos klappt.
    Ich habe übrigens nachgedacht: doch, ich kenne eine Frau, die Halbtags arbeitet, die Büromanagerin eines meiner Arbeitgeberin. Aber das ist wirklich die Einzige, die ich persönlich kenne, ausserhalb Deutschlands. Sie ist unsere Exotin. Aber auch das "ungewöhnliche Modell" war einfach durchzusetzen beim Arbeitgeber offenbar.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Wie es in der Schweiz geregelt ist, daß Krankenschwestern/-pfleger im KH oder Verkäuferinnen im Schichtdienst tatsächlich nur dann arbeiten, wenn die Lieblingserziehern fürs Kind da ist, ist mir tatsächlich nur schwer vorstellbar und grenzt für mich an ein Wunder.


    Warte, das war missverständlich. Umgekehrt wird ein Schuh draus: ich habe normalerweise mit meinem Arbeitgeber geregelt, welches "meine Tage" sind. Bei der Anmeldung für die Kita wähle ich die Tage aus. Evtl. kann es sein, dass mir die Kita sagt: tut uns leid, Mittwoch haben wir nicht, können sie auch Dienstag nehmen?
    Da muss ich dann halt Rücksprache mit Arbeitgeber, Mann etc. nehmen und entscheiden, für oder gegen den Platz.
    Wenn ich jetzt als Krankenschwester meine Kinder Mittwoch bis Freitag betreut habe und mein Mann die "Wochenenden" übernehmen kann, bleiben meinem Arbeitgeber 5 Tage, an denen er mich einteilen kann.
    Und ja, das geht. Es erfordert Rücksichtnahme vom Arbeitgeber - aber es ist möglich. Und es ist wirklich komplett okay, wenn frau sagt "nein, Mittwoch kann ich nicht, da habe ich die Kinder" - genau das sagt mein Mann immer, wenn ein Bauführer mittwochs eine Sitzung anberaumen will. Ohne Probleme. Wer das doof findet, hat selbst das Problem, nicht wir, nicht unsere Arbeitgeber, die finden das nämlich vollkommen okay.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Hallo,


    Doch, in dem Falle habe ich es (das mit dem Glück...) tatsächlich so gemeint und nicht als Spitze.


    Ich hatte im Thread den Eindruck, daß mehrere schrieben, daß es nicht unbedingt überall in der Schweiz so ist, wie du es beschreibst. Ja, vielleicht haben die es zufällig alle tatsächlich mit dem einzigen schwarzen Schaf in der Branche zu tun. Oder es ist eben doch nicht nur alles golden... Keine Ahnung.


    Mir auch egal. Ich kann nun mal nur von den hiesigen Verhältnissen ausgehen, von unseren Öffnungszeiten, unseren Personalschlüsseln... und so lange die sind wie sie sind, wird mich keiner davon überzeugen, daß Krippen generell supertoll sind. Auch nicht, wenn sie ANDERSWO besser sind.


    Und daß es mir schwer fällt, mir vorzustellen, wie man z.B. Schichtdienst im KH regelt, wenn man neben all den anderen Sachen auch noch auf Krippenerzieherinnenwünsche eingehen muss (Kollegin X ist krank geworden, Kollege Y hatte erst Spätdienst und hätte damit einen verbotenen kurzen Wechsel, Kollegin z arbeitet aber Dienstags nicht, weil da die Lieblingszerzieherin des Kindes nicht in der krippe ist...) , das sei mir gestattet. Ich KANN es mir einfach nicht vorstellen.


    Bei Besprechungen oder solchen Sachen wie Museeum oder so ja. Aber nicht dort, wo es ohne wechselnde Dienstpläne nicht geht. Wenn meine Kollegin krank wird MUSS eine von uns den Dienst übernehmen, egal was geplant war - die Kindereinrichtung zu lassen ist nun mal keine Option. Da würden die Eltern tatsächlich nicht sagn: "Ach, kein Problem, da geh ich heute eben erst später zur Arbeit, ist doch klar, daß zum Frühdienst eben zu bleibt, wenn Frau A. ihr Kind mittwochs nicht in die Krippe gibt, weil da nicht die bekanntee Betreuerin da ist".


    Und im KH MÜSSEN die Leute versorgt werden, da sagt kein Patient: Klar, nehme ich die Infussion eben später, verständlich daß Herr B. heute nicht kommt, da hat die Bezugserzieherin ja keinen Dienst...


    Ich erlebe doch täglich, daß es sowohl bei meinem Mann als auch bei mir schon schwer genug ist, die Dienste so zu organisieren, daß sich unsere Frühdienste nicht überschneiden (Weil dann die Kinder in der Luft hängen), bei den Spätdiensten versuchen wir es schon gar nicht mehr, da müssen die Omas ran oder sie müssen eben heim laufen (was dank gestrichener Buslinie ca. eine Stunde Weg bedeutet). Wäre mit einem kleineren Kind aber nur schwer machbar...


    Aber vermutlich ist auch die Personalsituation in schweizer Geschäften und Krankenhäusern so viel besser, daß so etwas problemlos möglich ist und es dort keinerlei Personalengpässe gibt? Wenn es tatsächlich so einfach ist, frage ich mich, warum nicht alle Länder das Schweizer Modell leben?


    Das ist NICHT spitz gemeint, ich kann es mir tatschlich einfach nicht vorstellen, daß es so lockerfluffig und problemlos läuft und so gar keine Haken gibt UND in einem Land, daß unbedingt Rundum-Kriippenplätze möchte, noch keiner auf die Idee gekommen ist, es auch so zu machen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Trin ()

  • Das ist NICHT spitz gemeint, ich kann es mir tatschlich einfach nicht vorstellen, daß es so lockerfluffig und problemlos läuft und so gar keine Haken gibt UND in einem Land, daß unbedingt Rundum-Kriippenplätze möchte, noch keiner auf die Idee gekommen ist, es auch so zu machen.


    Und ich kann nicht mehr tun, als zu erzählen, wie es bei uns geht - und da ich ja eben auch im Schichtdienst mit wöchentlich sehr unterschiedlichen Arbeitszeiten arbeite, kann ich halt nur sagen, wie es bei uns, mir und meinen KollegInnen und unseren Arbeitgebern (ich habe vier verschiedene momentan) läuft. Das gilt natürlich nur für meine Umgebung, meine Stadt und evtl. halt auch mein persönlich gefiltertes Umfeld.


    Aber da kommen eine Menge Dinge zusammen, die eben halt auch nicht so einfach zu übertragen sind. Das fängt mit den Arbeitszeiten an (wir arbeiten 42 Stunden als Norm, in allen Berufen), die Arbeitslosenquote ist wirklich sehr niedrig, wie Daroan ja auch schreibt, Halbtagesarbeit ist unüblich (was wiederum heisst, dass Krippenerzieherin und Ärztin-Mutter keine unterschiedlich langen Tage haben, meistens zumindest), Kinderbetreuung ist hier deutlich teurer auch für die Kunden (aka Eltern) etc... Das "lockerfluffig" zu ändern, geht natürlich nicht, weil Gesellschaften erstmal nicht so schnell zu ändern sind...
    Aber darum ging es mir ja gar nicht - ich wollte nur dieses kategorische "aber das geht ja gar nicht" entkräften. Unter anderen Umständen, mit anderen Voraussetzung ist es durchaus möglich, auch Teilzeitarbeitende Eltern und ihre Kinder nicht völlig zu zermürben.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Trin und Talpa - Ich denke tatsächlich, dass das hier ein Vergleich von Äpfeln und Birnen ist. Ich habe ein paar ausgewanderte Freunde in der Schweiz und deren Leben ist doch schon sehr anders, als es das hier war und für mich immer noch ist. Die Einstellung zur Arbeit und zur Vereinbarkeit von Arbeit und Familie ist doch schon sehr anders. Sowohl auf Arbeitnehmer- als auch auf Arbeitgeberseite. Es ist sogar innerhalb deutschlands sehr anders. Mein Mann arbeitet bei einer Firma in Hannover seit bissel über nem Jahr - und ja - in der Firma ist es wesentlich leichter familiäre Bedürfnisse zu händeln, als in den Firmen, bei denen er hier oben (Meck-Pomm) gearbeitet hat. :stupid: Die kamen ihm hier oben echt mit sowas wie "er solle froh sein, dass er da überhaupt arbeiten dürfe" :stupid: für nen ziemlich lausigen Stundenlohn. Und dann natürlcih immer Gewehr bei Fuß. #flop Und das ist hier in ganz vielen Unternehmen so. So traurig, wie das ist. Und das wird, in D zumindest, politisch auch noch gefördert. #hammer

    Alles, was einmal war, ist immer noch. Nur in einer anderen Form. (Hopi-Weisheit)



  • Ditta, den Eindruck teile ich auch. Sogar in Süddeutschland empfinde ich das Verhalten vieler Firmen gegenüber Müttern als sehr herablassend und auf der Schiene "kucken sie mal, wie zuvorkommend wir für sie sind" (was dann meistens mehr als erstunken und erlogen ist...).
    Das kenne ich hier wirklich eher selten - was nicht heisst, dass es das durchaus gibt und es eine Menge schlechter Arbeitgeber gibt, ohne Zweifel.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich kenns auch eher so wie Talpa. Natürlich dürfen auch Erzieherinnen teilzeit arbeiten, aber eben eher Tageweise. Ob das jetzt besser oder schlechter ist, dazu kann ich mich nicht äussern. Für andere Arbeitgeber ist das unterschiedlich. Einerseits gibt es sicher Arbeitgeber die sowieso flexible oder ungewohnte arbeitszeiten fordern. Da ist aber die Abdeckung mit einer Krippe generell schwierig. Und dann gibts eben Arbeitgeber, da ist das flexibler. Mein Mann ist Software-Entwickler, der konnte seinen Familientag auch selbst aussuchen. Natürlich ist das nicht immer so einfach, aber oft liegt das ja nicht an der Machbarkeit sondern am mangelnden Willen des Arbeitgebers. Ausserdem ist es ja weder in der Schweiz noch in Deutschland so, dass alle Arbeitnehmer kleine Kinder haben.


    Schichtdienst im Krankenhaus ist für mich ein typisches Beispiel wo eben eine (ausschliessliche) Krippenlösung schwierig umzusetzen ist, je nach Arbeitszeiten des Partners. Da ist entweder eine flexiblere Tagesmutter angesagter oder es braucht eben Zusatz-Arrangements.


    Dann möchte ich nochmal erklären, wie bei uns Krippenplätze gebuch oder vergeben werden, ich glaube nämlich da liegt ein grundsätzliches Verständnisproblem vor.


    Es gibt pro Tag vier Möglichkeiten:
    ganzer Tag
    halber Tag bis Mittagessen (also bis 12:30)
    halber Tag Nachmittag (also ab 13:30)
    75% Tag bis nach dem Mittagschlaf (bis 14:30)
    In manchen Krippen gibts auch noch die Variante Essen + Nachmittag, was dann auch wieder als 75% Tag zählt.


    Wenn ich nun mein Kind anmelde, dan fülle ich eine Tabelle aus und sage an welchen Tagen ich gerne welche Zeiten habe. Meist gibt es noch einen Mindestprozentsatz, typischerweise 2 ganze Tage oder 50%. In diesem Wochenplan kann ich meine Wünsche nach meinen Bedürfnissen angeben, kann also ganze, halbe, dreivierteltage und Freitage kombinieren. Die Krippenleitung versucht dann daraus die Gruppen zusammenzustellen. Dann kann eben sein wie von Talpa beschrieben, dass am Mittwoch schon alle Gruppen voll sind un mir vorgeschlagen wird, ob nicht Donnerstag auch ginge.
    Dieser Wochenplan ist dann fix, und ich bezahle natürlich auch monatlich im Voraus die gebuchten Tage. Bei uns kann man bei aussergewöhnlichen Terminen anfragen, ob das Kind mal einen Nachmittag länger bleiben kann. Das geht aber nur wenn die Gruppe nicht voll ist an diesem Tag und wird dann direkt bezahlt.


    Und wenn ich dann eben am Mittwoch keine Krippe gebucht habe und mein Arbeitgeber braucht mich dringendst, dann geht das nur mit Plan B und das muss dem Arbeitgeber auch bewusst sein.


    Deshalb kann ich die ganzen Berechnungen mit Kindern und Stunden und so nicht so ganz nachvollziehen.



    Und noch allgemein zu den Zuständen in der Schweiz: natürlich ist nicht alles Golden. Aber ich finde schon, dass es einen Unterschied macht, ob die Zustände gesetzlich erlaubt sind oder nicht. Und die gesetzlichen Grundlagen scheinen da ja in der Schweiz effektiv strenger zu sein als in DE.


    PS: ich schick jetzt mal ab, auch wenn schon wieder 5 neue Beiträge hat inzwischen...

  • Das Problem ist, dass oftmals nicht mal die Leiter der Kindereinrichtungen Rücksicht nehmen bei ihren eigenen Angestellten, die Eltern sind. Sie müssten es ja eigentlich besser wissen. Selbst da wird maximale Flexibilität erwartet. Zusammen mit dem Personalschlüssel wird das sehr auslaugend. Nicht umsonst ist die Fluktuation im Kursbericht enorm. Manche Kinder machen 3-4 erzieherwechsel mit.

  • Krankenhäuser: nicht umsonst hatte gerade Krankenhäuser als erste Arbeitgeber eigene Kinderkrippen, damit sich die Berufstätigkeit ihres Personals besser regeln lässt. Aber ich habe Freundinnen, die arbeiten z.b. nur Nachtschicht, oder nur Wochenenddienst oder eben nur 40% also 2 Tage pro Woche usw. Ich habe als Handwerkerin bei der Einstellung gesagt, dass ich nur 4 Tage die Woche arbeiten möchte und der Arbeitgeber hat gemeint, dass ihm am liebsten Montag oder Freitag frei wäre, wegen der Einteilung der Baustellen und dann habe ich mich für Freitags frei entschieden. Aber eben, wäre der stur gewesen, dann hätte ich einen anderen Arbeitgeber gesucht,das ist wieder der Punkt mit der tiefen Arbeitslosenquote. Dafür hatte ich damals noch gar keinen Mutterschaftsurlaub, das wurde erst viel später eingeführt.

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • UND in einem Land, daß unbedingt Rundum-Kriippenplätze möchte, noch keiner auf die Idee gekommen ist, es auch so zu machen.


    das liegt vielleicht einfach daran, dass sich nicht viele gedanken vorher gemacht wurden?
    ich hab so das gefühl, dass beschlossen wurde, es gibt nur noch 1 jahr elterngeld, dann sollten auch möglichst früh arbeiten.
    ups, wir brauchen betreuungsplätze, naja, stampfen wir mal schnell bis 2013 welche aus dem boden....
    und jetzt gehts eher draum es auszubügeln, und möglichst schnell irgendwas zu machen, ohne ein tiefergehendes konzept zu erarbeiten...
    ich weiß nicht, so wirkt es ein wenig, finde ich #weissnicht


    ich hab einen sehr felxiblen arbeitgeber, ich hab aber schon auch das gefühl, dass es davon hier nicht allzuviele gibt...

  • und jetzt gehts eher draum es auszubügeln, und möglichst schnell irgendwas zu machen, ohne ein tiefergehendes konzept zu erarbeiten...
    ich weiß nicht, so wirkt es ein wenig, finde ich


    Ja, den Verdacht habe ich gelegentlich - oder soll ich besser sagen: öfter?


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Hmm ich schalte mich nach viel lesen doch ein...


    Ich habe eine 20 Mon alte Tochter in der Betriebskita der Firma meines Mannes. Die Firma selbst ist (im Gegensatz zu vorherigen Arbeitgebern) echt familienfreundlich. Frei für Betreuung bei kranker Mutter, kein Problem. Elternzeit in flexibler Einteilung, kein Problem. Früher heim weil Sohn vom Training holen, kein Problem.


    Klar muss er auf seine Stunden kommen, aber generell kommt er eher drüber und gleicht halt vieles damit aus. 90% der Leute, mit denen er arbeitet, haben Kinder. Es gibt viele Frauen dort, auch unter seinen Vorgesetzten. Natürlich nicht alles tuffig, aber zumindest ein süddeutsches Gegenbeispiel beim Thema familienunfreundliche Firmen.


    Die Kita ist eine Betriebskita, orientiert sich generell an den Schließzeiten der Firma, steht unter AWO Trägerschaft. Montessori-Orientiert, offenes Konzept.
    KiTa mit drei Gruppen, generell 2 Erzieherinnen pro Gruppe. Unsere Gruppe hat derzeit eine Erzieherin und eine Springerin, ist aber nicht voll besetzt. Der Schlüssel ist 1:6 etwa. Das ist nicht super toll, es ist aber besser, als laut bayr. KiTa-Gesetz vorgegeben. Ab September gibts wohl ne feste 2. Kraft.
    Problematisch ist der Personalmangel.


    Die Leitung ist offen für Anregungen, gemeinsam sucht man nun nach Wegen zum Catererwechsel bsp.


    Ich hatte Zweifel, ob die Babys dort gut aufgehoben sind, könnte "so kleine" auch schwer abgeben, muss das auch glücklicherweise nicht entscheiden. Aber sie werden sehr viel getragen, geschaukelt, gekuschelt...


    Jedenfalls: Kein Töpfchentraining, Schlafenzeit auch mal variabel (Bei der Eingewöhnung kam ich mal, da wäre schon Schlafenszeit gewesen, aber die Erzieherin meinte "die sind alle noch so fit, die müssen noch ne Runde toben"), alle legen sich hin, wer nicht schlafen kann, darf wieder aufstehen. Wenn ein Kind nicht mehr schläft, dann soll man das sagen, dann wird es normal betreut.
    Die Anlage ist neu und riesig. Große Räume, viel tolles Spielzeug. Das nur als Nebenbemerkung zu 2qm/Kind.
    Die Betreuungszeiten liegen bei 8-17:30 Uhr, ggf wird auf 18 Uhr aufgestockt. Eingewöhnung nach Berliner Modell.


    Ich zahle monatlich, kann 1x im Jahr die Zeiten ändern. Ich buche Wochenstunden. Wann ich die nehme is egal. Mindestbuchzeit ist 4 Std am Tag bzw 16 Std in der Woche. (Also auch Mo-Do 8-12 ist möglich).
    Ich kann die tägl. Stunden unterschiedlich buchen. Wir haben tägl. bis 14 Uhr gebucht. Und mit einem gewissen Vorlauf kann ich auch sagen "Ich hole sie Mittwoch schon um 12, dafür brauche ich Donnerstag bitte eine Betreuung bis 16 Uhr."


    Es ist nicht alles tuffig in der KiTa. Im KiGa auch nicht (wir haben derer schon zwei durch). Aber es ist dort so, dass ich mein Kind dort lassen kann. Und sie selbst findet es dort wirklich toll. Also richtig wirklich. Wie geht gern rein, weint nicht, ist sofort zu begeistern, isst und schläft (was immer ein gutes Zeichen ist bei meinen Kindern), agiert mit Freude mit den anderen Kindern (gemeinsam spielen, sich gegenseitig kitzeln, das Baby streicheln und ewig lang vor ihm hocken und es betüddeln...) und wir echt sauer, wenn man in den Ferien an der Krippe VORBEI fährt statt dort hin.


    Ich finde, es steht und fällt mit der Einrichtung. Und sicher spielt der Träger ne Rolle. Wenn die Firma meines Mannes ne Krippe für die Eltern hinstellt, will sie auch, dass die genutzt wird, also soll sie gut sein. Und ich erlebe viele Eltern, die sehr offenen Auges durch die Krippe gehen und ihr Kind dort sehr gut behütet sehen wollen.

  • bei uns ists so wie bei talpa und escargot: die erzieher/innen, auch die, die teilzeit arbeiten, haben fixe tage. d.h. die kinder haben eigentlich immer die gleichen personen, an ihren tagen.


    es ist wirklich so, meistens arbeiten teilzeitangestellte auch hier eher ganze tage. unsere bibliothekarin etwa arbeitet 60%, sie ist an 3 tagen da. #weissnicht

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • Zu den stundenzahlen: in unserem Kindergarten wie auch in vielen anderen (außer den städtischen, aber auch da ist das Minimum 30h) kann man gar nicht weniger als voll zeit buchen. Es zahlen also alle Eltern 45h, obwohl die wenigsten das in Anspruch nehmen. Teilzeitkraefte haben auch nur ganze tage. Ob das jetzt fair oder gut so ist kann man sicherlich diskutieren, betreuungsschluesseltechnisch ist es aber sinnvoll.
    Und auch bei unserer ehemaligen Tages Mutter war das so: voll zeit buchen oder gar nicht (maximal konnten sich da zwei Kinder einen platz teilen, die waren aber auch wirklich nie gleichzeitig da).

  • Liebe Talpa,
    ich habe noch einige Verständnisfragen zu den Richtlinien:



    Welches Alter ist mit "Kindergartenkindern" gemeint? 4-6 Jahre oder 3-6 Jahre
    Das hiesse:
    zwischen 0 - 1,5 Jahre: 1,5 Plätze = max. 7 Plätze pro Gruppe
    zwischen 1,5 - 3 (oder 4?) Jahre: 1 Platz = max. 11 Plätze pro Gruppe
    zwischen 3 (oder4?) und 6 Jahren: 0,5 Plätze = max. 22 Plätze pro Gruppe
    Richtig?


    Nun hat ja die Einrichtung, von deren schlechten Arbeitsbedingungen und unsäglichen Betreuungschlüssel ich berichtete, den gleichen Träger wie die Einrichtung deiner Kinder, wie wir per PN mit Erschrecken feststellen mussten.
    Auf dessen Webseite finde ich aber teilweise andere Angaben zur Gruppengröße, die ja auch für eure Gruppen gelten müssten. Oder täusche ich mich? Dort wird von 11-15 Kindern zwischen 2 und Kigaeintritt geschrieben, das wären doch 4 zuviel. Rechenfehler?



    Verständisfrage:
    Heisst das, wenn ich 7 Säuglinge in der Gruppe haben, dann wären zwei anwesende Personen anzustreben?
    (btw: Von Fachkräften ist dabei nicht die Rede?)
    Dann würden die Zustände in der geschilderten Einrichtung nicht meldewürdig sein. Sondern wären genehmigter Standard. Richtig?
    Für 11 Krippenkinder (2-3 Jahre) hätte ich dann 2 anwesende Personen? (wieder die Frage: SInd damit Fachkräfte gemeint oder auch Praktikanten und Azubis? Wie in der genannten Einrichtung?)


    Damit wären aber der Betreuungsschlüssel als auch die Gruppengrößen mehr oder weniger aber gleich bzw. teilweise sogar schlechter (für Kinder zwischen 2 und 3 Jahren) als "unser" hessischer Standard, der in der Mindestverordnungfestgelegt ist. Dort steht:



    Desweiteren stoße ich mich an Formulierungen wie "in der Regel" oder "ist anzustreben". Das sind unbestimmte Rechtsbegriffe und lediglich Empfehlungen und damit Auslegungssache. Was bei eurem Träger ja auch sehr unterschiedlich ausgelegt wird, wie wir feststellen mussten.


    Das gesamt bringt mich jetzt doch zum Wundern und Nachdenken.

  • bin zwar nicht talpa, aber kindergartenkinder sind hier über 4, das sind die, die eben in den kindergarten gehen und vor 4 geht das nicht (und da rücken die behörden auch nicht von ab). - zb. elfchen wird jetzt im august kindergartenkind, mit ihr zusammen werden alle kinder, die zwischen dem 1.5.2008 und dem 13.6.2009 geboren sind, ebenfalls kindergartenkinder. bevor man im kindergarten ist, ist man nicht kindergartenkind, auch wenn man schon 4 ist.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • Nur kurz...
    Kindergartenkinder zählen wohl nur halb, weil sie eben den ganzen Morgen im Kiga sind.
    Gruppen sind dort ja altersgemischt, also niemals 20 Kigakinder auf einmal.