Entbindung im KH: Ambulant oder stationär?

  • Hallo Ihr Raben,


    viele hier im Forum planen/haben es hinter sich/sind gerade dabei ja Hausgeburten oder auch Entbindungen im Geburtshaus. Einige möchten auch im Krankenhaus entbinden, viele davon ambulant.


    Nun interessieren mich die Beweggründe, weshalb ihr ambulant entbunden habt/entbinden möchtet.


    Bei meiner ersten Entbindung hatte ich das auch vor, war aber dann so froh, dass ich noch in der Klinik bleiben durfte. Die Geburt war so anstrengend und zog sich von 15 Uhr bis zum nächsten Morgen um 7 Uhr hin, da war ich einfach nur fertig, müde, hatte unglaubliche Schmerzen am ganzen Unterleib, blutete wie ein Grunzgetier. Danach in ein Auto zu steigen, ich glaube, das hätte ich echt nicht gepackt.


    Eine HG dagegen könnte ich mir sehr gut vorstellen, da bin ich ja schon daheim und kann mich danach ins Bett legen und Männe muss #wisch


    Ihr ambulante KH-Entbinderinnen, erzählt doch mal, weshalb ihr euch so entschieden habt und wie es euch dann erging, wenn ihr mögt.

  • Ich hab Nr. 4 im Kh ambulant entbunden, eigentlich war GH geplant. Da stimmte aber hinten und vorne nicht wirklich was. Ich fühlte mich da nicht wirklich wohl. Habe mich am ET umentschieden und war superglücklcih damit.


    Ambulant, weil ich niemanden für Nr. 3 hatte. Der KV war keine wirkliche Lösung ;) und ich mag KH nicht als Patient. Und ich hab Hummeln im Hintern, ich mag frei sein auch mal kurz nen Spazierganz zu machen, wenn ich will. KH essen ist auch oft nicht meins udn ne schanarchende Mitbewohnerin brauch ich nicht. Ich finde kh einfach nur anstrengend und kraftraubend.


    Tja, entbunden innerhalb von Nullkommanix, nach 4h nach Hause gegangen (früher ging nicht, weil großes schweres Baby und sie wollten wenigstens den BZ-Wert noch haben). ich hab mich zwar überumpelt gefühlt aber auch ziemlich fit und mir ging es super. (naja 12min Geburt schlauchen nicht so doll ;))
    Zu Hause war ich aber dann doch ganz schön k.o. und wir haben uns ins Bett gepackt, wir 3 Mädels.

  • * weil ich ein großes kleines kind zuhause habe, mit dem ich ne Woche im kkh bleiben musste (frühchen, gelbsucht)
    * weil ich nach spätestens 3 tagen nen lagerkoller im kkh bekomme


    das waren so meine gründe im vorfeld


    die umsetzung hab ich mir offengelassen, bzw wollte ich vom kindeszustand und natürlich auch meinem abhängig machen. uns ging es beiden blendend. ich hatte allerdings sws-diabetes und so bin ich 21 stunden drin geblieben wg. blutzuckerkontrolle beim kind. also halbambulant.


    im endeffekt kam dann noch sehr erschwerend hinzu, dass meine bettnachbarin nen kaiserschnitt hatte und dementsprechend nur im zimmer war. inkl besuch. den ganzen tag..

  • Ich fand ambulant zu entbinden aus etlichen Gründen viel angenehmer als die Vorstellung im KH zu bleiben (geplant war eh eine GH-Geburt):
    - In so einer überwältigenden Situation wollte ich mit meinem Mann und meiner Tochter alleine sein und nicht mir das Zimmer mit fremden Frauen teilen, die dann auch noch Besuch bekommen ... (Klar gibts auch in manchen Krankenhäusern Familienzimmer, aber reservieren kann man die ja nicht im voraus, also muss man schon Glück haben.)
    - Ich war auch ziemlich fertig nach der Geburt und war heilfroh, dass mein Mann in den ersten Tagen Wickeln etc. übernommen hat. Im KH hätte ich ja alles alleine machen müssen.
    - Ich war sehr froh, in ruhiger und vertrauter Umgebung zu sein. Die ersten Tage sind ja aufregend genug.
    - Den Nachhauseweg habe ich nicht als besonders unangenehm empfunden. Ich war froh endlich ins Bett fallen zu können, da wir im KH noch mehrere Stunden auf den Kinderarzt hatten warten müssen.
    - Unsere Hebamme ist jeden Tag gekommen und ich habe mich super versorgt gefühlt.
    - Und Haushaltsdinge kann man ja gut vorbereiten, Essen z.B. kannst Du ja vorkochen, schmeckt dann auch besser als im KH ;)


    Ich weiß nicht, wie das bei der zweiten oder dritten Geburt ist, aber ich schätze mal, dann ist es umso schöner, direkt nach Hause zu den Kindern zu können ... oder? #weissnicht

  • ich war etwas länger in der klinik, weil ich noch auf die ergebnisse des rhesustests warten wollte. geboren habe ich um mitternacht und bin gegen 16.00 gegangen.


    theoretisch wollte ich nach 4 stunden gehen, aber die geburt war so anstrengend (kaiserschnitt drohte), dass ich nach der geburt anfing zu zittern und zu erschöpft war. also dachte ich, bis nah dem frühstück zu bleiben, aber wie gesagt, die ergebnisse ließen auf sich warten.


    warum ich gehen wollte? weil ich nachts niemanden neben mir brauch, der zu anderen zeiten wach ist. stillen, wickeln, schlecht schlafen, weinende babys. zu hause ist zu hause.

    Was bleibt, sind die Erinnerungen...
    schlaf gut, schlaf ruhig
    Ich werde dich nie vergessen und immer vermissen

    1976-2003-2013


    »Das Staunen ist der Anfang der Erkenntnis.«
    ― Platon

  • Ich hab unseren Sohn zu Hause entbunden und ich habe die Wochenbettzeit zu Hause so sehr genossen.


    1. Unser Familienbett zu Hause ist einfach viel besser zum gemeinsam schlafen geeignet, als so eine doofe Krankenhauspritsche


    2. Mit Dammriss auf den ersten Stuhlgang zu warten, war viiiel entspannter als im KKH


    3. Nicht ständig irgendwelche nervigen Messungen und Untersuchungen


    4. Wenn das Baby nachts schreit, muss ich beim Beruhigen nicht in Stress verfallen, weil die arme Wöchnerin im Nachbarbett ja auch ihren Schlaf braucht


    Und jetzt das Wichtigste...für die Familienfindung ist es so viel angenehmer!!! Nach meiner ersten Entbindung im KKH kam mein Mann immer zu BESUCH. Ich konnt noch nicht aufstehen und er saß wie bei der Erbtante am Krankenbett und tätschelte meine Hand. Bei der HG waren wir sofort eine Familie, es war für meinen Mann viel angenehmer...


    Gegenargumente fallen mir keine ein.

    Sepia mit Tochter 09/2006 + Sohn 07/2010

  • Auch wenn ich nicht ambulant im KH geboren habe, sondern zu Hause, will ich mal mitsenfen, denn wenn ich ins KH gemusst hätte, hätte ich auch, soweit es mir irgendwie möglich gewesen wäre, ambulant entbunden.


    Denn zum einen waren bisher alle meine stationären KH-Aufenthalte der reine Horror für mich. Egal ob ich selbst krank war oder mein Großer, ob ich mich scheiße gefühlt habe oder nicht - immer bin ich entweder auf zickige Ärzte oder Krankenschwestern gestoßen oder es gab sonstige nervenzehrenden Erlebnisse, und/oder ich hatte das Gefühl, ich soll über den Tisch gezogen werden.


    So etwas direkt nach einer Geburt durchzumachen, und dann noch ein kleines Baby zu haben, das ich hätte schützen wollen - nee, echt nicht. Und wenn im KH die Geburten so gelaufen wären wie zu Hause (na gut, das wäre aus verschiedenen Gründen sicher nicht der Fall gewesen), dann wäre ich nach der Geburt auch noch in der Lage gewesen umzuziehen.


    Wenn das aber nicht so gewesen wäre, wäre ich eben notgedrungen dort geblieben. Sie können einen ja nicht beispielsweise nach einem KS einfach rauswerfen, bloß weil man bei der Ankunft gesagt hat, man will ambulant.


    Natürlich gab es aber noch viele andere Gründe für Wochenbett zu Hause: Mein eigenes Bett und Bad, eigenes Telefon und Computer, beim Kleinen der Große immer dabei, leckeres Essen usw.


    Liebe Grüße,

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • bei uns war ambulant geplant und ich hab eigentlich nie überlegt, ob ich im kh bleiben wollen würde. ich wollte lieber nach hause und die erste gemeinsame zeit in ruhe und vertrauter umgebung geniessen ... aber ich hatte leider viel blut verloren und bin nach der geburt mit dem kreislauf total eingegangen ... ich musste dann wegen der eiseninfusionen 4 tage im kh bleiben.


    im nachhinein muss ich sagen, dass ich es gar nicht sooo schlecht gefunden hab. man wird rundum versorgt und muss sich um nix kümmern. mein lebensgefährte war jeden tag von spätem vormittag bis frühem abend zu besuch und hat alle möglichen säuglingsdienste übernommen, da ich ja kreislaufmäßig zuerst fast nicht aus dem bett kam. ich hatte allerdings glück mit dem zimmer - nur 2 betten, hätten aber auch 4 sein können ... eine nächste geburt würde ich trotzdem wieder ambulant planen (glaub ich #schäm ).

    lieben gruß von mauli mit maulino (2/12)


    ... mal da, mal dort, mal hier, mal fort ...

  • Wegen KS musste ich ein paar Tage im Kh bleiben, hab aber fürs nächste Mal auf jeden Fall einen ambulanten Aufenthalt geplant (wenn es denn klappt und nicht wieder ein KS wird). Gründe:


    1. Stillen: Im KH klappt das Stillen einfach nicht, weil ständig Leute ins Zimmer rein und raus rennen, untersuchen wollen, putzen etc. Es gibt dort einfach keine Ruhe.


    2. Krankenhauskeime: haben mir die Geburt versaut (Infektion der Eihaut nach zuvielen Untersuchungen mit scheinbar nicht ganz sauberen Fingern...), da will ich schnell wieder weg sein, weil ein Baby ja nun auch keine Abwehrmechanismen dagegen hat.


    3. Essen: liegt vermutlich am KH, aber in dem unseren gabs nur ein Büffet, zu dem ich mit KS nicht hinkonnte (mein Mann musste dann schleppen), es war Diätkost und fürs Milcheinschießen auch nicht wirklich geeignet (und schmecke widerlich).

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  • ich finde KH einfach anstrengend, heißt, wenn ich wieder hinmüsste, würd ich schnellstmöglcihst gehen, weil:
    - zimmernachbarin brauch ich nicht (ließe sich ja aber mit einzelzimmer ausschalten)
    - ich will mein eigenes klo für mich allein haben, wo ich gemütlich sitzen kann, solange es sein muss
    - meine dusche
    - meine badewanne
    - kein blurtdruck oder fiebergemesse, wenn ich oder das kind vielleicht eigentlich schlafen wollen
    - essen was ich will, und wann ich will (war bei der mittleren nach der HG direkt beim chinesen bestellen)
    - meinen mann vorort, wenn ich was brauch, der sich aber trotzdem frei bewegen kann, und nicht als besucher im kh abhängt
    - meine hebamme, die ich kenne, undd eren meinung ich zu schätzen weiß, kommt jeden tag, nicht tausend verschiedene ratschläge von irgendwelchene hebammen/schwestern/ärzten
    - meine kinder vorort haben, und, dass die auch ihr geschwister direkt begrüßen , angucken, kuscheln können, wenn sie grad lust haben ( aber auch was anderes machen könn, wenn sie es nicht wollen, und vor allem eben auch laut rumtoben können (ok, dufte das kind meiner zimmernachabrin anch dem KS auch im KH, das war für mich aber serh nervig, und das würd ich niemandem antun ;) )


    ich glaub, das wären so die hauptgründe :)


    edit: da ichs grad von lemony snicket les: die keime ausm kh brauch ich auch nicht. ich hab da nicht wirklich angst vor, aber wenn man von solchen neugeboreneninfektionen hört, dann kommen sie ja doch eher ausm KH, muss ich nicht rikieren :)

  • Hallo,


    ich wollte meinen Sohn eigentlich geplant im GH bekommen, es hat sich aber so ergeben, dass wir dann doch im KH entbinden mussten, weil meine Hebamme just an diesem Tage eine weitere Frau (die zwei Wochen überfällig war) hatte, die ihr Baby bekam.


    Nunja, sie hat mir dann versichert, dass wir quasi eine GH Geburt im KH machen können, im Grunde war halt nur die Räumlichkeit ne andere.


    Sie hatte uns dann vorher gefragt, ob wir gehen oder bleiben wollen... haben dann gesagt dass ein Familienzimmer toll wäre, da es schon recht spät war. Es war aber alles voll und sie konnte uns nur noch ein 3-Bett Zimmer anbieten.


    Und ganz ehrlich? Bevor ich mit zwei weiteren Damen plus Säuglingen in ner kleinen Butze liege, bin ich nach Hause in mein Bett, im GH wäre ich ja auch ambulant gewesen. Wir sind dann nach 3,5 std nach Hause und 12 Std später kam meine Hebamme dann schon wieder um nach uns zu schauen.
    Mir ging es aber auch gut, ich hatte eine tolle Geburt und der Kleine war wohlauf.
    Die Enscheidung war gut, ich mag Krankenhäuser eh nicht so ;)

  • Das hört sich alles sehr schlüssig an.


    Ich hatte dann wohl sehr viel Glück mit dem KH bei meiner ersten Entbindung:


    • Einzelzimmer, obwohl ich keine private Zusatzversicherung hatte
    • nach der Entbindung, als mein Mann dann erstmal heim fuhr um zu schlafen, eine Hebi, die sicherlich eine halbe Stunde an meinem Bett saß und mich psychisch gestärkt hat und mir auf meinen Wunsch hin meine Geburtsverletzungen erläutert hat
    • total liebe Schwestern und Hebis, die mir, als ich so dermaßen fertig darnieder lag, mein Baby versorgt haben (wickeln, umkleiden, wiegen...)
    • einen sehr netten Oberarzt, der beim Frühstück zu jeder Wöchnerin kam und sich mit ihr kurz unterhalten hat
    • keinerlei nervige Untersuchungen oder Störungen seitens Ärzten oder Schwestern
    • sehr leckeres Essen, das wir Wöchnerinnen im Gemeinschaftsraum einnahmen, hier konnte man auch gut Kontakte knüpfen


    Kurz gesagt: Das war wirklich zum Wohlfühlen, auch wenn mich dann im Anschluss leider eine Wochenbettdepression eingeholt hat, was aber definitiv nicht am KH lag.


    Das nächste Mal werde ich in einem anderen KH entbinden (entfernungsbedingt). Da machen mir eure Erfahrungsberichte irgendwie keinen Mut... :(


    Dann vielleicht doch Geburtshaus? Ich hätt ja gerne eine HG, aber Männe ist dagegen. Und ich finde, wenn einer von beiden Eltern Angst davor hat, ist das keine so gute Voraussetzung. Ich möchte ihn da zu nichts überreden/zwingen.

  • Sind Mehrbettzimmer eigentlich Standard oder kann man (gegen Aufpreis) auch Einzelbettzimmer kriegen? Oder ist das je nach Klinik unterschiedlich? Ich glaube, ich fände das echt störend, wenn man mit Fremden im Zimmer liegen muss (noch weniger Ruhe = noch schwierigerer Stillstart...).


    @ Bricheton: Ich finde, ein GH klingt nach einem guten Kompromiss. Warum ist dein Mann gegen eine HG, hat er Angst vor Komplikationen?

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  • Bei der ersten geburt wollte ich ins GH, das hat nicht geklappt. Nachdem mein Kleiner nach Geburt ne Infektion hatte, und erst mal nur auf der Überwachung im gleichen KH war, blieb ich natürlich auch. Dann wurde er in die Kinderklinik verlegt, das war von meinem KH her leichter zu erreichen als von zu Hause. Dazu kam, dass ich im KH wenigstens Essen bekam, und Taxigutscheine zum hin und her fahren. Aber ich fands blöd. Ich musste pumpen, und nachts um ne Milchpumpe betten, weil die für die ganzen Wöchnerinnen nur 2 Pumpen zur Verfügung hatten. 1 Tag hatten wir noch Familienziimmer, danach hatte ich 2 verschiedene Zimmernachbarinnen, deren Verwandtschaft bei meinem Ansblick sagte: Oh, sie haben es also noch vor sich. Toll. Das war ganz super.


    Es gab ein paar Dinge, die waren vom Angebot her ok, also diese Früchwochenbett-Gymnastik und so. Aber letztendlich möchte ich im Wochenbett nicht Mülleimer, Dusche und Toilette mit einer anderen Frau teilen.

    Grüße von Trüffel mit großem J (*06/2010) und kleinem J (*10/2013) und einem sehr großen J (*xx/197x #cool)

  • Beide Geburten im Krankenhaus, beim ersten Mal bin ich nach 3 Tagen nach Haus gefahren, beim zweiten Mal nach 4 Stunden.


    Vor der ersten Geburt habe ich darüber gar nicht nachgedacht, es war irgendwie selbstverständlich, dass ich noch dort blieb. Normalerweise behalten sie einen dort 5 Tage nach einer normalen Geburt ohne Komplikationen da, ich wollt selbst aber schon nach 3 Tagen wieder heim. Ich teilte mir ein Zimmer mit einer Noch-Schwangeren, der es wegen Übertragung nicht sehr gut ging, sie schlief schlecht und war schnell genervt, wenn mein Baby nachts wach wurde und ich deshalb auch mal das Licht an machte.


    Vor der zweiten Geburt habe ich mir da schon mehr Gedanken gemacht. Auch GH stand zur Diskussion, fiel aber wegen der Entfernung weg. Ich hatte eine ganz liebe Hebamme, die mich die ganze Schwangerschaft begleitet hat (war auch nur 3 Mal zur US-Kontrolle beim Frauenarzt, das war in der ersten Schwangerschaft auch anders). Sie ist Beleghebamme in einer unserer Kliniken und schnell stand für mich fest, dass ich bei ihr entbinden würde und es eine ambulante Geburt werden sollte. Natürlich nur, sofern alles genauso glatt lief wie schon bei der ersten Geburt.
    Die Gründe dafür sind ähnlich den schon genannten:
    - ich mag diese Krankenhausatmosphäre nicht
    - da wir keine Privatpatienten sind, gäbs kein Einzelzimmer
    - das Essen...
    - zuhause hatte ich meinen Mann, der mir auch mal das Wickeln oder ähnliches abnehmen konnte. Oder ich kann mein Baby im Bett wickeln, was im Krankenhaus nicht möglich ist


    Familienzimmer wäre für mich noch eine Alternative, aber da hätte ich mein Kleinkind nicht dabei haben können und das wollte ich auf jeden Fall schnell nach der Geburt wieder bei mir haben.


    Ums Essen haben wir uns auch schon im Vorfeld gekümmert. Wir bekamen frisch gekochtes täglich für 10 Tage vom Lieferdienst des DRK.


    Das schönste jedoch war die Reaktion unseres Großen auf die kleine Schwester:
    Abends bin ich mit Wehen in die Wanne und sagte zu ihm, dass wenn er morgen früh aufsteht, vielleicht schon seine Schwester da sein wird. Der Papa hat ihn ins Bett gebracht und kurz darauf sind wir in den Kreißsaal gefahren (Kind wurde von Nachbarin betreut). Wir waren ca. 2 Uhr nachts wieder zuhause. Morgens holte ihn mein Mann, sie kamen ins Schlafzimmer, wo ich mit der Kleinen im Bett lag. Er machte erst ganz große Augen und hüpfte dann singend im Zimmer herum: "Jajaja, T. ist da! Hurra, hurra, T. ist da!" :)
    Dann legte er sich zu uns und kuschelte lang mit seiner kleinen Schwester #love

  • @ Bricheton: Ich finde, ein GH klingt nach einem guten Kompromiss. Warum ist dein Mann gegen eine HG, hat er Angst vor Komplikationen?


    Ja, davor hat er definitiv Angst. Ich nicht. Aber ganz ehrlich: Sollte ich ihn doch dazu überredet bekommen und dann ist irgendwas nicht in Ordnung, was in der Klinik hätte behoben werden können, dann werden wir (ich, weil ich ihn überredet habe und er, weil er sich nicht gegen mich durchgesetzt hat und wir beide sowieso wegen dem Baby) unseres Lebens nicht mehr froh.


    Vielleicht hat er auch Bedenken wegen der Nachbarn. Weiß nicht. Als ich das Thema angeschnitten hatte, war er sofort strickt dagegen. Vielleicht müssen wir nochmal in einer ruhigen Minute darüber reden. Denn - ein GH ist ja eigentlich auch nicht sicherer als eine HG, oder täusche ich mich? Denn beim ersten Kind war eigentlich eine GH-Geburt geplant (fand mein Mann auch ok), die wir dann doch lieber ins KH verlegt haben, weil ich B-Streptokokken hatte.


    Schwierige Entscheidung... Nach meiner Erfahrung der ersten Geburt könnte ich es mir zum jetzigen Zeitpunkt eben keinesfalls vorstellen, mich nach der Geburt ins Auto setzen zu müssen. Eine HG fände ich dagegen einfach nur richtig.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Bricheton ()

  • Ich habe Nummer 2 ambulant entbunden. Ich hasse Krankenhäuser, schlafe absolut miserabel in fremden Betten und beim 1 Kind hatte ich eine sehr spezielle Bettnachbarin. Und ich wollte auch nicht so lange getrennt von meinem Mann und meinem Großen sein..ja ich bin ne Mimose und brauche in Ausnahmesituation unbedingt meinen Mann bei mir ;-)


    Ich fand es so wunderbar direkt nach Hause zu können. Ich konnte mich 100% auf meinen Mann verlassen..sprich das er sich um alles kümmert und ich wirklich Wochenbett hatte(auch wenn es mich nicht lang im Bett gehalten hat ;-))

  • Sind Mehrbettzimmer eigentlich Standard oder kann man (gegen Aufpreis) auch Einzelbettzimmer kriegen? Oder ist das je nach Klinik unterschiedlich? Ich glaube, ich fände das echt störend, wenn man mit Fremden im Zimmer liegen muss (noch weniger Ruhe = noch schwierigerer Stillstart...).
    ?


    ich kenne es so, dass du ein einzelzimmer kriegst, WENN eins frei ist, dann kannst du das zahlen auch wenn du eben nicht versichert bist ( ist wohl nicht sooo teuer, also es lohnt nicht, dafür eine versicherung abzuschließen :)) ne freundin von mir hatte glück, da waren viele zimmer frei und sie hatte ein doppelzimmer für sich :)



    mein mann wollte auch nicht HG ( weil die nachbarn ja dann alles mitkriegen #augen) also war GH geplant, da es aber so schnell und erwartet ging #pfeif und meine hebammen auch gern hausgeburten machten, kam es dann ebne ungeplant zu haus :)
    hat man ja nicht immer in der hand :D
    und für einen mann ist es glaub ich nicht so ohne weiteres einschätzbar, wie weit du im geburtsverlauf bist...


    und nein, sicherheitstechnisch ist es im GH nicht sicherer als zu haus...


    das autofahren mit säugling in sitz gequetscht schreckt mich auch sehr von allem anderen als HG ab ...

  • Das seh ich wie Du, Geburtshaus ist für mich nur ein Kompromiss, wenn man Angst vor seinen Nachbarn hat :-). Die Sicherheit ist genau so groß oder klein wie zu Hause. Mein Mann war auch erst recht skeptisch, Fands dann aber okay. Ich war sehr froh, dass er von allein ja gesagt, und ich ihn nicht mit Tausenden Argumenten überzeugen konnte.


    Mein Hauptargument bei skeptischen Fragen war aber immer, was die Leute denken, wie im Krankenhaus eine Nachtschicht bestetzt ist und wie lange es zum Beispiel dauert, ein OP-Team zusammenzustellen. Von uns zu Haus ins Krankenhaus braucht man 3 Minuten, da sah ich jetzt keine große Gefahr...

    Sepia mit Tochter 09/2006 + Sohn 07/2010

  • Ich fand es so wunderbar direkt nach Hause zu können. Ich konnte mich 100% auf meinen Mann verlassen..sprich das er sich um alles kümmert und ich wirklich Wochenbett hatte(auch wenn es mich nicht lang im Bett gehalten hat ;-))


    Das kommt bei mir noch dazu: Auf meinen Mann kann ich mich eben nicht verlassen. Und der bis dahin Dreijährige ist auch ein totales Mamakind, was für mich bedeuten würde, dass er mir am Rockzipfel hängt, mein Mann sich sicherlich daraufhin an seinen PC zurückziehen wird, weil ihm das alles zu anstrengend ist und das Großkind ja bei Mama ist. Der Haushalt wird liegenbleiben, mir wird das vor der Hebi furchterlich peinlich sein und ich werde das Gefühl haben, sofort saugen und putzen zu müssen. Da ist es im KH sicherlich angenehmer. Sofern es so ein angenehmes KH ist wie bei der letzten Entbindung. Die hatten auch so super Beistellbettchen, es war einfach alles stimmig.


    Ich muss mir die Klinik mal ansehen. Es ist ein KH mit Hebammenkreissaal. Das ist für mich das wichtigste: Dass keine störenden, von nichts Ahnung habenden Ärzte dabei sind, die meinen, in den Geburtsverlauf eingreifen zu müssen...