suche (fröhliches) Gedicht mit Thema Frühling

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  • Hi allerseits,


    kennt ihr ein schönes Frühlingsgedicht? Bitte nicht grad Frühling lässt sein blaues Band, irgendwas kindergerechtes, gerne lustiges und zeitgenössisches.


    Oder gute Internet-Seiten mit Sammlungen, ich forste mich auch grad schon durch die Google-Ergebnisse. Aber die meisten Treffer sind immer so altes Zeug von vor mindestens 200 Jahren.


    Danke euch! #blume

  • Das mag ich:


    Im Frühling


    Im Frühling summt der Wind
    Das weiss doch jedes Kind
    Das Gras wird grün
    Die Blumen bunt
    Und wenn dann noch das Bienchen brummt
    Dann wird die Welt ganz kunterbunt.


    Monika Minder


    Das hat mein Kind von einer Bastelstunde mitgebracht :).

    Es grüßt Tine 8)

    mit Tochter *2000, Sohn *2003 und Tochter *2011

  • Meine Kinder singen gerne das hier:


    Nun scheint die Sonne, so hell sie kann,
    vor dem Walde, vor dem Walde!
    Da fängt der Schneemann zu schwitzen an.
    Vor dem Walde, vor dem Walde!
    Vor Wut wird er schon ganz gelb und grau,
    und immer glänzt der Himmel klar und blau,
    vor dem Walde, vor dem Walde.


    Ach, armer Schneemann, was wird aus dir?
    „Lauter Wasser, lauter Wasser!
    Von Hals und Nase schon rinnt es hier
    Immer nasser, immer nasser!“
    Die Zeit vergeht, kommt der Frühling her;
    Die Lerche singt: „Hier ist kein Schneemann mehr,
    lauter Wasser, lauter Wasser.“


    Die Schwalbe ruft: „Er ist nicht mehr dort
    Vor dem Walde, vor dem Walde!“
    Der Rabe schreit: „Er ist endlich fort
    Vor dem Walde, vor dem Walde!“
    Der Bach, der fließt durch das helle Land,
    die Blumen blühen, wo der Schneemann stand,
    vor dem Walde, vor dem Walde.

    Liebe Grüße von Rafiki mit M1(*05) und M2 (*07)

  • Wie wäre es mit Gedichten von Ida Bohatta? Ist jetzt nicht unbedingt brandneu, aber mit haben ihre Gedichtbüchlein als Kind immer sehr gut gefallen. Leider stehen die immer noch bei meinen Eltern, sonst könnt ich Dir ein paar Leseproben als PN schicken.

  • Der Frühling ist endlich da!
    Wir singen alle laut "hurra!"
    Die Bäume schlagen aus,
    alle Leute gehen raus.


    Die Sonne kitzelt auf der Nase,
    manch einer bekommt vom Laufen eine Blase.
    Die Kinder brauchen neue Schuhe,
    geben deshalb keine Ruhe.


    Wir alle freuen uns des Maiendufts,
    denn der Frühling liegt in der Luft.
    's blühen die Frühlingsblumen,
    die Vögel finden wieder genügend Krumen.


    Quelle: ich *g* gerade getextet

  • Die Frühlingssonne



    Christine Busta (geboren in Wien am 23.04.1915 - 3.12.1987)



    Unhörbar wie eine Katze



    kommt sie über die Dächer,



    springt in die Gassen hinunter,



    läuft durch Wiesen und Wald.
    _



    Oh, sie ist hungrig! Aus jedem



    verborgenen Winkel schleckt sie



    mit ihrer goldenen Zunge den Schnee.
    _



    Er schwindet dahin wie Milch



    in einer Katzenschüssel.



    Bald ist die Erde wieder blank.
    _



    Die Zwiebelchen unter dem Gras



    spüren die Wärme ihrer Pfoten



    und beginnen neugierig zu sprießen.
    _



    Eins nach dem andern blüht auf:



    Schneeglöckchen, Krokus und Tulpe,



    weiß, gelb, lila und rot.



    Die zufriedene Katze strahlt.




    Frühling






    Was rauschet, was rieselt, was rinnet
    so schnell?


    Was blitzt in der Sonne? Was schimmert so
    hell?


    Und als ich so fragte, da murmelt der Bach:


    "Der Frühling, der Frühling, der
    Frühling ist wach!"



    Was knospet, was keimet, was duftet so lind?


    Was grünet so fröhlich? Was flüstert
    im Wind?


    Und als ich so fragte, da rauscht es im Hain:


    "Der Frühling, der Frühling, der
    Frühling zieht ein!"


    Was klingelt, was klaget, was flötet so
    klar?


    Was jauchzet, was jubelt so wunderbar?


    Und als ich so fragte, die Nachtigall schlug:


    "Der Frühling, der Frühling!" -
    da wußt' ich genug!


    (Heinrich Seidel)

  • Ich liebe dieses hier:


    Die Tulpe


    von Josef Guggenmos


    Dunkel

    war alles und Nacht.


    In der Erde tief


    die Zwiebel schlief,


    die braune.




    Was ist das für ein Gemunkel,


    was ist das für ein Geraune,


    dachte die Zwiebel,


    plötzlich erwacht.


    Was singen die Vögel da droben


    und jauchzen und toben?


    Von Neugier gepackt,


    hat die Zwiebel einen langen Hals gemacht


    und um sich geblickt


    mit einem hübschen Tulpengesicht.




    Da hat ihr der Frühling entgegengelacht.


    »Ich glaube sowieso, wenn die jungen Menschen auf alles hören würden, was die älteren ihnen sagen,
    würde jede Entwicklung aufhören und die Welt still stehen.« Astrid Lindgren

    2 Mal editiert, zuletzt von Radieschen ()

  • Und Linnea: das von Heinrich Seidel haben wir ausgesucht.


    (Hintergrund übrigens: sie sollten in der Schule "Das Büblein auf dem Eis" lernen, das habe ich strikt abgelehnt, wegen der letzten Zeile: "der Vater hat's geklopfet zu Haus" und nun, denke ich, einen schönen Ersatz gefunden. Wie kann man nur heutzutage noch solche Verse lehren? Also unreflektiert? 8I )