Gender-Kacke in Schule und Alltag

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  • OT: wow, das geht! Muss ich mich gleich mal schlau machen. Weil mir der Anhänger doch etwas schwer wird und ein e bike zu teuer ist.

    Ich habe das Umbaukit für das Vorderrad von Windmeile.com, sitzen in D und der Support ist auch ok und in deutsch! Vorher hatte ich einen Reibrad antrieb für das Hinterrad, von Add e, aber wenn man viel fährt muss man echt oft den Mantel wechseln

  • OT: wow, das geht! Muss ich mich gleich mal schlau machen. Weil mir der Anhänger doch etwas schwer wird und ein e bike zu teuer ist.

    Ich habe das Umbaukit für das Vorderrad von Windmeile.com, sitzen in D und der Support ist auch ok und in deutsch! Vorher hatte ich einen Reibrad antrieb für das Hinterrad, von Add e, aber wenn man viel fährt muss man echt oft den Mantel wechseln

    Oh, das klingt cool!! Darf ich dich hier OT hier fragen: ist die Unterstützung mit fix fertigen Ebikes vergleichbar? Und wie viel hat dich das ca gekostet? Auf deren Seite sind ja die Einzelkomponenten angeführt und ich Steig grad spontan nicht durch, was man braucht).


    On Toppic: dieses „das kann ich nicht, da frag ich einen Mann“ hat mich früher bei meiner Mutter immer wahnsinnig gemacht. Weil natürlich kann jede Person im Rahmen ihrer körperlichen und geistigen Fähigkeiten alles lernen, was sie interessiert. ABER: nach und nach erkenne ich, dass es in unserer Familie ein gewisser Selbstschutz war. Denn die meiste Arbeislast lag auf ihr, nur zu dem, was die nicht „konnte“, ließ sich mein Vater bewegen. Ich kann mir vorstellen, dass das anderswo vielleicht auch mit ein Grund ist/war. Das Problem ist halt, dass sich das irgendwann im Bild der recht hilflosen Frau niederschlägt.

    Von der Generation meiner Großeltern kenne ich zwar eine klare Trennung in Zuständigkeit, aber meine Oma hat sich darin nie schwach oder unterlegen gefühlt. Im Gegenteil waren viele der „Weiberarbeiten“ echt anstrengend unter den damaligen Lebensbedingungen hier.

  • das kann ich nicht beurteilen, ich saß noch nie auf einem "echten" Ebike. Ich habe die kleinste bzw. schwächste Version eines Vorderradmotors.


    Also Vorderrad (Motor ist drin), PAS Sensor Pedalsensorik (erkennt wann du trittst) und schaltetet den Motor an, Display bzw Schalter um den Unterstüzungsgrad zu wählen, Kontoller und Kontroller Hülle, Akku natürlich. Ganz gut ist, wenn du mal auf die Umbausätze einen Blick wirfst, da siehst du, was du grundsätzlich brauchst.


    ICh habe keine Bremsgriffe oder Bremssensorik, wenn du nicht trittst, schaltet sich die Unterstützung aus, kein Licht, als Stecker habe ich die Julet Stecker.


    Den Akku habe ich von woanders.


    Im Grunde habe ich keine 600 Euro ausgegeben. Aber ich habe 14 Tage gebraucht mich zurecht zu finden, die entsprechenden Maße an meinem Rad zu kontrollieren etc. Den Support habe ich mehrmals kontaktiert, bzw. eine eMail geschrieben.

  • Super, danke! Ich hab mir jetzt ein Ebike gekauft und überlege, das Rad der einen Tochter umzubauen, damit wir gemeinsam fahren können. Da werde ich mich mal einfuchsen.

  • Ich hab mich für einen Kettensägenkurs für Frauen angemeldet

    Oh, das steht auch noch auf meiner Liste. Ich würde mich über einen Bericht freuen :).

    Ist erst Anfang November, aber dann berichte ich gerne :)

    "Warum haben Sie das getan?" frage ich.

    "Um die neue Welt schneller anfangen zu lassen, denn die alte muss geschubst werden, damit sie schneller umfällt..."

  • Na wie war's wildfang ?


    (Ich lese das jetzt erst, bin aber ebenfalls neugierig :D)





    Eigentlich wollte ich aber diese Reklame posten, die lief hier gerade vor den Nachrichten und hat mich sehr erfreut. Oder haben wir auch einen positiven Gender-Strang?


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  • Mir ist etwas aufgefallen und bevor ich mich empöre ;), wüsste ich gern, ob meine Beobachtung richtig ist:


    In meiner kommunalpolitischen Sitzung gestern ging es um die Feuerwehr. Neuer Bedarfsplan, hauptamtliche Feuerwehr versus Ehrenamt. Bla bla, Männer und Frauen usw., das wurde sehr sachlich referiert. Dann habe ich gedacht, okay, belese ich mich mal dazu und stellte gerade fest, dass es in meiner Kommune eine umfangreiche Satzung über die Entschädigung ehrenamtlicher Feuerwehrleute gibt. Eine fest Monatspauschale, Stundensätze pro Einsatz sowie Entschädigungen für entfallenes Arbeitsentgelt. Summa summarum sicher nichts, wovon Feuerwehrmann leben könnte. Aber eben eine Entschädigung. 100 Euro hier, 15 Euro pro Stunde da, Speisen und Getränke, Bereitschaftspauschale, Entgeltersatz, Ausbildungskostenerstattung.

    Mein Mann ist ehrenamtlicher Fußballtrainer, wofür er eine Aufwandsentschädigung bekommt.

    Ich bekomme für mein politisches Ehrenamt eine monatliche Pauschale (von der ich einen guten Teil der Fraktion abgeben muss) sowie Sitzungsgeld je angefangenen Stunde Sitzung.


    Weiterhin bin ich ehrenamtlich im Team unserer Bücherei und leiste vier bis acht Dienstzeiten a zwei Stunden pro Jahr ab. Wir sind eine Zweigstelle der Stadtbücherei. Keine Entschädigung.

    Ich habe mich seit 2015 im Patenkreis Asyl unserer Stadt engagiert, Sprachhilfe geleistet, zusammen mit anderen Kaffee-Treffen organisiert, mich um die Anmeldung für die Kitas gekümmert, viele Familien dabei begleitet. Keine Entschädigung, im Gegenteil, es entstanden Kosten, zum Beispiel für die Fahrten zu den Asylantragsgesprächen oder zu Arztterminen.

    Früher Elternbeirat Kita, jetzt Schule, Vorstand im Förderverein. Keine Entschädigung.

    Habe mit meinen Babys immer die Krabbelgruppe besucht, die ehrenamtlich geleitet wurde. Keine Entschädigung für die jeweilige Mutter in Teilzeit, die das übernimmt.


    Jetzt könnte man ja sagen: Augen auf bei der Auswahl der Ehrenämter.

    Aber: Bei der Feuerwehr meiner Stadt sind 92% Männer. Im Stadtrat 75%. Fußballtrainer 100%.


    In unserem Büchereiteam 100% Frauen, im Asylkreis hatten wir immerhin einen Mann dauerhaft dabei und einen sporadisch, der Rest Frauen. Der Elternbeirat ist männlich geführt, aber der Rest sind Frauen.


    Woran liegt das? Sind wir Frauen zu doof in unseren Ehrenämtern eine angemessene finanzielle Anerkennung (Entschädigung!) einzufordern und haben die Männer das einfach gemacht - weil sie ja ohnehin in den Positionen sind, in denen sie über Geld entscheiden (siehe Stadtrat) - oder sind wir Frauen zu altruistisch und uns ist das egal? Können wir nicht nein sagen, weshalb es gar keine Notwendigkeit gibt etwas daran zu ändern? Merken wir das eigentlich selbst nicht? Ich habe es ernsthaft nicht gewusst, für mich war Ehrenamt auch immer "unentgeltlich" und erst als mein Mann meinte er bekomme Geld für sein Traineramt, kam ich ins Grübeln. Oder vielleicht bin ich nur die letzte, der das aufgefallen ist, und ich hatte bisher einfach "Pech" mit meinen Ehrenämtern?!


    Übrigens stehen mir pro SitzungsTAG (!) - gestern gingen alle Sitzungen zusammen 4,5 Stunden - und auf gesondert begründeten Antrag beim Oberbürgermeister (!) für die Betreuung meiner Kinder (insgesamt!) 25 Euro zu. Pro Tag. Für 4 Kinder. Insgesamt. 25 Euro. (Ich sollte das mal in der Tageszeitung inserieren: "Gesucht wird für die Betreuung von vier Kindern zwischen 1 und xx Jahren ein*e zuverlässige*r flexible*r Babysitter*in für die Ausübung meines politischen Ehrenamtes im Stadtrat. 25 Euro Pauschale pro Tag")

  • Woran liegt das? Sind wir Frauen zu doof in unseren Ehrenämtern eine angemessene finanzielle Anerkennung (Entschädigung!) einzufordern und haben die Männer das einfach gemacht - weil sie ja ohnehin in den Positionen sind, in denen sie über Geld entscheiden (siehe Stadtrat) - oder sind wir Frauen zu altruistisch und uns ist das egal? Können wir nicht nein sagen, weshalb es gar keine Notwendigkeit gibt etwas daran zu ändern?

    Ja, ich vermute, alles zusammen. Das ist ja letztlich alles miteinander verwoben.


    Viele Frauen fühlen sich sehr verantwortlich für das Wohlergehen anderer. Daraus folgt dass sie nicht so schnell nein sagen, und wenn es immer eine gibt die unentgeltlich nachrückt, kann man als Gruppe ja gar keine Ansprüche stellen. Ich vermute auch ein generelles Herabsehen darauf, alles klein-klein in harter Währung aufzuwiegen. Also den Anspruch dass man da irgendwie drübersteht, eventuell auch die Befürchtung man würde geldgeil rüberkommen.


    Es tut mir sehr leid dass du diese Erfahrung machen musstest. Das muss extremst frustrierend sein. Ich leide mit :(

  • Magorma zT ist das sicherlich auch selbstverschuldet. Viele Frauen sind viel altruistischer als Männer. Auch durch Erziehung und gesellschaftliche Erwartungen.


    Aber - es gibt auch zahlreiche Hinweise, dass Dinge abgewertet werden sobald Frauen sie ausführen und aufgewertet sobald Männer sie machen.


    ZB die ersten Programmier:innen waren Frauen. Sobald Männer involviert waren stieg der Stundenlohn rasant.

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan

  • Magorma zT ist das sicherlich auch selbstverschuldet. Viele Frauen sind viel altruistischer als Männer. Auch durch Erziehung und gesellschaftliche Erwartungen.


    Aber - es gibt auch zahlreiche Hinweise, dass Dinge abgewertet werden sobald Frauen sie ausführen und aufgewertet sobald Männer sie machen.


    ZB die ersten Programmier:innen waren Frauen. Sobald Männer involviert waren stieg der Stundenlohn rasant.

    Jep.


    Was du beschreibst, Magorma ist total typisch. Männer sammeln sich vermehrt in den prestigeträchtigen Ehrenämtern mit Aufwandsentschädigung und Networking, Frauen eher in den sozialeren wie Flüchtlingshilfe und so.


    Und den Effekt, den Nachtkerze beschreibt, kenne ich auch.

  • Weiß nicht, ob man Feuerwehr und Bücherei so vergleichen sollte... Pauschalen und Aufwandentschädigung in Sportvereinen dürfte doch geschlechtermäßig recht ausgeglichen sein (beim einzelbereich Fußball eher nicht). Und gesellschaftliches engagement ohne terminlichen Rahmen (um mal kommunalpolitik und Flüchtlingshilfe noch anzusprechen) ist ja seiner Natur nach schon unterschiedlich..


    Hier (Hessen) ist das mit der kinderbetreuung bei Sitzungen sache des jeweiligen Gremiums, die geben sich eine entsprechende Satzung und in der steht häufig eine pauschale "oder nachgewiesen höhere Kosten", also man bekommt die tatsächlichen Aufwendungen. Und es ist Sache des Vorsitzenden (was hier nicht der Bürgermeister ist) und sehr unkompliziert. Wird aber nach meiner Erfahrung selten genutzt, weil die gremiensitzungen vorwiegend abends sind und damit oft eine familieninterne Lösung gefunden wird. Oder vormittags (Sitzungen auf Landkreisebene) Kinder sowieso in Kita oder Schule.

  • Weiterhin bin ich ehrenamtlich im Team unserer Bücherei und leiste vier bis acht Dienstzeiten a zwei Stunden pro Jahr ab. Wir sind eine Zweigstelle der Stadtbücherei. Keine Entschädigung.

    DAS habe ich ja noch nie gehört. Seit wann werden Stadtbüchereien denn von Ehrenamtlern unterstützt? Das kenne ich nur mit Angestellten.


    Ansonsten - ja, da ist was wahres dran, dass es wohl unterschiedliche Arten von Ehrenämtern mit unterschiedlichen Entschädigungen gibt. Wobei ich Feuerwehr, THW u.ä. noch ein bisschen anders sehe als andere Ehrenämter - da wundert mich immer, dass man das heute überhaupt noch mit Ehrenämtern macht und machen kann.

  • as du beschreibst, Magorma ist total typisch. Männer sammeln sich vermehrt in den prestigeträchtigen Ehrenämtern mit Aufwandsentschädigung und Networking, Frauen eher in den sozialeren wie Flüchtlingshilfe und so.


    Und den Effekt, den Nachtkerze beschreibt, kenne ich auch.

    Das...

    hat mich auch immer sehr beim Thema Elternbeirat, Elternarbeit usw geärgert. Ist für mich schon lange ein Thema und bin nach wie vor erstaunt, wie weinig sich da geändert hat

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • wie war das gleich mit Sprachpolizei?

    Thüringen: Landtag lehnt gendergerechte Sprache ab
    In Thüringen sollen Landtag und Landesregierung öffentlich nicht gendern. Dies hat eine knappe Mehrheit der Abgeordneten nach einem Antrag der CDU entschieden,…
    www.spiegel.de


    Zitat

    Thüringer Landtag lehnt gendergerechte Sprache ab

    In Thüringen sollen Landtag und Landesregierung öffentlich nicht gendern. Dies hat eine knappe Mehrheit der Abgeordneten nach einem Antrag der CDU entschieden, der von der AfD unterstützt wurde.

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse) tap.gif

  • Weiterhin bin ich ehrenamtlich im Team unserer Bücherei und leiste vier bis acht Dienstzeiten a zwei Stunden pro Jahr ab. Wir sind eine Zweigstelle der Stadtbücherei. Keine Entschädigung.

    DAS habe ich ja noch nie gehört. Seit wann werden Stadtbüchereien denn von Ehrenamtlern unterstützt? Das kenne ich nur mit Angestellten.


    Ansonsten - ja, da ist was wahres dran, dass es wohl unterschiedliche Arten von Ehrenämtern mit unterschiedlichen Entschädigungen gibt. Wobei ich Feuerwehr, THW u.ä. noch ein bisschen anders sehe als andere Ehrenämter - da wundert mich immer, dass man das heute überhaupt noch mit Ehrenämtern macht und machen kann.

    Aber ist bei uns so. Die Alternative wäre schließen gewesen. Da haben vor 30 Jahren einige Frauen gesagt sie führen es ehrenamtlich weiter und so ist das bis heute.


    enfj-a Vergleichbar ist das sicher nicht und ich missgönne auch keinem Feuerwehrmann oder ähnlichem die Aufwandsentschädigung, aber wenn wir halt die Bücherei nicht ehrenamtlich machen, dann wird sie halt geschlossen. Löscht zwar keine Häuser, die Bücherei, bildet aber Kinder und stellt Chancengleichheit her. Ist dann aber wohl nicht so viel wert.

  • Feuerwehr ist eine gesetzliche Aufgabe, während Bücherei ein „nice-to-have“ ist. Zumindest rechtlich. Das rechtfertigt nicht, dass es für die Bücherei keine Entschädigung gibt, erklärt aber, warum Feuerwehrleute welche kriegen.

    Hat eine Gemeinde nicht genügend Freiwillige Feuerwehrleute, können Menschen sogar zwangsverpflichtet werden.


    Bei uns läuft die Bücherei auch rein ehrenamtlich, alles nette ältere Damen im Rentenalter. Da gibt es bestimmt auch keinen Cent.

    mamaraupe (*1973) mit paparaupe (*1969), großer raupe (*06/06), und kleiner raupe(*02/10)