Gender-Kacke in Schule und Alltag

  • Nur kurz noch zum Tempolimit: Meist bin ich ja die Langmut in Person, aber nachts auf der menschenleeren, gut ausgebauten, 3-spurigen Autobahn 130 km/h zu fahren, treibt meinen Blutdruck wirklich hoch. Ich fahre gern (sehr) schnell, aber ich sehe mich nicht als Raser. Vielleicht überschätze ich mich, aber dann ist es halt so. Ich fahre sehr vorausschauend, mit sehr großen Abständen und hochkonzentriert. Ich fahre nur dann sehr schnell, wenn ich niemanden außer mir gefährde (fast kein Verkehr, keine weiteren Personen an Bord). Ich möchte kein Tempolimit, aber wenn es kommt, dann werde ich nicht rumlamentieren. Wobei es mir nachts mit noch 900 km Fahrtstrecke vor mir sehr schwer fallen wird. Ob es umweltbedingt so viel bringt, wer weiß das schon? Was ist besser, wenn ich die Strecke fliegen würde oder selbst fahre? Aber an sich stellt sich die Frage nicht, meine Destinationen haben meist keinen Flughafen in näherer Umgebung. Und mit dem Zug und zigfachem Umsteigen bin ich doppelt so lang unterwegs. Außerdem wüsste ich auch nicht, wohin mit dem vielen Gepäck.


    Ich sollte das hier wohl nicht schreiben, außerdem kommt es rüber wie kokettieren, aber hier kam eine diesbezügliche Frage auf. Drei mir bekannte und gut einsehbare rote Ampeln (keine Kreuzung sondern für Fußgänger) überfahre ich nachts um 2 Uhr tatsächlich (natürlich schaue ich vorher genau). Ich weiß, dass das nicht rechtens ist, aber ich habe kein Verständnis dafür, dass diese Ampeln nachts nicht abgeschaltet werden, so wie es in vergleichbaren Situationen üblich ist. Vielleicht geht es technisch nicht oder es hat andere Gründe, aber ich nehme mir da das Recht heraus, selbst zu entscheiden. Nichtsdestotrotz würde ich mich dann beim Erwischen und anschließender Strafe aber auch nicht beschweren.

    Das Wissen von heute ist der Irrtum von morgen.

  • Ich hätte kein Problem mit einem Tempolimit. Wobei gerade in Norden sowieso viele Strecken mit Limit sind, mit 160 km/h dauerhaft heizen geht gar nicht - auch nicht nachts.


    Und ich bin früher sehr gern nachts und recht schnell gefahren, aber das Fahrverhalten ändert sich. Ganz freie Bahn, nicht mal Rücklichter vor mir und dann richtig schnell - das geht nicht mehr. Das ist superanstrengend, auf 180 hielte ich das zB auch bei komplett freier Bahn nicht dauerhaft durch, jedes bisschen Richtungsänderung im Verlauf macht sich ja total schnell bemerkbar. 150 geht gerade noch, drüber hinaus ist Stress.

  • Ich fahre gerne etwas schneller, bin aber trotzdem für ein Tempolimit. 130 km/h am besten oder allerhöchstens 150 km/h.


    Ich könnte mir vorstellen, dass der Markt stark in Richtung selbstfahrender Autos geht, die dann grundsätzlich nicht schneller fahren.

  • luxa-rosenburg das ist ja ein Hammer 😳 Wie sehen das die anderen Eltern, ist das für die ok? Schade auch, dass die Erzieher*innen da nicht gegensteuern, das würde mich am meisten ärgern.

  • Ddas Problem am sehr schnell fahren ist ja, dass es so uneffizient ist. Also es kostet einfach zuviel Sprit die Kisten so hochzujagen. Deshalb wurde ja die Begrenzung jetzt vorgeschlagen. Weniger Unfälle sind nur "Beiwerk". Dazu kommt ja, dass die Autos immer schwerer werden und wegen der gewünschten Leistung auch nicht sparsamer im Verbrauch.

    Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.


    - Hermann Hesse: Das Glasperlenspiel -

  • Wir haben eine Diskussion in der Schule... bei einem Event in ein paar Monaten werden SchülerInnen vor Publikum namentlich aufgerufen werden, und es ist jemand dabei... ich ändere mal die Namen... sagen wir mal Karl zieht sich weiblich an und stylt sich weiblich und möchte dort als "Karin" aufgerufen werden. Die SchülerInnen sind aber nicht volljährig, es ist ein sehr offizieller Anlass und es ist erforderlich, die "richtigen" Namen aufzurufen. Ich finde es sehr schwierig, mit dieser Situation umzugehen. Wie würdet Ihr handeln?

    Kids don't drive you crazy, you were crazy already. That's why you had them.


    Lieben Gruß vom Rattenkind mit dem Kätzchen (10/2015) und dem Katerchen (09/2018).


    giphy.gif


    You say you want a revolution. Well, you know, we all want to change the world.

    But when you talk about destruction, don't you know that you can count me out? Don't you know it's gonna be all right?

  • Muss der richtige Name genannt werden? Hat das eine rechtliche Bedeutung wenn eine Moderatorin, diesen Namen nennt? (solche Situationen gibt es extrem selten). Gibt es eine Urkunde, auf der der rechtlich bindende Name steht? Wäre das nicht ausreichend?

  • Rattenkind Ist es sowas wie eine Zeugnisverleihung? Dann stünde der offizielle Name ja in der Urkunde, dann könntet Ihr, nach Abstimmung mit der Schülerin, den anderen Namen doch aufrufen, das Dokument wäre, trotzdem rechtlich korrekt.

    "Stay afraid, but do it anyway. What’s important is the action. You don’t have to wait to be confident. Just do it and eventually the confidence will follow." Carrie Fisher

    LG Matilda mit Tochter (08/2004) und Sohn (09/2015)

  • Beim Thema Tempolimit frage ich mich, wie die Autobahnen nachts überhaupt frei sein können, wenn anscheinend halb Deutschland total oft nachts 800 km fährt - die einzige Situation, in der ein Tempolimit eine wesentliche Fahrtzeitverlängerung bringt.

    "Stay afraid, but do it anyway. What’s important is the action. You don’t have to wait to be confident. Just do it and eventually the confidence will follow." Carrie Fisher

    LG Matilda mit Tochter (08/2004) und Sohn (09/2015)

  • Warum kann man nicht einfach den gewählten Namen ausrufen? So lange auf dem Zeugnis das richtig steht, sollte das doch kein Problem sein.

    We know our children best, when we know ourselves best;

    they chose the most authentic version of who we are.

    ~a.joy~

  • So in der Art... ist schon eine Art Urkunde... Da mag ich aber gar nicht so sehr ins Detail gehen. Wahrscheinlich wird's auf den offiziellen "Karl" rauslaufen müssen... #hmpf

    Kids don't drive you crazy, you were crazy already. That's why you had them.


    Lieben Gruß vom Rattenkind mit dem Kätzchen (10/2015) und dem Katerchen (09/2018).


    giphy.gif


    You say you want a revolution. Well, you know, we all want to change the world.

    But when you talk about destruction, don't you know that you can count me out? Don't you know it's gonna be all right?

  • So in der Art... ist schon eine Art Urkunde... Da mag ich aber gar nicht so sehr ins Detail gehen. Wahrscheinlich wird's auf den offiziellen "Karl" rauslaufen müssen... #hmpf

    Das fände ich ziemlich schlimm für "Karin". Ich meine, was passiert denn Schlimmes, wenn man sie* bei ihrem selbst gewählten Namen ruft? Außer, dass ein paar Leute doof gucken (wenn es überhaupt jemand mitbekommt)?


    Das ist doch für sie bestimmt ein großer Tag? Schlimm genug, dass der Geburtsname auf der Urkunde steht,das lässt sich ja wirklich rein rechtlich nicht ändern. Klar kann man vorher mit ihr reden, aber das würde ich wirklich nur im allernotwendigsten Ausnahmefall machen.

    Edit: wobei, mit "Karin" im Vorfeld zu sprechen, ist wahrscheinlich doch keine schlechte Idee. Einfach, um zu wissen, was sie sich denn wünscht.



    * (ich weiß ja nicht, welche Pronomen "Karin" für sich gewählt hat, werde aber auf Grund des Namens erstmal "sie" benutzen)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Trashpanda ()

  • Bei uns im Kindergarten ist es leider auch ziemlich schlimm. "Das ist für Jungs - das dürfen nur Mädchen" und grundsätzlich sehr wenig durchgemischtes Spiel. Ich hoffe, das gibt sich, wenndie akuellen Vorschulkinder, von denen das ausgeht, weg sind.

    Mein Sohn hat davon leider auch schon viel übernommen, obwohl ich ständig dagegen anrede.

    Es ging so weit, dass er für seine Brotdose mit einem Pony drauf ausgelacht wurde. Tja, da konnte ich dann aber durchaus reagieren, denn wir haben zum St.Martinsfest unser Pferd mitgebracht und die Kinder Ponyreiten lassen - und dabei durchaus mal überrascht nachgefragt: "Duu willst reiten? Ich dachte, Ponys wären nur für Mädchen?"

    Seitdem ist wenigstens das durch. Farben sind leider immer noch ein großes Thema.
    Die ErzieherInnen könnten das ruhig etwas aktiver angehen, aber da wird immer nur hilflos gelächelt #rolleyes


    Rattenkind: Wäre es eine Option etwas zu sagen wie: "Liebe Karin, wir sind gezwungen, dich als Karl aufzurufen, auch wenn wir das falsch finden." Entweder öffentlich als Positionierung oder kurz vorher?

    Oder was würde passieren, wenn ihr einfach Karin sagt?

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • liebe rattenkind, sollte es dir irgendwie möglich sein, dich dafür einzusetzen, Karin mit Karin aufzurufen, tu es bitte.

    Solche Momente können für diese Kinder ein wahres Spießrutenlaufen sein. Vorallem: Kennen die anderen Kinder sie als ehemals Karl? Nicht, dass es aus Versehen zu einem Outing kommt.


    Zu der Arzt Situation: mein Sohn wird einfach Vorname Nachname aufgerufen.

    Viele Gruesse vom andern Ende der Welt, Sarah




  • Rattenkind ... An unserer Schule gibt einen Paul und die Eltern haben veranlasst, dass auf den Dokumenten paul Anna draufsteht... Genannt wird das Kind nur Anna... Also es gibt tatsächlich eine Möglichkeit.... Ohne die Eintragung des Geschlechts zu verändern

    "Immer die Wahrheit zu sagen, wird nicht viele Freunde einbringen, jedoch die Richtigen."

  • luxa-rosenburg doch du kannst dagegen kämpfen..... Und du hast natürlich gute Chancen. Du bist ihr ein Vorbild und du unterstützt sie.... Das wiegt mehr als negatives Geschwätz

    Ich habe mich dazu durchgerungen, das gewäsch als Chance zu sehen, solchen unsäglichen Äußerungen kontra bieten zu können. Gäbe es die Kinder in der Kita nicht, die solchen Quatsch erzählen käme mein Kind vielleicht nie auf die Idee, dass es solche Konzepte gibt. Jetzt kann ich es aushebeln. Sondern würde es sich mit 13 wundern was in den Zeitschriften steht. Und denken , dass das so soll und ihre blöden Eltern es nur noch nicht gecheckt haben


    Aber ich gebe zu, dass das ein Konstrukt ist und ich mich besser fühlen würde, Wenn es nicht so sein müsste.


    Die erzieherInnen arbeiten so gut wie möglich dagegen, aber gegen die peergroup kommen die eben auch nur unzureichend an.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von janos ()