Gender-Kacke in Schule und Alltag

  • Das ist hier wahrscheinlich deshalb dramatischer - bzw noch prägender - weil Daroan und ich von Jugendlichen reden, die nach der 9ten ihre Berufsausbildung anfangen. Immerhin mehr als dreiviertel aller Jugendlichen in der Schweiz.

    Bis die sich emanzipiert haben von den Peer-group-Zwängen ist - man verzeihe die Direktheit - der Zug abgefahren. Dann haben 80 der Mädels sich bereits für den beschissen bezahlten Job ohne Karrierechancen entschieden. Jungs wählen übrigens massiv weiter gefächert.


    Die Zahlen sind echt beeindruckend hierzulande.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich habe da mal die Ausführungen einer Mathematik-und-Physik-Dozentin zum frauentypischen Herangehen an Naturwissenschaften und Experimente gehört - die Frau war eine starke Befürworterin des geschlechtsgetrennten Unterrichts, und sie hatte lange genug Erfahrung, dass ich ihr diese Unterschiede ind er Herangehensweise auch klar abkaufe beobachtet zu haben. Habe ich selbst auch.


    Aber - unbenommen dass es so ist - das liegt doch nicht am X-Chromosom.

    An was es liegt ist ja auch nicht der Punkt. Die Frage ist, wie ist das zu bewerten und kann man damit umgehen. Ich lese da bei dir so eine Haltung von „es ist schicksalhaft unpassend“ , wenn man bei der Auswahl

    "bedachtsam" vs. "risikobereit"

    sich für bedachsam entschieden hat und damit an die Uni kommt, ohne darauf vorbereitet zu sein, dass es auch etwas anderes gibt.


    Was ich beobachtet habe, war eher das andere. Die jungen Frauen, die von einem Mädchengymnasium in ein naturwissenschaftliches Fach an der Uni gewechselt haben, haben ihre Herangehensweise nicht als defizitär verstanden sondern als „mein Weg, auch OK“. Gut funktionieren tut das dann natürlich nur, wenn sie noch andere junge Frauen im gleichen Studiengang vorfinden, mit denen sie sich zusammenschließen können.


    Und bei der Abschlussarbeit brauchen sie dann halt einen Betreuer oder eine Betreuerin, der sich dieses Problems bewusst ist oder zumindest lernfähig. Der Trick sei, habe ich mir von erfolgreichen Betreuern sagen lassen, bei einer Studentin erst mal davon auszugehen, dass sie nur bei wirklich guten Fragen Betreuung einfordert, während man einen männlichen Studenten gerne mit seiner Frage wieder wegschicken kann („das kriegen Sie noch raus“ ). Der Mann kommt zeitnah nochmal, wenn er es wirklich nicht schafft. Das ist zwar auch so eine Heuristik, die nicht 100% der Fälle abdeckt, aber damit hat man einen systematischen Nachteil der „bedachtsamen“ Arbeitsweise ausgeräumt und setzt sich als Betreuer/in in die Lage, auch bei Frauen eine gute Quote in der Betreuung zu erreichen.

    Im Übrigen müssen wir die fossilen Energieträger im Boden lassen.



    Xenia mit Te (Herbst 04) und Ka (Herbst 07) und Ha (Feb 12)

    Einmal editiert, zuletzt von Xenia ()


  • Das ist mir schon bewusst, aber bleiben die dann in den Jobs?

    Hier ist es irgendwie gerade unter den Mädchen weit verbreitet, nach der Ausbildung noch mal eine andere Ausbildung oder Umschulung zu machen oder ein Studium zu beginnen.
    GERADE bei den ganz jungen Kids, die mit 16 (+/- ein Jahr) von der Schule abgehen; ich kenne da niemanden mehr, der in seinem ersten Lehrberuf geblieben ist. (Woher soll man mit 16 auch wissen, was man später langfristig machen möchte?)

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • das ist hier in meinem umfeld zumindest etwas komplizierter. fertige lehre heisst für viele familien, jetzt muss der die jugendliche auf eigenen beinen stehen.

    studium wird da selten noch finanziert.

    sowas wie bafög gibt es nicht.


    wenn studium, dann ist es meist fachbezogen im gelernten berufszweig als nebenberufliches studium über den betrieb.


    die freundin meiner tochter lernt jetzt mit 15 friseurin und viele dieser jugendlichen, die ich von meinen kindern kenne, haben keine grosse unterstützung von zu hause, noch etwas anderes zu machen.

  • Das ist mir schon bewusst, aber bleiben die dann in den Jobs?

    Das Berufsfeld komplett zu wechseln ist schwer, weil dir dann Grundsteine fehlen.

    So hat zb. jeder in der Berufsbildung Berufsschule und auch allgemeinbildende Fächer, aber eben auf den Berufszweig ausgerichtet.

    Das heisst, dass zb. Schreinerinnen nicht 4 Jahre lange anspruchsvolle Mathematik haben, Friseuren, in ihrer drei Jährigen Ausbildung aber nur ein Jahr quasi Grundlagen Mathematik haben.

    Also, ist es praktisch nicht möglich, einen Schwenker zu einem technischen Hochschulberuf zu machen, weil dir dann die Grundlagen fehlen.

    In der Regel machen Friseure dann noch sowas wie Naildesign, Kosmetikerin, oder halt selbständig mit eigenen Geschäft.


    Ich kenne auch niemanden, der zB. aus der Pflege kommt und dann was ganz anderes macht. Eher noch so, dass sie hören wegen Familienphase und danach in Kurswesen einsteigen. Wickel-Kurse, TT-Kurse, Säuglingspflegekurse, Aquafit, Pilates...

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • Es ist nicht schicksalhaft unpassend, wenn frau sich für eine Strategie entschieden hat - es ist schwierig, wenn frau diese Strategie als einzig Wahre (weil einzig existierende) erlernt hat.


    Und es ist nicht notwendig, selbst die eigene Arbeitsweise als nicht defizitär zu empfinden damit diese in der Außenwirkung einen defizitären Eindruck erweckt. Wenn ich eine Gruppe von 20 Erstis bremse, dann ist das sehr viel Moderationsarbeit, alle abzuholen.


    Was die Abschlussarbeiten angeht - ich zumindest habe immer einen gewissen Ehrgeiz darein gesetzt, dass alle, die abbrechen, das so früh wie möglich tun. Insofern ist der Prof für den Abschluss raus.

    Es gibt ja auch gute Gründe abzubrechen oder das Fach zu wechseln - die Studierenden können nach einigen Monaten durchaus zu der fundierten Erkenntnis gelangen, dass das Fach doch nicht das ist was sie wollen oder sich vorgestellt hatten. Das sollten sie halt aus den richtigen, nämlich fachimmanenten Gründen tun und nicht, weil die Zusammenarbeit mit den aderen Studierenden (auch wieder aus den mMn falschen Gründen) frustrierend ist.


    Deine Argumentation geht übrigens auch wieder davon aus dass bedachtsam = weiblich und risikobereit = männlich besetzt sind :D - was in unserer Sozialisation leider oft auch so ist.

    Das würde ich gerne aufbrechen, und zwar schon weit vor dem Studium.

  • Ja, ich erlebe es sehr ähnlich wie Viva und Daroan - obwohl ich tatsächlich sogar mehrere Leute aus der Pflege in neuen Berufen kenne.


    Was die Weiterbildung/ Umschulung/ Studium angeht: das ist nicht nur eine Frage der Grundlagen, die dann fehlen - es ist schlicht auch oft eine finanzielle Frage. Und da wird es der Friseurin nicht wirklich leicht fallen, genügend Geld für ein Studium zu scheffeln - während der Zimmerer sogar einen Teil der nötigen Fortbildungen vom Geschäft finanziert bekommt etc... Dann kommen ja auch nich Familienplanung und die hierzulande sehr teure Kinderbetreuung dazu...


    Nein, das hat schon handfeste Auswirkungen auf die Zukunft dieser jungen Frauen.


    Ich kenne die Zahlen dazu nicht, erfahrungsgemäss sind es aber sehr viel mehr Männer, die eine Zweit/Weiterausbildung machen, insbesondere in den handwerklichen Berufen.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • GERADE bei den ganz jungen Kids, die mit 16 (+/- ein Jahr) von der Schule abgehen; ich kenne da niemanden mehr, der in seinem ersten Lehrberuf geblieben ist. (Woher soll man mit 16 auch wissen, was man später langfristig machen möchte?)

    deshalb ist auch das System mit so jung von der Schule zu gehen einfach falsch.

    Was die Weiterbildung/ Umschulung/ Studium angeht: das ist nicht nur eine Frage der Grundlagen, die dann fehlen - es ist schlicht auch oft eine finanzielle Frage. Und da wird es der Friseurin nicht wirklich leicht fallen, genügend Geld für ein Studium zu scheffeln - während der Zimmerer sogar einen Teil der nötigen Fortbildungen vom Geschäft finanziert bekommt etc... Dann kommen ja auch nich Familienplanung und die hierzulande sehr teure Kinderbetreuung dazu...

    und das ist nur eine Mini-auswirkung dessen, was am Schweizer System so durchwegs falsch ist. Und dann wird es immer und immer wieder über den grünen Klee gelobt und ich verstehs einfach nicht.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • Und dann wird es immer und immer wieder über den grünen Klee gelobt und ich verstehs einfach nicht.

    Das kommt immer darauf, auf was man sich fokussiert. Nimmt man die Fähigkeiten der jungen Berufsabgänger, dann ist die Schweiz Weltspitze.

    In den Berufsmeisterschaften schneiden wir stets an der Spitze ab, das letzte Mal auf Rang drei nach China und Korea und das obwohl unsere Teilnehmer die Vorbereitungen meist nebenberuflich in der Freizeit machen und nicht in gesonderten Kaderschmieden.


    Grundsätzlich ist das Berufssystem auch recht offen. Mit der Berufsmaturität hat man eine wesentliche Lücke geschlossen und so den 2. Bildungsweg über Lehre in ein Studium ausgeebnet, was auch wirklich sehr beliebt ist.


    Das ist alles super.


    Was völlig quer kommt ist meist, der weibliche Bildungsgang.

    Also mit Unterbrüchen, mit Teilzeit, mit Finanzierungsmöglichkeiten.


    Ich denke, dass da einfach auch zu spüren ist, dass wir a) Emanzipatorisch immer noch absolut hinterher hinken b) konservativ sind c) wirtschafsfreundlich

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • an unsere GS gab es das auch nicht...auch nicht an den weiterführenden Schulen...nur die ehemalige Mädchenschule ( die seit Jahren auch Jungens aufnimmt)... die hat noch Handarbeit im Programm... so richtig mit Knopf annähen und gerade Linie nähen... die Tochter meiner Freundin verzweifelt an der Handarbeitslehrerin. Da kommen dann auch immer so Töne , dass Mädchen sowas können müssen und es nicht nichts schadet. Die Jungs haben übrigens Werken.

    LG paulina mit paula (11.05)
    + paul (04.08)

  • Was nach meiner Ansicht auch zu kurz kommt, sind akademische, universitäre Bildungswege. Damit meine ich eben nicht Fachoberschule und dergleichen, die thematisch eng auf einer Lehre aufsatteln.


    Das ist auch der Grund, warum so viele ÄrztInnen, ProfessorInnen etc. „importiert“ werden müssen.

  • an unsere GS gab es das auch nicht...auch nicht an den weiterführenden Schulen...nur die ehemalige Mädchenschule ( die seit Jahren auch Jungens aufnimmt)... die hat noch Handarbeit im Programm... so richtig mit Knopf annähen und gerade Linie nähen... die Tochter meiner Freundin verzweifelt an der Handarbeitslehrerin. Da kommen dann auch immer so Töne , dass Mädchen sowas können müssen und es nicht nichts schadet. Die Jungs haben übrigens Werken.

    So etwas (Filzen, Nähen von Hand und Maschine, Häkeln, Stricken, Spinnen etc.) lernen in unserer Schule alle Kinder, Mädchen wie Jungen.

    Ebenfalls Holz- und Metallverarbeitung sowie Gartenbau für beide Geschlechter bis inkl. 9. Klasse.

    Tanz (Eurythmie) ist auch für beide Geschlechter und wird bis Ende der 13. Klasse gelehrt.

  • Was nach meiner Ansicht auch zu kurz kommt, sind akademische, universitäre Bildungswege. Damit meine ich eben nicht Fachoberschule und dergleichen, die thematisch eng auf einer Lehre aufsatteln.

    Dazu kann ich nichts sagen, da kenne ich mich gar nicht aus. Ich weiss, dass die aus meiner Familie, die an der ETH waren das auf dem ersten Bildungsweg machten.

    Wieviele da den Weg über die Passarelle machen, habe ich keine Ahnung.

    Was ich auch nicht so genau sagen kann, ist ob es soviele ausländische Ärztinnen, usw. hat, weil wir zu wenige haben, oder weil der Standort Schweiz halt auch einfach viel anzieht.


    Es ist ja nicht so, dass wir da einen wirklich spürbaren Mangel hätten und zuwenige Dienstleister (gerade im medizinischem Bereich) oder einfach eine übergrosse Nachfrage, die auch kaum mehr finanziert werden kann.


    Also nur als Beispiel: ich habe am Montagnachmittag wegen psycholgischer Unterstützung meiner Tochter genau 2 Telefonate geführt und habe für Freitagnachmittag nun einen Termin für ein Erstgespräch und dann in der folgenden Woche Beginn Therapie.

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • Meine Kinder haben beide in der 6. Klasse einen Bohrerführerschein gemacht. Gesamtschule NRW. Genützt hat es nur bei meiner Tochter, mein Sohn ist - nun ja - eher nicht ganz so talentiert wenn es ums Handwerken geht. Informatik und Co hatten sie zwischendurch auch immer mal wieder, aber das war lächerlich, museumsreif oder so. Und was bei Schulveranstaltungen von LehrerInnenseite an PowerPointpräsentationen abgeliefert wird - da klappen sich mir regelmäßig die Fußnägel hoch, nee, so sollen meine Kinder das nicht lernen.

  • Mein Sohn musste mal im Technik und Computer-Unterricht einen Vortrag über die Funktionsweise eines Nadeldruckers halten #hammer. Als wenn es da nichts aktuelleres zu lernen gäbe.


    Hier gibt es für alle in den ersten 4 Jahre Werkunterricht, in der 5./6. Klasse "Technik und Computer" und danach Informatik. "Technik und Computer" enhält durchaus auch Sägen, Bohren etc., also die Anfertigung eines komplexeren Werkstückes. Ich fände es auch nicht schlecht, wenn es ein Handarbeits-Fach gäbe, denn viele Kinder können nicht mal einen Knopf annähen.


    Ich staune auch immer wieder, wenn berichtet wird, Mathe wäre nichts für Mädchen. Ich habe das in der Schule so nicht mitbekommen, war auch in der Mathematischen Schülergesellschaft (da war das Geschlechterverhältnis auch recht gleich). Und auch bei meinen Kindern ist mir das noch nicht untergekommen.

  • Hier liefen Themen wie Werken, Basteln, Handarbeiten im Rahmen von Grundschul-Hort-AGs in der Nachmittagsbetreuung. Also komplett außerhalb der Schulzeit. Wir hatten Glück mit dem Träger, der das wichtig fand und versuchte, dementsprechend engagiertes/erfahrenes Personal zu finden. Eine Schule weiter sah es sicherlich schon wieder komplett anders aus. Ob die Holzwerkstatt offen war oder nicht, war halt teilweise Zufallsbefund - je nach wechselnder Personalsituation.


    Informatik am Gym ist hier nur Wahlpflichtfach. Interessiert-engagierte Schüler können sich ggf. ein "Projekt" suchen (Kunst, Technik o. ä.), das dann, mit einem Mentor im Hintergrund, auch mal statt einer regulären Schulstunde weiterverfolgt werden darf. Also auch kein Basis-Curriculum für alle.


    PowerPoint wird hier noch nicht erwartet, aber das wird im Fall des Falles später sicher Learning by doing sein. Vorträge und Gruppenarbeiten werden hochgehalten.

  • Hallo,


    Trin: aber das stimmt doch eben nicht. Es ist (!) kein abgelegter Alter gendermist.

    Es sollte einer sein, aber er ist sehr lebendig.


    Darum begann der Satz auf den du dich (vermutlich) beziehst, nicht mit: "So ist das" sondern mit: "Aus meiner Sicht sollte daß das Ziel sein... ". wobei sich das "das" auf meine Aussage:


    "Ich persönlich glaube jedenfalls nicht, daß dafür eine Trennung nach Jungen und Mädchen eine gute Sache oder gar die einzig richtige Lösung für das Überwinden der Geschlechtertrennung und für gleichberechtigtes Lernen ist, sondern finde es richtiger, wenn Schule ALLE Jungen Menschen dabei unterstützt, ihren ganz persönlichen Weg zu finden - und zwar selbstverständlich jenseits der alten Gender- (und anderer) Schranken."


    Das ist nun mal meine Meinung. Und daß es geht, durch die Schulzeit ohne "Mädchen können XY nicht" zu kommen, habe ich wie gesagt vor mehr als 30 Jahren selber erlebt. Ich kann mir nicht vorstellen, daß das heute nicht wiederholbar ist und darum die Trennung der Kinder nach Chromosomensatz der einzige Weg zur Gerechtigkeit und zur Auflösung der Geschlechterschranken ist. (Aber - böse Falle... aus der Zeit will man oft nichts "gutes" sehen... dann lieber das Rad neu erfinden, wie bei so vielen anderen Sachen)


    Zum Thema Informatik:


    Dialog letztens zwischen der innerfamiliären Jugend (sie kommen ursprünglich von einer Schule, an der sie ihre Lerninhalte zusätzlich zum Lehrplan zum großen Teil mitbestimmen konnten und gehen nun fürs Abi auf eine andere Schule)


    Kind 4 (16J.) beschwert sich über den Informatikuntericht dort, in dem Dinge gelehrt werden, die heute keine wirkliche Relevanz haben oder die "altes Eisen" sind (wie erstelle ich ein Word-Dokument, wie speichere ich es - das war Thema in der Grundschule, dafür haufenweise Begriffe und Befehle auswendig lernen, die keiner mehr nutzt und die sie nach dem Test nie wieder brauchen werden ....) . Zu Fragen zu neuen Sachen dagegen können die Lehrer nicht viel sagen (zum Glück die Kids untereinander, nur ist das dort nichts Unterrichsbestandteil wie an der vorherigen Schule).


    Kind 3 (18j: ) trocken drauf: "Tja, irgendwas müssen sie uns ja beibringen. Und sie können ja nicht alle paar Jahre die Lehrpläne ändern, nur weil das Leben sich weiterentwickelt."


    Jo, mit wenigen Worten eins der Grundprobleme des heutigen Schulsystems erfasst, denke ich. #freu

  • Was nach meiner Ansicht auch zu kurz kommt, sind akademische, universitäre Bildungswege. Damit meine ich eben nicht Fachoberschule und dergleichen, die thematisch eng auf einer Lehre aufsatteln.


    Das ist auch der Grund, warum so viele ÄrztInnen, ProfessorInnen etc. „importiert“ werden müssen.

    genau.

    Was ich auch nicht so genau sagen kann, ist ob es soviele ausländische Ärztinnen, usw. hat, weil wir zu wenige haben, oder weil der Standort Schweiz halt auch einfach viel anzieht.

    nee. die Schweiz bildet zu wenig eigenen Nachwuchs aus. Seit Jahren. Das ist nicht gewollt. Bzw. die Leute sollen gefälligst die höhere Bildung selber bezahlen.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7