Gender-Kacke in Schule und Alltag


  • Edit: Zu den Kletterphotos: Ich find's enorm, wie schön die kletternden Frauen aussehen und wie lächerlich die Dekomänner in diesen Posen wirken. Bei Frauen hat man sich an diese doofen Posen so sehr gewöhnt, dass einem das so krass erstmal gar nicht auffällt, aber in der Verkehrung der Rollen wird das sehr schön deutlich.
    Danke für den Link. :)

    Also ich hab mir das Video angeschaut und finde es unglaublich schön, wie stark die Frauen sind und was für coole Socken die Männer, dass sie sich so mal gehen lassen. Klar haben die sich zum Horst gemacht, um GQ zu verarschen. Ich würde es mir mal wünschen, dass solche Bilder von entspannten und hübschen Männern die Öffentlichkeit mehr beglücken. Ist doch auch schön anzusehen? Vielleicht wäre das DIE Möglichkeit, Bilder sowohl von Frauen als auch von Männern, die die Gegend aufhübschen, gesellschaftsfähig zu machen. Dann müssen sich Frauen dafür auch nicht mehr so zum Objekt machen lassen.

    Sätze, die ich nie mehr hören möchte: "Mama, mach deine Musik leiser!!!"

  • Ja, natürlich. Nur aktuell machen die Jungs sich "zum Horst", wenn sie Posen einnehmen, die sonst Frauen vorbehalten sind und die Mädels wirken cool und stark in "Männerposen". Da sitzt doch was schief.
    Entspannte Männer in der öffentlichen Wahrnehmung fänd ich aber auch echt gut. #top

    Kids don't drive you crazy, you were crazy already. That's why you had them.


    Lieben Gruß vom Rattenkind mit dem Kätzchen (10/2015) und dem Katerchen (09/2018).


    giphy.gif


    You say you want a revolution. Well, you know, we all want to change the world.

    But when you talk about destruction, don't you know that you can count me out? Don't you know it's gonna be all right?

  • Einige wenige Frauen kannte ich, die sich ihren Job gezielt nach der Vereinbarkeit Kind / Beruf ausgesucht haben...

    Ja, einige meiner Schülerinnen argumentieren so. Und weißte, was mich aufregt? Keiner der gleichaltrigen Jungs verschwendet einen Gedanken daran. DAS ist doch der Knackpunktt: dass Kindererziehung so selbstverständlich als Frauensache mitgedacht wird, auch bei den heute 16 und 18jährigen.

  • Ich find ja gar nicht, dass sie sich zum Horst machen (bis auf den auf der Luftmatratze, aber da fand ich auch die Frau schon horstig).

  • Naja, ein bisschen übertrieben haben sie schon, aber du hast recht, das Bild von dem Mann mit dem Rüschenhemd ist absoluter Eyecandy. #herzen


    Ich habs wieder gefunden, dazu schwebte mir noch was im Kopf rum, was es hier auch mal gab:
    http://petapixel.com/2011/10/0…eotypically-female-poses/
    http://www.lostateminor.com/20…men-ups-by-clickandclash/


    Was ich jetzt zum Kotzen finde, ist dass ich da erst über x Links mit von Männern präferierten Sexpositionen weiterklicken musste, obwohl ich "sexist" geschrieben hab. #kreischen
    Und der Link ist auch gut, aber die Modefirma ist ja gruselig:
    http://www.businessinsider.com…pparel-models-2013-5?IR=T

    Sätze, die ich nie mehr hören möchte: "Mama, mach deine Musik leiser!!!"

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Cassie ()

  • Die oberen beiden Links hatten wir hier schonmal. Und da wirken sowohl Männer als auch Frauen albern, weil die Posen so überzogen sind. Was ja aber leider nicht heißt, dass die Posen bei Frauenbildern nicht üblich seien...

  • Ja, weiß ich ja, sorry, ich hab sie nur im Thread nicht gefunden und jetzt hab ich sie wieder. #schäm
    Ich geh ja schon. #schäm

    Sätze, die ich nie mehr hören möchte: "Mama, mach deine Musik leiser!!!"

  • Der Mann mit soviel Wolle überall und dann noch Rüschenhemd, da hatte ich eher so eine gruselige Charles Manson-Assoziation (der lief auch so rum). #kreischen

  • Ja, einige meiner Schülerinnen argumentieren so. Und weißte, was mich aufregt? Keiner der gleichaltrigen Jungs verschwendet einen Gedanken daran. DAS ist doch der Knackpunktt: dass Kindererziehung so selbstverständlich als Frauensache mitgedacht wird, auch bei den heute 16 und 18jährigen.

    und weißt Du, was mich noch viel mehr aufregt...


    das sich da in 30 Jahren !!!! nix getan hat... im Gegenteil. Ich hab das Gefühl, dass wir / ich früher wirklich ermutigt wurden, unseren Neigungen zu folgen und die Männerdomänen zu knacken... heute...


    ich schaue fassungslos auf meine Nicht, die natürlich Sozialpädagogik studiert, während ihr Bruder Maschinenbau studiert...
    und das hat absolut nichts mit Neigung / Begabung oder Noten zu tun.


    Gerne auch die Mädels die was mit Menschen und Sprachen machen wollen, die ich dann strahlend anschaue und sage... geh in die IT statt in die Touristik.


    Ich gebs so langsam auf....


    Und die Leute um mich rum verstehen es nicht.


    Gerne nenne ich hier im Genderkacke Thread die Abschlussfeier der 4. hier in der Schule...


    die Mädchen Tanz, Röckchen, Hoolohoop,,, die Jungs die Machoprotze... garniert mit entsprechender Musik. Ich war die einzige, die es gestört hat, alle anderen fanden es toll.

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Ja, weiß ich ja, sorry, ich hab sie nur im Thread nicht gefunden und jetzt hab ich sie wieder.
    Ich geh ja schon.

    Huups, so war das aber nicht gemeint. ich schrieb es nur, falls die Reaktionen ausbleiben, dass du dich nicht wunderst.


    claraluna : ich seh das hier auch bei den Drittklässlern. Die Jungs sind wild und laut und prollen rum, die Mädels sind ruhiger und spielen Prinzessin. Meine Tochter turnt dazwischen rum (lustigerweise wie ich als Kind auch), ist aber stellenweise auch genervt von den aggressiven Jungs. Ich versteh das gar nicht, wieso die Jungs da so extrem prollig sind, selbst wenn die Väter auf mich weich wirken.

  • Vielleicht grad deswegen? Um eine mögliche Männerrolle, die (fast) nur noch im Fernsehen vokommt, auszuprobieren?

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    Lieben Gruß vom Rattenkind mit dem Kätzchen (10/2015) und dem Katerchen (09/2018).


    giphy.gif


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    But when you talk about destruction, don't you know that you can count me out? Don't you know it's gonna be all right?

  • ich empfinde die ganze Sache auch als eher rückläufig und stehe da staunend davor. Ich bin Jahrgang 76 und schon in meiner Schulzeit konnte meine Mutter es nicht fassen, was große Teile meiner Klassenkameradinnen für eine Scheiss von sich gegeben haben, da war tatsächlich bei einigen (der Mehrheit) der Wunsch vordergründig später mal Familie zu haben....was ja an sich völlig ok ist, aber dann damit zu argumentieren, dass sich ein langwieriges Studium ja nicht lohnen würde, weil Frau ja später eh zu Hause mit den Kindern ist...das machte sie völlig fassungslos....ebenso fassungslos wie ich heute daneben stehe und registrieren muss, dass viele Frauen in meinem Alter und auch jünger überhaupt nicht sehen was läuft, weil sie in einer Welt leben in der es soetwas wie Genderkacke gar nicht gibt, das wird einfach nicht wahrgenommen. Die begreifen den misogynen Scheiss nicht mal wenn er Ihnen mit Schwung auf die Füße fällt...da werden diese Dinge verlacht und verharmlost, da darf man nicht so verkrampft und humorlos sein... #kreischen

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


    „Es gibt so viele gute Sachen auf der Welt. Es ist wirklich wichtig, dass jemand sie findet!“ Pippi Langstrumpf

  • Ich empfinde es auch so, dass es einen Backlash gibt. Meine jüngeren Kolleginnen interessieren sich mäßig bis gar nicht für Frauenbelange. Eine geschlechtergerechte Sprache ist überflüssig. Und es ist ja gut, dass es Puffs gibt, denn dadurch werden Vergewaltigungen verhindert. #stumm#sauer
    Oft empfinde ich es auch als Anbiederung den männlichen Kollegen gegenüber: Guck mal, ich bin lieb, ich bin keine Emanze!
    Ich finde das ausgesprochen frustrierend.

    Alle Möpse bellen, alle Möpse bellen, nur der kleine Rollmops nicht...

  • naja, viele sehen halt bei der älteren Generation, dass es nichts bringt, sich einen Job auszusuchen, der nicht gut für die Vereinbarkeit geeignet ist. ich würde das für eine realistische Einschätzung halten.


    ich glaube, es bringt nicht so viel, Mädchen zu "ermutigen", wir müssen die Jungs zu Verantwortlichkeit erziehen.

  • Ich empfinde es auch so, dass es einen Backlash gibt. Meine jüngeren Kolleginnen interessieren sich mäßig bis gar nicht für Frauenbelange. Eine geschlechtergerechte Sprache ist überflüssig.

    Ich habe mich mit Anfang/Mitte 20 auch gar nicht für sowas interessiert. Gendergerechte Sprache? Pff, total nervig und überflüssig und überhaupt - die Sprache ist halt so, wie sie ist. Frauenbelange? Ich hab mich nie diskriminiert gefühlt und kannte (und kenne ;) ) eigentlich nur nette Männer, auch als Vorgesetzte.
    Das hat sich erst in den letzten Jahren geändert, dass ich angefangen habe, bewusster hinzuschauen, auch Diskriminierung zu sehen, wo es vielleicht nicht gleich offensichtlich ist, usw. Auch nicht nur mich gesehen habe, sondern auch die Gesellschaft um mich herum.
    Vielleicht ist das ein Reifungsprozess? Vielleicht musst du deinen jungen Kolleginnen einfach noch ein bisschen Zeit geben.



    (Man sieht, hoffnungslos optimistisch und gutgläubig bin ich auch mit Mitte 30 noch #dance )

    Und es wird laut, wenn du leise bist

    Und wieder eins da und zwei im Sinn

    Doch was kostet dich denn mehr Schlaf?

    Das "Hätt' ich mal" oder "Hätt' ich mal nicht"?

    Fjørt - Couleur

  • ich war auch so. Mit Anfang 20 fand ich Emanzipation eine Sache die durch ist und dieses ständige innen total nervig. Nervig finde ich das auch heute noch, aber heute sehe ich ein, dass es nötig ist.

    Immer auf Fettnäpfchensuche...


    Chaosqueen mit Chaosprinzessin ( #female 3/13)

  • Ich weiß nicht. Ich glaube, das ist z.T. auch Typsache. So habe ich schon in der Schule angefangen, mich dafür zu interessieren, obwohl ich da ja noch nicht gearbeitet habe usw. Und meine Kolleginnen sind auch schon jenseits der 30. Ich habe den Eindruck, das ist bei vielen eher eine grundsätzliche Einstellung. In vieler Hinsicht empfinde ich die jungen Kolleg/innen als konservativer als meine Altersgenossinnen. Sie scheinen auch nicht zu sehen, dass es eine hochpolitische Frage ist, warum es für Frauen nach wie vor schwierig ist, Familie und Beruf zu vereinen und betrachten es als "Privatvergnügen", wenn im Kollegium deshalb jemand Teilzeit arbeitet (a la "die haben ja Zeit und somit weniger Stress").

    Alle Möpse bellen, alle Möpse bellen, nur der kleine Rollmops nicht...