Gender-Kacke in Schule und Alltag

  • kann mir dieses phänomen (an das ich explizit nicht glaube) mal jemand erklären?


    Inzwischen werden viele öffentlichen Toiletten laufend gereinigt, seither sehe ich das Problem nicht mehr.


    Ich kannte es von früher so, dass man sich AUF GAR KEINEN FALL setzen sollte (wurde auch mir so beigebracht, weil ihhhhh man weiß ja nicht wer da vorher...) also muss man über der Schüssel schwebend und weil man ja erst recht nichts anfassen darf, bleibt dabei die Klobrille unten und dann muss man schon sehr gut ausbalanciert stehen und zielen, damit nichts auf die Klobrille tropft (was man auf keine Fall abwischt weil ihhhh nichts anfassen). Auf die setzt sich die nächste dann auf keinen Fall mehr usw.


    Wenn dann (Clubs etc.) noch Alkohol und Drogen dazukommen, sah es wirklich aus wie Sau, das war oft unfassbar. Und wegen Arbeit dort hatte ich den Vergleich mit den Männerklos, anscheinend trifft man ein Pissoir im Stehen auch unter Alkohol noch besser als eine Schüssel im rückwärts Drüberschweben #zwinker

    Viele Grüße
    Elena mit Mini1 (*2004) und Mini2 (*2006)

    2 Mal editiert, zuletzt von elena ()

  • ich benutze öfter mal herrentoiletten und finde nicht, dass es dort hygienischer oder sauberer ist.


    für mich ist das frauenfeindliche genderkacke.


    „wahr“ durch häufige wiederholung.

  • Bei viel frequentierten Frauentoiletten sind die Brillen häufig mit Urintropfen voll, weil viele sich wohl nicht auf die Brillen setzen (und weder die Brille hochklappen noch nach Gebrauch abwischen).


    Ich kenne die Aussage nur von Frauen.

  • na, ich würde auch meinen söhnen (und tue es auch bei meinem mann) empfehlen, sich nicht hinzusetzen.

    Aber warum?


    Wo kommt dieses "bloß nicht hinsetzen" eigentlich her?

    Ich setz mich immer, wenn auf der Klobrille Tropfen sind, wisch ich die mit Klopapier ab und setz mich dann.

    Einzig auf Klos ohne Klobrille (Edelstahl oder Keramik) setz ich mich nicht hin, weil ich das Gefühl an den Beinen nicht mag.


    Und ich hatte in meinem Leben vielleicht 2x eine Blasenentzündung, nie irgendwelchen bedenklichen Ausschlag an den Oberschenkelrückseiten oder andere Krankheiten, die ich auf das "in öffentlichen Toiletten hinsetzen" zurückführen könnte. Keine komischen Warzen, nix.


    Genau der Effekt, von dem elena erzählt, wurde auch in diversen THW-Lehrgängen benannt. Dieses freischwebend halb ausbalanciert Pinkeln führt doch erst dazu, dass die Klobrille volltropft und sich danach da niemand mehr hinsetzen will.

    Wer nicht zuweilen zu viel und zu weich empfindet, der empfindet gewiss immer zu wenig.
    Jean Paul

  • Manchmal sind die Frauentoiletten unter aller Sau, manchmal berichtet mein Mann von armseligen Zuständen auf der Herrentoilette. Ich sehe das als Persönlichkeitsproblem, nicht ein geschlechtliches. Aber wenn man nie auf die Herrentoilette guckt, denkt man einfach die andere Seite muss halt grüner sein.

    Kitten (36) with Tiger (35) and Tiger-Cub, the cleverest (6)


    Lachen macht lustig.8o


  • Auf den von mir benutzten Bauklos, waren die Klobrillen oft verschlammt, weil manche Männer sich auf das Klo hockten (also sich drauf stellten und dann in die Hocke gingen)

    Fazit: es kommt immer auf das Zielpublikum darauf an.

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

    Einmal editiert, zuletzt von Daroan ()

  • ich kenne einige männer, die das mit den widerlichen frauenklos nachplappern, weil es so schön fies ist.


    und ich kenne einige andere männer, sie possoirs nicht nutzen, sondern kabinen. wo ist also der unterschied? dass diese sich angeblich alle auf eklige brillen setzen?

  • na, ich würde auch meinen söhnen (und tue es auch bei meinem mann) empfehlen, sich nicht hinzusetzen. nicht alle männern pinkeln im stehen.

    Warum würdest du das überhaupt empfehlen? Die Brille ist doch zum draufsetzen da #confused

  • kann mir dieses phänomen (an das ich explizit nicht glaube) mal jemand erklären?

    Ich spreche nicht von regelmässig gereinigten Toiletten. Eher so Klokontainer auf Unipartys. Da sich viele Frauen nicht setzen und das nicht gewohnt sind, geht viel daneben. Dann schwimmt die Brille und der Boden. Ich hatte auch schon Schuhabdrücke in dem Siff auf der Klobrille Richtung Wand. Und eine riesen Lache. Ich frag mich dann, wie das überhaupt geht! Ich glaube das liegt wirklich an der felhlenden Übung, mit schwebendem Hintern zu pinkeln. Und wenn mal was daneben geht kann Frau auch einfach ein Stück Klopapier nehmen und das beseitigen. Aber dafür wird halt auch Papier benötigt. Da beisst sich dann die Katze in den Schwanz. Als mich damals die Erfahrung geprägt hat (allerdings schon eine Weile her) bin ich dann lieber auf das Männerklo gegangen, da gab es Klopapier und ich stand auch 2:00 Nachts nicht in der Lache.

  • Genau der Effekt den elena beschreibt. Mir wurde auch beigebracht mich nicht hinzusetzen und ich musste hinterher IMMER die Brille abwischen, weil egal wie, ich hab es nie geschafft freischwebend nicht die Brille zumindest anzutropfen.

    Irgendwann hab ich mich dann gefragt, was auf einem sauberen Klo eigentlich so iiiiihhhh bäähh sein soll und wo der Unterschied zwischen zB dem Schulklo und sagen wir einer Autobahnraststätte die regelmäßig gereinigt wird liegt. Ich kam zu dem Schluss: eigentlich keiner. Seither setze ich mich überall hin (wo es eine Brille gibt, bei nur edelstahl oder nur Keramik geht es mir wie Pamela ) und - oh Wunder - ich bekam auch nicht mehr grausliche Krankheiten wie vorher. Nur dass ich seither das Klo immer sauber verlasse ohne extra wischen zu müssen. Und bequemer isses auch. Win-win.

  • Als mich damals die Erfahrung geprägt hat (allerdings schon eine Weile her) bin ich dann lieber auf das Männerklo gegangen, da gab es Klopapier und ich stand auch 2:00 Nachts nicht in der Lache.

    Ich ging bei best. Partys auch eher auf die Herrentoilette, dass lag simpel und einfach daran, dass die meisten Männer das Pissoir aufsuchen, es frequentieren also deutlich weniger Personen die Toilettenkabine, die aufgrund dessen häufig deutlich sauberer war als auf der Damentoilette...logisch. Wo 200 Menschen pinkeln gehen ist es dreckiger als da wo 20 Menschen pinkeln gehen. Ausserdem standen vor dem Damenklo meist furchtbar viele Frauen an. Musste ich durch so eine Art Vorraum in dem eine sgn "Pissrinne" war, rief ich erst warnend hinein...die meisten Männer fanden es ok, ganz selten mal ein dummer Spruch, den man dan aber gut kontern konnte.


    Heute bin ich seltener bei solchen Veranstaltungen oder Partys und habe dasd Gefühl, es gibt heute auch deutlich mehr Toiletten als noch vor 15 Jahren.

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


    „Es gibt so viele gute Sachen auf der Welt. Es ist wirklich wichtig, dass jemand sie findet!“ Pippi Langstrumpf


    Men det finns sätt att leva och inte bara överleva - Lena Hallengren 2020

  • mein punkt hier ist die frauenfeindlichkeit im narrativ über angeblich dreckige weibertoiletten.


    Mir begegnen auf den Bauplänen und auch in Büros von Planungsbeteiligten, bei denen ich zu Besprechung bin, immer häufiger Unisex-Toiletten. Das find ich grandios. Sollte viel flächendeckender umgesetzt werden.

    Wir haben ja quasi auch eine Unisex-Toilette, also eine Toilette für alle (7, wenn alle da sind) MitarbeiterInnen.

    Bitte nicht, ich finde, Männertoiletten stinken meistens ganz fürchterlich...

    Ist das denn besser? Das war ja das worauf ich antwortete.