Gender-Kacke in Schule und Alltag

  • Mein Beitrag ist weg homunkulus , sorry, ich hatte Dir heute Nachmittag bereits geantwortet...ich war von der von dir erwähnten „Erstlingsmannschaft“ ausgegangen und für eine Anfängernannschaft fand ich die Kosten immens...Erstliga ist sicher etwas anderes. Handelt es sich bei den Popo präsentierenden Damen denn um ein Erstligateam?

    Nichtsdestotrotz finde ich die Aktion daneben und bin verwundert das alle Mädels da unreflektiert mitmachen...ernster genommen wird das Team dadurch sicher nicht... und ob die dafür so viel Geld bekommen haben finde ich auch fraglich.

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


    „Es gibt so viele gute Sachen auf der Welt. Es ist wirklich wichtig, dass jemand sie findet!“ Pippi Langstrumpf

  • Nichtsdestotrotz finde ich die Aktion daneben und bin verwundert das alle Mädels da unreflektiert mitmachen...ernster genommen wird das Team dadurch sicher nicht... und ob die dafür so viel Geld bekommen haben finde ich auch fraglich.

    Ich kenne die Hintergründe nicht, aber ich stelle einfach mal die These auf, dass möglicherweise einige Spierinnen das nicht wollen und dann raus waren aus dem Pressetermin. Wüden wir bzw. die Leser dies erfahren ? - Wohl eher nicht, oder? Sowas wird ja medial nicht ausgeschlachtet, sondern unter den Teppich gekehrt. Man will ja den Sport pomoten und nicht den Abtrünnigen ein Forum bieten.


    Und nur mal so gesponnen... mal angenommen, ich wäre ein Teil des Teams (nicht, dass ich überhaupt Volleyball spielen könnte), nicht Kapitätnin (falls es das beim Volleyball gibt), aber schon mehr als Ersatzspielerin und ich würde das nicht mitmachen wollen, dann würden sie mir sicher sagen: "Ok, dann bist Du nicht mit auf dem Foto". Würde das in der Bildunterschrift erwähnt werden ? Und wenn ja, würde der Grund erwähnt werden ? - Wohl kaum, oder?


    Man müsste jetzt beobachten, ob alle bekannten Stammspielerinnen wirklich wieder und wieder damit auflaufen, ob ob eine in diesem Höschen nicht zu sehen ist über die Monate. Wenn auffällt, dass eine seitdem Launch dieser Werbung nicht mehr mitpsielt, dann könnte man hier einen Zusammenhang vermuten. Aber würde das irgendwo publik gemacht werden? Eher nicht, außer sie gibt gezielt als Einzelsportlerin ein Interview.

    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

  • ja. Es ist ein supererfolgreiches 1. Bundesliga Team.

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse) tap.gif

  • Danke Kalliope ...ich hab keine Ahnung von Volleyball, macht die Aktion für mich allerdings nicht besser... Annie ja, das mag sein, dass nicht alle mitgemacht haben , vermutlich wissen wir es nicht, das stimmt.

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  • Danke Kalliope ...ich hab keine Ahnung von Volleyball, macht die Aktion für mich allerdings nicht besser... Annie ja, das mag sein, dass nicht alle mitgemacht haben , vermutlich wissen wir es nicht, das stimmt.

    Für mich macht es das fast noch schlimmer, weil die sportliche Leistung offenbar nicht zählt.

    LG, Kalliope


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  • Annie ja, das mag sein, dass nicht alle mitgemacht haben , vermutlich wissen wir es nicht, das stimmt.

    Das Ding ist... wäre ich diejenige, die dagegen aufbegehrt hätte aufgrund des Sexismus, dann hätten es meine Teamkameradinnen vielleicht als Verrat empfunden, die Trainerin als lächerlich und die Landrätin als albern.

    Und ich ?

    Ich hätte das Gefühl gehabt, dass meine Intention bei der Aktion gar nicht deutlich wird, mein Motiv total verloren geht, mich niemand ernst nimmt. Weil meine Gründe eben einfach ausgeblendet würden und mein Thema nicht öffentlich gemacht wird.

    Das ist doch die eigentliche Scheiße dabei!


    Wie schön wäre es, wenn die Lokalpresse schriebe: Spielführerin tritt nicht an, weil sie mit Leistung und nicht mit Sexismus assoziiert werden will.

    Schreibt das jemand? - Wohl kaum.

    Warum nicht ? - Weil die Press ja oft auch nur Sprachrohr der Marketingabteilung der Vereine ist.

    Und das ist die noch viel größere Scheiße!

    Viele Lokalartikel in kleineren Orten sind "gekaufte Werbeartikel" und keine objektive Berichterstattung. Weil... man kennt sich ja, läuft sich überall über den Weg, da macht man sich nicht unbeliebt *kotz*.


    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

  • Bitte entschuldigt, dass ich thematisch greingrätsche, aber mich lässt die Diskussion darüber, auf welche Toilette Transgender gehen sollen, gedanklich nicht los. Gerade jetzt habe ich einen passenden Artikel mit Video dazu gefunden. Gar nicht zum weiterfiskutieren, ich fand’s nur sehr schön (bzw. aufschlussreich) und wollte es hier zeigen. Ich hoffe, es wurde nicht bereits gepostet, wenn doch, dann ignoriert mich einfach. :D


    http://m.spiegel.de/panorama/t…u-zum-mann-a-1232713.html

  • Ich komme schon nicht an der Einleitung vorbei "...wollte aber ein Mann sein."

    Ich wünschte, solche Journalisten würden etwas recherchieren, Dann fänden sie ziemlich schnell raus, dass es mit wollen herzlich wenig zu tun hat.


    Fast alles, was ich zum Thema lese oder höre ist auf Englisch. Sagt man im deutschen echt einfach so "viele Transgender..." statt vielleicht "viele transgender Personen..."?

    Viele Gruesse vom andern Ende der Welt, Sarah




  • Mal wieder eine kleine Anekdote aus dem Alltag. Ich will Hausschuhe kaufen für meine Tochter. Nach Feststellen der Grösse sagt die Verkäuferin, dass es leider keine mehr hätte. Nächste Woche kämen mehr. Kurzes schauen von mir: Schuhe in der richtigen Grösse stehen direkt vor mir. Blau und mit Fussball drauf. Sie hat zwar noch protestiert, uns die Schuhe dann aber doch verkauft.

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

  • Ich komme schon nicht an der Einleitung vorbei "...wollte aber ein Mann sein."

    Ich wünschte, solche Journalisten würden etwas recherchieren, Dann fänden sie ziemlich schnell raus, dass es mit wollen herzlich wenig zu tun hat.


    Fast alles, was ich zum Thema lese oder höre ist auf Englisch. Sagt man im deutschen echt einfach so "viele Transgender..." statt vielleicht "viele transgender Personen..."?

    Umgangssprachlich habe ich das schon oft so gehört, vllt auch selbst verwendet, weiß ich grade gar nicht genau. Ist das unpassend?

    Im schriftlichen habe ich eher zweiteres gelesen.

  • Fast alles, was ich zum Thema lese oder höre ist auf Englisch. Sagt man im deutschen echt einfach so "viele Transgender..." statt vielleicht "viele transgender Personen..."?

    Für mich ist das so wie viele Frauen, viele Männer. Da sagt man ja auch nicht viele weibliche Personen, viele männliche Personen. Aber ich bin ganz sicher keine Instanz, was deutschen Sprachgebrauch angeht.

  • Miama , Ich weiß wirklich nicht, ob es unpassend ist. Ich weiß es nicht.

    Wir leben seit 14 Jahren in Australien, und alle meine Connections zu anderen Eltern von trans Kindern sind im englischsprachigen Raum.

    Dadurch, dass ich schon so lange hier bin, kriege ich oftmals solche Sprachentwicklungen in Deutschland nicht mit.

    Auf Englisch geht "A transgender went to a bar..." überhaupt gar nicht. Es wäre "a transgender man/woman/person went to a bar..."

    Viele Gruesse vom andern Ende der Welt, Sarah




  • Grammatikalisch ist das möglich, ein substantiviertes Adjektiv als Personenbeschreibung zu verwenden: der Große und der Kleine, die Schwangere, der Erste und der Zweite, die Grünen und die Roten...


    Ob das jetzt alles die politisch-korrekteste Bezeichnung ist, ist eine andere Frage.

  • Meine Transkollegin sagt immer „Transmenschen“.

    Oder als einzelne Person wäre es dann halt Transfrau oder Transmann, wobei das ja auch nur benutzt würde, wenn das „Transsein“‘das Thema ist.

  • Ich finde ja - wie meist bei Interviews - spannend, welches Satzfragment es in den Titel schafft.

    Nicht, dass es gefährlich ist, wenn Genderstudies abgeschafft werden, dass wir das Tragen von Kopftüchern individueller betrachten müssen, die Verfestigung patriarchalischer Struktureb durch vermeintlich gute Globalisierung etcetc... nö, der Teilsatz "Gendermainstreaming kann auch ein Gift sein" - was für mich irgendwie nicht wirklich die Essenz ihrer Aussagen ist.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Leider sehr kurz und nicht sehr tiefgehend, aber ich glaube, die Wissenschaftlerin hat einiges zu sagen - kennt sie zufällig jemand?

    http://m.spiegel.de/kultur/ges…-gift-sein-a-1235639.html

    Ich kenne sie nicht, fand aber allerdings auch nicht, dass sie viel neues zu sagen hat, im Interview zumindest kaut sie aus ihrer bequemen Position der "gebildeten, wohlhabenden Migrantin" schon lange von anderen gehörte und viel diskutierte Aussagen wieder und antwortet wenig konkret...aber wie Du ja bereits schriebst ist da Interview wenig tiefgehend und sicher nur ein "Ausschnitt". Die Formulierung des Titels allerdings ist nachgerade eine Unverschämtheit.

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  • Ja, über den Titel musste ich auch schmunzeln, Spiegel online halt. Und die Kommentare sollte man sich wie üblich ersparen.

    Ich fand den Aspekt “Kolonialisierung fand oft unter dem Deckmantel der Befreiung der Frauen statt“ spannend, denn gerade das ist ja auch jetzt gern ein Argument gegen den Islam. Die armen unterdrückten Muslimas, denen müssen wir doch helfen. Ich habe mir nie bewusst gemacht, dass dieses Muster schon Jahrhunderte alt ist.

    ~~ Luxa


    Sometimes something will change and that change

    Will change you


    Strong people stand up for themselves.
    Stronger people stand up for others.


  • Die armen unterdrückten Muslimas, denen müssen wir doch helfen. Ich habe mir nie bewusst gemacht, dass dieses Muster schon Jahrhunderte alt ist.

    Ich finde das greift zu kurz. es gibt ja tatsächlich nicht Wenige die Hilfe brauchen, fraglich ist da allerdings ob es sinnhaft ist, diese Hilfe von aussen zu bestimmen oder ob es mehr Sinn macht die Hilfe von Innen zu unterstützen. Das ist im übrigen auch mein Problem mit der Argumentation von Frau Dhawan, wenn sie über den "eurozentrischen imperialistischen Feminismus" zur Gericht sitzt. Der hier vorherrschende Feminismus ist eurozentrisch, er kann auch gar nicht anders sein, er unterscheidet sich erheblich von z.B. dem dem in Afrika gelebten Womanismus oder Stiwanismus, aber das ist in meinen Augen nur natürlich, denn hier leben wir nun mal in einem anderen sozialen, politischen, kulturellem und ökonomischen Umfeld, daher sind die Formen der Diskriminierung denen Frauen hier ausgesetzt sind ganz andere als im afrikanischen oder indischen oder asiatischen Kulturbereich. Wichtig ist das wir den Feminismus hier öffnen, durchlässig gestalten und der Tatsache Rechnung tragen das wir mit der steigenden Migration v.a. aus dem arabischen Raum hier andere Einflüsse haben und denen Rechnung tragen müssen, eine junge Muslima hier hat ganz andere Baustellen als eine (ich hasse das Wort wie die Pest und möchte es bitte, bitte nicht missverstanden wissen, mir fällt nichts anderes ein) junge Biodeutsche aus dem Bildungsbürgertum, die wiederum andere Baustellen hat als eine ebensolche aus dem rechts-konservativen Milieu, aber wir können den Feminismus nicht "globalisieren" dafür sind die Umstände in denen Frauen leben zu unterschiedlich. das heisst aber nicht, dass der eurozentrische Feminismus notwendigerweise imperialistisch ist oder das neue "Feindbild" ist. Mal ganz ehrlich es ärgert mich wenn die Zustände denen Frauen in Indien ausgesetzt sind damit verwässert werden, das Indira Gandhi dort sehr früh ein politisches Amt bekleidete, damit gibt sich Frau Dhawan einem Whataboutism hin der hier unangebracht ist. Wichtig ist in meinem Augen, das die hiesige Form von Feminismus in anderen kulturbereichen ebenso Problematisch ist wie der aus anderen kulturbereichen stammende Feminismus hier...wir müssen uns öffnen um allen Frauen Rechnung tragen zu können, aber hier lebende Feministinnen können den Kampf der Afrikanerinnen, der Inderinnerinn und der ungen Muslima nur unterstüzen, aber nicht führen...das zu erwarten ist unfair. Hier einen grabenkampf zwischen den einzelnen femistischen Richtungen forcieren zu wollen, ist die beste Unterstüzung für das Patriarchatr, daie ich mir vorstellen kann.


    Die Kopftuchdebatte allerdings ist in meinen Augen keine rein feministische Debatte sondern vor allem eine politische und sollte mit viel Vorsicht und Fingerspitzengefühl gefährt werden und v.a. differenziert, denn Kopftuch ist nicht gleich Kopftuch und das privatleben von Frauen etwas völlig anderes als offizielle Stellen.

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


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