Gender-Kacke in Schule und Alltag

  • Was die Zuständigkeit betrifft: ich habe im Umfeld den Eindruck, dass die Papas die ganzen Kleinigkeiten im Alltag nicht " im Blut haben". Bestes Beispiel: Witterungsgerechte Kleidung fürs Kitakind. Oder auch regelmäßiges Zähneputzen beim Kleinkind. Das fällt für mich auch nicht mehr unter "nicht reinreden, lass mal die Männer machen". Wieso ist das so?

  • Drahtesel das frage ich mich auch immer wieder. Männer, die im Job die tollsten Manager sind, aber zu Hause die einfachsten alltäglichen Dinge nicht auf die Reihe bekommen. Und damit meine ich halt auch nicht, dass z.B. die Anziehsachen farblich nicht zusammenpassen, dreckig sind, ... sondern z.B. im winter keine Handschuhe und im Sommer keine Sonnenmütze im KiGa landet. Wenn ich mich erdreiste, davon dauerhaft ein 2. Teil im KiGa zu lassen, heisst es bei meinem Mann immer wieder, ich hätte kein Vertrauen, würde ihn hinterherkontrollieren etc. #haare

  • Was die Zuständigkeit betrifft: ich habe im Umfeld den Eindruck, dass die Papas die ganzen Kleinigkeiten im Alltag nicht " im Blut haben".

    Ich weiß es nicht, aber wenn ich tippen sollte:

    Weil Mütter durch Sozialisation mehr "ahnen", was sinnvoll ist, bereits antizipieren "heute soll es regnen, da geb ich nochmal einen Regenjacke extra mit" oder "die machen einen Auflug, für den Tag sind Sonne satt und 25 Grad angesagt, da geb ich extra viel Getränke mit".


    Väter scheinen da pragmatischer zu sein, vieles nicht so wichtig zu nehmen. "Ja mei, da wird er halt nass, ist ja nicht aus Zucker" oder "wenn sie Durst hat, kann sie ja eine Freundin fragen, die gibt bestimmt was ab".

    Ich bin im Männerhaushalt aufgewachsen, ich kann da aus Erfahrung sprechen :D.


    Ich sehe aber auch, dass manche/viele Mütter sich auch wirklich einen Kopf um Dinge machen, wo ich mir denke, dass es doch nur ein KiGa-Ausflug ist und keine Expedition für 3 Monate in den afrikanischen Busch.


    Gut zu beobachten bei Flugreisen: Gepäck, das Frauen mitschleppen und Gepäck, das Männer dabei haben.

    *Disclaimer: Natrlich gibt es viele Frauen, die mit wenig clever gepacktem Gepäck gut hinkommen (ich bin so eine :D), aber die größten Koffer haben meist Mütter (und auch Frauen ohne Kinder).

    Oder schaut Euch die Koffer bei Klassenreisen an und die Mütter, die dann die Kinder zum Bus bringen... "Hast Du auch die Hausschuhe eingepackt und den Sonnenhut?"


    Wo da halt der gesunde Mittelweg liegt, weiß ich nicht.


    Edit: Um es auf den Punkt zu bringen:

    Frauen sehen eher Risiken, Männer sehen eher Chancen.

    Dieses Muster finde ich gerade im Berufsalltag total krass ausgeprägt und passt auch gut zu den Elterngesprächen zu Klassenreisen, o.ä.


    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

    Einmal editiert, zuletzt von Annie ()

  • Ja. Ich bin mir sicher. Ich finde diese ganze Boys Day und Girls Day Geschichte total bekloppt.


    Und ich finde es schon sehr gehäuft, die Farbwahl, die Schrifttypen.


    Im Radar gab es Angebote wie: Die pinke Müllfraktion


    Meine Tochter hat sichvor drei Jahren hoch motiviert an der Hochschule für einen Programierkurs angemeldet weil sich das echt interessiert hat. Programiert haben sie dann eine Fingernagellackiermaschine #flop und das meiner Tochter, die noch nicht mal ein Lippgloss besitzt... Sie kam stinksauer nach Hause und hat seitdem an keinem Girlsday mehr teilgenommen, wär ja eh sinnlos...


    Will sagen: die Idee, einen Tag lang in Berufe reinschnuppern finde ich gut, sie haben ja sonst kaum eine Möglichkeit dazu (ein Berufs- und ein Sozialpraktikum in 12 Jahren Schule #rolleyes) an der Umsetzung hapert es noch gewaltig...

    lg, Marie
    mit L 08/02, C 06/07, P 01/10 und J 02/13

  • Ouch! #stirn

  • Wenn man da runter scrollt, f

    Genau, wenn man runterscrollt. Der erste Eindruck ist aber bei den Jungs Wettbewerb und Inhalte, bei den Mädchen Accessoires und Aussehen. Es mag sein, dass heute ein ungünstiger Tag ist und sich die angezeigten Meldungen verschieben, den Wettbewerb habe ich weiter unten auch bei den Mädchen gefunden. Den Beutel aber nicht bei den Jungs... Und den heutigen ersten Eindruck finde ich eben nicht klischee-frei.

  • Wenn man da runter scrollt, f

    Genau, wenn man runterscrollt. Der erste Eindruck ist aber bei den Jungs Wettbewerb und Inhalte, bei den Mädchen Accessoires und Aussehen. Es mag sein, dass heute ein ungünstiger Tag ist und sich die angezeigten Meldungen verschieben, den Wettbewerb habe ich weiter unten auch bei den Mädchen gefunden. Den Beutel aber nicht bei den Jungs... Und den heutigen ersten Eindruck finde ich eben nicht klischee-frei.

    Hmm, bei mir war der erste Eindruck ein anderer. Mädels als elbstständige Macherinnen (im Blaumann), Jungs müssen sich alles vom Lehrer absegnen lassen.

  • Ach ich weiß nicht. Ich gehe aber auch nur selten nach dem ersten Eindruck, sondern sehe mir eine Sache einfach komplett an. Was sagst du zu dem Jungen im Kleid?

    Zu den Mädchen im Blaumann, welche ganz ohne scrollen ersichtlich sind?

    Was bitte ist schlimm an einem Turnbeutel? Den tragen hier alle Geschlechter, meist um cool zu sein. Sogar Jungs mehr als Mädchen. Vielleicht nehmen mehr Jungs als Mädchen an solchen Angeboten Teil, weswegen sie mehr Werbung für Mädchen machen wollen/müssen, um es Ihnen schmackhaft zu machen?


    Sorry, aber ich finds immer noch wahnsinnig verkopft und schon penibel nach Dingen suchend, an denen man sich stoßen kann.

    Ich wäre froh gewesen, hätte es bei uns überhaupt Angebote gegeben.


    Ach, jetzt ärgere ich mich mehr als ich sollte und bin hier wieder raus.

  • zum thema "papa und der sonnenhut", hier war das früher auch exakt so, seit kind 3 aber läuft's

    ich kann nur nicht sagen, warum es klick gemacht hat, trinkflasche, gummistiefel, wechselklamotte, feuchttücher... seitdem alles dabei, vorher war der mehrstündige spielplatzausflug mit nicht mal einem taschentuch dabei eigentlich üblich :)

    ... mit Anna 2011, Sven 2014, Elsa 2015 & Olaf 2018

  • Hmm, bei mir war der erste Eindruck ein anderer. Mädels als elbstständige Macherinnen (im Blaumann), Jungs müssen sich alles vom Lehrer absegnen lassen.

    Ok, am Tablet ist auf der Startseite kein Blaumann zu sehen. Deswegen piekst mich vermutlich die Beutel-Sache so an.

  • Was die Zuständigkeit betrifft: ich habe im Umfeld den Eindruck, dass die Papas die ganzen Kleinigkeiten im Alltag nicht " im Blut haben". Bestes Beispiel: Witterungsgerechte Kleidung fürs Kitakind. Oder auch regelmäßiges Zähneputzen beim Kleinkind. Das fällt für mich auch nicht mehr unter "nicht reinreden, lass mal die Männer machen". Wieso ist das so?

    Halte ich im Wesentlichen für eine Gewöhnungssache. Mein Mann bringt unsere Tochter täglich in die KiTa und sie ist immer vernünftig angezogen. Und selbstverständlich putzen die zwei morgens immer zusammen die Zähne! Und auch sonst kriegt er die Kleinigkeiten gut auf die Reihe, wobei er etwas "sorgloser" ist als ich. Also, wo ich z.B. schon fürchte, dass das Kind todkrank wird, wenn es keine Socken im Haus trägt, verlässt sich mein Mann drauf, dass sie schon sagen wird, wenn sie friert. Und das macht sie auch... ;)

    Aber er ist auch zuhause, während ich Vollzeit arbeite, und ist damit hauptverantwortlich.

    Kids don't drive you crazy, you were crazy already. That's why you had them.


    Lieben Gruß vom Rattenkind mit dem Kätzchen (10/2015) und dem Katerchen (09/2018).


    giphy.gif


    You say you want a revolution. Well, you know, we all want to change the world.

    But when you talk about destruction, don't you know that you can count me out? Don't you know it's gonna be all right?

    2 Mal editiert, zuletzt von Rattenkind ()

  • Was die Zuständigkeit betrifft: ich habe im Umfeld den Eindruck, dass die Papas die ganzen Kleinigkeiten im Alltag nicht " im Blut haben". Bestes Beispiel: Witterungsgerechte Kleidung fürs Kitakind. Oder auch regelmäßiges Zähneputzen beim Kleinkind. Das fällt für mich auch nicht mehr unter "nicht reinreden, lass mal die Männer machen". Wieso ist das so?

    Halte ich im Wesentlichen für eine Gewöhnungssache. Mein Mann bringt unsere Tochter täglich in die KiTa und sie ist immer vernünftig angezogen. Und selbstverständlich putzen die zwei morgens immer zusammen die Zähne! Und auch sonst kriegt er die Kleinigkeiten gut auf die Reihe, wobei er etwas "sorgloser" ist als ich. Also, wo ich z.B. schon fürchte, dass das Kind todkrank wird, wenn es keine Socken im Haus trägt, verlässt sich mein Mann drauf, dass sie schon sagen wird, wenn sie friert. Und das macht sie auch... ;)

    Hier leider nicht. Generelle Verpeiltheit. Ohne Kalendererinnerungen geht nix. Wäre der Kopf nicht angeschraubt....

  • Das klingt irgendwie nach mir. #rolleyes

    Wobei ich das mit den Kindern grundsätzlich ganz gut hinkriege. Aber ich vergess schon oft Sachen, an die mein Mann dann denkt. Ich mach das halt nicht so oft. #weissnicht

    Kids don't drive you crazy, you were crazy already. That's why you had them.


    Lieben Gruß vom Rattenkind mit dem Kätzchen (10/2015) und dem Katerchen (09/2018).


    giphy.gif


    You say you want a revolution. Well, you know, we all want to change the world.

    But when you talk about destruction, don't you know that you can count me out? Don't you know it's gonna be all right?

    Einmal editiert, zuletzt von Rattenkind ()

  • Elterngespräch in der Schule am Samstag. Die Lehrerin erzählt uns, wie stolz sie ist, dass sie das anbieten kann, weil es so toll sei, dass auch die Väter damit am Gespräch teilnehmen könnten.


    Als Frau, die ja selber berufstätig ist, hätte ich erwartet, dass sie realisiert, dass es auch hochprozentig Berufstätige Mamas gibt, die unter der Woche schlecht können...

    Formerly known as Petrosilius und kurz als Muffine

  • Was die Zuständigkeit betrifft: ich habe im Umfeld den Eindruck, dass die Papas die ganzen Kleinigkeiten im Alltag nicht " im Blut haben". Bestes Beispiel: Witterungsgerechte Kleidung fürs Kitakind. Oder auch regelmäßiges Zähneputzen beim Kleinkind. Das fällt für mich auch nicht mehr unter "nicht reinreden, lass mal die Männer machen". Wieso ist das so?

    Halte ich im Wesentlichen für eine Gewöhnungssache. Mein Mann bringt unsere Tochter täglich in die KiTa und sie ist immer vernünftig angezogen. Und selbstverständlich putzen die zwei morgens immer zusammen die Zähne! Und auch sonst kriegt er die Kleinigkeiten gut auf die Reihe, wobei er etwas "sorgloser" ist als ich. Also, wo ich z.B. schon fürchte, dass das Kind todkrank wird, wenn es keine Socken im Haus trägt, verlässt sich mein Mann drauf, dass sie schon sagen wird, wenn sie friert. Und das macht sie auch... ;)

    Aber er ist auch zuhause, während ich Vollzeit arbeite, und ist damit hauptverantwortlich.

    Mein Mann macht mittlerweile seit 10 Jahren morgens mind. 1 Kind fertig und bringt es in Krippe/KiGa oder schickt es in die Schule. Die grundsätzlichen Dinge wie im Winter braucht Kind Handschuhe und Mütze, im Sommer einen Sonnenhut sind seitdem identisch. Er schafft es immer noch nicht zuverlässig. Zähneputzen klappt hier morgens allerdings zuverlässig, das hat er eher an freien Tagen nicht im Blick ob der Kleine schon Zähne geputzt hat.

  • Elterngespräch in der Schule am Samstag. Die Lehrerin erzählt uns, wie stolz sie ist, dass sie das anbieten kann, weil es so toll sei, dass auch die Väter damit am Gespräch teilnehmen könnten.


    Als Frau, die ja selber berufstätig ist, hätte ich erwartet, dass sie realisiert, dass es auch hochprozentig Berufstätige Mamas gibt, die unter der Woche schlecht können...

    Manchmal wundert man sich echt einfach nur....

  • Elterngespräch in der Schule am Samstag. Die Lehrerin erzählt uns, wie stolz sie ist, dass sie das anbieten kann, weil es so toll sei, dass auch die Väter damit am Gespräch teilnehmen könnten.


    Als Frau, die ja selber berufstätig ist, hätte ich erwartet, dass sie realisiert, dass es auch hochprozentig Berufstätige Mamas gibt, die unter der Woche schlecht können...

    Die es aber erfahrungsgemäß eher einrichten als die Väter. Ich sehe hier überwiegend Mütter, außer im Elternbeirat, aber das ist ein anderes Thema.

    Väter argumentieren eher damit, dass die nicht können, und ich glaube, dass das auch insofern wahr ist, als dass es nach wie vor weniger akzeptiert wird, wenn sie wegen der Kinder frei nehmen.

    Liebe Grüße,


    Ich, mit Tochter (2/06) und tochter (12/07).

  • Das kann sich aber recht schnell ändern. In meiner Wohngegend, wo es recht selbstverständlich ist, dass "Papitage" so häufig sind wie "Mamitage" (wichtig für die Organisation von Spielbesuchen: wem rufe ich an?) ist es schon ziemlich gerecht verteilt: an Elternsprechstunden, Elternabenden und anderen Pflichtschulveranstaltungen nehmen die Väter genauso häufig teil wie die Mütter. In Familie A ist es vielleicht immer der Vater, in Familie B dafür immer die Mutter, weil das jeweilige andere Elternteil Schichtdienst arbeitet... aber im Schnitt passt es.


    Genauso denke ich es, ist es mit der "Verpeiltheit" - wenn der Anteil der Bringväter so hoch ist wie hier, erwartet auch niemand mehr "ach, der Papi wieder, hat er deine Regenjacke vergessen?" - und ich erlebe die Väter hier auch überhaupt nicht so. Gesellschaftliche Erwartungen ("so sind Väter halt") müssen erfüllt werden...


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Fiawin

    Nein. Ich schreibe hier eh nur bedingt mit. Da sind wir beide wohl eingedrungen.

    Aber dass du andere Meinungen scheinbar nur schwer für dich zulassen kannst. Und jetzt auch auf gewisse Art ausfällig wirst, nachdem du Kontra erhältst. Das ist tatsächlich kein gelungener Austausch. Wir hätten das anders machen können. Beide wahrscheinlich, stimmt.


    Du störst dich an mir, dein gutes Recht. Jetzt wegen mir den ganzen Thread als furchtbar zu bezeichnen, ist sämtlichen Vorschreiberinnen gegenüber nicht fair.

    Wieso kann ich andere Meinungen nur schwer zulassen. Hä? Ich versteh gar nicht, was Du schreibst. Meinst Du mich?

    Ich mach es aber jetzt kurz:


    Fiawin, ich bitte dich um Entschuldigung, dass ich dir wohl auf die Füße gestiegen bin.

    Ich werde zwar weiterhin meine Meinung kundtun, wenn ich eine habe, hoffe aber, Dir damit nicht mehr zu nahe zu treten. Solltest du mich blockieren wollen, um dieses Risiko zu umgehen, verstehe ich das und nehme es natürlich hin.

    Hm? Ich versteh nur Bahnhof.#confused



    Also, was mein Problem beim Girlsday/Boyday ist (neben der Bezeichnung), dass halt nebenher so viel trotzdem so vorurteilsbelastet gehandhabt ist. Ich geh da gar nicht vom Kopf ran, sondern hab eher eine Weile gebraucht, bis ich verstanden habe, was sich für mich bei der Sach so unangenehm anfühlt. Im Allgemeinen tendiere ich eher dazu, auch mal Fünfe gerade sein zu lassen.

    Aber wenn beim Girlsday im Handwerkerinnenhaus Spiegel mit Ablage für Schminke und Cremes und Haarbürste gebaut werden, dann berührt mich das irgendwie unangenehm, vor allem wenn da Mädchen hingehen, die erst in der 5. Klasse sind und noch nichts mit Schminke am Hut haben. Ich finde auch die Seitengestaltung, wenn auch sicherlich besser als vor ein paar Jahren noch, wie jemand hier sagt, so stört es mich trotzdem, dass in einem Bereich, der sich ja gezielt gegen Klischees richtet, dann solche Klischees verwendet werden. Das gewinnt an einer Doppelbödigkeit, die mir Unbehagen bereitet, weil es vermittelt: Hier ist es klischeefrei, also ist rosa für Mädchen und blau für Jungs kein Klischee.

    Und eben auch, dass ohne weitere Aufbereitung durch die Schule (ich weiß nicht, ob das manche Schulen machen), vermittelt wird, welche Berufe Männer- und welche Frauenberufe sind. Sicher kann man über Links noch weitere Information erhalten, aber eben erst über Links, es wird nicht direkt eingeordnet.

    Hm, ich kann es so schlecht erklären.:(

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif


    age.png



    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Einmal editiert, zuletzt von Fiawin ()

  • Fiawin

    Gestern Abend lief es aus dem Ruder, ich könne dir an die Füße fassen, der Thread sei so furchtbar usw., was ich so aufgenommen habe, dass ich dir persönlich auf die Füße gestiegen bin, weil meine Meinung konträr zu deiner ist und ob ich mich dran störe, dass du „in den Thread eingedrungen seist“. Dafür habe ich um Entschuldigung gebeten. Möglich ist auch, dass Abends einfach kein guter Zeitpunkt ist, um sowas nicht nah an sich ranzulassen, ich für meinen Teil bin abends dünnhäutiger als morgens nach dem ersten, zweiten Kaffee.


    Dass in den Praktikas (das ist jetzt bestimmt falsch geschrieben ;) ) dann „typische Mädchensachen“ gebaut oder programmiert werden, hab ich überhaupt nicht auf dem Schirm gehabt, dazu fehlen mir noch die Erfahrungen. Ich weiß auch nicht, ob das in jedem dieser Angebote so ist oder ob gerade nur die heraus gefiltert sind, bei denen das so ist. Da geh ich dir natürlich recht, da wären neutralere Werkstücke prima.


    Die Seitengestaltung ist mir, wie gesagt, gar nicht so aufgefallen wie dir. Was eben auch daran liegt, dass mir erst die Mädchen im Blaumann auffielen, bzw. weil ich Logos sowieso wenig Beachtung schenke und einfach runterscrolle, wo mir dann sofort der Junge im Boutique-Praktikum aufgefallen ist, der zur besseren Beratungsfähigkeit das Kleid anprobiert hat.


    Ich kann mir halt sehr gut vorstellen, dass die Kinder oft von den Eltern dazu gebracht werden, dieses und jenes auszuprobieren, wobei wir ja im Verlauf des Threads festgestellt haben, dass gerade die Eltern diese geschlechtsspezifische Zuweisung fördern. Und gesellschaftlich gesehen sind die Berufe immer noch in weiblich (Erzieherin, Verkäuferin, Grundschullehrerin usw.) und männlich (Handwerker, Programmier etc.) aufgeteilt. Diese Berufe werden auf den Seiten nicht als „das ist für Männer, das für Frauen“ dargestellt, sondern ich sehen es als „du kannst das auch, probier’s mal!“ präsentiert.

    Gibt es ein gemischtes Angebot, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Erziehungspersonen (und die gesellschaftlichen Konventionen) wieder zu althergebrachten Berufen für das jeweilige Geschlecht raten. Wird es aber so angeboten, wie es diese Seiten jetzt tun, MUSS person (und die Eltern dahinter) sich damit auseinander setzen, Praktikas außerhalb der gesellschaftlich geprägten Komfortzone zu machen.


    Soweit meine Theorie.


    Die Kritikpunkte daran könnte man noch nehmen und sich an die Verantwortlichen wenden, in der Hoffnung, dass sich da noch was tut.

    #yoga

    3 Mal editiert, zuletzt von jeya () aus folgendem Grund: Rechtschreibfehler und so gedöns