Gender-Kacke in Schule und Alltag

  • Runa: ja, aber das geht Frauen ja genauso. Und einen lebenslangen Kündigungsschutz, nur weil man mal Elternteil geworden ist, fände ich sehr merkwürdig.


    Nachtkerze: das heißt “Mutterschutz“ und soll die körperlichen Folgen für die Frau abfangen. Sobald die Männer körperlich so belastet werden durch Schwangerschaft und Geburt, können wir gerne “Vaterschutz“ einführen.

    Und ab der Geburt steht ihm Elternzeit zu.

  • ja, aber das geht Frauen ja genauso. Und einen lebenslangen Kündigungsschutz, nur weil man mal Elternteil geworden ist, fände ich sehr merkwürdig.

    UNd weil es uns frauen so meist geht ist es richtig?

    Ich verstehe das argument echt nicht.

    Edit: Ich rede nicht von Lebenslangem Kündigungsschutz. Aber wiederkommen und gepackte Koffer in die Hand zu bekommen, weil er zu wenig da sei ist schon ne Hausnummer.

    Solang wir uns begleiten...durch Sturm und Gezeiten...durch Ebbe und Flut...dann bleibt alles gut...#herz

  • Das Männer als Helden gelten wenn sie sich um ihre Kinder kümmern, meint sicherlich nicht die Berufswelt.

    Sondern eher die Reaktionen auf dem Spielplatz, beim Bäcker, vom persönlichen Umfeld.

    Und das kommt auch sehr aufs Umfeld an.

    Lg

    Annanita



    "...baaald seid iiihr groooß, und könnt aaa-lles a-llein,

    aaaber biiis daaann schlaaaft ihr hiiier bei miiiir eiiiin."

    *träller*


  • ja, aber das geht Frauen ja genauso. Und einen lebenslangen Kündigungsschutz, nur weil man mal Elternteil geworden ist, fände ich sehr merkwürdig.

    UNd weil es uns frauen so meist geht ist es richtig?

    Ich verstehe das argument echt nicht.

    Edit: Ich rede nicht von Lebenslangem Kündigungsschutz. Aber wiederkommen und gepackte Koffer in die Hand zu bekommen, weil er zu wenig da sei ist schon ne Hausnummer.

    Ich finde, du hast völlig Recht. Die Benachteiligung ist bei Männern genauso falsch wie bei Frauen. Und ich finde sehr gut, dass du da für deinen Mann einstehst.


    (Ich könnte mir vorstellen, dass einige sich da angepiekt fühlen, weil Frauen in breiter Masse quasi schon immer benachteiligt sind. Da will man jetzt endlich mal für die Frauen kämpfen und nicht für die ansonsten so bevorteilten Männer. Ich kann das verstehen und würde mich jetzt auch vorrangig/zuerst für Frauen einsetzen (Kraft ist ja begrenzt). Es tut mir aber Leid, wenn dein Mann das gerade abkriegt. Hat er nicht verdient.)

  • Runa: ne, da hast du mich falsch verstanden. Aber Elternzeit können beide nehmen. Und ich finde die Regelungen in d rund um Elternzeit sehr luxuriös.

    Und ich finde den Kündigungsschutz rundherum gut, aber noch länger nicht machbar und nicht sinnvoll.

    Und das mit der Elternzeit organisieren geht vor der Geburt, das muss man nicht nachher machen. Ist für frauen übrigens auch dasselbe - bis 1 Woche nach Geburt muss ich es dem ag mitteilen (ich meine, die fristen waren andersrum formuliert “bis 7 Wochen vor Beginn“ - also ist es für den Mann nicht unbedingt deckungsgleich mit “1 Woche nach geburt“.) Wenn ich das vorher nicht gemacht habe, ist es dann aber auch mal Zeit, finde ich. Irgendwann darf der ag mal erfahren müssen, wann ich gedenke, wieder für ihn zu arbeiten.


    Ich meine nicht, wenn Frauen da leiden, sollen das die Männer genauso. Ich bezog mich nur auf Nachtkerze, die väterzeit wollte, dass es die über die Elternzeit einfach schon gibt und ich da keinen weiteren Bedarf für Väter sehe.


    Re Auswirkungen: gut, dein kaiserschnitt war nach ein paar Tagen vergessen - damit bist du aber eine ausnahme. Ich war vor der Geburt fit und nach der geburt schnell wieder auf den beinen und unterwegs. Bis ich körperlich aber auch nur annähernd so fit war wie vor der geburt, von vor der schwangergerschaft ganz zu schweigen, hat länger als den gesamten mutterschutz gedauert.

    Den Bedarf von “vaterschutz“ für die Männer sehe ich wirklich nicht. - wer will, nimmt Elternzeit. Wer nicht, soll sich über den einen Tag freuen und wieder arbeiten gehen.

  • ne, da hast du mich falsch verstanden. Aber Elternzeit können beide nehmen. Und ich finde die Regelungen in d rund um Elternzeit sehr luxuriös.

    Und ich finde den Kündigungsschutz rundherum gut, aber noch länger nicht machbar und nicht sinnvoll.

    Und das mit der Elternzeit organisieren geht vor der Geburt, das muss man nicht nachher machen. Ist für frauen übrigens auch dasselbe - bis 1 Woche nach Geburt muss ich es dem ag mitteilen (ich meine, die fristen waren andersrum formuliert “bis 7 Wochen vor Beginn“ - also ist es für den Mann nicht unbedingt deckungsgleich mit “1 Woche nach geburt“.) Wenn ich das vorher nicht gemacht habe, ist es dann aber auch mal Zeit, finde ich. Irgendwann darf der ag mal erfahren müssen, wann ich gedenke, wieder für ihn zu arbeiten.

    Unser Sohn kam über 8 Wochen zu früh und das ungeplant und überraschend.

    Aber erst ab 7 Wochen vor Geburt greift der Kündigungsschutz, daher hatte er das noch nicht gemacht.

    Ein paar Tage Väterschutz wäre sehr gut gewesen. Er musste nach der unfassbaren Nacht mit Not KS am nächsten Tag tatsächlich erst zur Arbeit gurken. Todesmüde und in voller Sorge!! Ich hatte Sorge um ihn in der Zeit.


    Im Umfeld haben wir auch grad 2 Freunde, die Väter geworden sind. Beide hatten vor, dann erstmal zu arbeiten und bei beidem gab es Komplikationen, bei einem sehr schlimme. Der war gar nicht mehr in der Lage, das selber zu machen. Sich selber zu kümmern. Der war in absolutem Ausnahmezustand. Aber zum Glück mit besserenm Chef als mein Mann damals seinerzeit.


    Ich glaube, Elternwerden ist so vielmehr als das körperliche. Auch für die Väter.

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  • So ähnlich wie Runa es beschreibt war es bei uns auch. Und das war auch echt blöd und ich war froh, dass wir in einem Haus mit meinen Eltern gewohnt haben. Mein Mann hatte zwar schon Elternzeit abgesprochen, aber noch nicht beantragt. Und wenn, dann wäre das auch nicht passend gewesen, weil unser Kind knapp 10 Wochen zu früh geboren wurde.

    Er konnte zum Glück an dem Tag direkt nach der Geburt (die war am frühen Morgen) frei nehmen und am zweiten Tag auch noch. Aber dann musste er erstmal arbeiten. Ich bin zwischen zu Hause (großes Kind bei den Großeltern) und dem Kinderkrankenhaus gependelt. Da wäre ein Gegenstück zum Mutterschutz schön gewesen.

  • Und übrigens mit dem gefragteren Ausbildungen, naja...das impliziert mir grade, Männer hätten austomatisch die gefragteren Ausbildungen... das sehe ich so gar nicht.

    Was hier Händeringend fehlt sind Musiklehrer, ich bin da ziemlich gefragt momentan, und Erzieher/innen, und sowas.

    Das ist hier auch so. Von Pflegepersonal ganz zu schweigen. Aber wir leben halt in einer Welt, in der soziale Berufe, die zumeist von Frauen gemacht werden - wie der Rest der Carearbeit auch zum Großteil - schlecht bezahlt sind und klassische "Männerberufe" (Handwerk, Autos reparieren und so) durchaus lukrativ.


    Wenn Erzieherinnen ordentlich bezahlt werden würden, gäbe es diesen Mangel nicht, davon bin ich überzeugt.

  • Wenn Erzieherinnen ordentlich bezahlt werden würden, gäbe es diesen Mangel nicht, davon bin ich überzeugt.

    Davon bin ich auch überzeugt!!


    Nur davon auszugehen, dass Männer automatisch den lukratveren Beruf haben finde ich auch schwierig.

    Das impliziert nämlich auch genau das, dass sie unabkömmlich sind.

    Ich finde zB eine Erzieherin oder einen Erzieher viel unabkömmlicher als einen Projektmanager...


    Indian Summer Jau. und da wir auch noch einen sehr ähnlichen Beruf haben, hab ich eine genaue Vorstellung davon, wie das alles läuft...

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  • Na klar, nur wird das nicht entsprechend bezahlt. Willkommen im männerdominierten Kapitalismus

    Genau. Und da liegt das Problem.

    Und jeder Mann der sich anders verhält leidet kein Deut weniger als jede Frau unter der Vereinbarkeit von Beruf und Familie nur hab ich das Gefühl, wenn die dann auch (zu Recht) meckern, oder krank werdn oder sonst was - und so ist es hier ja auch ein bisschen im Thread geschehen - hören sie "Das wusstest du doch vorher" oder "Siest Du mal wie es uns frauen geht" und das ist Mist!

    Weil es Genderkacke andersrum ist und auf die Falschen prügelt.

    Daher haben mich ein paar Reaktionen hier auch echt enttäuscht. Ich hatte mir hier mehr VErständnis für das Gesamtproblem irgendwie...erwartet? Gewünscht? Weiß nicht.

    Aber es ist beißen gegen die Falschen.

    Und ich kann es, da ich es jeden Tag erlebe, verstehen, wenn einem Mann irgendwann der Kampfgeist ausgeht. Und er sich auf seine Gesellschaftlich erwartete Rolle zurück zieht. Die Option haben die meisten Frauen natürlich nicht! Aber wenn sie sie hätten...wer weiß..?

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  • Aber es ist beißen gegen die Falschen.

    Ich habe gar nichts als beißen empfunden, sondern lediglich als nüchterne Feststellung der Realitäten. Bei uns Frauen ist das auf eine fiese Art so "normal", dass viele sich gar nichts dabei denken. Bei Männern ist man erstaunt und regt sich darüber auf, dass sie beruflich zurückstecken müssen wenn sie sich gleichberechtigt um ihre Kinder kümmern. Ich bin absolut bei dir was den Wunsch angeht, dass es alle gut haben sollen, und finde JEDE*N wegen Carearbeit benachteiligten Menschen eine*n zu viel, gar keine Frage!


    Nur würde ich mir die Energie, die die wenigen Männer zur Empörung aufbringen die plötzlich selbst Nachteile erfahren, von allen wünschen, und auch dann wenn es um Frauen geht. Dann wäre die Welt nämlich längst eine andere.

  • Ich werde nie den Spruch des Chefs meines Mannes vergessen - als er (also mein Mann) nach der Geburt unserer Tochter 4 Wochen Urlaub nehmen wollte, weil ich in der Diss steckte und alles etwas chaotisch war (und ich auch nicht gedacht hatte, dass so ein Winzling SO anstrengend sein könne): "Wer hier vier Wochen Urlaub nehmen kann, ist überflüssig, dann können Sie gleich gehen."


    Der Fairness halber muss ich dazu sagen, dass er den Spruch ein paar Jahre später bitter bereut hat, als sein Kind mit einer schweren Erkrankung auf die Welt kam und er recht plötzlich - überflüssig wurde.


    Das ist doch alles bescheuert.

  • Nur würde ich mir die Energie, die die wenigen Männer zur Empörung aufbringen die plötzlich selbst Nachteile erfahren, von allen wünschen, und auch dann wenn es um Frauen geht. Dann wäre die Welt nämlich längst eine andere.

    Ja, das würde ich auch sehr!


    Erstaunt sind wir übrigens nicht über diesen Umstand. Nur enttäuscht. Der Mukpapa hatte einfach anderes gewünscht. Vielleicht auch gehofft, aber das glaube ich kaum.

    Viel schlimmer finde ich, dass es bei vielen Frauen so normal ist, dass sie sich nichts dabei denken, wie du es formuliert hast.

    Das find ich richtig übel und ätzend.


    Wir haben uns tatsächlich ziemlich bewusst für umgekehrte Rollen entschieden, mit all den Nachteilen, die das für uns und streckenweise auch für den Muk bedeutet. Aber uns ist das aktive anders-gestalten wichtiger gewesen. Zweifel haben wir immer mal, keine Frage, auch große. Wie oft saßen wir weinend hier weil wir durchs Raster fallen...mal wieder.

    Vieles wäre viel viel einfacher, wenn wir das anders machen würden. Für jeden von uns. Aber es wäre irgendwie nicht das, was wir sein wollen. Daher ziehen wir das durch. Weil es am Ende unser Weg ist.


    Ich hatte heute erst, grad eben, ein krasses Gespräch im Kiga mit einer Mutter, die völlig entsetzt von unserem Lebensentwurf war. Weil dieser kein 2. Kind zulässt (mit 2en wäre das so einfach nicht machbar), weil der arme Mann arbeiten UND Kind versorgen muss, weil mein Sohn lange im Kiga sein muss, weil der arme Junge rosa und Glitzer trägt und und und. Sie hat versucht sachlich zu bleiben, aber das Entsetzen war emens.

    Sie wusste wohl, dass ich Berufsmusikerin bin aber hatte die romantische Vorstellung, dass ich dann immer Zeit hab und hin und wieder ein Konzert gebe und der Papa dann mal "aufpasst". Dass ich keinen Nachmittag daheim bin und Wochenende auch kaum, und der Muk morgens im Kiga, weil mittags anfangen bei uns in keinem Kiga geht und ich meinen Sohn manchmal nur vorm Kiga kurz sehe, sonst gar nicht, das wusste sie nicht. Dass arbeiten bedeutet, Wochenens durchs ganze Land zu fahren usw auch nicht.

    Als ich sie fragte, wie das ihr Mann mache sagte sie, ja aber er sei ja nur der Vater.

    NUR!!!!! NURRR!!! Da hab ich dann das Gespräch höflich beendet, der Mukpapa wäre vermutlich ausgeflippt.


    Es passte einfach so sehr und das ist unser Alltag hier in unserer Region.


    By the way ist der Muk ein klassisches Musikerkind. Der reist viel mit und genießt es, dabei zu sein, spielt selber oft mit und alles. Also der kennt das so und tickt da wie wir. Zum GLück!!! Wäre das anders, das wäre ein ganz ganz übles Problem, was ja zum Glück nicht eingetreten ist.

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  • Ich finde auch es muss mehr Regelungen für Eltern geben. Gern auch individualisiert. Es gab mal den Vorstoß für Eltern bis das jüngste Kind 12 Jahre alt ist, die Arbeitszeit auf 32h wchtl . Zu verkürzen, für Mütter UND Väter gleichzeitig. Das fand ich einen Schritt in die richtige Richtung...

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


    „Es gibt so viele gute Sachen auf der Welt. Es ist wirklich wichtig, dass jemand sie findet!“ Pippi Langstrumpf


    Men det finns sätt att leva och inte bara överleva - Lena Hallengren 2020

  • Kiwi so ähnliche denke ich auch. Und ich bin für vaterschutz, damit die Väter zur und nach der Geburt oder Adoption zu Hause sind und anpacken. Und nicht irgendwann die Zeit als Familienurlaub nehmen.


    ausserdem ist die Zeit so wichtig um als Familie zusammenzuwachsen. Sonst ist schon von Geburt an klar, dass nur Mama alleine das Kind versorgt.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

    Einmal editiert, zuletzt von Nachtkerze ()

  • Kiwi so ähnliche denke ich auch. Und ich bin für vaterschutz, damit die Väter zur und nach der Geburt oder Adoption zu Hause sind und anpacken. Und nicht irgendwann die Zeit als Familienurlaub nehmen.


    ausserdem ist die Zeit so wichtig um als Familie zusammenzuwachsen. Sonst ist schon von Geburt an klar, dass nur Mama alleine das Kind versorgt.

    Ich hatte vorhin auch den Gedanken, dass Mutterschutz doch nur Mütter brauchen, weil ich es zur Erholung von der Geburt angesehen habe, aber so wie du es beschreibst, macht es auch Sinn. Das regt mich nämlich auch immer so auf, wenn die Väter dann schön im Sommer ihren "Vatermonat" nehmen und gemütlich in den Urlaub fahren. Ja, sicher auch nett und gut für die Familie, aber den goldenen Vaterorden haben sie dafür nicht verdient. Das hat nämlich mit der Realität nix zu tun.


    For the record und zur Bestätigung deiner Wahrnehmung Kiwi : Ich kenne auch keine Mutter, die Vollzeit arbeitet (ich auch nicht). Viele sind komplett zu Hause. Dass liegt vielleicht auch an der fehlenden Betreuung. Ganztagsplätze sind hier rar, aber ist auch noch viel "Das Kind gehört zur Mutter und schön, wenn der Vater auch Mal hilft, aber kein Muss".

  • Und jeder Mann der sich anders verhält leidet kein Deut weniger als jede Frau unter der Vereinbarkeit von Beruf und Familie

    Ich habe hier natürlich nur eine kleine Stichprobe in meiner Blase, aber da ist es durchaus so, dass die Männer weniger Nachteile haben - da wird wesentlich eher Home Office genehmigt; auch wenn es lästig ist, wenn der Kollege wegen Kind krank ausfällt, er kümmert sich ja schließlich um sein Kind; während die Frau gleich anders eingeplant wird, weil die ja eh nicht mehr voll einsetzbar ist. Der Mann, der wegen Kindern auf 30h reduziert, arbeitet "ja gerade etwas weniger", bei mir hieß dieselbe Stundenzahl dann "halbe Stelle" im Kollegenkreis - nein, wir haben keine 60h-Verträge.

    Geht er wegen Bastelnachmittag im Kindergarten, wird augenzwinkernd gelästert, bei den Frauen mit hochgezogenen Augenbrauen "oh, schon wieder früher gehen"?

    Der Kollege, der mal mit seinem Baby zum Babyschwimmen ist, wird durchaus lobend / anerkennend erwähnt bei Diskussionen rund um Beruf und Familie in der Firma. Ich nicht. Er war einmal, ich jedes Mal. - ich weiß das, weil unsere Babies im selben Kurs waren. Sonst war es übrigens seine Frau und deren Mutter, die da waren.

    Also, nein, zumindest hier in meiner Ecke leiden viele Männer weniger, wenn sie sich einbringen.


    Aber es ist beißen gegen die Falschen.

    Ich habe einiges hier gar nicht als Beißen gesehen. - Natürlich wäre das Ziel, nicht zu beißen, sondern gemeinsam zu kämpfen oder das gar nicht zu müssen, weil alle gute Bedingungen haben. Frauen und Männer. Und genauso nicht nur die leiblichen Eltern, sondern auch andere, die entsprechend viel übernehmen.

    Aber es wird doch relativ oft als etwas Besonderes herausgestellt, wenn der Mann viel übernimmt, so dass ich den Kommentar "das ist übrigens Normalzustand bei Frauen" durchaus gerechtfertigt finde.


    ausserdem ist die Zeit so wichtig um als Familie zusammenzuwachsen.

    Hier nehmen viele Väter die 2 Monate gleich ab Geburt. Selbst wenn sie in der Zeit viel machen, ist bei vielen danach dann doch wieder die Mutter die Hauptbetroffene.

  • In meiner Blase arbeiten nahezu alle Mütter Vollzeit, die meisten davon haben Hausmänner. Und viele die Schnauze voll davon und würden Lohnarbeit sofort abschaffen. Irgendwo weiter vorne kam die Frage auf, ob frau ihren Job weitermachen würde, wenn Carearbeit bezahlt würde (oder auch Grundeinkommen oder ähnliches): Forschung mache ich auch so schon weiter, aber den Lohnjob würde ich sofort an den Nagel hängen.

    Weihnachtskind 2013

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