Gender-Kacke in Schule und Alltag

  • Ich finde auch es muss mehr Regelungen für Eltern geben. Gern auch individualisiert. Es gab mal den Vorstoß für Eltern bis das jüngste Kind 12 Jahre alt ist, die Arbeitszeit auf 32h wchtl . Zu verkürzen, für Mütter UND Väter gleichzeitig. Das fand ich einen Schritt in die richtige Richtung...

    Sowas klingt doch schon mal ganz gut.

    Denn so wie es im Moment ist, kommt - jedenfalls in meinem Leben - alles gleichzeitig: Die Zeit, in der die Kinder nicht nur die elterliche Zuwendung dringend brauchen fürs gesunde Aufwachsen, sondern auch noch so derartig knuffig sind, dass man einfach gern mit ihnen zusammensein möchte, so lange es dauert, fällt leider genau mit der Zeit zusammen, in der sich bei mir beruflich die Weichen ganz extrem stellen, ganz im Sinne von "wenn nicht jetzt, dann eben nie".

    Und weil ich nicht die allerjüngste Mutter bin und auch meine Eltern sich Zeit gelassen haben, sitze ich in genau diesem Lebensabschnitt auch noch mit den ersten Herausforderungen des Alte-Eltern-Kümmerns da.


    Wenn sich all das etwas entzerren ließe, etwa, indem ich beruflich später genauso gut durchstarten könnte, wäre schon viel gewonnen. Wie oben schon einige schrieben: Ein großes Problem ist das Zementieren von Ist-Zuständen, die das Leben an einen heranträgt.


    Gruß,

    F

    Mal geht es dir schlecht. Dann geht's dir wieder gut. Ich jedenfalls trag jetzt immer einen Hut.

  • Diese Regelungen gibts doch schon. Ich danke heute noch der damaligen Regierung, die das Teilzeitgesetz eingeführt haben. Außerdem sind unsere Elternzeitregelungen wirklich sehr sehr gut für Eltern.

    Bei der Betreuung sieht es auch ganz anders aus also vor einigen Jahren.

    (Abgesehen davon, dass ich DAS eine schreckliche Entwicklung finde, weil ICH will Zeit mit meinen Kindern verbringen. Wenn wir die als Eltern nicht haben, bin ich so konsequent und kriege keine. Kinder als Statussymbol finde ich... ).


    Wie berufliche Wege hier aussehen, kann man auch ganz gut abschätzen.


    Also was fehlt denn?


    Und ja, das ist jetzt wieder auf Zweierbeziehungen ausgelegt. Insofern würde ich mitgehen, wenn ihr jetzt sagt, beide Elternteile sollen gemeinsam in die Pflicht genommen werden sowohl finanziell auch betreuungstechnisch.

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Ich habe das damals bei meiner Fa. nicht durchboxen können. Nachdem ich auf mein Recht auf Teilzeit (ich habe 6 Monate nach der Geburt meiner Jüngsten in 80% wieder angefangen) versucht habe durch zu boxen (mein Chef wollte nach nur 2 Monaten dass ich wieder VZ arbeite) bekam ich die Kündigung. Gehen die konnte ich rechtlich vorgehen, habe ich auch getan. Aber da wieder arbeiten ging nicht, also hab ich sie bluten lassen so gut es ging und habe mir was anderes gesucht...dass das das beste war, was mir passieren konnte steht auf einem anderen Blatt...aber , und da kann ich verstehen, was mit dem „Schutz der Paarbeziehung“ gemeint ist, ob ich das als AE gewagt hätte, einen gut bezahlten Job zu riskieren...ich weiß es nicht. Das ist die Crux, je größer die Fa. desto einfacher stechen die das weg. Solange nur die Mütter (ich war die einzige Mutter in der Position, alle „Väter“ klotzten zeitlich richtig ran) sowas einfordern und die Arbeitgeber sich immer wieder auf die Allround-Präsenz der Väter verlassen können wir sich da kaum was ändern fürchte ich!

    "Wir wollen lieber fliegen als kriechen" - Louise Otto-Peters (1819-1895) Frauenrechtlerin


    „Es gibt so viele gute Sachen auf der Welt. Es ist wirklich wichtig, dass jemand sie findet!“ Pippi Langstrumpf


    Men det finns sätt att leva och inte bara överleva - Lena Hallengren 2020

  • Ja, da ich die selben Erfahrungen gemacht habe und das bei zig Freundinnen gesehen habe.

    Durchgeboxt mit Anwalt....oder eben Abfindung... oder sich gleich gar nicht in den Kampf begeben haben (was ich auch verstehen kann).


    Das Thema ist aber doch, die Regeln und Möglichkeiten sind da. Wenn ich uns da mit anderen Ländern vergleiche kann ich nur sagen Paradies.


    Ich hab die Nannies und Aupairs im Park beobachtet... und mir hat oft das Herz geblutet, wie lieblos mit den Kindern umgegangen wurde, ganz zu schweigen von den daycares.


    Mann und Frau müssen sich halt auch mal ehrlich eingestehen, dass nicht alles drin ist im Leben was man gerne hätte.

    Ich meine aber auch, das sind alles Dinge, die weiß man vorher.


    Zum Thema Alleinerziehend finde ich schwierig, muss ich wirklich sagen. Ich meine, das sucht man sich ja nicht unbedingt freiwillig raus. Aber auch da.... eine Freundin erzählte mir, dass ihre Mutter ihr (aufgrund eigener Erfahrungen) immer gesagt hat, das wichtigste ist auf eigenen Füßen stehen zu können.

    Und dann meine ich schon, dass ich auch worst case scenarios anschauen muss, wenn ich Kinder bekomme.


    Deswegen... ich lese hier immer wieder irgendwelche wolkigen Forderungen, dass sich etwas ändern soll... aber was... ist zumindest mir nicht klar. Und sind wir mal ehrlich, dass ist halt auch viel bequemer als selbst Verantwortung zu übernehmen.

    Grüße von Claraluna


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  • Ich kann Dir da nur zu stimmen claraluna , es geht nicht alles, aber auf eigenen Füßen zu stehen und unabhängig zu sein ist in meinen Augen in jeder Hinsicht elementar...und da wäre, auch wenn viele Dinge schon angelegt sind ein bisschen Hilfe sinnig. Die Hilfe die eben auch die Väter ins Boot holt, die Hilfe die die ewigen Traditionen aufbricht...meinetwegen auch mit Zwang...obligatorische Vätermonate z.B.

    Und damit meine ich explizit nicht, wir fahren als Familie 12 Wochen in den Urlaub oder bauen ein Haus...dass ist mE ein Missbrauch der Elternzeit von Vätern...

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    Einmal editiert, zuletzt von Kiwi ()

  • Also was fehlt denn?

    Flexible Betreuung, die auf verschiedene Berufe ausgelegt ist!

    Ich arbeite von Nachmittag bis Abends. Hätte ich keinen Muk-Papa, der sich komplett kümmert wäre mein Job nicht machbar.


    Das geht jeder/m die Schichtet auch so.


    Beruf wird von morgen bis Mittag/NAchmittag angesehen. Schade für alle, die das nicht haben.

    Die können hier lediglich aufhören zu arbeiten.


    Hier ist es PFLICHT, dass der Muk bis 9 im Kiga ist und daher lange bleiben muss obwohl ich morgens daheim wäre..

    ich würde auch gern mehr Zeitmit meinem Kind verbringen!! Und es ist definitv KEIN Statussymbol!! (Ich hasse solche Aussagen), aber ich arbeite eben nciht zur Standartzeit.

    SChade aber auch.

    Solang wir uns begleiten...durch Sturm und Gezeiten...durch Ebbe und Flut...dann bleibt alles gut...#herz

  • ja ich weiß halt auch nicht... für meinen Mann und mich war das klar, dass wir das Kind zusammen schaukeln....


    Deswegen verstehe ich so viele Frauen halt einfach auch nicht.


    Dass es bequemer ist mit dem Strom zu schwimmen, DAS sehe ich mittlerweile.. letztendlich sind es aber immer die Frauen, die evtl. die Zeche zahlen...

    kann man ja auch tun, ist ja in Ordnung... dann muss ich aber nicht hinterher rumjammern...


    Also ich verstehe einfach nicht, warum Mann und Frau sich so etwas nicht überlegen, bevor sie Kinder kriegen.

    Die Möglichkeit jedes Modell entsprechend zu gestalten hat man ja.


    Wobei ich jetzt einfach nochmal sagen will, ich sehe hier in meiner näheren Umgebung einige alternative Modelle und erfolgreiche Frauen. Das ist aber die entsprechende Branche, bzw. sind dann da halt nicht 3 oder 4 Kinder usw...

    will hier nämlich kein bashing von weder Mann noch Frau betreiben.

    Grüße von Claraluna


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  • Wobei ich jetzt einfach nochmal sagen will, ich sehe hier in meiner näheren Umgebung einige alternative Modelle und erfolgreiche Frauen. Das ist aber die entsprechende Branche, bzw. sind dann da halt nicht 3 oder 4 Kinder usw...

    Ja, das ist das.

    Mit einem Kind geht noch so einiges.

    Der Muk hätte gern "noch ein Baby"... geht aber nicht.

    Ich selber habe zum Glück keinen besonderen Kinderwunsch, das ist dann ok.

    Aber 2 wären schon auch sicherlich.

    Also ich verstehe einfach nicht, warum Mann und Frau sich so etwas nicht überlegen, bevor sie Kinder kriegen.

    Die Möglichkeit jedes Modell entsprechend zu gestalten hat man ja.

    Weil Du gar nicht weißt, was für ein Kind Du bekommst zB. Was es mitbringt. Wie Du selber Dich veränderst. zB weil Du ein Frühchen bekommst, Krankenhaus und NotKS plötzlich da sind usw...

    Ich hab Dinge jetzt, die hatte ich früher nie, oder der MUkpapa, der erstmal knallhart abgestürzt ist, weil durch den Muk die beschh...e Erziehung seiner eigenen Eltern total hoch kam. Ideen vorher haben kann man viele! SEHR viele!! Aber oft passen sie eben nicht.


    Ich wollte NIE NIE NIE ein Kind im Bett zB, jetzt hab ich eins was nachts Ängste hat und natürlich immer mit mir oder dem Papa pennt... so kanns gehen.


    Und wenn dann einer in der Beziehung (und leider scheint das tendenziell öfter der Mann zu sein) nicht auf das Neue einlassen kann, tja, dann hat der andere, meist wohl die frau die A...karte.


    Hier ist ja auch einiges anders als geplant, aber den Hauptplan, wirklich und unter allen Umständen 50/50, bzw eher 60/40 zu Papas Gunsten durchzuziehen, der hat hingehaunen

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  • Na ja, man kann sich vorher sehr viel überlegen und planen. Aber wie die Realität mit kind dann ausschaut kann keiner wissen. Man kann ein Kind viel zu früh bekommen, das dann was ganz anderes braucht als ein Baby, dass ca. 40 Wochen im Bauch war. Man kann ein Kind mit Spezial Effekten bekommen, die sich nicht/nur schwer früh in Betreuung geben lassen... Außerdem sind eben auch die jeweiligen Möglichkeiten anders. Eine schafft den Spagat und die Anstrengung die mit Familie und 70-80% Berufstätigkeit einher gehen, für eine andere ist es zu viel. Auch das kann man vorher nicht wissen.


    Ich bin druchaus dafür auf eigenen Beinen zu stehen und finde es schade, dass so viele Mädchen sich Berufe aussuchen in denen sie keine Kariere machen können und vermutlich niemals mehr verdienen werden als ihr Mann und in Teilzeit schon gleich gar nicht. Aber pauschal die Argumente solcher Lebensmodelle einfach vom Tisch zu wischen, halte ich genauso für falsch.

  • Ich bin druchaus dafür auf eigenen Beinen zu stehen und finde es schade, dass so viele Mädchen sich Berufe aussuchen in denen sie keine Kariere machen können und vermutlich niemals mehr verdienen werden als ihr Mann und in Teilzeit schon gleich gar nicht. Aber pauschal die Argumente solcher Lebensmodelle einfach vom Tisch zu wischen, halte ich genauso für falsch.

    Ich finde, auch frauentypische berufe müssen ein existenzsicherndes Einkommen ermöglichen, auch in Teilzeit. Viele frauentypische berufe sind unverzichtbar.

  • Ich finde, auch frauentypische berufe müssen ein existenzsicherndes Einkommen ermöglichen, auch in Teilzeit. Viele frauentypische berufe sind unverzichtbar.

    Ja natürlich. Da stimme ich Dir zu 100% zu. Es IST aber leider noch nicht soweit und die Menschen müssen eben mit dem Leben was JETZT zur Verfügung steht. Und je mehr man ihnen noch zusätzlich aufbürdet (wie kannst Du nur Hausfrau sein, Du musst auf eigenen Füßen stehen!), umso weniger haben sie Kraft und Zeit sich dafür einzusetzen, dass sich daran was ändert.

  • Also ich verstehe einfach nicht, warum Mann und Frau sich so etwas nicht überlegen, bevor sie Kinder kriegen.

    Die Möglichkeit jedes Modell entsprechend zu gestalten hat man ja.

    Ich bin gerade nicht sicher, ob ich verstehe, was Du meinst mit "so etwas". Wenn ja, dann vielleicht ganz einfach, weil

    es for wahnsinnig viele Unwägbarkeiten gibt im Leben, dass das alles ganz schnell hinfällig sein kann?

    Einer verliert den Job. Einer bekommt eine Depression. Einer hält sich einfach nicht an Abmachungen. Was einer als Abmachung verstanden hat war für den anderen nur vorfamiliäres allgemeines Diskutieren und nicht auf das eigene Leben umsetzbar. Interessen ändern sich. Betreuungsmöglichkeiten ändern sich. Krankheiten kommen dazu.

    Gar so komplett lassen sich die Modelle halt einfach nicht selbst gestalten, dazu gibt es viel zu viele Einflüsse von außen.

  • Ich bin druchaus dafür auf eigenen Beinen zu stehen und finde es schade, dass so viele Mädchen sich Berufe aussuchen in denen sie keine Kariere machen können und vermutlich niemals mehr verdienen werden als ihr Mann und in Teilzeit schon gleich gar nicht. Aber pauschal die Argumente solcher Lebensmodelle einfach vom Tisch zu wischen, halte ich genauso für falsch.

    Ich finde, auch frauentypische berufe müssen ein existenzsicherndes Einkommen ermöglichen, auch in Teilzeit. Viele frauentypische berufe sind unverzichtbar.

    Absolut. Ich würde noch weiter gehen - was für eine Gesellschaft sind wir? Eine, in der das Versorgen von Kindern, alten und kranken Menschen weniger wert ist als das Versorgen von Geld.

  • das ist ja blöd.

    Ist hier anders. Hier wurde deswegen eine Kita mit Betreuung bis 18 Uhr eingeführt, weil viel Pflegepersonal und Schicht.

    Ich glaube, das Riesenproblem kommt aber erst in der Schule.....also zumindest hier.

    Grüße von Claraluna


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  • das ist schon richtig.

    Nur ist das doch in den seltensten Fällen ausschlaggebend.

    Das wird doch schon viel früher gelegt. Frau sucht sich einen Job, in dem sie nicht so viel verdient wie der Mann. Oder Mann ist älter. Frau steigt aus, weil Mann mehr verdient....usw usf.

    Das ist jetzt sehr einfach dargestellt. Deine Gründe, die du oben aufgezählt hast, betrifft doch aber sowohl Mann als Frau. Warum arbeiten dann die wenigsten Männer Teilzeit und die meisten Frauen?


    edit: und wegen den Verdienstmöglichkeiten.... wir sind eine kapitalistische Gesellschaft, der es offenbar nicht wert ist, Betreuung und Pflege adäquat zu bezahlen. Bzw. kann das ja jeder machen.

    Erst wieder von einer Frau! gehört, die hier in der Nachmittagsbetreuung der Schule angefangen hat.

    Grüße von Claraluna


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    Einmal editiert, zuletzt von claraluna ()

  • Ich bin druchaus dafür auf eigenen Beinen zu stehen und finde es schade, dass so viele Mädchen sich Berufe aussuchen in denen sie keine Kariere machen können und vermutlich niemals mehr verdienen werden als ihr Mann und in Teilzeit schon gleich gar nicht. Aber pauschal die Argumente solcher Lebensmodelle einfach vom Tisch zu wischen, halte ich genauso für falsch.

    Ich finde, auch frauentypische berufe müssen ein existenzsicherndes Einkommen ermöglichen, auch in Teilzeit. Viele frauentypische berufe sind unverzichtbar.

    Absolut. Ich würde noch weiter gehen - was für eine Gesellschaft sind wir? Eine, in der das Versorgen von Kindern, alten und kranken Menschen weniger wert ist als das Versorgen von Geld.

    Ich wünschte wir wären in einer Gesellschaft in der das Versorgen von Kindern, alten und kranken Menschen nicht mehr als originäre Aufgabe der Frauen betrachtet würde, ich wahr zu behaupten, dass das auch Auswirkung auf die Bezahlung des Selben hätte.

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  • Hier gibt es jetzte eine Kita, in der die Kinder bis 20h bleiben können. Und dann morgens eben entsprechend später gebracht werden. Das hätte ich super gefunden bei den Jobs, die wir haben. Leider haben die erst geöffnet als unser jüngstes Kind im Vorschuljahr war. Und für Grundschulkinder gibt es so eine lange Betreuung schonmal gar nicht. Hortplätze sind hier so rar, das ist nicht feierlich. Wir haben zum Glück meine Eltern im Ort.

  • Ich wünschte wir wären in einer Gesellschaft in der das Versorgen von Kindern, alten und kranken Menschen nicht mehr als originäre Aufgabe der Frauen betrachtet würde, ich wahr zu behaupten, dass das auch Auswirkung auf die Bezahlung des Selben hätte.

    man könnte das aber auch anders sehen....

    Die Frau wählt das zu Hause bleiben wegen der Kinder, die werden groß also ist die Kapazität da um beide Elternpaare zu versorgen.

    Frau könnte ja auch nein sagen.

    Oder jemanden bezahlen. Sprich mehr Nachfrage, d.h. höhere Löhne.


    Das ist jetzt viel zu einfach dargestellt ist mir schon klar.


    die Sache ist doch die - wir als Verbraucher sind bereit, neue Handys, Fernseher, Autos zu kaufen. Sobald es an Dinge wie Kinderbetreuung, Pflege, oder Mahlzeiten in den Schulen geht ist das Geschrei groß wie teuer das alles ist.

    Die Kindergartenbeiträge sind hier in Deutschland sooo billig im Vergleich zu anderen Ländern. Der Verbraucher ist offenbar nicht bereit da adäquat zu bezahlen.


    Weitere Anekdote: Bei uns... beschissene Kernzeitbetreuung. Dann hatte die Gemeinde mal eine Initiative der Hausaufgabenbetreuung - da hätten sie jemanden eingekauft, der mit den Kindern gelernt hätte. Es hat sich außer mir niemand gefunden, der daran interessiert war. Zitat der Dame von der Gemeinde... ach das bißchen Mathe und Deutsch, das können die Betreuerinnen auch beantworten. Die 2 fachfremden Damen hatten dann aber mit viel zu vielen Kindern zu tun.


    Wir Frauen tragen viel dazu bei, dass die Strukturen so sind wie sie sind.

    Grüße von Claraluna


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