Gender-Kacke in Schule und Alltag

  • Kiwi stimmt, sie macht quasi kleine Fortschritte.


    Meine Mutter (selber Jahrgang wie die Lehrerin) findet es übrigens toll und fortschrittlich, dass die Lehrerin Jungs und Mädchen sogar gemischt setzt #haare

    ... mit He (12) und Jo (10) und Ni (6)

  • Kennt ihr eigentlich schon den "Man who has it all" auf FB?


    Da wird Sexismus auf z.T. witzige, z.T. sehr nachdenklich stimmende Weise umgekehrt, nach dem Motto: wenn Männer so behandelt würden wie Frauen. Die Kommentare der Poster:innen sind oft grenzgenial.

    Die Shirts sind cool. Mein Sohn würde sie aber nicht tragen, weil sie nicht rosa sind!

    Weihnachtskind 2013

    Sternenkind 11/2017

    Sternenkind 08/2019

  • Meine beiden Jungs hatten Interesse an allen allen möglichen Büchern. Oft sogar an speziell "Mädchenbüchern" in rosa Einband.:D

    Sie lesen immer noch sehr viel, jetzt hauptsächlich Fantasy, also wenig "mädchenkram" , weil das sich meist um Liebesromanzen dreht und da haben sie (noch?) keinen Draht zu.

    Vielleicht war es lesefördernd, ihnen einfach alles vorzulesen oder in die Hand zu geben, was sie gerade mögen, ohne es abzuwerten? Möglicherweise lesen die Jungen mehr, die nicht schon gleich in Schubladen gesteckt werden? So gesellschaftlich gesehen, meine ich. Die individuelle Lesefreude hängt ja noch von mehr ab.


    Kinderbücher mit männlich und weiblichen Protagonsten, wo der Junge nicht immer der Held ist sind die aus der Reihe "Magisches Baumhaus".

    Vielleicht macht mich der Glitzer nicht schöner, aber dafür glitzeriger#nägel


    "Wenn sich niemand aufregt, ändert sich doch nie was!"

    "Aller Extremismus ist sch..ße!"

  • Bei uns werden grundsätzlich Jungs neben Mädchen gesetzt in der Grundschule, "weil es dann leiser ist". Neben einer Freundin darf man nur in seltenen Ausnahmefällen sitzen.

    Es wird auch oft umgesetzt, weil das Mobbing vorbeugen soll.

  • Ich hatte heute Buechereidienst und alle "Greg's Tagebücher" waren ausgeliehen, also schlug ich den zwei Jungen vor, doch mit Lotta Leben anzufangen. Keine Chance. Null. Andersrum geht es schon.


    Überwiegend lesen die Kinder in den Buechern, die vom Geschlecht her fuer sich gedacht sind, aber mehr Maedchen lesen Jungssachen. Jungen, die Maedchenbuecher lesen sind nochmal seltener (aber es gibt sie).

    genau das, was Anaba sagt: Jungs merken ganz genau, was gesellschaftlich als wichtig konnotiert ist und was eher so zum belächeln da ist... und es ist nach wie vor so: Alles, was Männer tun, ist wichtig, wenn es Frauen auch noch tun, schön, sind sie drin richtig gut, werden sie als Ausnahmetalente gefeiert (während auch mittelmässig begabte Männer noch dicke jobs haben...), aber alles, was Frauen zugeschrieben wird, ist erstmal so ein bisschen unwichtig. Nette Sachen nebenbei, sozusagen. Es gibt sogar Studien, dass das Ansehen eines Jobs oder eines Jobbereichs sinkt, wenn da plötzlich viele Frauen reingehen, und auch die Löhne sinken.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • Ich weiß aber noch ganz genau, dass es mich früher als Kind extrem gestört hat, dass fast alle Charaktere in Kinderserien und -büchern per default männlich bzw. in der Überzahl sind: Der kleine Maulwurf, Hallo Spencer, der Großteil der Sesamstraßenfiguren, Pumuckl, selbst die Maus, zwar selbst nicht sprechend, ist mit männlichen, basslastigen Stimmen unterlegt wenn sie nachdenkt oder sich räuspert.

    Ist das so? In meiner Erinnerung war das nicht so arg. Ich habe z.B. supergerne die Bücher von Enid Blyton und Tina Caspari gelesen und da gibt es ja einige Reihen mit hauptsächlich Mädchen. Märchen haben auch oft weibliche Hauptfiguren (Dornröschen, Allerleirauh, Schneewittchen, Schneeweischen und Rosenrot etc.). Ich hatte früher auch viele Göttinger Kinder- und Jugendbücher aus meinem Großelternhaus, da kamen lauter Mädchen drin vor (Putzi, Iris, Susanne, Doris...). Oder Nesthäkchen und Trotzkopf und Professors Zwillinge. Die enthalten natürlich auch massenweise Rollenklischees, aber gelesen habe ich sie trotzdem gerne.


    Es gibt sogar Studien, dass das Ansehen eines Jobs oder eines Jobbereichs sinkt, wenn da plötzlich viele Frauen reingehen, und auch die Löhne sinken.

    Ja, Lehrkräfte zum Beispiel. Oder umgekehrt Informatik.

  • Es gibt sogar Studien, dass das Ansehen eines Jobs oder eines Jobbereichs sinkt, wenn da plötzlich viele Frauen reingehen, und auch die Löhne sinken.

    velvet ghetto nennt sich das phänomen, habe ich hier auch schon sehr häufig erwähnt. wir hatten im studium (publizistik/kommunikationswissenschaften) dazu ein seminar, weil der bereich extrem betroffen ist.


    es ist elementar, sich das immer vor augen zu halten. insbesondere, wenn wieder jemand bullshit verzapft von wegen "frauen müssen doch einfach nur mint-fächer blabla". nämlich eben nicht.



    das spiegelt sich in der sprache wieder. für meine stelle hier wird ja jemand neues gesucht, umfang und profil noch unklar.


    die wortschöpfungen, mit denen ich in dem zusammenhang konfrontiert werde, sind unfassbar abstoßend. kostproben =


    marketing-mäuschen

    marketing-mutti

    marketing-perle

    marketing-tante

    marketing-dame


    aber hey, immerhin wird hier eine stelle für eine frau frei, denn auf meinen tipp, sich einen mann zu suchen, der hätte es leichter und angenehmer, war hier schnappatmung angesagt.


    und wer meint, dass sowas bei ihm nicht existieren würde, dem menschen sei versichert: DOCH. auch, wenn es keiner laut sagt.

  • Ich habe gestern nach einem Kalender gesucht, dabei sind mir die Familienplaner aufgefallen.


    Bei wirklich allen, die ich gesehen habe, waren die Termine von Mama "Yoga, Elternabend, Frisör..." von Papa "Meeting, länger Arbeiten, Auto in die Werkstatt, ...", von Tochter "Ballett,..." und von Sohn "Fußball,...".


    Mal abgesehen von der schlimmen Genderkacke, bedeutet Familie natürlich IMMER "Mutter, Vater, Kind, Kind" und natürlich heißen die auch alle immer ganz ordentlich Martina, Tom, Laura und Ben (und ich bin ziemlich sicher, wären Bilder von Martina und Co. drauf gewesen, wären die alle blond bis maximal braunhaarig, blauäugig, werbewunderschön und gesund gewesen).


    :rolleyes:

    Naja … vielleicht schon ... aber … ^^

  • ainu ja. mich hat es nur überrascht, wie vehement das in der 2.Klasse abgelehnt wurde. Aber vielleicht habe ich meine Jungs auch besser dahingegen erzogen. Die lesen naemlich auch Mädchensachen, der grosse allerdings nur heimlich, weil er das durchaus merkt und sich den Kommentaren der Mitschüler nicht aussetzen moechte.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Wobei ich „Marketing-Fuzzi“ und „Marketing-Heini“ nicht wirklich besser finde, ehrlich gesagt. Und das habe ich auch schon oft gehört. Ich glaube, da haben die Bezeichnungen eher was mit der Tätigkeit als mit dem Geschlecht zu tun.


    Meinen Beruf habe ich noch nie mit solchen Begriffen zusammen gehört. Ich glaube, der ist wirklich ziemlich genderneutral.

  • Bei dem von Petterson und Findus wird vorne nur die leere Seite gezeigt plus die Figuren, alter Mann mit Katze.

    Offensichtlich geht es auch weniger stereotyp #super


    Die die ich gesehen habe, waren leider alle wie oben beschrieben :(

    Naja … vielleicht schon ... aber … ^^

  • Mein Mann ist tatsächlich nicht beim Zumba, muss ich gestehen #freu. Aber beim Yoga war er schonmal und beim Elternbeirat ist er ständig, ganz oft auch vormittags. Auto haben wir nicht, Überstunden schon.

  • Bei dem von Uli Stein stehen nur Vornamen, und da dürfen auch die weiblichen zum Konzert und zum Geburtstag, die männlichen zur Party und zur Prüfung. Also alles gut #zwinker

    mamaraupe (*1973) mit paparaupe (*1969), großer raupe (*06/06), und kleiner raupe(*02/10)


  • Haha, ja.

    Bei unserem geht "Mama" zum Yoga, "Papa" zum Sport, Luisa ist hobbylos (schreibt aber Mathe) und Julian geht zum Fußball.

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • @ Bücher: Bei Kinderbüchern sind es noch einige, die einfach eine Gruppe Kinder behandeln. Sobald die Bücher sich an ältere Kinder und Jugendliche wenden sehen die aktuellen Erscheinungen aber auch oft echt zum davon laufen aus. Die Thematik "Liebe/Schwärmerei" finde ich jetzt auch nicht so den Bringer, das wollte ich schon nicht lesen. Mein Großer (17) liest gern Fantasy - aber es darf um Paarbeziehungen allerhöchstens am Rande gehen.

    Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.


    - Hermann Hesse: Das Glasperlenspiel -