Gender-Kacke in Schule und Alltag

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  • Das habe ich auch gelesen und war sehr erschrocken.


    Schon allein diese Schmerzen nach der OP - weil die Frauen die Menstruationsschmerzen vermeiden wollten #crying

    Und manchen soll wohl nicht mal klar gewesen sein, dass sie nach der OP keine Kinder mehr bekommen können.

  • Ich bin heute ziemlich erschreckt über das Ausmaß der alltäglichen Ungleichbehandlung. So überzeugend dargebracht, dass frau nicht mal widersprechen kann.


    Also,

    schwanger kann frau ja durchaus werden. Aber das ist für die Arbeitgeber natürlich wirklich doof. Denn dann sind die Frauen ja erstmal weg. Okay. "Da kann man ja verstehen, dass manche nicht so viele Frauen im Team haben wollen, die potentiell schwanger werden könnten" #blink


    Aber es kommt noch besser:

    Wenn frau dann Teamleiterin ist und eigentlich in einem Projekt Verantwortung übernehmen sollte, bekommt sie diese jetzt halt nicht, "ich will da nicht jetzt Übergabe machen, und in einem halben Jahr muss ich es dann doch wieder übernehmen". Und "da sind dann halt Meetings, und die können wir nicht verschieben, nur weil ihr dann mal wieder schlecht ist"


    #haare


    Leute, ehrlich. Was sagt frau denn da? Das ist doch einfach strukturelle Diskriminierung.

    Und wir reden hier von gut ausgebildeten Frauen.


    #heul

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Anatinae wir schrecklich traurig. Und die Arbeitgeber leihen den Frauen das Geld dafür - wie großzügig. Mich erinnert das an die zwangsterilisationen in den USA von schwarzen Frauen oder Gefangenen Frauen, die dort lange stattfanden.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Das mit den Gebärmutter-OPs hab ich auch gelesen. Richtig schlimm. Und die Frauen verschulden sich dann auch noch hoch für diese Behandlung #crying


    Julchen86 sind das Aussagen, die dir bei der Arbeit begegnet sind? So offen ausgesprochen kenne ich das tatsächlich nicht. Oft ist es ja eher so, dass die Frau dann eben nicht die Teamleitung bekommt, aber man kann nicht nachweisen, warum.

  • Ja, die Aussagen sind mir gerade gestern begegnet. Von meinem Chef über meine schwangere (nicht anwesende) Kollegin.


    Und ich kann dann echt nicht viel dazu sagen. Denn ich kann ja zustimmen, dass es für den AG vielleicht doof ist. Aber hm.

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Ich finde das immer schwierig. Wieder werden Frauen aufgefordert, sich wie Männer zu benehmen und auch noch extra belohnt, wenn sie es tun...

    In diesem Fall ist das Benehmen aber sinnvoll.


    Ist doch nicht alles schlecht, nur weil Männer es tun.



    Ja, die Aussagen sind mir gerade gestern begegnet. Von meinem Chef über meine schwangere (nicht anwesende) Kollegin.


    Und ich kann dann echt nicht viel dazu sagen. Denn ich kann ja zustimmen, dass es für den AG vielleicht doof ist. Aber hm.

    Ich weiß nicht, ob ich es so deutlich sagen würde, aber ich fände es enttäuschend, dass der Chef seine gesellschaftliche Verantwortung nicht wahrnimmt und sich auch nicht als besonders kommunikationsstark erweist.


    Hält er sich eigentlich für fair?


    Das würde ich vielleicht machen, freundlich sagen, dass ich das nicht so ganz fair finde der Kollegin gegenüber. Eigentlich müsste man sie doch jetzt besonders fördern. Wenn es ein Mann wäre, der die Abteilung wechselt, würde er ihn doch wahrscheinlich auch nicht ein halbes Jahr vorher von Projekten abziehen?

  • In der konkreten Situation wäre ich wahrscheinlich auch zu perplex aber den Vorschlag von Susan finde ich auch nicht schlecht. Keinen Millimeter vom gewohnten Ablauf abweichen zu können als Chef zeugt ja auch nicht gerade von Souveränität, also das mit den Meetings z.B. ist doch echt lächerlich.

  • Ich finde es auch absolut enttäuschend. Und einfach absolut frauenfeindlich. Und das gemeine daran: Es ist ja nicht einmal so mega offensichtlich sexistisch (hahaha), sondern so, mh, gefühlt logisch. Also irgendwie selbstverständlich. Als müsse das jedem und jeder einleuchten.

    Er findet es eben einfach logisch und deshalb sagt er es auch offensichtlich.


    Ich habe auch überlegt, zu sagen, dass man ja nie weiss, ob nicht jemand kündigt z.B. Aber das wird hier nicht in Betracht gezogen, weil die Leute üblicherweise eher lange hier arbeiten.


    Edit, wegen Überschneidung:

    Ja, absolut lächerlich.

    Es ist ja auch noch was anderes, nämlich, dass hier Zuständigkeiten ohnehin nicht gerne delegiert werden. Das fängt ganz oben an. Und dann wird eben jemand Teamleiterin, die in Wirklichkeit ohnehin keine Befugnisse hat, und dann wird sie auch noch aus den Projekten abgezogen, weil sie ja jetzt schwanger ist. Und das ist so klar aufgeschrieben echt eine Unverschämtheit.

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Ja, die Aussagen sind mir gerade gestern begegnet. Von meinem Chef über meine schwangere (nicht anwesende) Kollegin.


    Und ich kann dann echt nicht viel dazu sagen. Denn ich kann ja zustimmen, dass es für den AG vielleicht doof ist. Aber hm.

    Hier sagte meine Chefin einmal (eher im Scherz), eigentlich könne sie ja keine jüngeren Frauen mehr einstellen, weil die dann ja immer irgendwann ausfallen. Die nächsten zwei Personen, die dann Elternzeit für jeweils ein ganzes Jahr genommen haben, waren übrigens Männer. :D Das erzähle ich dann gerne immer, wenn Gespräche in so eine Richtung gehen.

    Und wenn man das weiterdenkt, dürfte man eigentlich nur Frauen über 50 einstellen und überhaupt keine Männer, denn die könnten ja immer Väter werden und Elternzeit nehmen wollen. #zwinker

  • Stimmt. Aber Männer kümmern sich ja nicht um die Kinder. Denn die Chefs haben das bei ihren Kindern ja auch alle nicht gemacht, und deshalb schliessen sie da von sich auf andere. Alles andere wäre ja absolut lächerlich.

    #kreischen

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Hier gibts ja auch keine Elternzeit und keinen vaterschaftsurlaub.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • das kommt ja noch dazu. Die Chefs sind alle aus Deutschland, aber damals, gab es noch keine Elternzeit und keine Väter, die sich um Kinder kümmern #rolleyes Ist doch wohl total klar, dass das dann heute auch nicht nötig ist...

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • julchen: je nachdem, wie du zu deinem Chef stehst, könntest du tatsächlich mal so einen sarkastischen Kommentar anbringen, manchmal hilft sowas beim Augen öffnen.

    Bei einem mir bekannten Unternehmen hat auch letztens der weniger qualifizierte Bewerber eine attraktive Stelle bekommen statt die höher qualifizierte Bewerberin, und dann war er nach 4 Monaten weg - erst Elternzeit (das war schon vorher klar und kein Problem) - dann hat er gekündigt weil besser bezahlte Stelle woanders. Da hat natürlich jeder Verständnis. Wenn eine Frau hingegen schwanger wird und nach 6 Monaten Elternzeit ggf. in Teilzeit zurückkommt, ist das ein gezieltes Ausnutzen des sicheren Arbeitsverhältnisses, geradezu ein absichtliches "sich um die Arbeit drücken", oder zumindest ein Ausdruck von "nicht verlässlich sein".

    lg

  • Ich finde das immer schwierig. Wieder werden Frauen aufgefordert, sich wie Männer zu benehmen und auch noch extra belohnt, wenn sie es tun...

    In diesem Fall ist das Benehmen aber sinnvoll.


    Ist doch nicht alles schlecht, nur weil Männer es tun.

    Ich finde es generell nicht richtig, wenn die Höhe des Gehalts vom Verhandlungsgeschick abhängt.


    Und dass alles schlecht ist, was Männer tun, sagt ja keiner. Aber für mich ist es das typische Beispiel: Männer machen die Regeln (in dem Fall in der Arbeitswelt) bzw. das, was Männer besser können (in dem Fall verhandeln) setzt sich durch und ist dann das einzig Richtige und Nachahmenswerte. Und entweder die Frauen machen mit oder schauen in die Röhre.

  • Etwas Kleines: Brillen sind gegendert!

    Mir wurden ganz selbstverständlich die "Damenbrillen" gezeigt. Als ich gehäuselt guckte und nachfragte: richtig verstanden? Es gibt Damen- und Herrenbrillen? meinte die Fachkraft: klar. Ich fragte nach dem Unterschied: die Damenbrillen sind natürlich geschwungener, die Herrenbrillen eckiger. Aha.

  • Sind Damenbrillen im Schnitt nicht schmaler? Herrenbrillen sknd mir quasi immer zu weit oder zu breit, Damenmodelle passen mir weitaus öfter.

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse) tap.gif