Gender-Kacke in Schule und Alltag

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  • Wäre interessant zu erfahren ob diese Nationalitäten auch so krass dieses Imagedenken drin haben.

    Ehe meine männlichen Freunde unter finanziellen Abstrichen 30 Stunden machen würden die lieber das nächste Auto eine Nummer dicker nehmen. Die Nachbarn wollen schließlich beeindruckt werden was der Typ für ein geiler Ernährer ist #super

  • Der Vater eines Freundes, Jahrgang 1946, war Hausmann (seine Kinder sind zwischen Anfang und Mitte 40) Seine Frau war Grundschullehrerin. Beide Schweizerinnen.

    Aber: der Mann hatte keine Ausbildung und keinen Schulabschluss, und: beide gehörten in den 60er und 70er Jahren sehr linken Bewegungen an.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • Ich muss zugeben, ich kenne in meinem näheren Umfeld gar keine Einverdienerehen - wobei es im Gros schon so ist, dass der Mann das (deutlich) höhere Pensum hat.

    Aber in meiner Blase ist zumindest die Selbstverständlichkeit da, wie sie Nollaun beschreibt da - wenn ich es richtig im Kopf habe, arbeiten sie und mein Mann in derselben Branche. Bei mir, den brotlosen Künsten, sind die Lebensmodelle eh meist eher flexibel und so auch die Partnerschaftsmodelle, manchmal von Jahr zu Jahr...


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Mehr als zwei Monate Elternzeit für den Vater könne man sich nicht leisten.

    Ja, ne, ist klar.

    Nuja wenn die Finanzierung des neuen Häusschens und der Autos auf kante gerechnet ist kann ich mir das schon vorstellen


    Wir hätten uns auch ohne Häuschen schlicht nicht leisten können, dass mein Mann in Elternzeit ging. #weissnicht


    Ich erlebe es auch so wie derFabian , dass dahinter schon auch häufig eine Priorisierung steht, jedenfalls wenn die Schwangerschaft halllbwegs geplant war. Dann ist man halt schon vorher in die größere Wohnung gezogen oder hat sich andere finanzielle Verpflichtungen aufgebürdet oder hat Geld für anderes ausgegeben oder anderweitig investiert.


    Das ist ja auch nicht verboten. Man kann doch ehrlich sagen: So und so lebt es sich am besten für uns, und dass der Vater die Kinder dadurch weniger sieht, nehmen wir dafür in Kauf.


    Wie ist das eigentlich, wenn z.B. die Mutter noch studiert und der Vater erwerbstätig ist, könnten dann beide oder nur der Vater Elternzeit nehmen und (ergänzendes) Alg II beziehen? Das müsste doch eigentlich gehen?


  • Ich kenne hingegen sehr viele Einverdienerehen, allerdings, kaum, Schweizer. Es sind fast alles Expats mit recht gut bezahlten Jobs in der IT. Da "müssen" nicht beide arbeiten. Die Expats habe ich in meiner Blase erstmal nicht rein genommen. Da spielt noch so viel mehr mit rein, wie Sprache, Arbeitserlaubnis, Anerkennung der Ausbildung und, nicht zuletzt, die besonderen Herausforderungen auch für die Kinder, sich in einer neuen Umgebung zu Recht zu finden. Dies alles kann dafür sprechen, dass ein Elternteil zu Hause bleibt.


    VivaLaVida Interessanterweise kenne ich sehr viele Familien aus Osteuropa hier. In fast allen bleibt die Mutter zu Hause und der Mann arbeitet 100%. Allerdings haben sie alle noch sehr kleine Kinder. Es kann sein, dass das ändert, wenn die Kinder in der Schule sind.


    Mir sind noch zwei Hausmänner eingefallen: ein Schweizer Paar und noch ein Brite mit amerikanischer Frau.

    Bei den Schweizern war übrigens die Frau 10 Jahre zu Hause und dann haben sie gewechselt. Allerdings auch beides ITler mit guten Verdienstmöglichkeiten. Und derzeit gefragt genug, das man auch nach zehn Jahren Auszeit eine Stelle bekommen kann.

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

  • Sprache, Arbeitserlaubnis, Anerkennung der Ausbildung und, nicht zuletzt, die besonderen Herausforderungen auch für die Kinder, sich in einer neuen Umgebung zu Recht zu finden. Dies alles kann dafür sprechen, dass ein Elternteil zu Hause bleibt.

    das stimmt.

    „Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“


    Abraham Lincoln

  • Wir haben im seit kurzem Rollen getauscht, ich arbeite Vollzeit, mein Mann ca 60% und ist daher für Kinderverabredungen, Fahrgemeinschaften,Elterngespräcge etc zuständig. Obwohl alle das wissen, werd immer noch erstmal ich per WA angeschrieben... Da scheint für viele Mütter echt schwierig zu sein, obwohl mein Mann das ganz toll macht und super umgänglich is t #hammer

  • Fast alle Alleinerziehenden, die ich kenne, sind alleinversorgerinnen (Einverdienerinnen). Mein Vater war alleinerziehend und ist aber auch erwerbstätig gewesen (meine Mutter genauso und sie hat selbstverständlich Unterhalt gezahlt). Natürlich ist sowas eine Frage der Prioritäten ...

  • Wir haben im seit kurzem Rollen getauscht, ich arbeite Vollzeit, mein Mann ca 60% und ist daher für Kinderverabredungen, Fahrgemeinschaften,Elterngespräcge etc zuständig. Obwohl alle das wissen, werd immer noch erstmal ich per WA angeschrieben... Da scheint für viele Mütter echt schwierig zu sein, obwohl mein Mann das ganz toll macht und super umgänglich is t #hammer

    Ich gebe zu, bei Familien bei denen beide gleich viel arbeiten oder beide zumindest Teilzeit bin ich oft total unsicher, wen ich denn jetzt anschreibe, häufig schreibe ich dann eher die Mutter an, aus total dämlichen Gründen, zum einen weil ich nicht will, dass der Eindruck entsteht, ich würde dem Vater "nachstellen", zum anderen weil mein Mann umgedreht auch irgendwie eher den Vater anrufen würde.

    Bei Familien mit gleichgeschlechtlichen Eltern ist es noch schwieriger, zumal wenn ich beide Elternteile gerne mag. Keine Ahnung warum aber ich mache mir aus unerfindlichen Gründen viele Gedanken darüber, welches Elter ich kontaktieren soll.

    #herzKleiner Zwerg 07/14

    #herzMinizwerg 06/17

    ticker?TT=bdy&TT1=bdy&CL=&CT=&CG=F&O=m_chick&T=t_b14&D=2017-06-07&M1=&D1=&T2=&T1=Minizwerg&T3=&CC=0&CO=FFFFFF&CO2=&W=&TS=&R=A&SC=green

  • ja und vor allem wenn dann erst der rollenwechsel stattgefunden habe und ich normalerweise immer mit der Mutter kommuniziert habe

    mir hilft da dann auch, wenn der Vater da dann aktiv mich anschreibt.....

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Das geht glaub nur mit klarer Kommunikation. Nach der Trennung wurde auch immer ich gefragt, selbst wenn klar war, dass Papa-Wochenende ist. Das war immer ein ewiges Hin und Her. Habe dann nach Rücksprache angefangen die Nummer des Vaters zu schicken und gesagt, sie sollten es direkt absprechen. Das klappt mittlerweile echt gut. Wenn doch eine Anfrage bei mir landet, schreib ich nur zurück, dass die Kinder beim Vater sind.


    Eine Freundin von mir klärt das nach Jahren immernoch für ihren Ex-Mann und regt sich drüber auf.

  • Fast alle Alleinerziehenden, die ich kenne, sind alleinversorgerinnen (Einverdienerinnen). Mein Vater war alleinerziehend und ist aber auch erwerbstätig gewesen (meine Mutter genauso und sie hat selbstverständlich Unterhalt gezahlt). Natürlich ist sowas eine Frage der Prioritäten ...

    Das habe ich auch schon festgestellt, die alleinerziehenden die ich kenne wuppen das alle alleine, Hut ab wie ihr das alle hin bekommt.

  • Obwohl alle das wissen, werd immer noch erstmal ich per WA angeschrieben... Da scheint für viele Mütter echt schwierig zu sein, obwohl mein Mann das ganz toll macht und super umgänglich is t #hammer

    In unserem Umfeld gibt es etliche Familien, in der sich die Eltern die Kinderbetreuung teilen. Wir haben das so gelöst, dass wir bei Kindern, mit denen wir häufig zu tun haben, WA-/ Signal-Gruppen eingerichtet haben, in denen alle Elternteile der beiden Kinder sind. Die Gruppe heißt dann nach den beiden Kindern. Dann schreibt man in die Gruppe, alle wissen Bescheid und das zuständige Elternteil antwortet. Sehr praktisch, ich liebe die Messenger dafür.

    "Stay afraid, but do it anyway. What’s important is the action. You don’t have to wait to be confident. Just do it and eventually the confidence will follow." Carrie Fisher

    LG Matilda mit Tochter (08/2004) und Sohn (09/2015)

  • Wir haben im seit kurzem Rollen getauscht, ich arbeite Vollzeit, mein Mann ca 60% und ist daher für Kinderverabredungen, Fahrgemeinschaften,Elterngespräcge etc zuständig. Obwohl alle das wissen, werd immer noch erstmal ich per WA angeschrieben... Da scheint für viele Mütter echt schwierig zu sein, obwohl mein Mann das ganz toll macht und super umgänglich is t #hammer

    Ich gebe zu, bei Familien bei denen beide gleich viel arbeiten oder beide zumindest Teilzeit bin ich oft total unsicher, wen ich denn jetzt anschreibe, häufig schreibe ich dann eher die Mutter an, aus total dämlichen Gründen, zum einen weil ich nicht will, dass der Eindruck entsteht, ich würde dem Vater "nachstellen", zum anderen weil mein Mann umgedreht auch irgendwie eher den Vater anrufen würde.

    Bei Familien mit gleichgeschlechtlichen Eltern ist es noch schwieriger, zumal wenn ich beide Elternteile gerne mag. Keine Ahnung warum aber ich mache mir aus unerfindlichen Gründen viele Gedanken darüber, welches Elter ich kontaktieren soll.

    Ich verstehe das Problem nicht? Warum nicht beide Eltern anschreiben und ihnen die Wahl lassen, wer sich kümmert und antwortet? Einfach Hallo, oder Liebe Eltern.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Mein Thema, dass mich immer wieder ärgert sind ja Klamotten.

    Ich verstehe nicht, warum diese so stark einem Geschlecht zugeordnet werden.

    Meiner Tochter habe ich jetzt bei C und A einen Pulli aus der Jungsabteilung gekauft: dunkelblauer Strick, Schlichter Schnitt mit eingestickten Dinos. Dass die Kleidung nach Jungs und Mädchen geordnet im Laden liegt- meinetwegen. Aber im Schild dieses Pullis steht dann noch: „for awesome boys“

    Das ist doch kacke! Warum?


    Überhaupt rege ich mich darüber auf, dass Tiere gefühlt in Mädchen- und Jungendesigns eingeteilt werden, das ist doch bekloppt und entspricht ja noch nichtmals angeblichen geschlechtstypischen Interessen, da die meisten Kinder ja viele verschieden Tiere mögen.

    Aber die von mir beobachtete Zuordnung ist u.a. Tierbabies, Schmetterlinge, Kaninchen, Vögel, Meerschweinchen: Mädchen

    Dinosaurier, Löwen, Tiger: Jungen.

    Grade dass alles niedliche nicht für Jungs sein soll, finde ich so absurd. Als würden Jungen (im Gros) Tierkinder nicht süß finden!

  • Grade dass alles niedliche nicht für Jungs sein soll, finde ich so absurd. Als würden Jungen (im Gros) Tierkinder nicht süß finden!

    Und Maedchen Dinosaurier und Löwen uncool.


    Wobei es Dinopullis fuer Maedchen gibt, da sind die Dinos halt ganz zahm und niedlich drauf....

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  • Das ist doch kacke! Warum?

    Ist doch überall so, der zeit fällt es mir bei Spielsachen besonders krass auf. Es geht um Wertschöpfung!

    Den Jungs und Mädels muss halt mit aller gewalt eingehämmert werden "DU BIST EIN MÄDCHEN UND MÄDCHEN HABEN NUR ROSA ZU WOLLEN!" Das geht auch soweit (siehe weiter vorn) das mein Sohn gerne reiten lernen würde aber nur geheim, ich darf darüber mit niemandem reden, ist ja peinlich....ist auch immer wieder ein Fest für mich zu sehen das Frauen die vorgeben feministisch sehr engagiert zu sein ihre Kinder exakt so zurecht gendern wie die Industrie das gerne hätte. So eine haben wir in der Nachbarschaft, das Mädchen lebt einen Rosa Traum und ihr kleinerer Bruder bekommt alles neu gekauft denn z.B. ein rosa Laufrad von der Schwester geht für Jungs ja gar nicht....da knallen bei Puky und Co in den Marketingabteilungen die Sektkorken. Alles richtig gemacht im Gendermarketing. Das ist Nachhaltig denn der Junge wird auch keine Klamotten oder sonstige Spielsachen von der Schwester erben und wenn sie noch so gut sind.

    Mein Junge wird reiten lernen auch wenn ich damit gegen gesellschaftliche Konventionen verstoße *hihihihi* Rebellisch

  • Wir haben im seit kurzem Rollen getauscht, ich arbeite Vollzeit, mein Mann ca 60% und ist daher für Kinderverabredungen, Fahrgemeinschaften,Elterngespräcge etc zuständig. Obwohl alle das wissen, werd immer noch erstmal ich per WA angeschrieben... Da scheint für viele Mütter echt schwierig zu sein, obwohl mein Mann das ganz toll macht und super umgänglich is t #hammer

    Ich gebe zu, bei Familien bei denen beide gleich viel arbeiten oder beide zumindest Teilzeit bin ich oft total unsicher, wen ich denn jetzt anschreibe, häufig schreibe ich dann eher die Mutter an, aus total dämlichen Gründen, zum einen weil ich nicht will, dass der Eindruck entsteht, ich würde dem Vater "nachstellen", zum anderen weil mein Mann umgedreht auch irgendwie eher den Vater anrufen würde.

    Bei Familien mit gleichgeschlechtlichen Eltern ist es noch schwieriger, zumal wenn ich beide Elternteile gerne mag. Keine Ahnung warum aber ich mache mir aus unerfindlichen Gründen viele Gedanken darüber, welches Elter ich kontaktieren soll.

    Ich verstehe das Problem nicht? Warum nicht beide Eltern anschreiben und ihnen die Wahl lassen, wer sich kümmert und antwortet? Einfach Hallo, oder Liebe Eltern.

    Ich habe meist den Hauptkontakt, meist das Elternteil, dass ich zuerst kennen gelernt habe. Dem schreibe ich - und bei Bedarf leitet derjenige die Nachricht weiter. So machen wir es auch mit schulischen Nachrichten.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ganz so einfach ist das nicht immer mit dem gegen das Gendermarketing zu sperren - auch als ziemlich versierte Feministin, derFabian.

    Denn, es gibt da auch noch das Mitspracherecht vom Kind. Und wenn das Mädchen nunmal auf Rosa steht, Gluppschies liebt und Flatterröckchen so schön findet... tja, dann darf sie das, schliesslich ist es IHR Körper. Die Frage ist doch vor allem: was machen wir Eltern damit? Verstärken wir die Puppenliebe als "ja so sind Mädchen halt" oder sehen wir das Individuum "Talpita mag Puppen".


    Ich vertraue schon sehr stark auf uns als Vorbilder - was mich aber natürlich überhaupt nicht dran hindert, Genderkacke beschissen zu finden und das auch laut genug zu sagen :D Auch das hat Vorbildfunktion.


    Liebe Grüsse


    Talpa