Gender-Kacke in Schule und Alltag

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  • Die Vordrucke hat aber doch nicht die Praxis selbst entworfen, sondern eingekauft? Vielleicht eher dort mal nachhaken?

    Da kenne ich dann die Erklärung von der Sprechstundenhilfe: "Die sind nun mal so, aber da schreiben Sie dann den Namen der Person rein, über die die Versicherung läuft, egal ob Mann oder Frau:"

    Die wollen ja auch nicht diskutieren sondern, dass die Abrechnung reibungslos klappt.

    It all started with the big BANG!


    (Big Bang Theory)

  • Ja, aber das ist doch schon wieder eine Diskussion,

    Das kommt auf die Perspektive an, ich würde es eher als "freundliche Nachfrage" sehen ;-)


    Du bist auch deutlich besser darin, dich so auszudrücken, dass es immer freundlich klingt, als ich.

    Danke schön, das ist dann aber nur hier so und wenn, dann habe ich das nur bei den Raben gelernt ;-)

    In RL wurde mir schon öfter Verbissenheit attestiert und weder Charme noch Diplomatie (wobei eine Person tatsächlich mal sehr überschwänglich meine Diplomatie lobte, aber das kann sehr individuell gefärbt gewesen sein).


    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

  • Bezahlen muss es quasi das Kind, wenn man da was einreichen kann dann nur für den Patienten und das ist eben das Kind.


    Es ist völlig egal, an wen die Rechnung adressiert ist solange der Empfänger in irgendeiner Form gewillt ist zu zahlen. Wenn man absichtlich eine falsche Adresse angibt macht es halt mehr Arbeit.


    Man kann das gerne mit der Schwester besprechen; sich etwas schriftlich geben lassen, damit man belegen kann, das die Info falsch war und die Schwester Schuld an dem falsch ausgefüllten Formular ist etwas anderes.

  • Annie

    Ja, die Perspektive..

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich Nachfrage, unklare Antworten bekomme und dann die Böse bin, die allen eine Diskussion reindrückt.

    Bzw. lasse ich irgendwann das Nachfragen und mache das wovon ich dann hoffe, dass es richtig ist.


    Verbissen würde ich dich nicht nennen. Du gibst deinen Standpunkt nicht auf, nur weil da jemand gegen schreibt. Finde ich völlig ok.

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  • Die Vordrucke hat aber doch nicht die Praxis selbst entworfen, sondern eingekauft? Vielleicht eher dort mal nachhaken?

    Da kenne ich dann die Erklärung von der Sprechstundenhilfe: "Die sind nun mal so, aber da schreiben Sie dann den Namen der Person rein, über die die Versicherung läuft, egal ob Mann oder Frau:"

    Die wollen ja auch nicht diskutieren sondern, dass die Abrechnung reibungslos klappt.

    Aber das ist doch ok, wenn sie so reagiert

  • Es ist völlig egal, an wen die Rechnung adressiert ist solange der Empfänger in irgendeiner Form gewillt ist zu zahlen. Wenn man absichtlich eine falsche Adresse angibt macht es halt mehr Arbeit.

    Es ging nicht um die Adresse sondern um den Namen.

    Und das Geld zahlt am Ende die Versicherung.


    Man kann das gerne mit der Schwester besprechen; sich etwas schriftlich geben lassen, damit man belegen kann, das die Info falsch war und die Schwester Schuld an dem falsch ausgefüllten Formular ist etwas anderes.

    Wenn sie ne falsche Auskunft gibt hat sie aber nun mal Schuld,

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  • Die Vordrucke hat aber doch nicht die Praxis selbst entworfen, sondern eingekauft? Vielleicht eher dort mal nachhaken?

    Da kenne ich dann die Erklärung von der Sprechstundenhilfe: "Die sind nun mal so, aber da schreiben Sie dann den Namen der Person rein, über die die Versicherung läuft, egal ob Mann oder Frau:"

    Die wollen ja auch nicht diskutieren sondern, dass die Abrechnung reibungslos klappt.

    Aber das ist doch ok, wenn sie so reagiert

    Ja, darum wurde es hier auch nicht zum Beispiel für Genderkacke.

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  • Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich Nachfrage, unklare Antworten bekomme und dann die Böse bin, die allen eine Diskussion reindrückt.

    Bzw. lasse ich irgendwann das Nachfragen und mache das wovon ich dann hoffe, dass es richtig ist.

    Ok, das ist dann natürlich nicht so weiterbringend.

    Dass das mal in die Hose geht, weil man selbst oder der/die Gesprächspartner:in einen schlechten Tag hat (oder beide) - kommt vor, ist mir auch schon passiert.

    Aber wenn man immer wieder diese Erfahrung macht, dann weiß ich auch nicht weiter, tut mir leid #weissnicht


    Verbissen würde ich dich nicht nennen. Du gibst deinen Standpunkt nicht auf, nur weil da jemand gegen schreibt. Finde ich völlig ok.

    Danke, das überrascht mich jetzt, aber es freut mich auch, so wahrgenommen zu werden.

    Ich empfinde mich selbst im Forum als "weichgespülter", als im RL bin #schäm.


    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

  • Die Versicherung zahlt die Kosten für die Behandlung des Patienten, das ist egal, an wen die Rechnung geht. Die kann man auch an den Nachbarn oder den Bürgermeister schicken. Solange sie bei jemandem ankommt, der bereit ist die Überweisung zu tätigen. Auf der Rechnung steht dann "Bitte zahlen Sie 32,34€ für die Behandlung von Kind xy am 21.11.2020". Das reicht man dann bei der Kasse ein und bekommt es zurück erstattet.


    Du selbst schriebst oben, dass du dir natürlich denken kannst, was da rein soll. Du lässt also die Schwester irgendwelche Schriftstücke aufsetzen und machst dann absichtlich eine Fehler, nur um jemand anderem deine Ansichten überzuhelfen. Die bei diesem jemand überhaupt nicht ankommen werden.


    Nachdem du die Anfeindungen und Erniedrigungen, die die Schwestern jeden Tag durch Patienten, die alles mögliche kommentieren wollen zu erleiden haben nicht kennst, kannst du bestimmt auch meine Wut nicht verstehen, wenn ich solche Vorschläge höre.

  • janos Weil wir hier ja immer noch im Genderkacke-Thread sind: Darf ich mal vorsichtig fragen, wen du mit „Schwestern“ meinst? Medizinische Fachangestellte? Oder sind das bei Euch tatsächlich „Krankenschwestern“, sprich Gesundheits- und Krankenpflegekräfte? Oder gar Ordensschwestern?

  • Sie haben unterschiedliche Ausbildungen eine angelehnte Hilfskraft, eine MTA, eine Kinderkrankenschwester und Geographin, eine Fachangestellte und eine mit einem Bachelor in einem Fach, das ich mir nicht merken kann. Die ist zusätzlich Krankenschwester. Ach und eine ist Tierarzthelferin. Wieso? Findest du Schwester irgendwie despektierlich?

  • Annie Du machst mich gerade echt neugierig, dich mal in RL kennen zu lernen.

    Wir wohnen nur so weit auseinander.



    janos also, wenn der Name so egal ist, dann ist doch auch egal, wenn ich da einen falschen Namen reinschreibe.



    Nachdem du die Anfeindungen und Erniedrigungen, die die Schwestern jeden Tag durch Patienten, die alles mögliche kommentieren wollen zu erleiden haben nicht kennst, kannst du bestimmt auch meine Wut nicht verstehen, wenn ich solche Vorschläge höre.

    Also trägst du hier doch die Erfahrungen aus deiner Praxis mit rein. Nur kann ich nichts für das was die Schwestern in eurer Praxis erleben.


    Ich hingegen habe schon einige mal mündlich falsche Auskünfte bekommen und hätte das hinterher gerne schriftlich gehabt.

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  • Annie Du machst mich gerade echt neugierig, dich mal in RL kennen zu lernen.

    Wir wohnen nur so weit auseinander.

    Gerne, denn soooo weit wohnen wir nicht auseinander und ich arbeite in HH.

    Es kommt drauf an, wo Du dort wohnst, nach Eidelstedt oder Poppenbüttel wäre es tatsächlich ein langer Ritt, aber vielleicht könnten wir uns irgendwo in der Mitte treffen, wenn die ganzen Corona-Einschränkungen mal vorbei sind.


    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

  • Ja, es ist egal, solange der Adressat bereit ist zu zahlen. Was bei deinem Plan nach meiner Einschätzung nicht vorgesehen war.... du hättest ja gerne einen Irrläufer generiert, damit die sich das endlich mal hinter die Löffel schreiben.


    Naja, wenn man weiß, dass viele Menschen die Schwestern als Müllkübel für ihren Ärger mit wasauchimmer nutzen ist man möglicherweise etwas vorsichtiger im Umgang mit denen. Und korrigiert sie mit einer freundlichen Bemerkung, wenn man das für nötig hält, versucht sie aber nicht reinzureiten, um ihnen eine Lehre zu erteilen.


    Mich stört in deinem Vorhaben vor allem die belehrend-moralisierende Intention.

  • Annie Du hast eine PN. :)


    janos: Ich schreibe im übrigen bewusst genderneutral von Sprechstundenhilfe und nicht von Schwester, weil nach meiner Erfahrung genau die in solche Fällen Auskünfte geben, und nicht immer weiblich sind.


    Und ich habe sehr oft erlebt, dass Worte einfach keine weiter Wirkung haben und entweder routiniert weggelächelt werden (lass die blöde mal reden, als könnte eine Frau die Familie ernähren) oder zu nervenden Diskussionen führen. Du kommst mit nett sein nicht gegen patriachale Strukturen an.

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  • Ich glaube aber, gegen patriarchale Strukturen würde dein (fiktives) Vorgehen, Shevek, auch nicht helfen, sondern aufgrund der Vielzahl der Beteiligten am bürokratischen Prozess verpuffen und allenfalls nur nerven (schlimmstenfalls den Sexismus noch befördern, weil man dann in die Schublade "Zicke" einsortiert würde).


    Und ich denke, so unterschiedlich ist die Kommunikation nicht unbedingt, je nachdem ob Kinder oder Erwachsene die Adressatinnen sind. Sogar im Strafrecht meint man doch, dass Urteile möglichst zeitnah erfolgen sollen, damit der Straftaten oder die Straftaten noch einen Bezug zur Tat herstellt. Da sind Erwachsene doch nicht viel anders gestrickt als Kinder.


    Manchmal hat man in der Situation eine lange Leitung. Aber wenn es in dem Moment nicht klappt, der Angestellten direkt oder ein paar Minuten später der Ärztin Bescheid zu sagen, dass das jetzt nicht so toll war, kann man es ja noch beim nächsten Termin Rückmeldung. Wenn es einem dann noch wichtig genug ist.


    Absichtliche Falschangaben bestrafen m. E. die falschen Personen, nämlich diejenigen, die, intern oder extern, die Buchführung und Abrechnung machen, die hierdurch Mehraufwand hätten, aber mit dem Stein des Anstoßes nichts zu tun hatten

    Alle Möpse bellen, alle Möpse bellen, nur der kleine Rollmops nicht...

  • Und ich denke, so unterschiedlich ist die Kommunikation nicht unbedingt, je nachdem ob Kinder oder Erwachsene die Adressatinnen sind. Sogar im Strafrecht meint man doch, dass Urteile möglichst zeitnah erfolgen sollen, damit der Straftaten oder die Straftaten noch einen Bezug zur Tat herstellt. Da sind Erwachsene doch nicht viel anders gestrickt als Kinder.

    Wir überblicken schon etwas mehr und etwas weitere Zeiträume und haben auch gelernt, dass die Folgen eben öfter mal deutlich später kommen.

    Aber vor allem; Auch bei Kindern habe ich die Erfahrung gemacht, dass es viel mehr bringt, wenn sie wirklich die Folgen ihres Handelns mitbbekommen, als wenn ich ständig nur rede und erzähle, aber alles Folgenlos bleibt. Auch wenn die Folgen erst später kommen.



    Bei diesem Beispiel: Wie gesagt, kann so eine falsche Angabe dazu führen, dass da jemand ganz naiv einfach tut, was gesagt wurde.

    Was macht die Praxis dann?

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