Gender-Kacke in Schule und Alltag

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  • Deswegen die Überlegung - Spiegeln, ignorieren oder jedes Mal wieder darauf hinweisen (auf die Gefahr hin hysterisch oder emanzipatorisch genannt zu werden)?!

  • Ich sag jetzt hier sicher was falsches#angst aber ich finde das Verhalten des Mannes jetzt nicht so schlimm. Klar der Druck hinsichtlich Rock ist nervig. Würde mich auch ärgern. Aber ich finde es grundsätzlich ok - als Mann oder Frau - auch mal Wünsche hinsichtlich Kleider zu machen in der festen Partnerschaft. Ich meine das ist ja kein fremder Mensch, der einem da möglicherweise sexualisiert, sondern eine Beziehung in der eine gewisse gegenseitige Sexualisierung durchaus gewünscht ist. Natürlich soll man weder bedrängen, noch sich selber verbiegen. Aber dem Partner auch mal optisch eine Freude zu machen, ist doch nicht unfeministisch.

    Ich habe es ja schon einmal geschrieben: Mich hat vor allem die Beliebigkeit irritiert. Es wurde sich kein bestimmtes Kleidungsstück gewünscht, in dem die Partnerin gern gesehen wird - das hätte ich sehr gut verstehen können - sondern hauptsache Kleidchen oder Rock. Das ist ja nun ein weites Feld. Mir fallen aus dem Stand soviele Arten von Kleidern und Röcken ein... Hauptsache unten offen? Da frage ich mich in der Tat warum.

    Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.


    - Hermann Hesse: Das Glasperlenspiel -

  • ignorieren könnte ich sowas keinesfalls.

    was ist schlimm daran den ruf zu haben emanzipatorisch zu sein?

    und wenn er dich da als hysterisch bezeichnet, dann bräuchte ich dringend ein gespräch, wo ich ihm erklären kann,

    warum ich darauf so anspringe.


    schenk ihm doch "der ursprung der welt".

    hatte ich meinem mann geschenkt, ohne wirklich zu wissen, was ich da schenke. war einfach ein mitbringsel

    von mir. aber ich glaube, dass geht genau in die richtung, wo dein mann anscheinend bisher sehr naiv ist

  • @"Kleidchen" und "Mädels" für erwachsene Frauen geht gar nicht, das finde ich auch! Auch als Selbstbezeichnung finde ich "Mädels" ganz schlimm...


    Aber "Damen" ist in meinem Sprachgebrauch und dem meiner Kinder ganz selbstverständlich die Bezeichnung für unbekannte erwachsene Frauen (genauso wie "Herren" für unbekannte männliche Erwachsene). Ich sage z. B. zu meinen Kindern: "Lasst die Dame mal vorbei" und empfinde das eigentlich als die einzig mögliche respektvolle Bezeichnung von Leuten, über die ich in ihrer Hörweite spreche ("Frau" geht notfalls auch, gebe ich zu). Entsprechend bin ich auch überhaupt nicht irritiert, wenn mich jemand als Dame bezeichnet...

  • Darf ich nochmal nachhaken, warum ist der Ausdruck „Mädels“ so schlimm? Tatsächlich verwende ich ihn ab und an, ich glaube aber, ich bleib da bei jungen Frauen. Uns selbst bezeichne ich eigentlich nur so, wenn’s ans feiern geht. „Mädels, los geht!“.

    Ich persönlich (wirklich nur meine eigene Meinung!) empfinde bei dem Ausdruck etwas junges, wildes, starkes. So ne Art Ronja oder Pippi. Den Ausdruck „Mädchen“ find ich deutlich verniedlichender, insofern er nicht gerade die Geschlechtsbezeichnung darstellt, sondern um eine Person anzusprechen. Das hat viel mehr was von „kleine Made“.


    Und wie ist es anders herum? In meiner Arbeit sagen wir „die Jungs“, meinen damit aber Männer zwischen 30 und 60. Sie bezeichnen sich selbst so, bzw. sagen „die Jungs sind schon am Dekorieren“.

  • Das Yalchen dann hatte ich dich missverstanden, weil du mich zitiert hattest


    Es gibt ja noch andere bequeme festliche hübsche Baby Kleidung gibt als weiße Spitzen


    Zur allgemeinen Diskussion - ich freue mich schon, wenn mein Mann sich mal für mich auch hübsch macht oder ich für ihn, aber ich verlange es nicht, und erst recht nicht, wenn es unbequem ist

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Du hast keinen Spleen, sondern Recht.

    „Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“


    Abraham Lincoln

  • Nena904 Das kommt sicher auf den Kontext an. Wenn mein Mann über seine ihm höhergestellten Kolleginnen als Damen spricht, meint er das in meinen Ohren (!) abwertend. Er selbst sagt, dass das nicht abwertend sei, sondern eine Bezeichnung für die älteren Frauen. Wobei der Bezug auf das Alter angeblich auch keine Bedeutung hat. Aber warum wird der Bezug dann genommen?

    Die Bezeichnung Herren ist bei mir eher ironisch. "Da haben sich die Herren (der Schöpfung) besonders hervorgetan."

    Da ich weiß, dass er ausschließlich weibliche Kollegen hat, bräuchte er das ja eigentlich auch gar nicht benennen. Er könnte ja "Kolleginnen" sagen?! Aber nein, es sind die Damen, die etwas gemacht haben.

    Mädels als Bezeichnung für wilde Mädchen, okay. Aber Anfang 20jährige Frauen, die Ausbildungen im pädagogischen Bereich abgeschlossen haben und die Kinderanimation übernehmen, sind keine Mädels. Die sind im Umgang mit Kindern höher qualifiziert als mein Mann und seine Kumpels zusammen.

    Wenn man über ein paar 17jährige "Mädels" sagt, okay. Aber nicht zu jungen Frauen, die mitten im Leben stehen.

    Selbstbezeichnungen sind noch mal etwas anderes. Wobei ich nie "meine Mädels" treffe, sondern "meine Freundinnen". Aber das ist wohl Typsache.


    Wir haben übrigens mal bei einer Sendung "Bachelor" bei jedem "Ladys" einen Schnaps getrunken. Ich musste recht schnell aufgeben, sonst wäre ich dann ähnlich betrunken gewesen wie damals, als wir bei jeder Zehn-Punkte-Wertung für Lena beim Grand Prix einen Kurzen gebechert haben.

  • ich freue mich schon, wenn mein Mann sich mal für mich auch hübsch macht oder ich für ihn, aber ich verlange es nicht, und erst recht nicht, wenn es unbequem ist

    da gibt es bestimmt eine bandbreite für ihn, die grösser ist als „kleidchen“.


    ich mag es auch, wenn mein mann jackett und einstecktuch trägt oder die knallrote golfhose. das ordne ich aber nicht vorher an, sondern sage höchstens, dass es gut aussieht, wenn er sich dafür entschieden hat. ich finde meinen mann aber auch in seinen fischerhemden, im t-shirt oder mit kochschürze absolut umwerfend.

    „Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“


    Abraham Lincoln

  • Wir haben übrigens mal bei einer Sendung "Bachelor" bei jedem "Ladys" einen Schnaps getrunken.

    das ist dann die etwas gehobenere version von „babe“.

    „Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“


    Abraham Lincoln

  • Magorma: Im Kontext deines Mannes würde ich auch klar von "Kolleginnen" sprechen, da finde ich "Damen" auch schräg. Wie gesagt, ich benutze das für mir völlig Unbekannte, zu denen ich keinerlei Beziehung habe (alternativ könnte ich ja höchstens "Frauen" oder "Passantinnen" sagen, und letztens finde ich definitiv zu albern...), und das sind Kolleginnen ja überhaupt nicht.

  • @"Kleidchen" und "Mädels" für erwachsene Frauen geht gar nicht, das finde ich auch! Auch als Selbstbezeichnung finde ich "Mädels" ganz schlimm...


    Aber "Damen" ist in meinem Sprachgebrauch und dem meiner Kinder ganz selbstverständlich die Bezeichnung für unbekannte erwachsene Frauen (genauso wie "Herren" für unbekannte männliche Erwachsene). Ich sage z. B. zu meinen Kindern: "Lasst die Dame mal vorbei" und empfinde das eigentlich als die einzig mögliche respektvolle Bezeichnung von Leuten, über die ich in ihrer Hörweite spreche ("Frau" geht notfalls auch, gebe ich zu). Entsprechend bin ich auch überhaupt nicht irritiert, wenn mich jemand als Dame bezeichnet...

    Uh oh. Hier hat sich der Begriff Mädelsabend eingebürgert oder generell die Mädels.

    Ich finde das so super irritierend. Wir sind alle über 40

    Kommt vermutlich auch aus den USA.. da sind’s dann auch immer die Girls.


    Und ja Dame ist in meinen Ohren abwertend.

    Genau das bei der Arbeit.... die Damen halt mal wieder


    Das ist eine Entwicklung...da bin ich zu alt für 😁

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Ich finde es total irritierend, wenn sich Männer wünschen, dass ihre Frauen zu bestimmten Gelegenheiten Rock, hohe Schuhe etc. tragen. Mein Mann hat in den 24 gemeinsamen Jahren noch nie irgendeinen Kleidungswunsch geäußert, wir gefallen uns, aber andere Dinge stehen deutlich mehr im Vordergrund. Ich halte meinen Mann ja oft für einen Idioten und unsere Beziehung für nicht unkompliziert. Aber wenn ich so von anderen hier lese, dann merke ich, wie gut wir es miteinander haben und wie wenig ich mit den meisten anderen Männern zurechtkäme.


    Begriffe wie Mädels, Jungs benutzen wir für unsere Generation auch nicht. Unsere KollegInnen sind unsere KollegInnen, Freunde sind Freunde.

  • Ich habe überhaupt kein Problem mit der Bezeichnung "Mädels" im privaten Bereich. Der wird hier absolut neutral verwendet.

    Z.B. wenn ich bei meinem Sportkurs bin, sagt die Leiterin oft "Auf geht's, Mädels!!" Mir fällt da spontan auch gerade keine passendere Alternative ein.


    Zu meinen beiden Töchtern sage ich das auch, wenn ich sie gemeinsam anspreche.


    Ich finde das umgangssprachlich bei Personen, die sich gut kennen, gar kein Problem.

  • wir gefallen uns, aber andere Dinge stehen deutlich mehr im Vordergrund. Ich halte meinen Mann ja oft für einen Idioten und unsere Beziehung für nicht unkompliziert. Aber wenn ich so von anderen hier lese, dann merke ich, wie gut wir es miteinander haben und wie wenig ich mit den meisten anderen Männern zurechtkäme.

    Ein spannender Schluss: ich halte meinen Mann weder für einen Idioten, noch dreht sich unsere Beziehung um Klamotten :D


    Ich glaube fast, das ist ein Thema, bei dem die Feinheiten so vielfältig sind, dass es extrem schwer zu vermitteln ist.


    Das fängt schon bei der Wortwahl an: Kleidchen (=Kleidli) ist für mich was ganz normales, kleine Kleider sind Kleidli, grössere Kleider sind Ballroben. ;)So trage ich heute ein Kleid, morgen vielleicht ein Röckli. Mein Kind trägt gerne Kleidchen, in ihrer Grösse sind das einfach noch keine ausgewachsenen Kleider.

    Oder: "ich schreibe meinem Partner keine Kleidung vor" vs "wir sagen uns, was wir mögen" - ich hätte jetzt das Lob an den roten Golfhosen von Viva eher als zweiteres verstanden und so läuft das auch bei uns.

    Anstehendes Fest, ich denke laut: "Was könnte ich anziehen" - mein Mann sagt: "Das türkise Leinenkleid finde ich schön"


    Es ist extrem spannend zu lesen, wie und was so unterschiedlich empfunden wird.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Du hast recht, wahrscheinlich ist das in den meisten Fällen offen sprachlich und versteckt auf der Beziehungsebene zu unterschiedlich, um da vergleichen zu können.


    Und selbstverständlich ist mein Mann nur ganz selten ein Idiot 😊

  • Meinem Mann sage ich zuweilen schon was er anziehen soll, bzw. fordert er das ein.

    Wir sind beide in Modefragen völlig unbegabt, er mehr als ich. Da führt also die blinde den Lahmen.

    Gsd sind wur nur selten auf events bei denen es eine Rolle spielt.

    Schoko

    Schokojunkie mit Töchtern (5/07 und7/09)

  • Talpa " finde ich schön" und zumal nach einer Frage finde ich besser als " zieh mal ein Kleid an" und dann noch nicht mal ein bestimmtes sondern einfach nur irgend eins.


    Ich fand es ja süß, als ich in Gegenwart meines Freundes mal erwähnt habe, dass ich Dreitagebärte schön finde. Ich habe ihn seither nie wieder rasiert gesehen.

    Kleider, die er an mir schön fand, habe ich natürlich dann auch öfters angezogen.

  • Bei meinem Mann würde ich mir ehrlich gesagt gar nichts dabei denken, wenn er mal ein bestimmtes Kleidungsstück an mir wünscht.

    Er ist eher der, der mich jeden Tag fragt, ob das Hemd ihm steht, ob die Hose sitzt, ob das T-Shirt zum Anlass passt und gut aussieht ... Ich habe keine Ahnung von all dem, es interessiert mich auch nicht, daher sag ich immer ja #freu