Gender-Kacke in Schule und Alltag

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  • @Noah S.: Das war bei hier auch so, leider waren aber meine Eltern sehr gut darin, mich in der hin Sicht "klein" zu kriegen. Das hat eine schüchterne, unsichere, stille Loserin und Ja-Sagerin aus mir gemacht, richtig sch.... .Gut, dass du deiner Tochter das anders vorlebst. #top

  • @Noah S.: Das war bei hier auch so, leider waren aber meine Eltern sehr gut darin, mich in der hin Sicht "klein" zu kriegen. Das hat eine schüchterne, unsichere, stille Loserin und Ja-Sagerin aus mir gemacht, richtig sch.... .Gut, dass du deiner Tochter das anders vorlebst. #top

    Das mus bei mir ähnlich gewesen sein, aber schon sehr früh. Später bemerkte ich mit großer Überraschung, dass ich gar nicht schüchtern angelegt bin.

  • Danke für eure Worte! Ich kann das so gut nachvollziehen, wie tief drin das angelegt ist. Wie man so jahrelang diese Fremdsicht auch völlig unhinterfragt sich annimmt und vielleicht nur vage ahnt, dass das gar nicht so richtig passen will. Und die Selbstzweifel, die wahrscheinlich auch immer irgendwie bleiben werden. Ich wünsche Jedem und Jeder, dass es gelingt, ein solches Bild auch nochmal echt ins wanken zu bringen und sich am Ende so zu mögen, wie man ist #liebdrück

    • Offizieller Beitrag

    Noa: #knuddel

    Finde ich super, wie Du das reflektierst!

    Ich bin übrigens schüchtern veranlagt, bei mir ist das "laute" Auftreten mühsames Training.

    Ein spannendes Beispiel fand ich mal, dass in einer Diskussion im Studium "die kleine Mia" erwähnt wurde und ich verwundert darauf hinwies, dass die kleine Mia 15 cm grösser sei als die grosse Talpa. #rolleyes Das sei ihm ja noch nie aufgefallen! Tja, "die kleine Mia" steht immer mit etwas schräg gelegtem Kopf vor einem und hat eine sehr nette, süsse Stimme und spricht eher bedächtig. Was offenbar beim Kollegen - und nicht nur ihm - den Beschützerinstinkt weckte. "Die kleine Mia" ist übrigens eine ganz starke junge Frau, die gut auf sich selbst aufpassen kann.

    Aber es ist schon wahnsinnig spannend, wie sehr in uns drin ist, wie sich Frauen/Mädchen verhalten zu haben...

    Liebe Grüsse

    Talpa

  • Ich war heute zu einer Aussprache geladen, weil ich die Kommunikationsstruktur zwischen Verwaltung und Kommunalpolitik gewagt habe zu kritisieren.

    Am Ende des Gesprächs kam folgende Aussage einer etwa 60jährigen hohen Verwaltungsmitarbeiterin:

    "Sie mit ihren drei Schulkindern und ihrem Baby und demnächst wieder berufstätig haben ja eigentlich auch sicher anderes zu tun als Kommunalpolitik!?."

    8o

    Ich habe mich für diesen Gedanken bedankt.

    Dann kam noch der Hinweis, dass man ja auch im Elternbeirat viel bewegen könne.

    Und nun weiß ich auch nicht, ob ich hinschmeißen oder die Presse einschalten sollte #yoga

  • politik braucht vielfältige perspektiven. Danke, dass du dich so einsetzt.

  • Keine Ahnung, ob Presse das nächst beste Mittel ist, was wirkungsvoll ist, aber auf jeden Fall weiter den Mund aufmachen und mutig bleiben!

    Ich habe im Anschluss an Personalgesprächen einem Vorgesetzten erklärt, dass es Frauen auf Grund ihrer Sozialisation oftmals nicht möglich ist bzw. sehr schwer fällt, ihre Gehaltsvorstellung auch nur auszusprechen. Allein die körperliche Abwehrreaktion auf diese Aussage sprach Bände. Ich konnte sehen, dass dieser Gedanke noch nie gedacht worden ist und wie weit dieser Umstand für einen Mann in Führungsposition entfernt von der eigenen Lebensrealität ist. Das war schlicht nicht vorstellbar für ihn. Diesen Umstand von mir als Frau zu hören, muss auch eine ganz eigene seltsame Wirkung haben.

  • Eine gute Freundin von mir hat nach einer ähnlichen Geschichte einen kritischen Artikel in der Parteizeitung veröffentlicht, vielleicht wäre das eine Möglichkeit?

    #herzKleiner Zwerg 07/14

    #herzMinizwerg 06/17

    ticker?TT=bdy&TT1=bdy&CL=&CT=&CG=F&O=m_chick&T=t_b14&D=2017-06-07&M1=&D1=&T2=&T1=Minizwerg&T3=&CC=0&CO=FFFFFF&CO2=&W=&TS=&R=A&SC=green

  • Dem Danke schließe ich mich an. Und hoffe Du hast weiterhin die Kraft was zu bewegen!

    Was für eine bodenlose Frechheit. Der Typ ist völlig aus der Zeit gefallen. Der hat doch auch besseres zu tun als seinen Mund aufzumachen: Modelleisenbahn, Gartenzwerge oder eine schöne andere sinnlose Tätigkeit, die das Rentnerdasein einläutet. :)

  • Jono Es war keine Parteikollegin, sondern eine Frau aus der Verwaltung. Ich hatte in einem Schreiben an meine Kolleginnen und Kollegen aus dem gewählten Gremium die (Nicht)Kommunikation "von oben nach unten" kritisiert und wie anstrengend das für mich als Ehrenamtliche ist, immer Informationen hinterherzujagen, um mir eine Meinung bilden zu können. Die Frau ist sozusagen eine der Gelenkstellen zwischen uns und den einzelnen Referaten, sie soll uns die Informationen liefern. Man gelobte Besserung, kam aber eben auch zu dem Punkt, dass ich ja wahrscheinlich eigentlich eh besseres zu tun habe als in der Politik mitzumachen.

    Ich werde glaub mal durchgucken, wie "meine Rolle" als berufstätige Mutter mit kleinen Kindern in den politischen Gremien der Stadt vertreten ist und dann doch noch mal eine Antwort formulieren.

  • ...

    Ich werde glaub mal durchgucken, wie "meine Rolle" als berufstätige Mutter mit kleinen Kindern in den politischen Gremien der Stadt vertreten ist und dann doch noch mal eine Antwort formulieren.

    oh ja, tu das ?


    Ich bin nur schulpolitisch tätig (Stadtelternrat und Schulträgerausschuss z.B.) Man könnte meinen, da wären viele Frauen vertreten.

    Aber nein, je höher man kommt, desto mehr Männer.

    Gegen die einzelnen Personen kann ich gar nichts sagen. Aber manchmal sitze ich da und denke so bei den großen Redeschwingern "Wer von denen hier würde jetzt einen Kuchen für den Weihnachtsbazar backen? Und wer würde das seiner Frau überlassen?"