Gender-Kacke in Schule und Alltag

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    Auch als Mann macht es nicht jedem Recht. #stirn

    natürlich nicht.

    Und ich finde das extrem unhöflich den anderen Teilnehmern gegenüber.

    Als Ausschussleiter kann man sich doch nicht wirklich konzentrieren wenn unten das Kind spielt.


    hier noch etwas ausführlicher

    Anton Hofreiter: Ausschuss mit Kind auf dem Schoß – Vorbild oder Show?
    Der Grünen-Politiker Anton Hofreiter hat den EU‑Ausschuss des Bundestags am Montag mit einem Kind auf dem Schoß geleitet. Das sorgte auf Twitter für…
    www.rnd.de


    ich habe jedes Verständnis der Welt, wenn es da kurzfristig ein Betreuungsproblem gibt.... aber dann sollte man das auch kommunizieren und irgendwie schauen, dass da noch jemand ist, der das Kind bespassen kann.

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Ich verstehe das Problem nicht.

    Und schön, dass sich jetzt alle an Anton Hofreiters Kind(erbetreuung) abarbeiten, anstatt sich mit echten Problem zu befassen (also medial, meine ich).

  • Boah, in dem Alter Vater werden?! Muss das sein?? #angst #freu

    #lol



    Ich finde das immer schwer zu beurteilen, wenn man in der Situation nicht dabei war. Ich kann mir vorstellen, dass es klappt oder die volle Katastrophe ist. Trotzdem erinnere ich kurz an die Abgeordnete, die aus dem Landtag in... Sachsen-Anhalt war es glaube ich, geflogen ist, weil sie ein schlafendes Baby im Tragetuch dabei hatte.

  • Boah, in dem Alter Vater werden?! Muss das sein?? #angst #freu

    #lol



    Trotzdem erinnere ich kurz an die Abgeordnete, die aus dem Landtag in... Sachsen-Anhalt war es glaube ich, geflogen ist, weil sie ein schlafendes Baby im Tragetuch dabei hatte.

    Geht für mich gar nicht... Wir leben im 21. Jahrhundert. Klar, stillen wäre was anderes, das muss nicht mitten im Landtag geschehen. Oder wenn das Baby die ganze Zeit schreien und damit wirklich die Sitzung stören würde... Aber weil es schläft???

    Und genauso menschlich - und da wären wir wieder beim Gender-Thema - finde ich dass Anton Hofreiter seinen kurzen halt einmal mitnehmen muss. Ich weiß ja nicht wie er die Ausschusssitzung geleitet bekommen hat, aber hey, er macht es ja nicht jeden Tag.
    Wäre wirklich neugierig, ob die Presse sich auch so viel um eine Mama in der gleichen Rolle den Mund zerreißen würde.

  • Eine Frau, die ihr Kind mitbringt, ist noch mehr unten durch. Die soll dann bitte mal klarkriegen, was ihre Prioritäten sind, ist eine Rabenmutter (im allg. Wortsinn) und höchst unprofessionell. #flop

  • Geht für mich gar nicht... Wir leben im 21. Jahrhundert. Klar, stillen wäre was anderes, das muss nicht mitten im Landtag geschehen. Oder wenn das Baby die ganze Zeit schreien und damit wirklich die Sitzung stören würde... Aber weil es schläft???

    Ach und wo soll Stillen denn bitte zu geschehen haben?


    #rolleyes

    2 Möglichkeiten: da trollt jemand - dann höre ich hiermit auf zu füttern

    Oder da hat jemand das Gefühl, die Entscheidungshoheit über andere Körper zu haben - da diskutiere ich auch nicht.


    Aber es ist mir extrem wichtig, in diesem Forum für bedürfnisorientierte Elternschaft klarzustellen: ein Kind wird dort gestillt, wo es gestillt wird. JEDER Ort ist ein geeigneter Ort!


    Talpa (auch als Teammitglied)

  • patrick*star Vielem von dem, was du ansprichst, kann ich zustimmen, vor allem der Systemkritik, aber zwei Dingen überhaupt nicht: Erstens bin ich absolut dagegen, dass basteln und backen usw. "Standard" für Frauen sein und bleiben sollen. Nein, nein und wirklich Nein! Es ist nicht "unsere" Biologie "als Frauen" zu basteln oder zu backen, weder gern noch ungern. Da stecken seit jeher politische Konzepte und Strukturen dahinter, die mit der "Erfindung" von Kapitalismus und Patriarchat zusammenhängen. Frauen wurden ins Private gedrängt, der Haushalt wurde ihr "Metier". Allein ein (kritisches) Buch zu lesen oder gar studieren zu gehen oder zu arbeiten war spätestens mit der Geburt des ersten Kindes vorbei. Daraus wurde dann in Deutschland - auch und besonders in Nazi-Deutschland - das Bild der Mutter geformt, das viele von uns bis heute sozialisiert hat, der Mutter, die präsent ist, die hegt und pflegt und sich kümmert, die Kinder großzieht und dem Mann den Rücken freihält (ich wurde ostsozialisiert, da war das etwas anders. Aber ich lebe in einer Welt, in der der Standard ein anderer war und ist). Der Mann ist eigentlich auch ein Opfer in diesem System, denn er ist auch nur so lange wertvoll, wie er produktiv ist. Aber die meisten Männer profitieren eben davon und werden einen Teufel tun, etwas daran ändern zu wollen.

    Das vermeintlich Private ist dadurch politisch, weil die Konsequenzen daraus eben nicht privat sind. Frauen geraten heute immernoch - und teilweise wissend und sehenden Auges! - in die Abhängigkeit von Ernährern, sei es von einem Mann oder dem Staat. Mit dieser Erwartung, dass eine Frau etwas bastelt oder backt, unbezahlt natürlich, während sie auf die Kinder aufpasst (unbezahlt natürlich), wird sie in dieser Position gehalten.

    Und deshalb ist das Schultüten basteln als Erwartung (!!!) auch politisch - wenn es so gemacht wird wie aktuell, wo es der Standard ist, der eben in einigen Regionen oder Einrichtungen den Kindern und Müttern vermittelt wird. Die "gute Mutter" bastelt eben und backt und hegt und pflegt und kümmert sich, das ist die Erwartung, das ist "der Standard". Unbezahlt natürlich. Mit allen Konsequenzen, die dann nur ihr zufallen. Dagegen verwehre ich mich (und niemals gegen basteln und backen als privates Vergnügen, als Hobby, als Erfüllung eines Herzenswunsches für das Kind etc.).


    Und auch wenn ich durchaus verstehen kann, wenn Einzelne den Standard "Männer müssen sich mehr einbringen" als Ziel aufgeben, werde ich dies nicht tun (auch wenn ich schon öfter kurz davor war es zu tun). Zumindest nicht so lange ich in einer Beziehung lebe oder Verantwortung für die Kinder von Männern habe (jetzt weiß ich nicht, ob und in welcher Form von Beziehung du lebst). Ich kämpfe das auch für meine Tochter in der Hoffnung, dass sie es später leichter hat, und für meine Söhne, damit sie von Anfang an erleben, dass Frauen nicht qua ihres Geschlechts diese Ungleichheit (und damit Ungerechtigkeit) schweigend ertragen und vielleicht auch "bessere" Männer werden.



    Meine Schwiegereltern haben sich übrigens jüngst nach 40 Jahren Ehe getrennt. Sie lebten eine ganz klassische Rollenverteilung. Mein Schwiegervater war komplett lebensunfähig und seine Tochter (!) musste ihm jetzt alles beibringen, von Haushalt führen über Kochen und einkaufen bis hin zu arzttermine vereinbaren und an die Medikamente denken (er ist Mitte 60, also wirklich nicht alt). Und siehe da, dieser Mann hat das binnen weniger Wochen alles gelernt, weil er es musste. Und er kümmert sich, da er nun auch noch in Rente ist, sehr viel und liebevoll um seine kleine Enkelin und hat mir ihr schon mehr Zeit alleine verbracht als mit seinen beiden Kindern in jeweils 20 Jahren. Auf meine Frage an ihn, warum es vorher so anders war, sagte er, er sei so aufgewachsen, dass die Frau sich um alles kümmert, er habe eine andere Rolle gehabt (Geld verdienen), aber gefragt, ob er das wollte, habe ihn nie jemand.

    Ich freue mich aktuell richtig für ihn, diese neuen Möglichkeiten entdeckt zu haben.

  • Nee, das sagt ja keiner.

    Jede:r soll doch gerne backen, wenn er oder sie gern backt. (Unter uns, ich freue mich ja, wenns Kuchen gibt.)

    Wir können durchaus unterschiedliche Werkzeuge nutzen, um das, was üblich, aber genderkackig ist, immer weiter umzukrempeln.


    Die eine sagt: "Backen ist nicht mein Ding, aber ich helfe gern beim Abbau", der zweite korrigiert im Aushang und macht aus "Wir brauchen Muttis, ELTERN die basteln", die dritte regt für das gemeinschaftliche Singen Zeiten an, zu denen auch berufstätige Eltern kommen können, und dey vierte liest der Gruppe das Neinhorn vor. Und das Hummelhörnchen ^^


    Aber wir sollten damit aufhören, Dinge zu tun, die wir nicht tun wollen, aus Angst, dass andere Eltern uns sonst nicht an der Spitze der besten Eltern sehen.

  • Aber es ist mir extrem wichtig, in diesem Forum für bedürfnisorientierte Elternschaft klarzustellen: ein Kind wird dort gestillt, wo es gestillt wird. JEDER Ort ist ein geeigneter Ort!

    DANKE

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Klar, stillen wäre was anderes, das muss nicht mitten im Landtag geschehen.

    Wäre die Landtagstoilette ein geeigneterer Ort? Oder hinten in der Raucherecke vom Landtag? Vielleicht besser unten bei den Tiefgaragen?
    Wo geht man denn mit Babys, die jetzt gleich gestillt werden müssen am besten hin, so als Politikerin, wenn man sein Amt ausüben und seinen Säugling betreuuen möchte?

  • Ui, so viel Toleranz für Meinungen auf einem Haufen? Ich bin begeistert...


    Statt erstmal direkt zu schreien und auf den anderen loszugehen, könntest du auch versuchen, meinen Satz erst einmal im ganzen Kontext zu verstehen. Ganz sicher plädiere ich nirgendwo dafür, dass man sich fürs Stillen auf eine Toilette, Tiefgarage oder sonstwohin zurückzuziehen hat.
    Es ging mir auch nie darum zu behaupten, dass sich das nicht "gehört" oder sonstwas, sondern das Stillen IN bzw. WÄHREND einer Landtagssitzung vielleicht deshalb nicht die beste Idee sei, weil da u. U. mehrere Hundert andere Teilnehmer und womöglich Kameras etc. dem beiwohnen. Und leider hat sich in unserer Gesellschaft noch immer nicht der Anstand breit gemacht, einen solchen Anblick damit zu assoziieren, dass sich dort um den Nachwuchs gesorgt wird, sondern in vielen (Männer)Köpfen taucht da nur auf, "Frau-->Brust-->GAFFEN!!!". Der betreffenden Mutter DAS zu ersparen bzw. auszudrücken, dass sowas - für sie - nicht sein muss, war einziger Inhalt meiner Aussagen.


    Wenn du das als Trolling empfindest, dann tut's mir leid. Aber dann ist z. B. der Mensch, der sich bei DM die Stillbereiche für Mütter ausgedacht hat (und die mit einer Sichtschutzwand ausgestattet hat) auch ein Troll, oder? Und in das Empfinden einer Frau hinein empfunden: ICH würde meine Intimität auch nicht vor Jedermann, von denen die meisten eben leider doch die falschen Gedanken haben, ausbreiten wollen. Traurig dass das in unserer Gesellschaft immer noch so sein muss, aber ja, es gibt leider immer noch zu viele Deppen.


    So, ich hoffe ich konnte das damit etwas aufklären. Nochmal: Es ging mir nicht darum, das Stillen als etwas darzustellen, das verborgen gehört.

  • Marc, wenn du wirklich so denkst, dann lass das Problem doch bei der Frau. Die wird sich schon selbst Gedanken machen, ob sie während einer Sitzung stillen möchte oder nicht.

  • Marc, wenn du wirklich so denkst, dann lass das Problem doch bei der Frau. Die wird sich schon selbst Gedanken machen, ob sie während einer Sitzung stillen möchte oder nicht.

    Ich kann (und will) es ja wohl auch nicht beeinflussen oder?
    Hier geht es doch um einen Meinungsaustausch. Und meine Meinung bzw Sicht auf die Dinge darf ich doch wohl noch sagen oder?

  • Jetzt hört mal damit auf, bitte.

    Es ging doch um Anton Hofreiter, oder?

    Ich bekomme euretwegen jetzt die Vorstellung nicht aus dem Kopf, wie Anton Hofreiter im Bundestag stillt. Oder gestillt wird.


    Danke, Hirn. Danke für nichts.

  • Der betreffenden Mutter DAS zu ersparen bzw. auszudrücken, dass sowas - für sie - nicht sein muss, war einziger Inhalt meiner Aussagen.

    Ich bin mir sicher, dass die Mutter im Landtag, das sehr gut weiss, und da keinen extra Schutz braucht, sondern eben dort stillt oder auch nicht stillt, wo es passt.


    Mir ist deine Meinung nicht klar - ich versuch's mal zusammenzufassen: du fuerchtest, dass Fernsehzuschauer sich an einer im Landtag stillenden Mutter stören und möchtest deswegen die stillende Mutter im Landtag schützen und hinter eine Sichtschutzwand setzten.


    Wenn es die gibt, und die Mutter diese nutzen mag - super. Aber es gibt haufenweise Mütter, die das nicht stört. Und welches Kamerateam haelt schon gezielt auf die Brust der stillenden Mutter? Es gibt auch Tücher, wenn man moechte, oder Baby moechte. Die Mutter koennte auch rausgehen.


    Ich sehe das Problem wirklich nicht. Die Frau wurde doch nicht gezwungen

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan

  • MarcW du sagtest, das stillen müsse nicht mitten im landtag geschehen. damit stimme ich mit dir nicht überein, denn mitten im landtag, auf dem platz, findet das amt statt. dort muss man sein um die hand zur abstimmung zu heben, um sich eine meinung zu bilden oder zu äußern. und wenn frau in ihrer amtszeit nun mal die einzige oder bevorzugte ernährungsquelle eines kleinen menschen ist, dann muss stillen auch eben genau da stattfinden.

    ich hoffe wirklich, dass die idee, frauen müssten universell beim stillen schutz vor blicken brauchen, bald aus allen köpfen verschwindet. und das kann nur passieren wenn eine stillende frau mitten im landtag irgendwann nicht mal mehe dem käsigsten blatt eine zeile wert ist.

    wird noch dauern.