Kindergarten will kein Wasser anbieten!!

  • Was für ein Schwachsinn (sorry...), aber es regt mich dermaßen auf, wenn ich so was höre!
    Natürlich hat dein Kind ein Recht auf Wasser. Lass dich da nicht verunsichern und beleib stur, ich würde auch den Weg über andere Eltern (evtl. Elternbeirat?) gehen.


    Hier macht der Kindergarten bei einem Projekt zu gesunder Ernährung und Bewegung mit (nennt sich "Toybox") und der letzte Elternbrief dreht sich ums Trinken. Da stand ausdrücklich drin, dass Wasser für Kinder DAS Getränk Nr.1 sein sollte und alles andere eher die Ausnahme...


    Falls die im Kindergarten echt ein Problem mit Leitungswasser haben sollten, würde ich auch anbieten, das Wasser mitzubringen.

  • Hagebutten, Äpfel, Beeren. Das alles sind doch potentielle Allergene. Nur weil getrocknet verlieren die doch nicht ihre allergische Wirkung!
    Kräutertee, also Pfefferminze, Kamille, Fenchel und wie sie alle heissen sind Medizin! Auch darauf kann man natürlich allergisch reagieren. Und wenn es nur Kreuzallergien sind.
    Das kann ja durchaus bis zum Anaphylaktischen Schock mit Erstickung führen. Mach ihnen ruhig ein bisschen Angst!


    Ich hoffe sehr, dass sie nicht in anderen Bereichen auch so von anno dazumal sind....

    "Die größte Kunst ist, den Kleinen alles, was sie tun oder lernen sollen, zum Spiel und Zeitvertreib zu machen."
    John Locke, 1632-1704

  • Hier gibt es im wesentlichen Flaschenwasser mit und ohne Kribbel. Warum mann dem Leitungswasser nicht traut, weiss ich nicht.
    Aber Wasser ist das Hauptgetränk, Tee habe ich bislang nur zum Nachmittagssnack gesehen.
    Ich würde mich auch mal an den EBR wenden und nochmals die Leitung.


    LG
    Moki

  • bei uns in der Kita gibt es Tee und Wasser zur Auswahl. Das Wasser auch nur aus Flaschen, aus hygenischen Gründen dürfen Sie bei uns kein Leitungswasser anbieten, ist halt so vorgeschrieben mit dem Leitungswasser.

  • ich habe da drei Jahre lang gegen Windmühlen geredet - ich habe es sogar erklärt, aber mein Kind hatte keine Allergie sondern einfach "nur" schlechten Zahnschmelz, deshalb wollte ich gerne, dass es wenigstens Wasser wählen *könnte*, was es dann auch getan hätte. Aber es gab kein Wasser, höchstens selten, weil: Wasser ist doch zum Abspülen da. Das war die Antwort, die meine Tochter auf Nachfrage bekommen hat. Was es immer gab: Kaba (mit Fertigpulver), gesüßten Früchtetee (ohne ein bisschen Zucker trinken die Kinder den doch nicht), Wasserschorle (80% Traubensaft ausm Tetrapack, ein bisschen Wasser), im Winter Kinderpunsch. Mitbringen eigener Getränke war nicht erwünscht. Auf die Liste der Kinder, die irgendwelche Säfte oder Tee nicht trinken dürfen (die hing durchaus im Vesperraum an der Tür) wurde meine Tochter trotz mehrmaliger Bitte nicht aufgenommen. Das nächste Mal erzähl ich auch was von Diabetes und Allergien.


    Sorry, nicht konstruktiv, aber ich kann Dir sowas von Nachfühlen. Lass Dir aber bitte nicht die Wasserversorgung aufdrängen!

  • Wahnsinn, was Ihr so beschreibt. Bisher geht mein Sohn zur Tagesmutter und da gibt es in erster Linie Wasser und nur ab und zu mal einen Früchtetee. Der wird dann aber auch warm getrunken, eher so als gemütliches Ritual gedacht und nicht als Hauptgetränk zu den Mahlzeiten.


    Ab Herbst kommt er ja dann in den KiGa und ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was es dort zu trinken gibt. War für mich gar keine Frage, dass es wohl Wasser sein wird. Nach diesem Thread interessiert es mich allerdings doch sehr und wenn es kein Wasser gibt, werde ich das auf jeden Fall zum Thema machen.

  • Hier gibt's auch kein Leitungswasser aus hygienischen gründen. Aber dafür flaschenwasser.

    "Immer die Wahrheit zu sagen, wird nicht viele Freunde einbringen, jedoch die Richtigen."

  • ich kenn das mit dem leitungswasser von früher, da hieß es immer man bekäme davon läuse im bauch...


    was hat es denn damit auf sich? werden da die leitungen überprüft und falls die zu alt sind darf es nicht ausgeschenkt werden? darf dann damit gekocht werden z.b.?


    wo könnte man das herausfinden für den eigenen kiga - im gesundheitsamt oder so?

    k. (*1979) mit p. (*02/2006), k. (*09/2008), h. (*12/2010) und f. (*09/2015)

  • Unglaublich!


    Wenn die jetzt also den Tee kochen, koennen sie nicht noch ne Kanne daneben stellen und da auch abgekochtes Wasser reingiessen und abkuehlen lassen? Das waer ja dann auch nicht unhygienischer als der Tee.


    Schnacki, die sind ja wohl nicht ganz dicht #stumm Wenn Du als Mutter sagst ist nicht dann ist nicht! Oder???

    Viele Gruesse vom andern Ende der Welt, Sarah




  • Leitungswasser ist nicht gut in alten Gebäuden mit alten Wasserleitungen (habe schon vergessen, aus was die dann wären, müsste mal suchen), habe mich bei Hausbau mit solchen Themen beschäftigt.


    Flaschenwasser im Zweifelsfall. Das lauter Süßes zum Trinken angeboten wird, ist unterirdisch!


    Gerade eben gelesen (meidzinische Zeitschrift), daß in Deutschland momentan 67% der Männer und 52% der Frauen übergewichtig sind. Und Übergewicht hat von 2000 bis 2010 um 27% vs 24% zugenommen. Das ist ein enormer Zuwachs in nur 10 Jahren! Von der Zahngesundheit schon ganz zu schweigen.es gibt auch Daten, daß suße ernährung zu Störungen der Darmbakterien fuhrt und somit zu Immunsystemveränderungen/Verdauungsproblemen/ usw. usf.


    Ich würde mich mit Literatur gewappnet an Elternbeirat wenden. Will wohl keiner, daß sein Kind krank wird.


    Leider ist der Internetzugang zu dieser Fachzeitschrift mein persönlicher, sodaß ich hier keine links reinstellen kann, aber wenn sich nichts Allgemeinzugängliches Recherchieren lässt, bin ich bereit, liebe Schnacki, Dir die Artikel zumindest teilweise mit genauen Quellenangaben zuzusenden.

  • Guck mal bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.
    Vielleicht findest du da was zum Ausdrucken, ansonsten: bei uns hat das Landratsamt die Gesundheitsprävention der KiGaKinder ganz gut im Blick und organisiert da Einiges. Oder auch beim Gesundheitsamt? Vielleicht kannst du da Infomaterial bekommen?
    Schnacki: sprich mal deinen Kinderarzt an, ob der mal da einen Vortrag hält. Das Personal scheint da ausbildungstechnisch nicht ganz auf der Höhe der Zeit zu sein?

  • Habe nun vorgestern noch einmal das Gespräch mit der Leiterin (die übrigens auch Erzieherin in der Krippengruppe ist) gesucht und Wasser wird weiterhin strikt abgelehnt. Wenn sie jetzt Wasser anbieten würden, dann würden die nächsten Eltern kommen und die wollen dann Apfelschorle usw...Wasser sei eine Ausnahme und das gibt es nicht. Das würde sie nur machen, wenn ein Kind gar keinen Tee trinken mag. Meiner Tochter wurde in der ersten Woche gesagt, sie dürfe erst aufstehen und spielen wenn sie ihre Tasse leer getrunken hat. Was soll sie dann bitte machen? Drei Stunden sitzen bleiben bis ich sie abhole? Dann muss ich das ganze jetzt wohl mal über den Träger angehen und den Elternbeirat ansprechen.


    Mir kommt es eher so vor, als ob das ganze eine Art Machtspielchen ist. Denn ich bin ja die Mutter, die auf den Krippenplatz angewiesen ist....es gibt einfach keine vernünftigen Argumente gegen Wasser. Das Wasser eine Ausnahme darstelle, ist der größte Quatsch den ich je gehört habe!

  • Yolanda, ich habe so eine gequirlte Sch....wachsinn noch nie gehört.
    Sie spinnen doch, Wasser sei eine Ausnahme, Teetasse leertrinken etc. #stirn

    Sohn 07/04

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  • Nochmal die Frage, Yolanda: Wo wohnt ihr? Es gibt in den verschiedenen Bundesländern tolle Angebote für Krippen und Kitas, kostenlose (!) Erzieherinnenschulungen zum Thema Ernährung, Hilfestellunge, Programme....von einer Fachmenschen erklärt würden die vielleicht doch umdenken, weil ja, ehrlich: So ein Quatsch. Wasser ist eine Ausnahme, in welchem Jahrhundert leben die denn?

    Grüße von Trüffel mit großem J (*06/2010) und kleinem J (*10/2013) und einem sehr großen J (*xx/197x #cool)

  • Wir wohnen in BW, Ostalbkreis.


    Habe gerade mit dem Träger gesprochen und der Herr war sehr nett und hat mir versprochen sich schlau zu machen woher diese (unsinnige) Tee-Regelung kommt und das dann bei der nächsten Besprechung (die leider erst im April ist) mit den Kindergartenleitungen zu besprechen. Er selbst trinkt auch gerne morgens Tee, aber den ganzen Tag kann er sich das auch nicht vorstellen. Das hört sich ja schon mal gut an. #super


    Ich komm gar nicht drüber weg. Ich will doch auch gar nicht, dass der Tee abgeschafft wird, ich möchte nur, dass zusätzlich Wasser angeboten wird und die Kinder die Wahl haben. Die Erzieherinnen machen sich da zwischendurch schließlich auch Kaffee und Cappuccino und dergleichen (so viel zu den Ausnahmen).


  • Also rumnerven und nochmal nerven und hartnäckig bleiben.


    Das ist auch mein Rat. Hat hier aber auch einige Zeit gedauert und schwupps, auf einmal ging es.


    Vorher gab es nur ziemlich dünnen, gesüßten Tee. (Das ist derart schwachsinnig und läßt sich eigentlich nur mit: "das haben wir schon seit Eröffnung des Kiga in den 70ern IMMER so gemacht" "erklären")


    Ich vermute, daß eine Mutter, die damals neu war im EB und der ich das gesagt habe, Amok gelaufen ist (sie ist Zahnärztin und kann ziemlich ungemütlich werden, hehe, den Hinweis habe ich natürlich gezielt gegeben :diablo: ). Mir wars egal, warum es dann auf einmal doch ging, vorher wurde nur immer nachsichtig genickt, wenn das Thema kam und passiert ist dann nichts. Aussitzstrategie wie bei vielen anderen Dingen. #augen

    Viele Grüße
    Elena mit Mini1 (*2004) und Mini2 (*2006)

  • Leitungswasser ist nicht gut in alten Gebäuden mit alten Wasserleitungen (habe schon vergessen, aus was die dann wären, müsste mal suchen), habe mich bei Hausbau mit solchen Themen beschäftigt.

    Ja, weil alte Wasserleitungen oft Blei enthalten und dieses Rückstände ans Trinkwasser abgeben könnte.
    Dann darf man dieses Leitungswasser aber auch nicht zur Zubereitung von Tee verwenden, denn das Abkochen ändert an der Frage, ob Bleirückstände im Wasser sind oder nicht, rein gar nichts.

    Der frühe Vogel wird früher oder später mit dem Problem konfrontiert, dass die Katze am Morgen noch wach ist.



  • Bei uns im Kindergarten gibt es auch nur Tee und meine Kinder trinken nur Wasser. Allerdings darf ich ihnen eine Trinkflasche mitgeben.
    Ist es vielleicht eine Kostenfrage, wenn sie Wasser in Flaschen anbieten müßten, weil das teurer als der Billig-Beutel-Tee ist?


    Ich finde es unmöglich, dass du ihr nicht wenigstens eine Flasche mitgeben darfst. Und wenn du ihr eine Trinkflasche mitgibst, die in ihrem Rucksack in der Garderobe bleibt? Können die das auch untersagen? Wahrscheinlich schon, weil das dann ja auch die anderen Kinder sehen. Ist das unmöglich. Du kannst ihnen ja vorschlagen, wie das wäre, wenn sie den ganzen Tag nur Wasser trinken dürften (oder ein anderes Getränk, was die nicht mögen), statt Kaffee, Tee, Capuchino, wie das dann für die wäre die ganze Zeit ganz dollen Durst zu haben und sich notfalls irgendwas runterzuwürgen.


    Meine Mama schüttelt ja auch immer den Kopf, wenn ich meinen Kindern Wasser gebe statt Tee. Sie kann sich nicht vorstellen, dass man das freiwillig trinken kann, so wie ich mir nicht vorsellen kann, ihren komischen Eistee zu trinken. Meine Schwiegermama ist stolz, dass sie meinen Kleinen dazu gebracht hat, dass er ihren Fencheltee trinkt, egal was ich dazu sage. Die beiden sind aber über 60, da kann ich ihre Festgefahrenheit noch verstehen. Aber das Kigapersonal müßte sich doch mit den aktuellen Ernährungsempfehlungen auskennen, ich versteh es nicht.

    Liebe Grüße, Lillian

    "Okay Hazel Grace?"