Artikel über tragische Hausgeburt (Triggergefahr)

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  • Huch, ich wundere mich ein wenig, wie schnell der Artikel von einigen als schlecht geschrieben abgeklatscht und zu den Akten gelegt wird.
    Niveau niedrig, Thema erledigt.


    Nicht, dass ich ihn besonders gut finde, er ist zudem für eine objektive Annäherung an das Thema viel zu kurz. Aber SPON ist ja auch nicht eine vollwertige Zeitschrift, die sich seitenlang mit einer Problematik auseinandersetzen kann/will.


    Journalistisch ist es absolut üblich Details wie Türenfarbe etc einfliessen zu lassen, um eine Situation erlebbarer, fühlbarer zu machen.


    Ich lese den Artikel am ehesten so, dass der Autor die Situation, in der sich die arme Mutter jetzt befindet, in den Vordergrund stellt. Die Schuldgefühle, die Isolation.


    Ja, und solche Schicksale finden nunmal statt. In meinem Freundeskreis mündete eine Geburt im Geburtshaus beinahe in die Katastrophe, das war für mich ein Grund mehr, im KH zu entbinden.
    Und dort geriet ich in genau die Maschinerie, vor der es der Mutter im Artikel grauste.
    Es gibt eben nicht DEN richtigen Weg; jeder muss für sich entscheiden, mit welchem er auch im schlimmsten Fall eher leben kann. Und ich denke, genau darauf, auf die Risiken im schlimmsten Fall, wurde diese Mutter nicht ausreichend aufgeklärt. Hat es vielleicht nicht wahrhaben wollen. Vielleicht wurde es auch kleingeredet trotz der richtigen Fragen, wer weiss.
    Sie tut mir unendlich leid ;( .

  • Dem Artikel fehlen leider sämtliche Fakten sowie der bloße Versuch, die Geschehnisse zu transportieren. Von Emotionen will ich gar nicht reden.


    Das ist vom Reißbrett:
    - Beschreiben Sie die Umgebung und die Situation.
    - Stellen Sie die handelnen Personen vor.
    - Geben Sie Daten (was hier sträflich vernachläsigt wurde) und Zitate (anhand denen klar wird, dass der Autor nie wirklich mit diesem Arzt geredet hat, sonst wären auch hier Details im text gelandet, statt der bloßen Aussage: Sie haben ein totes Kind gebraucht.)
    - Dramatik, bitte! (Hier als Pseudomitleid mittels Phrasen vermittelt.)
    - Beschreiben Sie die Personen nach der Situation.


    Allein die Tatsache, dass regelrecht bemüht um die Todesursache des Babys herumgeschrieben wird, macht den Artikel minderwertig. Aber wenigstens Mühe hätte der Autor sich bei diesem Thema geben können.

  • soulfire, das weiß ich doch, aber dennoch das mulmige Gefühl ( weil es bei uns eben anders war) und darauf zielt sowas ja auch. Weiß gar nicht wie man das nennt, Artikel finde ich eine Fehlbezeichnung.


    Wie sind denn nun die harten Fakten, hatte nicht irgendjemand genauere Statistiken,
    Wäre doch gut die hier einzufügen, damit man die beim Suchen findet.


    Hier müssten einige Fakten dabei sein.
    Ich geh dann mal Artikel lesen

  • Kanin, da ich das war mit der Türfarbe, will ich nochmal dazu schreiben, warum mich das hier so stört. Wenn ich etwas lese, dann entstehen für mich automatisch Bilder dazu. Dazu kann eine Beschreibung der Situation, des Ortes hilfreich sein. Hier fühle ich mich aber wie in einem hektischen Film mit schnellen Schnitten und unheilvollen Kommentaren aus dem Off. Es bleibt für mich gar kein Raum Informationen aufzunehmen oder eigene Emotionen zu dem gelesenen zu entwickeln. Ich hatte den Artikel gelesen und fühlte mich erschöpft und alles was ich über das gelesene wusste war, dass die Frau eine Hausgeburt wollte und ihr Kind während der Geburt starb.
    So ein Schicksal finde ich unglaublich hart und schwer.
    Da aber weiterführende Informationen fehlen, kann ich nun nur spekulieren, warum es so lief, (du hast einige Möglichkeiten dazu aufgezählt :) ), ob dieser Ausgang bei begonnener Hausgeburt verhindert werden konnte und ob es bei einer Krankenhausgeburt anders gelaufen wäre.
    Oder ich kann den Artikel zu den Akten legen, weil er die Fragen nicht beantworten.


    Das Thema Geburtsort, Vorteile und Risiken der jeweiligen Möglichkeiten selbst finde ich allerdings sehr wichtig, damit Elternpaare eine möglichst aufgeklärte Entscheidung treffen können. Dafür ist aber eine Dramatisierung ungeeignet. :)

  • Mir tut die Frau einfach unendlich leid. Völlig unabhängig vom Geburtsort.


    Ich finde den Artikel auch ein bißchen fies. Die Ärzte behaupten, es wäre im KH nicht passiert, aber was wäre wenn zu sagen, danach, ist immer einfach. Fakt ist, sie wissen nicht, ob es im KH NICHT passiert wäre. Wir wissen hier alle, dass es hier im Rabenforum auch leider genug Frauen gibt, deren Kinder während einer KH-Geburt gestorben sind. Nur weil man im KH ist, und nur weil 10 Kaiserschnitte zu viel gemacht werden, heißt das nicht, dass eben der eine nötige auch zum richtigen Zeitpunkt gemacht wird. Meines Wissens sinkt mit steigender Kaiserschnittrate die Sterblichkeitsrate nicht weiter.


    Mir tut die Frau leid. Sie wird sich unglaubliche Vorwürfe machen, und im Artikel klingt ja an, dass sie sich diese auch zu Recht machen muss. Das finde ich schlimm, richtig schlimm. Es IST ein Schiksalsschlag. Es ist gemein zu behaupten, es wäre keiner.


    Was mich sehr nervt dabei, ist dass ja dami begründet wird, dass die Frau ja selbst während der Geburt behauptet hat, sie könne nicht mehr, und dass die Hebamme darauf hätte reagieren müssen. Ich selbst habe während der Geburt meines SSohnes sicher 20 mal behauptet, nicht mehr zu können. Meines Wissens sagen das viele Frauen unter der Geburt, egal ob im KH oder zu Hause (nur dass im KH dann eben schneller ein KS folgt, bzw. eben erst mal ne PDA und Co).

  • Schade, ein enttäuschender Artikel zu so einem interessanten Thema. :(


    Wie bereits erwähnt, fehlen auch mir die Fakten, um überhaupt darüber diskutieren zu können.
    Galt die Frau als Risikoschwangere? Ist das Baby durch medizinische Hilfe entstanden? Wurde sie auch gynäkologisch betreut oder nur von der Hebamme?


    Was ist das für eine Hebamme? Wie lange betreut sie bereits Hausgeburten?


    Woran ist das Kind gestorben? Waren die Herztöne im Krankenhaus noch feststellbar?


    Usw.


    Der Ton ist wirklich gemein; denn eine Schuld der Frau klingt deutlich heraus. Sie wird sich ihr Leben lang genug Vorwürfe machen. ;(


    Was mich bei den Zahlen zu Hausgeburten in Deutschland interessiert: Es sind ja an sich sehr gute Zahlen mit niedrigen Komplikationen etc. Klar, es werden Hochrisikoschwangere wohl eher in die Klinik gehen....
    Aber wären die Zahlen insgesamt nicht schlechter, wenn es mehr Hausgeburten gäbe? Eigentlich ist es doch klar, dass die Hausgeburten momentan besser als die Krankenhäuser abschneiden, weil ja auch im Vergleich die große Mehrheit der Frauen dort entbindet. #gruebel (ich habs nicht so mit Statistik. Und nein, ich kokettiere nicht damit und finde es beschämend. :( )


  • (In dem Fakten-Teil zitieren sie dann noch Studien, dass Hausgeburten sicher sind um dann komische Schlüsse draus zu ziehen "Von dem Zeitpunkt der Entscheidung für einen Kaiserschnitt bis zur Geburt des Kindes dürfen in einer Klinik nur 20 Minuten vergehen. Ein Zeitraum, der bei einer geplanten Hausgeburt mit Schnell-Transport in die Klinik nicht garantiert werden kann." Yay.


    Das hat meine Hebamme auch gesagt - mit den 20min. Sie hat aber in mehreren Kliniken gearbeitet und gemeint, das wäre die Theorie, praktisch schaffen das die Kliniken meist auch nicht.


    Furchtbar fand ich auch den Satz: "Lieber 10 Kaiserschnitte zuviel... ." In meinem Rückbildungskurs fehlte eine Mutter, weil sie den Kaiserschnitt wegen BEL nicht überlebt hat.

  • Hm... ich lese da irgendwie schon einige Fakten...


    Eine Frau, die Ende 30 ist wird als sehr spät Gebährende beschrieben ... sie war in gynäkologischer Vorsorge (die Gyn klärte sie über Gefahren auf, riet aber nicht von einer HG ab) ... erstes Kind ... und ein furchtbares Schicksal das sie jetzt tragen muss und egal was irgendwer sagt - sie selbst steht sich selbst in Schuld gegenüber und ein Vergeben dieser ist egal welche Fakten genannt werden kaum mehr möglich oder nur mit viel, viel, viel Arbeit und Begleitung.
    Fälle sind letztlich auch doch eigentlich egal, oder? Weil es ist doch einfach nur das allerschlimmste passiert ist, was einem nach 9 Monaten Schwangerschaft noch passieren kann...


    Entromantisierung finde ich dabei ein gutes Stichwort - auch wenn der Artikel sicherlich ein Niveau hat über das man streiten kann...


    Und doch - solche Sachen passieren. Zu Hause, im Krankenhaus, im GH (zumindest von den beiden ersten kenne ich Beispiele mit denen ich unmittelbar zu tun hatte) ... vielleicht ist eine höhere Verlegungsrate manchmal ganz gut, wenn dafür die Notfallverlegungen rar sind (war gestern Thema im Infoabend beim GH) ... und dass man sich selbst nochmal gut mit dem Management von Notfällen vertraut macht - dass es ein gutes Netzwerk gibt.... eine Hebamme die auch über Risiken spricht - nicht nur von Romantik.


    Puh - aber wer will das in der Schwangerschaft wissen - also wirklich wissen ... wo doch die Geburt entspannt sein soll....


    ....da wird es DEN Weg wieder nicht geben....

  • MissT: gerade im außerklinischen Bereich hatte ich den Eindruck, dass sehr detailliert und offen über Geburtsrisiken gesprochen wird. Ich musste einen Standardbogen unterschreiben, in dem viele Dinge nochmal aufgeführt waren bzw. konnten wir dort auch Dinge zusätzlich schriftlich hinterlegen. Und gerade bei einer Hausgeburt hat man mit der Hebamme über solche Fragen sehr viel intensiver und länger gesprochen, als das bei Vorgesprächen in der Klinik je möglich ist.


    Jede Geburt hat ein Restrisiko - auch in der Klinik. In vielen Fällen halte ich die außerklinische Geburt für die bessere Wahl - in verschiedener Hinsicht. (Wobei das auch an der Klinik liegt, ob man dort eine individuelle Hebammenbetreuung haben kann usw. - die Faktoren sind ja in genug Studien untersucht worden.)


    Es geht bei einer außerklinischen Geburt nicht um Romantik. Es geht um Selbstbestimmung. Und das halte ich für sehr wichtig. Instinktiv wissen Frauen unter der Geburt recht gut, was ihnen gut tut/was sinnvoll ist - man muss sie aber auch lassen. Und das hat Auswirkungen - z.B. sind Geburtsverletzung außerklinisch seltener und wenn, dann im Durchschnitt deutlich leichter als bei Klinikgeburten.

  • MissT: ich halte eine hohe Verlegungsrate eines GHs für kein Qualitätskriterium. Das sind meist doch Fälle, wo die Geburt schlicht "zu lange" dauert. Und nachdem sich in unseren Medizinbüchern die durchschnittliche Geburtsdauer Erstgebärender in 20 Jahren halbiert hat (!), werden unterdessen Standards angenommen, die viele Frauen nicht mehr erfüllen können (so schnell ist die Evolution dann doch nicht). Da wird pathologisiert, was meist völlig normal ist.

  • Furchtbar fand ich auch den Satz: "Lieber 10 Kaiserschnitte zuviel... ." In meinem Rückbildungskurs fehlte eine Mutter, weil sie den Kaiserschnitt wegen BEL nicht überlebt hat.


    Oh, wie schrecklich. Aber über solche Sachen werden keine Artikel geschrieben.

    Wer ein Kind sieht, hat Gott auf frischer Tat ertappt.

    Einmal editiert, zuletzt von Biene Maya ()

  • Was mich ja nach dem Lesen zum Beispiel des Wikipedia-Eintrags beschäftigt: Gibt es denn nun eigentlich eine erhöhte Sterblichkeit von Neugeborenen bei außerklinischen Geburten?

  • Was mich bei den Zahlen zu Hausgeburten in Deutschland interessiert: Es sind ja an sich sehr gute Zahlen mit niedrigen Komplikationen etc. Klar, es werden Hochrisikoschwangere wohl eher in die Klinik gehen....
    Aber wären die Zahlen insgesamt nicht schlechter, wenn es mehr Hausgeburten gäbe? Eigentlich ist es doch klar, dass die Hausgeburten momentan besser als die Krankenhäuser abschneiden, weil ja auch im Vergleich die große Mehrheit der Frauen dort entbindet. #gruebel (ich habs nicht so mit Statistik. Und nein, ich kokettiere nicht damit und finde es beschämend. :( )


    Ich weiss nicht auf welche Zahlen du dich genau beziehst. In absoluten Fallzahlen gibt es bei weniger Hausgeburten natürlich auch weniger Komplikationen. Aber wenn die Statistik nur irgendwie den gängigen wissenschaftlichen Kriterien entspricht, dann werden die Fallzahlen als Relation angegben, also eine Komplikation tritt in 1,3 von 100 Fällen auf oder so. Da ist es dann egal ob du 1000 Fälle hast und bei 13 die Komplikation auftritt oder 10 000 und bei 130 tritt die Komplikation auf. Je größer die Fallzahl, umso sicherer ist allerdings das Ergebnis. Die Zahlen wären also nicht per se schlechter wenn es mehr Hausgeburten gäbe.

  • Ich weiss nicht auf welche Zahlen du dich genau beziehst. In absoluten Fallzahlen gibt es bei weniger Hausgeburten natürlich auch weniger Komplikationen. Aber wenn die Statistik nur irgendwie den gängigen wissenschaftlichen Kriterien entspricht, dann werden die Fallzahlen als Relation angegben, also eine Komplikation tritt in 1,3 von 100 Fällen auf oder so. Da ist es dann egal ob du 1000 Fälle hast und bei 13 die Komplikation auftritt oder 10 000 und bei 130 tritt die Komplikation auf. Je größer die Fallzahl, umso sicherer ist allerdings das Ergebnis. Die Zahlen wären also nicht per se schlechter wenn es mehr Hausgeburten gäbe.

    Die absolute Anzahl an Haus- bzw. Krankenhausgeburten und die damit verbundene Anzahl an Komplikationen ist das eine; das andere ist, dass wohl auch relativ, also prozentual, bei Hausgeburten weniger Komplikationen auftreten – bitte fragt mich jetzt nicht nach Belegen, aber das liegt wohl daran, dass Risikoschwangere nur in den seltensten Fällen eine HG anstreben; HG sind ja in der Regel die, bei denen Komplikationen am unwahrscheinlichsten sind. Das verzerrt natürlich die Statistik...

  • Die absolute Anzahl an Haus- bzw. Krankenhausgeburten und die damit verbundene Anzahl an Komplikationen ist das eine; das andere ist, dass wohl auch relativ, also prozentual, bei Hausgeburten weniger Komplikationen auftreten – bitte fragt mich jetzt nicht nach Belegen, aber das liegt wohl daran, dass Risikoschwangere nur in den seltensten Fällen eine HG anstreben; HG sind ja in der Regel die, bei denen Komplikationen am unwahrscheinlichsten sind. Das verzerrt natürlich die Statistik...


    Naja, nicht automatisch, das kommt aufs Studiendesign an. Mir erscheint es sinnvoller Vergleichsgruppen mit den gleichen Voraussetzungen zu nehmen. Also entweder von vornherein Voraussetzungen zu definieren (niedriges Risiko) und dann zu vergleichen oder mit einer Gruppe Hausgeburten zu beginnen und dann eine matching Gruppe an Krankenhausgeburten dazu. Das erscheint mir deutlich sinnvoller als eine Studie mit allen Hausgeburten und allen Krankenhausgeburten ohne Berücksichtigung der unterschiedlichen Gruppen. Ich habe mal eben eine Metastudie überflogen und mir scheint, dass die meisten Studien auch so vorgehen. Ich kopiere mal eine typische Definition für die Vergleichsgruppen rein, irgendwie kann ich das nicht so gut erklären: Low-risk women ≥36 wk planning home birth with midwife enrolled in Home Birth Demonstration Project and low-risk women 37-41 wk planning hospital birth, physician or midwife, nulliparous and parous.


    Die britische Studie, die der SPiegel zitiert vergleicht auch low risk pregnancies. Trotzdem unterscheiden sich die Gruppen (Hausgeburtsmütter waren im Durchschnitt älter, "weißer", sprachen besseres Englisch und wohnen in sozioökonomisch höherstehenden Gegenden. Bei 27% der Hausgeburten war es das erste Kind im Gegensatz zu 54% im Krankenhaus.), was genau das ist, was so Ergebnisse schwer interpretierbar macht und dazu führt, dass es unterschiedliche Ergebnisse gibt. Es spielen halt immer viele Faktoren eine Rolle.

  • Danke Katrin für den Hinweis, dass über mögliche Komplikationen außerklinisch mehr gesprochen wird... soweit bin ich noch nicht :) Habe demnächst erst mein Erstgespräch, bin schon gespannt.


    Aber in der Literatur für Eltern find ich grad nicht so wirklich was aussagekräftiges - das find ich schade.
    Gestern dachte ich in dem Buch von Gaskin wär ich fündig geworden, aber da wurde wieder "nur" über die speziellen Risiken geschrieben, die aufgrund von Eingriffen, Medikamenten etc kommen... das ist etwas, was ich jetzt auch nicht besonders hilfreich für unsere Entscheidungsfindung empfinde...


    Werde mir wohl mal die quag vornehmen und auseinandernehmen.

  • Also ich wurde sehr, sehr ausführlich aufgeklärt über mögliche Risiken im geburtshaus. Dafür gab es einen eigenen Termin, und die Hebamme sprach da deutlich Klartext. Ich kann nicht sagen, dass ich da mit romantischen Gefühlen in die Geburt gegangen bin, eher mit sehr klaren Vorstellungen und wenig Angst.


    Denken die Ärzte denn auch mal an die Folgen von den 10 Kaiserschnitten zu viel? Mir wird da ganz anders bei solchen Aussagen :(

  • Ehm, also ich wurde bei meinen Hausgeburten nicht wirklich über Risiken aufgeklärt.


    Wenn ich mögliche gefahren angesprochen habe, hieß es nur, dass wir ja von zuhause schnell in der Klinik wären und dass im Krankenhaus auch nicht schneller ein OP Team bereit stünde.
    Das kenne ich ja tatsächlich aus vielen Erzählungen von KH Geburten, also dass die Frauen ewig warten mussten, bis eine Hebamme, ein gyn oder ein Anästhesist zur stelle war. Daher reichte mir das als Erklärung.


    Aber wirklich umfassend erlebte ich da jetzt keine Aufklärung... #weissnicht


    Ich hab bei der ersten Hausgeburt dann die Studien von der quag gelesen, um mir selber ein Bild zu machen.

  • Oh, wow, das hätte mich aber verunsichert, so abgebügelt zu werden.


    Ich bekam einen Zettel, wo sämtliche außerklinischen Geburtsrisiken aufgelistet waren, aufgeteilt nach Geburtsphasen, und dann die jeweilige "Internevtion" - bei Geburtsstillstand in der Eröffnung reagiert man anders als bei Geburtsstillstand in der Austreibung. Es standen sogar die Manöver da, die man je nach Problem anwendet. Also schon so, dass ich wusste, dass etwas getan werden kann, dass das aber keine Allheilmittel sind.


    Es stand auch die genaue Fahrtzeit zu der Klinik da, in die ich im Fall einer langsamen Verlegung hätte gehen wollen. Eilige Verlegung ist ja nochmal was anderes.


    Mir wurden auch alle Zahlen genannt - wie viele Geburtes es gab, wie viele eilige Verlegungen, wie viele Verlegungen an sich, die Gründe dafür, und der letztendliche Geburtsmodus, egal wo. Deshalb dachte ich auch, dass ich sicher nicht den 6er im Lotto gewinne ;)


    Die Quag hab ich erst nach Geburt gelesen, für 2010 (wo die eigene Geburt ja dann mit drin war), und fühlte mich dann noch mehr wie der 6er ;)