Hypnobirthing - hat das jemand von euch schon umgesetzt?

  • Zur Vorbereitung auf die Geburt im September lese ich gerade das Buch Hypnobirthing. Was da steht, ist ja schon einleuchtend, aber das das Ganze so komplett ohne Schmerzen ablaufen soll, kann ich mir, ehrlich gesagt, kaum vorstellen. Immerhin habe ich ja schon einmal entbunden und hatte zuvor definitiv keine Angst. Schmerzen jedoch enorme.


    Gibt es hier Rabinnen, die das schon eimal gemacht haben? Ich würde mich über einen Austausch freuen :)

  • Liebe Bricheton


    Ich hab bei meiner ersten Schwangerschaft das Buch gelesen und regelmässig die Regenbogenmeditation gemacht und mir den Geburtsvorgang positiv vorgestellt. Als dann die Wehen losgingen (noch im Rahmen des erträglichen) wollte ich die Meditation wieder hören und versuchen in den Trance-Zustand zu kommen, aber schon die Stimme der Frau hat mich dermassen aufgeregt, dass ich nur wütend die CD abgestellt habe. #schäm


    Ich kann nur sagen: die PDA hat definitiv mehr genützt! #pfeif #augen ;( #stumm #tuppern


    Aber vielleicht bin ich auch nicht so der Typ für diese Selbsthypnose. Ich glaub zwar schon, dass man mit der Einstellung und Vorstellungen sehr viel machen kann. Und ich bin auch fest davon überzeugt, dass z.B. Sportler vor grossen Herausforderungen auch mentales Training machen. Aber leider hats bei mir nicht funktioniert. Vielleicht müsste man auch den Kurs machen und nicht nur das Buch lesen?


    LG Denise

  • huhu,


    hatte mich vor der 2. geburt damit auseinander gesetzt und fand das thema sehr attraktiv.


    die geburt selbst war eine traumgeburt; für mich hätte nichts besser sein können (hausgeburt, bin völlig in ruhe gelassen worden etc.) - aber ich bin wohl einfach der laute gebähr-typ.
    nicht vor schmerzen, sondern weil es so intensiv war.
    ich hatte bei jeder wehe tönend sehr lange aaaaaaaaaausgeatmet und das war perfekt.


    hypnobirthing finde ich nach wie vor interessant, bei uns war es "live" dann aber doch anders.


    lg
    nayda

  • Ich habe mir das Buch + CD vor der vierten Geburt zugelegt. Habe mich sehr intensiv damit auseinander gesetzt und konnte es auch unter der Geburt gut anwenden.
    Naja, ganz schmerzfrei war es nicht, aber ich bin sehr gut mit den Wehen klargekommen und die Geburt lief nicht wie einem Film an mir vorrüber.


    Allerdings sollte man sich von dem Gedanken der absoluten Schmerzfreiheit nicht zu sehr beeinflussen lassen. Jede Frau reagiert unter den Wehen anders und jeder hat eine unterschiedliche Schmerzwahrnehmung.


    Mir hat das Buch und die CD jedenfalls eine Menge gebracht und ich bereite mich damit derzeit auch wieder auf meine nächste Geburt vor.

  • 5 Kinder?!? #confused Alle Achtung!! (Wie kommt man dazu, 5 Kinder haben zu wollen, Knusel?)
    Sry, off topic.


    Das Buch kenne ich, auch gelesen, während der Geburt kaum angewendet - und hatte trotzdem eine Traumgeburt (zu Hause). Und trotzdem wäre es machbar, denke ich. Schmerzfrei wird man nicht, aber man kann die Wahrnehmung ändern und sich vom Schmerz nicht mehr stören lassen.

    Die Menschen erstaunen mich,
    weil sie die Gesundheit aufs Spiel setzen, um Geld zu verdienen,
    danach geben Sie es wieder aus, um ihre Gesundheit wieder zu erlangen;
    und weil sie sehnsüchtig an die Zukunft denken,
    genießen sie die Gegenwart nicht,
    weshalb sie weder in der Gegenwart noch in der Zukunft leben.
    Und sie leben so, als ob sie nie sterben müssten.
    Und sterben so, als ob sie nie gelebt hätten.
    (Geshe Yonten)

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  • 5 Kinder?!? #confused Alle Achtung!! (Wie kommt man dazu, 5 Kinder haben zu wollen, Knusel?)
    Sry, off topic.


    Interessant, wie unterschiedlich Reaktionen doch sein können:


    Als ich Knusels Beitrag gelesen habe, hab ich tief geseufzt und traurig daran gedacht, daß aus meinen gewünschten vier Kinder nie was werden wird, weil ich anscheinend nicht den richtigen Mann geheiratet habe, weil der so ein Großprojekt nicht mit mir tragen möchte. ;(

    liebe Grüße
    adriela


    Gott trägt dein Bild in seiner Brieftasche. (Tony Campolo)

  • Hah wir denken ueer nr8 nach
    Meine nr7 war eine geburt
    Allerdings ohne hypnobirthing vorbereitung
    Es war toll und ich war gleichzeitig in meinem koerper bei meinem kind und daneben
    Soo eine tolle erfahrung...

  • 5 Kinder?!? #confused Alle Achtung!! (Wie kommt man dazu, 5 Kinder haben zu wollen, Knusel?)
    Sry, off topic.


    Das Buch kenne ich, auch gelesen, während der Geburt kaum angewendet - und hatte trotzdem eine Traumgeburt (zu Hause). Und trotzdem wäre es machbar, denke ich. Schmerzfrei wird man nicht, aber man kann die Wahrnehmung ändern und sich vom Schmerz nicht mehr stören lassen.

    Naja, es stand nicht von Anfang an fest, daß wir fünf Kinder bekomen werden.
    Wir sind mit dem Gedanken an zwei Kinder angefangen. Mein Mann ist Einzelkind und fand es immer doof, ich habe auch nur eine Schwester.
    Kind 3 hat sich so ergeben, zu Kind 4 mußte ich ihn schon ein bißchen überreden und Kind 5 war ungeplant.
    Mittlerweile sind wir aber soweit, daß wir uns noch weitere Kinder vorstellen könnten, aber leider sind da nicht mehr die Vorraussetzungen gegeben (unser Alter, der vorhandene Platz, das liebe Geld,...).


    Meine letzten drei Geburten waren übrigens auch Hausgeburten und die anstehende Geburt wird auch wieder eine! #applaus


  • Interessant, wie unterschiedlich Reaktionen doch sein können:


    Als ich Knusels Beitrag gelesen habe, hab ich tief geseufzt und traurig daran gedacht, daß aus meinen gewünschten vier Kinder nie was werden wird, weil ich anscheinend nicht den richtigen Mann geheiratet habe, weil der so ein Großprojekt nicht mit mir tragen möchte. ;(

    Bei uns hat sich das ja auch erst so nach und nach ergeben.
    Wie viele Kinder habt ihr denn?

  • Wir haben 3.
    Wir sind auch im besten Einvernehmen gestartet, 2 Kinder zu bekommen.
    Dann war unser estes da und ich wußte, daß ich 4 Kinder möchte.
    Das Dritte hat mein Mann dann quasi zugelassen (er war für die Verhütung zuständig ;) ).
    Das Vierte müßte in diesem Jahr in Angriff genommen werden, denn ich habe altersmäßig einfach keine Zeit mehr.
    Und es sieht absolut nicht danach aus, als ob das noch was werden würde. ;(

    liebe Grüße
    adriela


    Gott trägt dein Bild in seiner Brieftasche. (Tony Campolo)

  • mir hat das viel zur entspannung geholfen und ich hab die wehen auch echt super veratmen können. dann kam der wehentropf und ich war ein häuflein elend was nach einer pda gejammert hat.....


    ich vermelde also auch: schmerzfrei nein, aber fürn kopf gut.


    ein zweiter versuch scheidet aber definitiv aus ;)

  • Danke für eure Erfahrungsberichte und den Link zum bereits vorhandenen Thread.


    Ich bin jetzt im Buch schon weitergekommen und stimme überein, dass man das Buch gut und gerne um die Hälfte kürzen könnte und dennoch genügend Infos hätte - wobei das ja bei vielen Büchern der Fall ist (ich denke da insbesondere an Jesper Juul).


    Ein schönes Hypnobirthing-Video habe ich mir angesehen, indem meiner Ansicht nach super zum Ausdruck kommt, wie Hypnobirthing wirken kann: http://vimeo.com/30036858


    Ich habe den Eindruck, dass die Frau schon Schmerzen hat, aber gut damit umgehen kann. An, ich glaube, 2 Stellen, wird sie leicht panisch, da schafft es ihr LG, sie wieder in den Entspannungszustand zu versetzen. Das finde ich so beeindruckend.


    Vielleicht klappt es bei uns ja ähnlich? Ich hoffe mal... #augen

  • Ich fand für mich die Erwartungshaltung problematisch, dass es ohne Schmerzen klappen soll. Da baut sich so ein Druck auf. Viel wichtiger finde ich sich vor Augen zu führen, dass der Geburtsschmerz einen positiven Grund hat und man keine Angst haben muss. Wenn man es schafft zu entspannen und ggf gute Geburtshelfer hat, die einen auffangen, ist schon viel gewonnen.
    Ich hab Hypnobirthing nicht ausprobiert, weil mir die Art der Aufmachung und Kurspreise sauer aufgestoßen waren, aber ich hab für mich mitgenommen, dass ich durch Entspannung, entsprechende Atmung bzw. Tönen (ich fand das sooo super!) mit den Schmerzen werde umgehen können. Die Geburt war sehr anstrengend und ich dachte auch einmal, ich könne nicht mehr, aber auch dank der Unterstützung meines Mannes und der beiden Hebammen, habe ich die Geburt von den Schmerzen her als erträglich erlebt. Es war ein Kraftakt, ja, aber auch eine Bereicherung. Und, ganz ab von den eigenen Entspannungsbestrebungen, der Körper hält ja auch ein riesiges und großartiges Arsenal an Schmerzmitteln und Hormonen bereit. :D Die haben bei mir auch gut geholfen.
    Ich drück die Daumen und wünsch dir alles Gute für die Geburt!

    "Gesellschaft ist toll, wenn nur all die Leute nicht wären." - Das Ende der Beschwerde, PeterLicht

  • Nichts direkt zu Hypnobirthing, aber ein toller Artikel zum Thema Angst / Schmerzen



    Danke für den Link! Ich kannte den Blog schon und finde ihn sehr informativ.


    Bei uns war ja letzthin ein kleiner Artikel in der Zeitung im Stil von "Hypnobirthing ist voll im kommen. Das ist so eine neue Technik mit der man weniger Schmerzen hat und manchmal sogar(!!!) auf die PDA verzichten kann" #hammer

  • Petit escargot


    Du wohnst in Genf, oder? Es gibt dort eine Hebamme, die zumindest vor einer Weile Selbsthypnose als Geburtsvorbereitung anbot.


    Ich habe das gemacht, und es hat geklappt. Ich habe gut eine Stunde lang die Wehen weggesungen und keine Schmerzen mehr gespürt. Das Erlebnis war sehr persönlich, ich kann nicht sehr gut darüber schreiben. Es lohnt sich aber auf jeden Fall es zu versuchen #herzen