Noch ein Kind mit 40?

  • Hallo zusammen,
    ich merke gerade, dass mich ein Thema umtreibt, das ich eigentlich ein bisschen albern finde, aber irgendwie bewegt es mich doch. Also. Ich bin 39 Jahre alt, werde dieses Jahr im August 40. Ich habe mit meinem Lebengefährten 2 Kinder, ein Mädchen (7) und einen Jungen (4). Nun wünschen wir uns neuerdings (also ich, mein Freund schon länger) ein drittes Kind. Noch vor einem halben Jahr hätte ich jedem, der mich danach gefragt hätte, einen Vogel gezeigt. Ich war depressiv, überfordert und ständig gehetzt. Aber mir geht es jetzt wieder besser, unser Liebesleben kommt endlich wieder in Gang und plötzlich ist da der Wunsch nach einem weiteren kleinen Seelchen bei uns.
    Tja. Erst haben wir es einfach drauf ankommen lassen, aber nachdem ich jedesmal bei Eintreffen der Mens in wilde Gedankenstrudel geriet (Schaffen wir das überhaupt? Wollen wir das wirklich?) hab ich nun mal in meinem Herzen bewegt, was mich eigentlich so unsicher macht. Und dabei ist mir mein Alter eingefallen. Ich wäre 40, wenn wir noch ein Kind bekämen. Meine Haare waren mal tiefschwarz, nun sind sie an den Schläfen schon grau. Ich habe Falten im Gesicht und ein paar Kilo mehr würden mir gut zu Gesicht stehen, ich finde, ich sehe ständig müde aus. Ist das albern, sich "in dem Alter" noch ein Kind zu wünschen? Und müsste man dann nicht zwei bekommen, wegen des großen Altersabstandes zu den Großen? Dabei finde ich das andererseits ganz prima - die sind beide nun ziemlich "pflegeleicht" (doofes Wort), ziehen sich alleine an und aus, spielen miteinander, gehen auch mal mit dem Hund in den Garten, füttern die Hühner etc.
    Kann ich mal bitte ein paar Stimmen von Müttern hören, die auch nicht mehr so superjung sind? Wie war das für Euch? Bereicherung? Stress? Wie ging das körperlich? War die Schwangerschaft sehr anstrengend? Die Geburt okay?
    Ich brauche mal eine Portion Mut! Ich wünsche mir so sehr noch eine Schwangerschaft und noch ein Kind, das wir alle zusammen hier aufziehen könnten. Mit der Gelassenheit, die Eltern haben, die schon zweimal üben durften.

  • Mich beschäftigen ähnliche Gedanken. Ich bin zwar ein ein klitzekleines bisschen jünger als Du, aber mein Mann nochmal knapp 10 Jahre älter als ich.


    Bei uns ist es auch so, dass ich bis vor kurzem die Voraussetzungen nicht gestimmt hätten für noch ein Kind: Ehe in der Krise, beide ständig überlastet und gestresst.


    Aber seit ein paar Monaten geht es uns immer besser, die Liebesbeziehung hat sich wieder vertieft und gefestigt, der Sex ist auch wieder schön, die Kinder ( 6 und 3) werden immer immer "pflegeleichter" und plötzlich ist er wieder da, der Kinderwunsch. Noch nicht so klar, wie Du ihn beschreibst, aber er blitzt immer mal wieder auf. Andererseits war ich doch eigentlich so froh darüber, dass es nun langsam leichter wird, dass wir auch mal wieder Zeit für uns haben und ich bemerke auch erste körperliche Zipperlein und Falten....


    In den Tagen vor meiner Periode fühle ich schon immer sehr bewust diesen Konflikt. Einerseits bin ich dann traurig, wenn die Regel kommt, andererseits auch irgendwie erleichtert.


    Du klingst jedenfalls so, als wäre Eure Entscheidung pro Kind ziemlich klar. Für mich ist 40 nicht grundsätzlich ein Problem in Hinblick auf ein weiteres Kind, wenn man grundsätzlich ormal fit ist und die anderen Schwangerschaften okay waren (in einigen Gegenden Berlins hat man zuweilen den Eindruck, 40 wäre der Altersdurchschnitt für Erstgebährende), sondern eher, wie es allen in der Familie geht, ob Kapazitäten da sind. Und bei Dir klingt es, als würde es ein willkommenes, geliebtes Kind werden.


    Wen kümmern da ein paar graue Haare?

  • Hallo hier #pro


    Ich bin 40, werde in knapp drei Wochen 41 und bin schwanger. Wir erwarten unser 5. Kind, aber die Anzahl ist ja eigentlich egal.
    Gut, ich bin zwar jetzt ungeplant schwanger geworden, aber ein weiteres Kind war nicht ausgeschlossen.
    Hätten wir das fünfte Kind geplant, wäre ich wahrscheinlich zum Zeitpunkt der Schwangerschaft/Geburt noch älter als jetzt.
    Einfach weil ich lieber größere Altersabstände zwischen den Kindern habe.


    Ich habe auch nicht mehr oder weniger Schwangerschaftsbeschwerden als bei den vorangegangenen Schwangerschaften.
    Klar bin ich abends schon sehr müde, aber ich denke das das weniger mit meinem Alter zu tun hat, sondern mit meinem gesamten Familien- und Arbeitsleben.


    Und seit wann ich graue Haare habe, weiß ich schon gar nicht mehr. Ist auch egal - da ich sowieso färbe #augen


    Nur Mut #herzen

  • Ah, prima, erste Stimmen. :) Das liest sich schon mal gut. Ich überlege ja auch, die Haare zu färben. Andererseits... Eigentlich gefällt mir das Grau ganz gut. Ich glaube, ich werde sie wieder kurz schneiden, was meint Ihr?


    Edit sagt: Äh, die sind aber klein...

    Herzliche Grüße von Miss Elli


    Miss Ellies Blog

    Einmal editiert, zuletzt von Miss Ellie ()

  • Wenn es dir gefällt, dann laß die grauen Haare doch (die man auf den Photos übrigens gar nicht sieht).
    Davon ab, ich finde auch nicht, daß du wie 40 aussiehst :D

  • hmm, ich bin in einer ähnlichen Altersklasse. Hier ist der Kinderwunsch nicht so deutlich, blitzt aber wie bei annielu zwischendurch mal auf. Mir macht ehrlich gesagt das "je älter desto höher" Trisomie21-Risiko ein mulmiges Gefühl. Blöd, ich weiss, aber das geht mir im Kopf rum. Habe ich überhaupt die Energie für ein weiteres Kind? Und wenn es dann ein Kind mit besonderen Bedürfnissen ist, könnte ich dem überhaupt gerecht werden? Würde ich testen lassen? Und dann? #weissnicht


    Ansonsten wegen dem Alter: meine Grossmutter war deutlich über 40, eher Richtung 50, als sie ihr letztes Kind bekam. Ging alles gut.

  • Ich bin seit gestern 39 und wir basteln auch. Was mich aber mehr stört ist, das es nicht mehr so zackzack klappt wie früher.
    Ehrlich gesagt rechne ich eher damit das es noch ein wenig dauert und ich dann wahrscheinlich die 40 geknackt habe.
    Graue Haare habe ich nicht, meine wurden direkt weiß #kreischen dafür gibt es aber Haarfarbe, Falten ein paar, aber ich denke wenn noch ein paar Kilos runter sind, dann werden es mehr sein.
    Kurz, ich bin keine 20 mehr, man sieht das ich fast 40 bin, das hindert mich aber in keinster Weise daran, es noch mal zu versuchen.

  • Für MICH wäre es nichts.
    Ich wollte nie eine "späte Mutter" sein, mein Mann auch nicht (also "später Vater" sein)
    Mich schreckt weniger der Gedanke mit 40 ein Baby zu haben, aber der Gedanke mit 55 einen Teenager im Haus zu haben macht mir Angst, dann will ich lieber erste Enkel um mich haben.
    Was ich tatsächlich auch bemerkt habe, mit steigendem Alter waren die Sst beschwerlicher für mich, aber auch nicht katastrophal.


    Graue Haare, Falten oder ein paar Kilos wären mir dagegen schnuppe, also wenn das alles ist, was Dich abhält, dann viel Spaß und Erfolg beim üben. :)

    "Über besorgte Bürger wusste er Bescheid. Wo auch immer se sich aufhielten: Sie sprachen immer die gleiche private Sprache in der "traditionelle Werte" und ähnliche Ausdrücke auf "jemanden lynchen" hinaus lief." Terry Pratchett: Die volle Wahrheit
    LG Bryn mit Svanhild (*01), Arfst (*02), Singefried (*09) und Isebrand (*12)

  • Ich kenne diese Fragen sehr gut. Und ich kenne auch diesen Blick in den Spiegel und das Erstaunen darüber, wie müde ich aussehe. Tja, und graue Haare...


    Ich werde im Mai 42 und im selben Monat soll unser zweites Kind auf die Welt kommen. Die Schwangerschaft war nicht geplant, aber auch nicht ausgeschlossen. Ich wollte nicht planen, da ich nicht wusste, ob mein Körper überhaupt noch "will", und weil ich mir auch nicht darüber klar war, ob mein Körper diesen Monaten gewachsen sein würde.


    Diese zweite Schwangerschaft erlebe ich nun als viel ermüdender als die erste. Ob das mit dem Alter zusammenhängt? Manchmal neige ich dazu, meinem Alter viel zuzuschreiben. Aber sicher hängt auch viel damit zusammen, dass nun ein Grosser ständig präsent ist und zu jeder freien Tages- und Nachzeit einfordert; und mein Mann in dieser Zeit beruflich deutlich eingebundener ist und mich kaum entlasten kann. So entfallen in diesen Monaten meine Ruhepausen, die es in der ersten Schwangerschaft noch gab. Aber das kennst Du ja selber schon von Deiner zweiten Schwangerschaft.


    Ganz sicher ist: die körperlichen Einschränkungen sind nicht zu gross, als dass ich im Nachhinein lieber auf diese zweite Schwangerschaft im Alter von 41 verzichtet hätte. Wir freuen uns sehr auf das Kleine. Ganz tief in mir drin muss ich vielleicht zugeben (auch wenn ich das nicht gern tue und es hiermt zum ersten Mal ausspreche), dass ich diese zweite Schwangerschaft deutlich weniger geniessen kann und ich froh bin, wenn der Mai endlich da ist.


    Und was den Altersunterschied Deiner Kinder angeht: mein Grosser ist ja nun auch schon 4, und ich erlebe, wie er sich jetzt in seine neue Rolle als grosser Bruder eindenkt, einlebt und dies gerne und mit Stolz tut. Ich vermute, dass ältere Geschwister daher auch für Euch Eltern entlastender sind, da sowieso schon selbständiger und kognitiv besser in der Lage, ihre neue Rolle einem neuen Geschwisterchen gegebenüber einzunehmen.


    Was Bryn sagt, treibt mich auch immer wieder um: wie wird es sein, wenn die Kinder dann älter sind und ich Mitte 50? Wie viel Energie bleibt mir dann noch? Aber ehrlich gesagt: wir wissen nie, was die Zukunft (mit Kindern) uns bringt, und ich denke viel an die Mutter eines Freundes (der mit 6 Geschwistern aufgewachsen ist) und die mit Ende 40 ihr Jüngstes bekommen hat, und ich erlebe diese Familie als so unglaublich eng und zusammengehörig und die Mutter vermittelt nie das Gefühl, dass sie damit überfordert war, mit Mitte 60 noch mit einem/zwei Teenager/n konfrontiert gewesen zu sein.


    Liebe Grüsse,
    bonyilin

  • Ha, da sprecht Ihr zwei Dinge an, die mich auch umtreiben: Das Trisomie-21-Risiko (und wie wir mit einer solchen Diagnose umgehen würden) und das Alter, wenn die Kinder größer sind. Das werde ich noch einmal sehr genau mit meinem Liebsten besprechen müssen. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, ein Kind abzutreiben, weil es das Down-Syndrom hat. Die Last, ein Kind, das lebensfähig gewesen wäre, getötet zu haben, wäre mir zu groß. Aber die "Last" mit einem Kind, das sich anders entwickelt als seine Altersgenossen - könnten wir die schultern? Unsere beiden Großen waren als Babies und Kleinkinder sehr anhänglich. Erst jetzt, wo sie größer sind, schlafen sie gut und sind aufgeschlossen und fröhlich. An die Nächte, in denen ich beide durch die Gegend geschleppt habe, weil sie nicht schlafen wollten, erinnere ich mich ungern.
    Gut gut, ich denke weiter nach. Danke Euch allen!

  • ich glaube ja dass man ein "besonderes Kind" mit der vorhandenen Erfahrung an den vorhergehenden Kindern und steigendem Labensalter eher besser als schlechter wuppt. Man muss sich nicht mehr beweisen, nicht mehr einnorden, nicht mehr dies nicht mehr jenes.


    Meine zweite Schwangerschaft fand ich nicht belastender als die erste, ich war müder bzw. es ist mir mehr aufgefallen, weil ich noch ein kleinkind um mich rum hatte und nicht nach meinem Gefühl mal eben die Couch hüten konnte .


    diese Trisomie 21 juckt mich eigentlich recht wenig bei meinen Überlegungen, es gibt Behinderungen vor denen ich weit mehr Angst habe.


    Kurz - ich bin 41 und wünsche mir eingentlich noch ein Kind - was mich davon abhält hat aber NIX mit meinem Alter zu tun.

    Nur eines nimm von dem, was ich erfahren:
    Wer du auch seist, nur eines – sei es ganz!
    (mascha kaleko)

  • Alter sind nur Zahlen! :D
    Mein Mann ist fast 20 Jahre älter als ich und wir planen 3 bis 4 Kinder, nicht zu nah aneinander. Es bleibt nicht aus, dass er Mitte 60 sein wird, wenn unser Jüngstes Abi macht. Aber wir wissen nicht, was das Leben bringt, am Ende kommt doch alles anders als gedacht. Einer Bekannten, die einen 25 Jahre älteren Mann geheiratet hat, wurde damals auch gesagt "und was ist, wenn du mal 50 bist und dein Mann dann schon fast tot (so ungefähr)?" Nun, diesen Tag hat sie leider nicht mehr erlebt... Seitdem betrachte ich Alter und was das in vielen Jahren für Auswirkungen haben könnte mit deutlich anderen Augen!


    Wenn du dir also Heute eine Schwangerschaft und ein potentiell anstrengendes Baby/Kleinkind zutraust, warum nicht? #pro

    Immer auf Fettnäpfchensuche...


    Chaosqueen mit Chaosprinzessin ( #female 3/13)

  • Ich hab mit 39 mein 4. Kind bekommen und es war absolut ok für mich. JETZT möchte ich keins mehr, was aber an der beschwerlichen Schwangerschaft lag und an dem dabei rausgekommenen total anstrengenden Knirps. #pinch Ich bin jetzt 40 und der Kleine 20 Monate alt. Was ich allerdings merke - ich ermüde heute viel schneller als früher und merke halt erste Zipperlein - aber wenn die Schwangerschaft leicht verlaufen wäre, hätte mich das wohl eher nicht davon abgehalten, noch ein Kind zu bekommen. Ich hatte aber keine wirklich schweren Zipperlein in der Schwangerschaft - ich hatte einfach nur einen riiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiesigen Bauch, der mir überall im Weg war. Hektoliterweise Fruchtwasser und nen Zwerg, der sich ab der 15. SSW permanent bewegt hat und rumgezappelt hat und später gestrampelt hat, wie ein Wilder. So isser eben auch ausserhalb des Bauches. Ein echter Wirbelwind und Kamikaze-Heini. #haare #haare #haare DAS kostet mich vielleicht Nerven*seufz schwer*. Dagegen waren die 3 anderen Kinder echte Spaziergänge........ #pfeif


    Solange dir die Natur keinen Strich durch die Rechnung macht, legs doch einfach drauf an. Wenns nicht mehr sein soll, wirst es schon merken und dann musste halt da durch. #schäm


    Und ich find auch -Alter lässt sich nicht an einer Zahl festmachen. Und noch vor hundert Jahren waren Schwangerschaften jenseits der 40 überhaupt nicht unüblich. #weissnicht

    Alles, was einmal war, ist immer noch. Nur in einer anderen Form. (Hopi-Weisheit)



  • Ich kann bryns Argumentation folgen.
    Allerdings hilft das nur, wenn man die Chance hatte rechtzeitig anzufangen.


    Es kann gut passieren, dass ich mit 39 oder 40 noch einmal ein Kind bekomme.
    Wie lange werde ich seine Mutter sein?
    Spielen 2-4 Jahre in der Relation eine Rolle? Wie lange würde ich dieses Kind vermissen, wenn ich verzichte?


    Ich hätte auch gern früh/er meine Kinder gehabt.
    Das war leider nicht möglich, jetzt ist es wunderbar wie es ist.

    Süsskram aus den Jahren 2009 und 2012 <3

  • Ich möchte Dir auch Mut machen. Meine drei Mädels hab ich mit 37, 39 und 43 bekommen und alles ist super. Letzten Herbst hab ich hier auch öffentlich drüber nachgedacht, mit 45 noch mal schwanger zu werden, und viele haben mir Mut gemacht. ;) Wir haben uns zwar mittlerweile dagegen entschieden, aber es war schön zu lesen, wie viele jemanden kennen, die sich das getraut hat.

  • Hallo Miss Ellie,


    Ich war 36 als meine Tochter auf die Welt kam und 42 als mein Sohn geboren wurde. Wir waren zu dritt glücklich und hatten kein weiteres Kind mehr geplant - die Schwangerschaft war ein "Versehen", aber die Freude sehr groß.
    Die Schwangerschaft verlief (bis auf einen Gestationsdiabetes) total problemlos (naja im ersten Schwangerschaftsdrittel war mir schon übel und ich war auch müde). Und am Ende der Schwangerschaft war ich sehr viel fitter als beim ersten Kind - das lag an der Diabetes: nur mit einem strengen Ernährungsplan und ausgiebigen Sportprogramm hatte ich die Blutzuckerwerte im Griff.


    Und auch jetzt mit Baby und Kleinkind bemerke ich mein fortgeschrittenes Alter nicht als Einschränkung. Ich bin zwar total müde und fertig - aber das liegt daran, dass mein Sohn (genau wie meine Tochter) ein absoluter Wenig- und Schlechtschläfer ist.


    Während der Schwangerschaft hatte ich öfter das Gefühl das Schicksal herauszufordern. Bisher war mein Leben gut verlaufen und jetzt war ich wieder so verletzlich: War das Baby gesund? Blieb ich gesund (für meine große Tochter)? Aber das erhöhte Trisomie21-Risiko hat mich gar nicht geschreckt, ich habe außer einem Feinultraschall keine zusätzlichen Untersuchungen machen lassen.



    Letztes Jahr im Sommer war ich auf der Hochzeit einer Freundin und hab dort viele Klassenkameraden getroffen, da kam ich mir zum ersten Mal als alte Mutter vor. Während sie sich die Diskobesuche ihrer Kinder sorgten und mir nette Teenager vorstellten, hatte ich mein kleines Baby auf dem Arm...(Lustig an dem Abend war, dass die Jungs alle den Kleinen nehmen wollten und sich vielleicht doch noch ein Kind vorstellen konnten, während die Frauen alle lachend abwinkten...)


    Hier in der Großstadt fühle ich mich nicht komisch. Zwar sind die meisten Mütter in der Umgebung deutlich jünger als ich - aber sie sind ja keine Teenagermütter. Ihr Leben unterscheidet sich nicht wesentlich von meinem.
    Unsere Freunde sind entweder kinderlos oder haben ihre jüngsten Kinder im Alter meiner Tochter. Da fühl ich mich auch nicht fehl am Platz.


    Während mich die Pubertät und mein Älterwerden gar nicht schreckt, bleibt mir aber eine kleine Wehmut: Egal was kommt, ich werde es nie erleben dürfen, wie aus meinem kleinen Baby ein älterer Herr wird...


    Viele liebe Grüße
    Pristolie

  • hallo,


    ich bekomme jetzt mit 35 unser drittes Kind und kann mir momentan in ein paar Jahren gut noch eines vorstellen, dann wäre ich auch so 39, wer weiß vielleicht 40


    in meinem Umfeld (erst München, jetzt Berlin) bekommen die meisten das erst mit ca. 36 Jahren, beim ersten fühlte ich mich daher mit 29 fast wie eine Teenagermutter


    auch jetzt in Kindergarten und Schule gehören mein Mann und ich deutlich zu den jüngeren Eltern, oft sind wir die jüngsten


    mit weiteren Kindern kann sich das ja nur bissl angleichen :)


    ich finde, wie schon einige es zum Ausdruck gebracht haben: man kann nur nach sich selbst gehen, auf sein Gefühl hören
    bei unserem dritten hatte ich ganz stark das Gefühl, dass da jemand kommen möchte - und ich hatte wieder genug Kraft
    mein Mann auch, die Kinder haben auf einmal ständig von einem Baby gesprochen - dann kann es doch auch kommen, oder?


    und wer weiß, viele von uns werden doch 100 werden, da erlebt man ja sogar noch den 60. Geburtstag des Kindes (was mir persönlich jetzt nicht einmal so wichtig wäre)

  • Falls es bei uns noch ein Kind gibt, wäre ich dann auch vierzig. Im Moment fühle ich mich dem nicht gewachsen, obwohl das Alter dabei wohl nur eine kleine Rolle spielt. Die Babyzeit ist einfach anstrengend, und drei Kinder unter 5 finde ich gerade super heftig. Ich mache es an anderen Faktoren fest, z.B. muss ich unbedingt vorher 20 Kilo abnehmen, sonst packe ich das einfach nicht.


    Wegen Down-Syndrom: Irgendwo hier im Forum war doch mal zu lesen, dass das Risiko dafür - auch bei älteren Müttern - relativ gering ist, wenn Kleinkinder in der Familie vorhanden sind. So ungefähr, glaube ich. #gruebel Vielleicht weiß ja noch jemand, wie der Thread hieß.

    "Guck mal, hier ist ein bisschen Grün für Deine Kaninchen."
    "Mama, die essen nur Blau!"

  • Ihr Lieben,
    ich lese fleißig mit und freue mich über die vielfältigen Ansichten zum Thema. Ich bin aber gerade viel zu müde, um Euch allen etwas sinnvolles zu antworten. Lasse Euch ein schläfriges Winken da und werde morgen mehr schreiben.
    Viele Grüße!


    PS: Morgen werden die Haare ein ganzes Stück kürzer und im April habe ich einen Termin bei meiner Frauenärztin für ein Check-up. Generalstabsmäßig geplant, das Ganze.