Zur Hülf... was ist eine sinnvolle Gehaltsvorstellung?? (Dipl.Geol.)

  • Hallo,
    Ich versuche mich gerade zu bewerben und stoße immer wieder auf die Frage, was ich (wenn das zu erwartende Gehalt nicht schon angegeben ist) verlangen kann/soll.


    Als Orientierung: ich bin Dipl.-Geologin ohne nennenswerte Berufserfahrung (1/2 Jahr zwischen Studium und Kind, keine volle Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin)
    Wenn ich mich auf eine Stelle als eben solche in einem mittelständischen Unternehmen bewerbe, würde ich 35 000 im Jahr für eine volle Stelle sagen (runterhandelbar auf 30 000?). Meint Ihr, dass das realistisch ist? oder über oder unter Wert verkauft?


    Dann habe ich auch noch eine Ausschreibung gefunden, in der weder ein Geologe noch explizit ein Studium gefordert ist. Als Voraussetzung wird "eine Qualifizierte Berufsausildung" genannt. Es wird also nichts bestimmtes gesucht , nur jemand der irgendwie passt (denke ich zumindest). Die Stelle kling interessant, ich würde mich gerne bewerben, allerdings soll man seine Gehaltsvorstellungen nennen. Was schreib ich denn da um Himmels willen? ich will ja nicht aus der näheren Wahl fliegen, weil ich total überzogene Gehaltsvorstellungen habe, bzw. nur eingeladen werden, weil ich billig bin.


    Kann mir jemand mit Erfahrungswerten weiterhelfen?
    Das wäre ganz außerordentlich nett

    (ich hoffe man versteht meinen gedankliches durcheinander, was ich versucht habe zu formulieren #schäm )

    Liebe Grüße


    PS wenn die Groß- und Kleinschreibung nich passt, bin ich gerade einhändig

  • Ich kenn mich nicht wirklich aus, kann aber beisteuern, dass in meinem Umfeld in so einer Situation häufig der TV-L oder -ÖD als Orientierungsgrundlage genommen wurde. Wobei man sich dann daran orientieren sollte, welcher Abschluss in der Anzeige erwartet wird, nicht unbedingt daran, welchen man tatsächlich hat (außer du bist sicher, dass du extrem gut auf die Stelle passt und davon ausgehen kannst, dass sie deswegen gerne auch ein bisschen mehr ausgeben).


    Tarifrechner finden sich ja zuhauf im Internet. Ich würde dann als Berufsanfängerin mit Stufe 1 rechnen, da kämst du brutto trotzdem noch über die 35.000, die du jetzt anzielst, die müssten also okay sein, denke ich.

    Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. #ja

    Einmal editiert, zuletzt von Aomame ()

  • Danke schon mal! bei meinen Gehaltsvorstellungen als Geologin werde ich mir auch schon immer sicherer :D


    Aber was sag ich bei der anderen Stelle?


    Ich poste mal einfach die Ausschreibung (und hoffe dass ich das darf)
    http://www.greenjobs.de/angebote/index.html?z=alle&katz=ij&jtz=12&id=43082&anz=html


    Ich kann mir selbst nach längerem Hirnverdrehen nicht erklären, was für ein Gehalt für eine so ausgeschriebene Stelle angemessen ist...

    Liebe Grüße


    PS wenn die Groß- und Kleinschreibung nich passt, bin ich gerade einhändig

  • Ich poste mal einfach die Ausschreibung (und hoffe dass ich das darf)
    http://www.greenjobs.de/angebote/index.html?z=alle&katz=ij&jtz=12&id=43082&anz=html


    Ich kann mir selbst nach längerem Hirnverdrehen nicht erklären, was für ein Gehalt für eine so ausgeschriebene Stelle angemessen ist...



    Angemessen ist das eine - was sie bezahlen wollen, das andere.
    (Wenn Du willst, schreibe ich Dir mehr per PN.)

    #post #post #post #post 5 #post #post #post #post 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 #post 21 22 23 #post       #post

  • Haenje,


    ich bin auch Dipl.-Geol. Beim Staat (bin sozusagen Beamtin) hatte ich ein Einstiegsgehalt als A12er, heute ist das auf A13 aufgewertet . Guck Dir mal die Besoldungstabellen an, aber bedenke, dass das ja bei Beamten bisschen anders ist mit dem Brutto-Netto. Im TVÖD siehst Du's für Angestellte, da ist Brutto-Netto vergleichbar mit der Privatwirtschaft, wurde ja schon genannt.


    Edit:


    Bei der verlinkten Stelle denke ich, dass die keine Akademikerin erwarten. D.h. Du darfst nicht unbedingt mit einem Akademikergehalt rechnen! Wer Sekretariatsarbeit macht, wird auch entsprechend bezahlt (das so mal meine Erfahrung). Aber es wäre ein gutes Sprungbrett für eine zukünftige Stelle in diesem Bereich. Und wer sich aus einer Stelle heraus bewirbt, ist einfach gegenüber einem zukünftigen Arbeitgeber in einer besseren Position. Also: für den Anfang ok, aber ausbaufähig, da Du wahrscheinlich von Deiner Vorstellung abrücken musst.


    Grüßle und viel Erfolg! Schön zu hören, dass Du eine interessante Stelle gefunden hast, Kollegin.

    Es wünsch mir einer was er will, es geb ihm Gott 2x soviel

  • Mein Tipp ist, eher zu hoch zu greifen.


    Bist du interessant, wirst du trotzdem eingeladen. Ich glaube nicht daran, dass man bei der Erstauswahl scheitert, weil der Gehaltswunsch zu hoch ist. Mir ist mal passiert, dass ich vor der Einladung angerufen wurde, um zu klären, ob ich in Sachen Gehalt verhandlungsbereit sei - ich lag T€ 25 über dem, was gezahlt werden sollte.... (Hier ging's allerdings auch um eine mit Prokura ausgestattete Führungsaufgabe in einer Bank).


    Viel Erfolg! Konkret bei Geologen kenn ich mich nicht aus, Sorry.

  • Mein Tipp ist, eher zu hoch zu greifen.


    #ja


    Zumal man sich da auch gerne mal vertut. Ich hatte mir beim letzten Mal einige Gedanken gemacht, wie ich meine Gehaltsvorstellung begründen kann. Durfte dann kaum zwei Sätze sagen, dann wurde das abgenickt. Kurz darauf erfuhr ich von dritter Seite, dass das genau das Gehalt gewesen war, das einer Kollegin für eine vergleichbare Stelle angeboten worden war.


    Ansonsten fand ich dieses Video ganz hilfreich für Verhandlungen:
    http://leanin.org/education/negotiation/

  • Shakes, kannst du das Video in dem Link vollständig ansehen?

    Es grüßt das Döderlein



    Das Leben ist ein kompliziertes. (Und grienhild macht es nur noch schlimmer. :D)

  • Also bei der Nabu-Stelle vermute ich, dass die sich am TVÖD orientieren, da könntest Du vermutlich an sowas wie TVÖD kommunal 9 Dich orientieren - das müsste meiner Erfahrung nach passen für Akademikerin auf so einer "Sachbearbeiter"-ähnlichen Stelle.
    Zum anderen kann ich nichts sagen (qualifizierte Geologenstelle), aber viele meiner Freunde (über ganz D verteilt), auch mit Studienabschluss, die aber nicht genau in ihren Berufen, sondern oft projektorientierte Bildungssachen arbeiten, sind eigentlich alle an 9 orientiert, zumindest beim Einstieg. In Teilzeit ist das dann halt gleich sehr bescheiden. Von daher sicherlich besser, eine qualifierte Geologenstelle zu suchen, wo "wirklich" ein Geologe gesucht wird.
    (Aber der Nabu-JOb klingt superinteressant und nett und einfach nur "gut"!)


    Ich finde die Gehaltsvorstellungsfrage auch immer fies, im Zweifelsfall verlang deutlich mehr, als Du denkst, die werden schon sagen, wenn es zuviel ist - hoffen halt drauf, dass Du weniger willst #stirn


    Viel Glück! #top

    liebe gruesse,
    lara
    mit sohn (05/05)
    und tochter (11/07)


    (**** im alten Forum)

  • vielen Dank für eure Antworten, ich hab die eine Bewerbung jetzt abgeschickt und hoffe, dass ich mit meiner Gehaltsvorstellung nicht komplett daneben liege... Da ich mich aber höchstwahrscheinlich auch weiterhin bewerben muss/werde, bin ich auch über weitere Erfahrungen und Ansichten dankbar, ich fühl mich auf diesem Terrain nämlich im Moment noch so sicher wie ein Löwe auf einer Eisscholle. Und da ich ja auch noch kein einziges Bewerbungsgespräch hinter mir habe denke ich, ist eine solide Meinung über das was mir Zustehen sollte wohl nicht schlecht oder?


    Liebe Grüße aus Aachen

    Liebe Grüße


    PS wenn die Groß- und Kleinschreibung nich passt, bin ich gerade einhändig

  • Es ist wie gesagt immer schwierig mit den Gehaltsvorstellungen, wenn man neu anfängt oder sich auf ganz andere Positionen bewirbt.
    Ich wünsche Dir viel Glück!

    liebe gruesse,
    lara
    mit sohn (05/05)
    und tochter (11/07)


    (**** im alten Forum)