Plazenta-Essen

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  • Sonst halt doch pulverisieren, bietet sich ja dann direkt an.

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Whatever you want, it isn't me.

    Other people's ambitions are not my specialty.

    Sometimes I can see from here clear to the ocean.

    Sometimes I'm blind.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Ach das mit den ganzen Plazenta-Rezepten (Lasagne, Bolognese, weiß der Geier was) ist, glaub ich, so ne reine Internetgeschichte, eine urban legend. Google mal nach Plazenta-Bolognese, da werden dir -zig Seiten zu ausgespuckt. Meistens versehen mit lustigen Kommentaren der Kategorie "Da schau dir mal diese Freaks an, die sowas abartiges machen". Manchmal auch kombiniert mit einem Link zu meinem ersten Geburtsbericht, obwohl ICH die Plazenta ja gar nicht gekocht habe. In echt kenne ich keine einzige Frau, die sowas schon mal gekocht hat, also im Internet nicht und im RL erst recht nicht. Die Hebammenzeitschrift hat die Rezepte sicher auch nur aus dem I-net übernommen. Für seriös halte ich das nicht.


    Sollte ich entgegen meiner derzeitigen Pläne irgendwann doch ein viertes Kind bekommen, dann würde ich die frische Plazenta in viele kleine Würfelchen schneiden und so kleingeschnitten einfrieren. Dann würde ich über die ganze Wochenbettzeit verteilt jeden Tag eins von den gefrorenen Stückchen essen.


    Das Kauen hat m.E. keinen Einfluss auf die Wirkung. Aber wenn ich ein Stück Brot esse, dann kaue ich es ja auch, obwohl das keinen Einfluss auf den Nährwert des Brotes hat. Das Runterwürgen incl. mit viel Kaba oder so nachspülen impliziert doch, dass es sich bei der runtergewürgten Speise um was Superekliges handelt, das man auf keinen Fall schmecken will. Das beeinträchtigt zwar nicht die Wirkung, aber es ist m.E. einfach unnötig.


    Edit: Pulverisieren hab ich mal versucht, aber den Versuch hab ich dann abgebrochen, weil ich keine Lust hatte, tagelang meinen Backofen mit der Plazenta zu blockieren und weil sie während des Trocknens dann doch einen sehr intensiven Geruch entwickelt hat (der nicht vergleichbar war mit dem Geschmack der frischen Plazenta).

    Einmal editiert, zuletzt von Schwertlilie ()

  • Sollte ich jemals wieder ein Kind bekommen werde ich wohl ein Stück verzehren, aus Angst vor den Nachwehen, aber niemalsnicht kauen.
    Müsste ich ein normales Stück Fleisch roh essen würde ich es auch nur ganz ganz schnell runterspülen.
    Und die Plazenta ist ja nichts anderes als rohes Fleisch?

  • Das Runterwürgen incl. mit viel Kaba


    hm ... da ich das mit dem Kaba geschrieben hab nur fürs Protokoll: ich empfand es nicht als runterwürgen ... den hatte ich eher eh vor zu trinken für schnelle Kohlenhydrate für den Heimweg ... mehr essen hätt ich da nicht gewollt. Hab auch sonst kein Problem mit rohem Fleisch... #schäm

  • Also ich habs ja auch gegessen. Beim ersten Kind hatte ich eine Wochenbettdepression, diesmal wollte ich alles dafür tun, dass das nicht wieder passiert. --> erfolgreich gelungen :)


    Wir hatten eine Hausgeburt und meine Hebamme hatte mir im Vorfeld Rezepte für Plazentashakes und eine Lasagne gegeben. Das konnte ich mir allerdings nicht wirklich vorstellen, die Plazenta als Nahrungsmittel zu sehen. Irgendwie war da dann doch der Ekelfaktor.


    Also beschlossen wir, dass sie mir ein rohes Stück direkt nach der Geburt zum Essen geben würde und einige kleinere Stücke in eine Tupperschüssel geben würde. So geschah es dann auch. Das erste rohe Stück schob sie mir urplötzlich in den Mund, nachdem sie mit der Zweithebi im Bad verschwunden war und wir unser neues kleines Glück ausgiebig kuschelten. Einige andere Stücke kochte sie mir später in einer Hühnerbrühe. Da hab ich dann zum ersten Mal drauf rumgekaut. Und ganz ehrlich: So schlecht schmeckte das gar nicht. Schmeckt wie Leber. So ca. 4 Tage lang kochte ich mir die restlichen Stücke in Hühnerbrühe.


    Gegen die Nachwehen hat's leider nicht geholfen - die waren echt heftig. Aber ich hatte nicht mal Heultage, war echt nur happy #ja


    Natürlich kann ich nicht einschätzen, wie es ohne Plazentaessen gewesen wäre. Aber ich würde es jederzeit wieder tun!

  • So, jetzt kann ich auch mitreden #ja
    Mein Mann war angeekelt von der Vorstellung, meine Hebamme leicht gegruselt, aber neugierig. Wir haben also einen Moment abgepasst, in dem mein Mann irgendwas holte, sie hat mir ein Stück von der Größe eines Würfels abgeschnitten und gefragt, ob ich das jetzt wirklich ... Ja, klar, gib her.
    Geschmacklich würde ich sagen: Neutral. Wasser, etwas Eisen und ein wenig süß. Trauben-ählich trifft es am besten. Auch die Konsistenz ist die von Traubenfruchtfleisch. Gar nicht schlimm.


    Zur Wirkung:
    Rückbildung: optimal - hatte ich allerdings immer. Einige meiner Hosen passen schon wieder ^^
    Nachwehen: ich merke, dass sie da sind, aber weh tun sie nicht. - Nach dem dritten Kind habe ich geheult vor Schmerzen.
    Vormilch hatte ich in Mengen, obwohl ich am Ende der Schwangerschaft komplett trocken war.
    Milcheinschuss war gestern abend, ganz sanft, es wurde einfach immer ein bisschen mehr.
    Sonst so: Bisher keine Heultage, keine Tendenz in die Richtung, mein Kreislauf hat nicht einmal gemuckt (damit hatte ich sonst immer Stress) und obwohl mein Baby mich nur in 10-Minuten-Häppchen schlafen lässt, bin ich nicht mal müde.


    Fazit: Es ging mir nach ner Geburt noch nie so gut, ob es nun ZUfall ist, an der Plazenta oder an der Einbildung liegt, weiß ich nicht. Ergebnis zählt - ich würde nie wieder keine Plazenta essen #super

  • #dance

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  • Ich hol den Thread mal hoch.


    Ich hab´s getan. Und ich kann bestätigen, es ist weit weniger eklig, als ich dachte. Hab sogar gekaut. ;) Schmeckt nach nix, hat was vom rohen Thunfisch wie beim Sushi, vielleicht etwas weicher in der Konsistenz.


    Was den von mir am meisten erhofften Effekt bezüglich der Nachwehen angeht: Da ich auch ein homöopatisches Mittel von meiner Hebamme bekommen habe, kann ich das schlecht beurteilen. Überhaupt weiß ich ja nicht, wie es ohne gewesen wäre.
    Ich hatte 3 Tage schon ziemlich fiese Nachwehen, aber auch nicht schlimmer als beim 2. Kind.


    Vormilch hatte ich ganz viel, dabei hab ich in der Schwangerschaft davon nie was bemerkt.
    Milcheinschuß war dann aber ähnlich heftig wie bei den anderen Kindern, aber diesmal zumindest ohne Fieber und Krankheitsgefühl. Allerdings auch hier homöopatische Unterstützung.


    Rückbildung: Geht bei mir eh immer fix.


    Das einzige, wo ich echt sagen kann, das war anders: Ich hatte keinen Heultag. Psychisch gings mir durchweg immer prima und überhaupt habe ich mich sehr schnell fit gefühlt, auch körperlich. Kreislauf war schon kurz nach der Geburt super.


    Also, vielleicht vielleicht ist das ja der Plazenta geschuldet, wer weiß. Einen Versuch war es jedenfalls wert und ich würde es empfehlen, schaden konnte es ja nicht. :)

  • Oh hier, ich auch! Die Hebamme im KH hat mir ein traubengroßes Stück rausgeschnitten. Ich habe es allerdings nicht gekaut, nur mit nem Schluck Wasser runtergeschluckt. Rückbildung war bei mir schon immer gut, aber ich hatte auch kaum heulige Tage und ich habe viel mehr Milch. Meine Tochter ist dick und rund und hat kaum abgenommen, das ist anders als bei den beiden ersten. Ich fand es gut und würde es wieder machen. Der Chefarzt der Geburtshilfe hat sich geschüttelt und war hin und hergerissen zwischen Grusel und Neugier. :D

  • Ich habe es definitiv vor! Meine Hebamme sagt nach 30 Jahren Berufserfahrung ist ihre Meinung, dass die Frauen die es machen wesentlich schneller wieder zu Kräften kommen und das Wochenbett viel einfacher läuft. Nachwehen und so natürlich auch weniger. Melde mich wieder wenn es soweit ist! Hoffentlich bald mal.

    2 Sternchen † August 2011 und † Februar 2013 zwei Kinder: eine Tochter *17.2.2009 einen Sohn *23.3.2014 #herzen
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  • Mädels...ihr macht mich neugierig!
    Speziell die Psycho-Sache...ich hatte in den ersten 3 Monaten extrem mit Depressiver Verstimmung zu kämpfen (ging soweit, dass ich mir gewünscht hab, das Baby würde sterben). Hatte mit einigen Vorfällen im beruflichen und privaten Umfeld zu tun, hat sich aber wieder gelegt. Sowohl die Störfaktoren im beruflichen Umfeld als auch meine Depris. Privat ist das "Problem" noch nicht behoben, hat aber jetzt zusätzlich einen anderen Auslöser...klingt kompliziert, ist es nicht, ich wills nur nicht genauer beschreiben, ist sehr privat und ich hab noch nicht rausgefunden, welche Bereiche hier öffentlich sind und welche nicht bzw. wie man das rausfindet.
    Ich muss mir gleich einen neuen Post-It auf meinen Mutterpass machen für das nächste Hebi-Gespräch. Schnibbeln muss sie eh für die Globuli, dann kann sie auch ein Stück für mich runterschneiden.
    Kann mir das Gesicht von meinem Mann schon bildlich vorstellen, wenn ich ihm davon erzähle.
    Mit welchem Mist kommt sie denn jetzt schon wieder...#augen


    Wie viel soll man denn essen? Ihr schreibt von Weintrauben-Größe, Würfel-Größe. Reicht das echt? Ich glaub, ich könnt mich überwinden, so ein kleines Stück zu schlucken (kauen eher nicht), aber ein zweites oder drittes? Glaub nicht, dass ich das schaffe.

  • ich werde es dieses mal auch versuchen...schaden kanns auf jeden fall nicht ;)

    liebe grüße Susi mit H(Juli04) N(Juni07) L(April10) K (April14) und T (Juni2016) #herzen

  • Ich hab nur einmal ein Stück gegessen, ja Weintraubengröße. Ich glaube, zu einem späteren Zeitpunkt hätte ich mich nicht mehr überwinden können. So gleich nach der Geburt im Hormonflash war das aber kein Problem.

  • Ich würde inzwischen unbedingt daran denken, etwas für später einzufrieren.
    ich hatte an Tag 12 nochmal Probleme (Wochenflussstau), während vorher alles perfekt war, da hätte ein weiteres Stück Plazenta bestimmt auch geholfen.
    Leider hatte ich nicht darauf bestanden, dass etwas eingefroren wird und mein Mann hatte die Plazenta schon entsorgt :|

  • Ich glaub später, besonders nach dem einfrieren, würd ich das auch nicht mehr schaffen.
    Für den Fall vertrau ich einfach auf meine Plazenta-Globuli. Aber die hat man ja unmittelbar nach der Geburt noch nicht.

  • Dann will ich mal was für die Statistik tun: Ich hab auch was davon gegessen und fand es ebenfalls überraschend lecker, wie Sani. Ich liebe allerdings sowieso rohes Fleisch... Nachwehen waren ebenfalls prima zu handeln, Rückbildung läuft super.
    ABER: Nach Milcheinschuss direkt Milchstau und von Tag vier bis, na sagen wir, 14, durchaus ordentliche Heulattacken. Für die Psyche hat der Nachgeburts-Snack bei mir also nichts getan...

    Grüße vom nkind
    mit Tochter (2004), Sohn (2008 ) und Wunderkind (03/2014)


    Wir reisen um die Welt:
    Die Weltwunderer

  • Vermelde auch den Plazenta-Nachtisch :)
    Mein Mann hat mir zwei traubengroße Stücke abgeschnitten und die gingen auch gut runter. Ich bin seit 17 Jahren Vegetarierin und habe überhaupt nichts ekeliges oder unangenehmes dabei empfunden. Fand eher das Gesicht der Hebammen witzig :) und was soll ich sagen: kaum spürbare Nachwehen, gute Rückbildung, einmal habe ich kurz geheult und der Milcheinschuß war bilderbuchmässig :) ich kann nur jeder Frau empfehlen Plazenta zu naschen!

  • Ich hatte so gemeine Nachwehen und habe meinen Mann gebeten mir ein Stück herauszuschneiden und habe das mit Apfelsaftschorle heruntergeschluckt. Es war nicht ekelig, sondern irgendwie eher logisch. (Ich habe mich gefragt wie schlimm Nachwehen bei weiteren Kindern sein sollen #kreischen . Die waren so böse.)
    Ich hatte dann nicht mehr so viele von diesen ganz schlimmen Nachwehen, eine super Rückbildung, einen schnellen, unproblematischen Milcheinschuss und eine gut tragbare mentale Situation. Ich glaube, dass das an dem Verspeisen der Plazenta lag und würde es immer wieder tun.
    Ich bin meiner, bzw. eigentlich ist es ja eine kindliche Struktur, also Y.'s Plazenta sehr dankbar und habe sie voller Ehrfurcht unter dem Apfelbäumchen im Garten vergraben lassen.